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Gold
Silber
Platin
Kupfer
Was ist eine Legierung?
Wann wird Schmuck punziert?
Wann ist Gold echt ?
Die Haut wird von echtem Schmuck grün?
Die Haut wird von echtem Schmuck schwarz?
Bewährte Gießmethode für die Einzelanfertigung von Schmuck

Hier finden Sie Wissenswertes über Edelmetalle, Schmucklegierungen und deren Eigenschaften, Verarbeitung und Arbeitstechniken zum Fertigen von gutem Schmuck.



Als Edelmetall werden alle Metalle bezeichnet, die unter hohen Temperaturen keine Verbindung mit Luft-Sauerstoff eingehen
Dazu zählt man in erster Linie Gold und Platin.


Feingoldgranulat
Gold ( AU )
Dichte: 19,3 g/cm3
Schmelzpunkt: 1.093 Celsius.
Brinellhärte in
weichgeglühtem Zustand 18 - 20 kg/mm2
Gold war schon um 2.900 v. Chr. als Goldmünzen im Umlauf, hat als einziges Metall eine schöne gelbe Farbe, es ist Luft, Wasser und Säure beständig löst sich nur in Königswasser, und wird von reinem Chlor, Kalium und Natriumzyanid und einigen anderen Chemikalien angegriffen.
Das Metall ist sehr dehnbar, 1gr.Gold lässt sich als Draht bis zu einer Länge von 6.000 m ausziehen, oder als Blattgold auf 1/10000 mm drücken. Es besitzt einen hohen Glanz und lässt sich gut polieren. Um dem Feingold eine höhere Festigkeit zu geben, wird es mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer oder Palladium zusammengeschmolzen "legiert". In reiner Form wird es vom Goldschmied selten verwendet.
Durch das Legieren nimmt das gelbe Metall Gold andere Farben an:

Rotgold: das Gold wird rötlich, nur mit Kupfer legiert.

Blassgold: hellgelbe Farbe, nur mit Silber legiert.

Grüngold: hellgelbe Farbe, mit leicht grünem Einschlag, legiert mit Silber und Cadmium, findet z.B. Verwendung zur Herstellung von Eichenblättern beim Grandlschmuck.

Weißgold: weißgraue Farbe manchmal mit einem ganz leichtem Goldeinschlag, legiert mit Palladium oder Iridium, beim früher verwendetem Nickelweißgold reichten 2% Nickel um das Gold strahlend weiß einzufärben.

