27.03.2001 - 15:31
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Endlich in der NLA Fuss fassen


Eishockey: Der Damenhockeyclub Langenthal will das Image als Lift-Team ablegen
DHCL-Trainer Fritz Pfister (kleines Bild) schaut zu, wie seine Spielerinnen zielstrebig der Nationalliga A entgegenfahren.
Fotos: Hanspeter Bärtschi


Jetzt ist es definitiv: Der Damenhockeyclub Langenthal kehrt nach nur einem Jahr wieder in die Nationalliga A zurück. Der Vorstand hat sich zu diesem Schritt entschlossen. Mit einigen Verstärkungen will man dafür sorgen, dass sich der Verein endlich in der obersten Spielklasse etablieren kann.

Walter Ryser

«Unser Ziel ist es, das Image als Lift-Team abzulegen», gibt Vereinspräsident Thomas Nikles die Richtung für den Damenhockeyclub Langenthal bekannt. Die Oberaargauerinnen stiegen schon vor zwei Jahren in die NLA auf, verliessen diese jedoch nach nur einer Saison und ohne Punkte sofort wieder.

Noch mehr herausholen

Das soll sich nicht wiederholen. Trainer Fritz Pfister, der die Frauen in die NLA zurückführte, ist überzeugt, dass sich sein Team in der NLA etablieren kann. «Der Weg dahin ist nicht sehr weit, aber es braucht schon ein etwas grösseres Engagement als noch in der NLB», spornt der 49-jährige DHCL-Trainer seine Spielerinnen an. Seine Aufgabe sei es, aus dem bestehenden Kader noch etwas mehr herauszuholen, bemerkt der ex-NLB-Spieler («ich werde mir etwas einfallen lassen»). Daneben hofft er auch auf das nötige Wettkampfglück, das vor zwei Jahren gänzlich fehlte sowie gute Ausländerinnen, die das Team mitreissen können.

In dieser Beziehung will der Vorstand nicht zurückstehen. Nikles zieht in Betracht, auf die nächste Saison hin drei Ausländerinnen zu verpflichten. Finanziell gerate der Verein dadurch nicht in Schwierigkeiten. «Zwischen der NLA und der NLB besteht finanziell kein grosser Unterschied. Die Eiskosten sind etwa gleich hoch», betont der 41-jährige Verkaufsleiter. Das Budget (80 000 bis 100 000 Franken) soll jedenfalls nicht erhöht werden.

Deshalb will sich der Verein auch nur im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten verstärken. «Wir können und wollen keine Spielerinnen bezahlen», verdeutlich TK-Chef Thomas Jau die Vereinsphilosophie. Dennoch lohne sich ein Wechsel nach Langenthal, betont Pfister und weist auf das hervorragende Umfeld des Clubs hin, «das es den Spielerinnen ermöglicht, beim DHCL ihr Hobby mit einem finanziell geringen Aufwand zu betreiben. Es ist doch ein beträchtlicher Unterschied, ob man jährlich 2000 Franken oder nur 800 Franken für sein Hobby aufwendet.»

Drei Rücktritte

Verstärkungen sind nicht nur nötig, um sich in der NLA zu etablieren, sondern auch um die Abgänge zu kompensieren, denn mit Anna Carina Koch (Verteidigerin), Daniela Walther (Verteidigerin) und Petra Fankhauser (Stürmerin) sind drei Spielerinnen zurückgetreten. Trotzdem herrscht Zuversicht, das angestrebte Ziel realisieren zu können, «denn unsere zweite Manschaft (NLC) verzeichnet einen grossen Zulauf. Dadurch verfügen wir über eine gute Basis», freut sich Präsident Nikles. Zusammen mit einigen Zuzügen hofft man, für die Zukunft ein schlagkräftiges NLA-Team aufbauen zu können.