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Regionen | Freitag, 31. Mai 2002

Abschied von St. Gallen

Der DSC St. Gallen heisst neu DSC Oberthurgau Woman

Der DSC St. Gallen hat sich mit dem Umzug nach Romanshorn nicht nur örtlich umorientiert. Künftig werden die Eishockeyspielerinnen unter dem Namen DSC Oberthurgau Women in der NLA spielen.

sabrina Dünnenberger

Mit der Schliessung des Lerchenfeldes verschwand im vergangenen Winter ein Stück städtische Eissport-Geschichte aus St. Gallen. Was Hobbysportlern «lediglich» der Verlust einer Freizeitalternative war, bereitete einigen St. Galler Vereinen grössere Sorgen. Auch der Frauen-Eishockeyclub DSC St. Gallen musste sich umorientieren. Das Team um Vereinspräsident Claudio Ortelli hatte Glück und kam bereits im Oktober im Eissportzentrum Oberthurgau (EZO) in Romanshorn unter.

Debatten um Eisbahn

Im Thurgau fanden die Eishockeyspielerinnen Bedingungen vor, von denen sie in St. Gallen nicht zu träumen gewagt hätten. Das marode Lerchenfeld hatte den Ansprüchen einer NLA-Equipe schon lange nicht mehr genügt. «Zur guten Infrastruktur in Romanshorn kam dazu, dass in St. Gallen sehr lange um die neue Eishalle debattiert wurde. Nie wusste man, ob sie nun gebaut wird oder doch nicht», sagt Präsident Ortelli. Der örtlichen Trennung von St. Gallen folgte nun eine weitere im «Ablösungsprozess» von St. Gallen. Der Verein DSC St. Gallen wurde aufgelöst und der DSC Oberthurgau Woman neu gegründet. «Es war klar, dass wir unter diesen Umständen in St. Gallen nicht mehr weiterexistieren können und wollen», sagt Ortelli. Es sei dem Verein nicht leicht gefallen, sich vom Namen zu trennen, immerhin habe das Team schon einmal den Schweizer-Meister-Titel gewonnen. «Hätte die Stadt St. Gallen uns gute Bedingungen geschaffen, wären wir geblieben», sagt Ortelli. An der Ligazugehörigkeit änderte die Neugründung des Clubs nichts. Die Frauen - von denen lediglich eine einzige aus St. Gallen stammt - werden weiterhin in der Nationalliga A spielen können.

Zweites Team gegründet

In Romanshorn macht die Equipe von Trainer Reto Roveda einen Neuanfang. «Die Begeisterung für Eishockey ist hier allgemein grösser», sagt Ortelli. So gross, dass bereits ein zweites Frauenteam gegründet werden konnte.