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Feinsilbergranulat
Silber ( AG )
Dichte: 10,39 g/cm3
Schmelzpunkt: 960,5 Celsius.
Brinellhärte in weichgeglühtem Zustand 25 kg/mm2
Silber war im Altertum seltener und teuerer als Gold, hat eine helle weiße Farbe. Durch den Schwefelwasserstoffgehalt der Luft bildet sich jedoch ein dunkler Überzug, das Silbersulfid. Das Silber läuft an. In Salpeter- und heißer konzentrierter Schwefelsäure wird Silber gelöst, in Königswasser bildet sich dagegen ein unlöslicher Silberchloridüberzug. Wie Gold wird auch Silber von Alkalizyanidlösungen angegriffen. Glanz und Polierbarkeit ist bei Silber sehr gut, es hat eine große Dehnbarkeit und ist der beste Leiter für Wärme und Elektrizität. In reiner Form wird das Silber selten verarbeitet, für Schmuckzwecke mit Kupfer und als Legiermetall mit anderen Metallen verwendet.
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Platin
Platin ( PT )
Dichte: 21,45 g/cm3
Schmelzpunkt: 1.773,5 Grad Celsius.
Brinellhärte in weichgeglühtem Zustand 50 kg/mm2
Platin kannte man schon ca. 700 v. Chr. bei den alten Ägyptern, in Europa seit der Mitte des 18. Jahrhunderts, es hat eine grauweiße, stahlähnliche Farbe und ist praktisch luft-, wasser- und säurebeständig. Da reines Platin für Schmuckzwecke zu weich ist, wird es mit Iridium, Palladium oder Kupfer legiert. Als Schmuck wird es ausschließlich in 950/ooo oder höher verarbeitet. Das Edelmetall besitzt einen hohen Glanz und eine gute Hautverträglichkeit.
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Legierkupfer chemisch reinst
Kupfer ( CU )
Dichte: 8,7 g/cm3
Schmelzpunkt: 1.083 Grad Celsius.
Brinellhärte in weichgeglühtem Zustand 20 - 36 bei feinen Drähten bis 60 kg/mm2
Kupfer ist in reiner Form weich, zäh und sehr dehnbar. die Farbe ist lachsrot. Einziges Metall mit rötlicher Farbe. Es besitzt eine sehr gute Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität. Es ist sehr korrisions und feuerbeständig. An der Luft bildet sich eine dunkle Schutzschicht die "Patina". Bei Kontakt mit Essigsäure bildet sich der giftige Grünspan.
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Bei der Legierung wird das Mengenverhältnis der Metalle in Tausendteilen angegeben. Den Anteil an Edelmetall nennt man Feingehalt, wobei bei Goldlegierungen der Silbergehalt unberücksichtigt bleibt.
Der Feingehalt wurde früher bei Gold in Karat, bei Silber in Lot ausgedrückt. Das Feingold entsprach 24 Karat, das Silber 16 Lot.
Inzwischen wird Gold und Silber in Tausendteilen gestempelt. Platin darf nur als solches bezeichnet werden, wenn es mindestens 950/1ooo Teile reines Platin enthält.
Schmelzschale mit Metallschmelze In die vorgewärmte Schmelzschale werden die Metalle mit Boraxpulver zum Schmelzen gebracht und nach Erreichen der Schmelztemperatur, erkennbar am glänzenden Spiegel der Schmelze in eine Kokillenform ausgegossen.



Die Punzierung, d.h. gestempelt werden Schmuckstücke aus Gold, Silber und Platin je nach Feingehalt der Legierung. Die 3 stellige Zahl besagt, dass z.B. bei "750" mindestens 750 Teile des Metalles aus reinem Gold besteht. Werden verschiedene Metalllegierungen mit dem Schmuckstück fest verarbeitet (z.B. verlötet) muss ein geringerer Feingehalt punziert werden. Sind Teile dagegen nur gesteckt oder verschraubt, darf jedes Element seinen eigenen Feingehaltstempel tragen.
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Aufstellung der gängigen Goldlegierungen für Schmuckzwecke

Feingehalt in Tausendteilen Frühere Feingehaltsangabe Verwendung Legierungszusatzmetalle
bei Schmuckherstellung
Dichte der Legierung
999 /ooo 24 Karat Feingold, reines Gold Punzierung auf Münzen und Barren zu finden. - D= 19,30
900 /ooo 21 Karat Goldlegierung meist nur mit Kupfer legiert häufig als Schmuckgold in arabischen Ländern anzutreffen. Kupfer D=17,50
750 /ooo 18 Karat hochwertiges Schmuckgold. Gelb, und Rosegold = Silber und Kupfer
Rotgold = Kupfer
Weißgold = Palladium und Iridium

Nickellegiertes Weißgold wird inzwischen nicht mehr verwendet.

Gelb-, Rotgold D=15,40

Weißgold D= 15,60

585 /ooo 14 Karat Schmuckgold Legierungsmetalle wie beim 750/ooo Gold jedoch mit 415 Teilen Zusatzmetall D= 13,30
375 /ooo 9 Karat goldhaltiges Metall löst nach EU Richtlinie das 333/ooo Material ab. Legierungsmetalle wie beim 585/ooo Gold jedoch mit 625 Teilen Zusatzmetall D=11,20
333 /ooo 8 Karat goldhaltiges Metall. Legierungsmetalle wie beim 375/ooo Gold jedoch mit 666 Teilen Zusatzmetall D=10,90




Wann ist Gold echt ?

