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SEITENBLICKEiszeit für FrauenDie Premiere des olympischen Eishockeyturniers der Frauen hatte im vergangenen Februar allgemein eine gute Resonanz. In Nordamerika tröstete die Dominanz des amerikanischen und kanadischen Teams sogar ein wenig über die Abstürze der Männer hinweg. Findige PR-Strategen möchten nun vom weiblichen Schwung auf dem Eis profitieren. Die Philadelphia Flyers überbrückten die Sommerflaute mit einer Einladung an Hayley Wickenheiser in ihr einwöchiges Trainingscamp für Nachwuchsspieler. Die 19jährige Kanadierin aus Calgary, die als weltbeste Stürmerin gilt, löste in den letzten Tagen mit dem Engagement einen Medienwirbel rund um die Flyers aus. Immerhin war der NHL-Klub lange Jahre bekannt, berüchtigt und stolz auf die Hochhaltung eines besonders rauhen, männlichen Stils. Einen Einstieg in die Liga strebe sie nicht an, meinte Wickenheiser, obwohl ein solcher von den Reglementen nicht verboten würde. Sie sei aber (mit 1,77 m) zuwenig gross und hart für die NHL. Beobachter konnten allerdings keine Leistungsunterschiede zu gleichaltrigen Männern feststellen. Gleichzeitig warben nun die Berliner Eisbären, ein Spitzenklub der Deutschen Eishockeyliga (DEL), mit der "Verpflichtung" einer Frau für sich. Die Sturmhoffnung Maren Valenti, die Schwester eines Nationalspielers, könnte sich einen Transfer durchaus vorstellen. Sie liess sich bereits in den Eisbären-Dress einkleiden. Vor einigen Jahren hatte die kanadische Torhüterin Manon Rheaume mit ihren Auftritten in unterklassigen Männerteams Aufsehen erregt. Über eine Ersatzrolle war sie nicht hinausgekommen. In der Schweizer Juniorenbewegung spielen Mädchen und Knaben traditionell zusammen. (ws.) |
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