Jetzt ist es definitiv: Der
Damenhockeyclub Langenthal kehrt nach nur einem Jahr wieder in die
Nationalliga A zurück. Der Vorstand hat sich zu diesem Schritt
entschlossen. Mit einigen Verstärkungen will man dafür sorgen, dass
sich der Verein endlich in der obersten Spielklasse etablieren
kann.
Walter Ryser
«Unser Ziel ist es, das Image als
Lift-Team abzulegen», gibt Vereinspräsident Thomas Nikles die
Richtung für den Damenhockeyclub Langenthal bekannt. Die
Oberaargauerinnen stiegen schon vor zwei Jahren in die NLA auf,
verliessen diese jedoch nach nur einer Saison und ohne Punkte sofort
wieder.
Noch mehr herausholen
Das soll sich nicht
wiederholen. Trainer Fritz Pfister, der die Frauen in die NLA zurückführte, ist überzeugt,
dass sich sein Team in der NLA etablieren kann. «Der Weg dahin ist
nicht sehr weit, aber es braucht schon ein etwas grösseres
Engagement als noch in der NLB», spornt der 49-jährige DHCL-Trainer
seine Spielerinnen an. Seine Aufgabe sei es, aus dem bestehenden
Kader noch etwas mehr herauszuholen, bemerkt der ex-NLB-Spieler
(«ich werde mir etwas einfallen lassen»). Daneben hofft er auch auf
das nötige Wettkampfglück, das vor zwei Jahren gänzlich fehlte sowie
gute Ausländerinnen, die das Team mitreissen können.
In
dieser Beziehung will der Vorstand nicht zurückstehen. Nikles zieht
in Betracht, auf die nächste Saison hin drei Ausländerinnen zu
verpflichten. Finanziell gerate der Verein dadurch nicht in
Schwierigkeiten. «Zwischen der NLA und der NLB besteht finanziell
kein grosser Unterschied. Die Eiskosten sind etwa gleich hoch»,
betont der 41-jährige Verkaufsleiter. Das Budget (80 000 bis 100 000
Franken) soll jedenfalls nicht erhöht werden.
Deshalb will
sich der Verein auch nur im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten
verstärken. «Wir können und wollen keine Spielerinnen bezahlen»,
verdeutlich TK-Chef Thomas Jau die Vereinsphilosophie. Dennoch lohne
sich ein Wechsel nach Langenthal, betont Pfister und weist auf das
hervorragende Umfeld des Clubs hin, «das es den Spielerinnen
ermöglicht, beim DHCL ihr Hobby mit einem finanziell geringen
Aufwand zu betreiben. Es ist doch ein beträchtlicher Unterschied, ob
man jährlich 2000 Franken oder nur 800 Franken für sein Hobby
aufwendet.»
Drei Rücktritte
Verstärkungen sind nicht
nur nötig, um sich in der NLA zu etablieren, sondern auch um die
Abgänge zu kompensieren, denn mit Anna Carina Koch (Verteidigerin),
Daniela Walther (Verteidigerin) und Petra Fankhauser (Stürmerin)
sind drei Spielerinnen zurückgetreten. Trotzdem herrscht Zuversicht,
das angestrebte Ziel realisieren zu können, «denn unsere zweite
Manschaft (NLC) verzeichnet einen grossen Zulauf. Dadurch verfügen
wir über eine gute Basis», freut sich Präsident Nikles. Zusammen mit
einigen Zuzügen hofft man, für die Zukunft ein schlagkräftiges
NLA-Team aufbauen zu können.
|