Es muß einmal deutlich gesagt werden, Schmuck mit "333/ooo " gestempelt ist kein Goldschmuck.
In der Schweiz z.B. bezeichnet man diese Legierung mit 8 Karat als goldhaltiges Metall. Somit weiß jeder was er für sein Geld erwirbt.
In Frankreich gibt es 333/ooo Legierungen nur in billigen Ramschgeschäften , in Fernost nur in Bazars.
Der internationale Standart ist 18 Karat, d.h. 750 Teile von 1000 Anteilen reines Gold.
Bei uns in Deutschland ist es immer noch schwierig den Kunden davon zu überzeugen das der sog. 333 Goldschmuck keine Goldeigenschaften aufweist, der Schmuck schon nach kurzer Zeit seine häufig galvanisch aufgebrachte Vergoldung verliert, und somit dunkel anläuft.
Da diese 333 Goldlegierung keinen homogenen Aufbau aufweist, kann das Metall durch Umwelteinflüsse, wie Schweiß, Salze brüchig werden, es korrodiert.
Sehr häufig zu beobachten am Brechen der Lötfugen von Ketten und Armbändern.
Dieser Schmuck lässt sich auch kaum mehr weiter verkaufen. Reparaturen und Änderungen sind kaum oder nur mit sehr großem Aufwand möglich.
Durch den starken metallischen Abrieb verschleißen Ösen und Kettenverbindungen sehr schnell, der Schmuck trägt sich durch.
Immer wieder weisen verantwortungsvolle Goldschmiede und Fachgeschäfte auf diesen Metallverschnitt hin, leider wird diese Aufklärung von den großen Billigdiscountern übertönt.
Damit Sie wirklich Schmuck mit Goldeigenschaften besitzen, und viele Jahre daran Freude haben, sollte der Goldschmuck mindestens mit 585/ooo besser noch mit 750/ooo punziert sein.

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Die Haut wird von echtem Schmuck grün ?

Die Fettsäuren der Haut können besonders durch Einnahme von Medikamenten das Schmuckmetall anlösen, dabei wird das Kupfer bei nicht hochwertigen Goldlegierungen aus der nicht homogen Legierung ausgelöst und als Grünspan sichtbar. Da dieser Grünspan hochgiftig ist, sollte in einem solchen Fall der Schmuck und die Haut sofort gründlich gereinigt werden.

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Die Haut wird von echtem Schmuck schwarz ?

Durch intensives Tragen von Schmuck scheren sich feinste Metallteile als Pulver ab und lagern sich auf der Haut oder Kleidung ab. Dieser feine Abrieb ist immer "schwarz" und lässt sich kaum vermeiden. Hohe Anteile unedler Zusätze in Schmucklegierungen wie z. B. Kupfer begünstigen den Vorgang noch stärker, besonders wenn diese zusätzlich an der Luft oxidieren.
Abhilfe: Wenn das regelmäßige Reinigen des Schmucks kaum eine Verbesserung verspricht, besteht bei Anhängern eine mögliche Besserung durch Auflöten von hochwertigen Goldkugeln, da durch diese ein Abstand entsteht und eine sehr verringerte Reibfläche.
für Goldketten gibt es diese Abhilfe leider nicht.

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Eine bewährte Gießmethode für den Goldschmied ist das Gießen in die Einwegform Ossa Sephia. Dazu wird als Formmaterial die Rückenschale des gemeinen Tintenfisches (Sepia officinales) verwendet. Die Schale besteht aus Chonchin, Kalk, und Luft. Durch den wabenförmigen Aufbau ist das Material weich genug um ein Modell eindrücken zu können. Die Schale wird halbiert, geplant, das Modell eingedrückt, die zweite Formhälfte mit Stiften fixiert. Nachdem der Einguß bearbeitet ist wird die Form mit Bindedraht zusammengefügt. Das flüssige Metall wird nun eingegossen das Metall erstarrt schnell und verbrennt einen Teil der Ossa Sepiaschale. Nach dem Auslösen des Gußkönigs wird dieser nun weiterverarbeitet, die Form lässt sich kompostieren.
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Die Schale wird halbiert, geplant, das Modell eingedrückt Form nach dem Eingießen des Metalls Der Guß ist gelungen, die Form läßt sich kompostieren



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Goldschmiedemeister
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Tel.& Fax. 08092-20308


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Letzte Aktualisierung  08.05.00
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