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Schützenverein

Der Verein wurde am 8. April 1899 im Gasthaus Kroning gegründet. 52 Bürger waren zur Griindungsversammlung erschienen. Sie nannten den Verein "Frohsinn" und verhängten eine Strafe von 10 Mark für denjenigen, der bei Veranstaltungen das Vereinsabzeichen nicht trage. Bei Beerdi gungen war Zylinder vorgeschrieben. Der erste Präsident war Fr. Reinekehr, der erste König (1899) Heinrich Kriesmann. Reinekehr trat 1901 zuri.ick und wurde durch Friedrich Schröder (Specken) abgelöst, war aber ab 1902 wieder im Amc. Höhepunkt im Vereinsleben war seit 1901 das Schützen fest an Pfingsten und der Ball am 2. Weihnachtstag. Später verschoben sich diese Termine öfter, wobei das Schützenfest erst im August, der Ball aber schon Anfang Dezember abgehalten wurde. 1902 wechselte man den Vereinsnamen und das Vereinslokal: Der nunmehrige Schützenverein tagte bei F. H. Koch. Eine Mütze als äußeres Zeichen der Vereinszugehörigkeit wurde eingeführt und mußte bei Festveranstaltungen getragen werden. Sonst war eine Strafe von 10 Pfennig zu zahlen, während die Nichtteilnahme an Ausmärschen eine Mark kostete. 1904 wurde der Vereinsbeitrag von einer auf zwei Mark erhöht. Die Kasse wies 1907 einen Bestand von 17,77 Mark auf. 1911 wurde der Ball mit dem Radfahrerverein gemeinsam abgehalten. Im selben Jahr wurde Heinrich Muhle sen. Präsident (1. Vorsitzender), aber schon 1913 durch Wilhelm Stegemann abgelöst. Die Beteiligung an den Jahreshauptversammlungen war in jener Zeit nicht sehr hoch, so daß man durch Anstich eines Fasses Bier nachzuhelfen beschloß. Als Quantum wurden 5 Glas pro Person ausgegeben. Im ersten Kriegsjahr (1914) schickte man Päckchen an die eingezogenen Schützenbri.ider und verwendete dafür 100 Mark aus der Vereinskasse. Ähnliches geschah in den nächsten Jahren. Schützenfeste fanden während des Krieges nicht statt. In der ersten Nachkriegsversammlung 1919 wurde der Vereinsbeit rag wiederum auf zwei Mark festgesetzt, und jeder Versammlungsteilnehmer erhielt ein Glas Bier und eine Zigarre. Am Jahresende stellte man in der Kasse ein Minus von 4,65 Mark fest. 1922 wurde der Hut mit Feder eingeführt. Während der Inflationszeit stieg der Beitrag ständig (1921 3 Mark, 1923 100 Mark). Eine Vereinsfahne wurde 1926 für 400 Mark angeschafft, der Vereinsball auf Ostern verlegt. Die Kassenlage war immer prekär. Man war schon stolz, wenn man - wie 1935 - einen Istbestand von zwei Pfennig hatte. Wilhelm Stegemann, der den Verein über ein Vierteljahrhundert geleitet hatte, wurde 1938 durch Otto Kording abgelöst und zum Ehrenvorsitzenden ernannr. Nach achtjähriger Zwangspause (2. Weltkrieg) wurde 1948 wieder das Schützenfest gefeiert, wobei mit der Armbrust geschossen wurde. Präsident war jetzt Heinrich Krüger. Sieben Mitglieder gehörten dem Verein seit 50 Jahren an. ßie Majestäten bekamen jetzt Beinaznen wie "der Schweinehändler", "der Starke", "der Sanftmütige", "der Ruhige«. Ab 1952 führte Wilhelm Bruns den Verein, ab 1958 Heinrich Gröne. 1961 wurden Schützenröcke eingeführt, wobei der Verein die Kosten für die Schulterstücke übernahm. Zwei Jahre später beschloß nnan die Aufstellung eines Spielmannszuges. 19C~ wurde der Schützenverein in das Vereinsregister eingetragen, außerdem ein neuer Schießstand gebaut. Als 1968 Walter Stuckenburg neuer Präsident wurde, ernannte man den scheidenden Präsi denten Gröne zum Ehrenpräsidenten. Bei der Generalversammlung zum 75jährigen Jubiläum 1974 waren 75 Schützenbrüder, einige Schützenschwestern und zum ersten Mal auch die Jugend erschie nen. Der Verein hatce in jenem Jahr 185 Mitglieder. Folgende Beschlüsse wurden gefaßt: Anschaf fung von Schützenhemden, Beitragserhöhung auf 12 DM, Ausbau des Schießstandes. Schützenkönig 1979 wurde Heinrich Buns.


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