Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die betriebliche Gesundheitsförderung hat in den letzten Jahren zunehmende Verbreitung erfahren. Hierzu hat vor allem die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union des europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung beigetragen. Zu konstatieren ist, daß auf der einen Seite erhebliche Unterschiede in der Qualität der betrieblichen Umsetzung der Gesundheitsförderung existieren, auf der anderen Seite noch eine viel zu große Anzahl von Unternehmen die Chancen und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung nicht nutzen. Nach wie vor besteht folglich erheblicher Bedarf in der Verbreitung positiver Ansätze der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Wenige Zahlen dokumentieren den nach wie vor erheblichen volks- und betriebswirtschaftlichen Umfang des Absentismus:1997 fehlten rund 30 Millionen Beschäftigte (ohne Beamte) durchschnittlich 9,2 Arbeitstage (69,6 Arbeitsstunden), das sind 4,2 % der Sollarbeitszeit. Nach dem Wissenschaftlichem Institut der AOK (WIDO) waren 1996 mehr als 55 % aller Beschäftigten einmal krank gemeldet.

Wenn betriebliche Gesundheitsförderung in der korporativen Personal- und Gesundheitspolitik verankert wird, kann sie sowohl die Gesundheit der Angestellten verbessern als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes durch eine verbesserte und der Gesundheit dienliche Arbeitsorganisation steigern. Dies ist sowohl durch wissenschaftliche Ergebnisse als auch zahlreiche Erfahrungen belegt.

 W.U.P. 1999

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