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PERLEN DIE JUWELEN DES MEERES

Naturperlen
Zuchtperlen

Akoya Perlen
Tahiti Perlen
Südsee Perlen
Mabe Perlen

Biwa Perle
Süsswasserzuchtperle

Keshi Perlen
Kasumiga Perlen

Bewertung von Perlen
Pflege von Perlen
Der Aberglaube
  Perlen sind wahre Juwelen des Meeres, das Ergebnis eines gemeinsamen Strebens der Natur,und des Menschen. Sie verdanken ihre Schönheit den schöpferischen Kräften der Natur. Ihr warmer Schimmer bedarf keiner Nachhilfe durch den Menschen.

Doch es ist ein weiter Weg von der Perlauster bis zur Zuchtperle. Die Perlzucht erfolgt meist auf dem offenen Wasser des Meeres, wo die Mutteraustern aufgezogen werden. Nach 2 - 5 Jahren entsteht unter der Obhut der Perlenzüchter ein Juwel des Meeres.

graue barock Akoyaperle 10mm 374,-DM / weiße Südseeperle 11mm 928,- DM / bronzegraue Tahitiperle 10mm 615,- DM



 
Naturperlen entstehen im wesentlichen auf die gleiche Weise wie Zuchtperlen. Bei ihnen gerät durch Zufall ein Fremdkörper, beispielsweise ein Sandkörnchen, in die Auster. Deren Zellen setzen sich sofort zur Wehr und umschließen den Eindringling mit Schichten aus Perlmutt, bis eine Perle daraus geworden ist. Diese Perle ist also ein Zufallsprodukt meist nicht ganz rund; schöne Perlen über 4 mm Größe sind kaum zu finden. Der Farbton ist selten weiß, oft findet sich ein gelblicher, oder leicht grauer Farbton. Der einzige Platz auf der Welt, wo diese Perlen noch gehandelt werden ist Haiderabad in Indien.
 
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Naturperle farbig per Carat 22,- DM, die Perle ca. 40 ,- DM



 
Zuchtperlen sind mit wenigen Ausnahmen die am meisten im Handel angebotenen Perlen. Im Zentrum einer jeden Zuchtperle befindet sich ein Perlmuttkern, der in die Auster eingepflanzt wurde. Die Muschel umschließt nun diesen Fremdkörper mit vielen feinen Perlmuttschichten. die Wachstumsgeschwindigkeit der Hülle beträgt ca. 0,15 - 0,30 mm pro Jahr. Diese Perlmutthülle besteht aus: 1,6% Calciumkarbonat (Aragonit, Calcit) 4% Organische Substanz (Chonchin) 4 % Wasser (H2O) 0,4 % Sonstige Substanzen wie Mineralien und Mangan. Die Zusammensetzung dieser schützenden Schichten und ihre Anordnung bewirken den Glanz der Perle und gehören zu den interessantesten Geheimnissen der Natur.
 
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Perlketten guter Qualität ab ca. 1.600,- DM



 
Akoya Perlen sie werden in der Muschel "pinctada fucata" und "pinctada martensi" gezüchtet. Diese Salzwassermuschel produziert ca. alle 9 Monate eine Perlmuttschicht um den eingepflanzten Kern. Eine qualitativ gute Perle wird nach 3 - 5 Jahren geerntet. Die Größen variieren zwischen 2 und 9,5 mm. Natürliche Akoya Perlen werden in rose , weiß, creme , champagnerfarben bis zum lichten Grau angeboten. Akoya Perlen sind die am häufigsten angebotenen Perlen im Handel.
 
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je nach Größe und Qualität 40  -  720 ,- DM



 
Tahiti Perlen nennt man Perlen aus der schwarzlippigen Salzwasser Muschel "pinctada margaritifera". Diese Perlen werden bis auf einige Ausnahmen nur in französisch Polynesien gezüchtet. Da diese Muschel wesentlich mehr Perlmutt absondert als die Akoya Muschel, reicht eine Beschichtungszeit von 2 Jahren aus. Die Größe der Perlen beträgt 8 - 19 mm. Das Farbspektrum reicht vom häufigen Anthrazit mit seinen verschiedenen Nuancen bis zu Gold und champagnerfarbenen Tönen. Am teuersten ist die "peacock-color" die in allen Regenbogenfarben  schillert, danach kommt das aparte Grünschwarz und die Grautöne. Sehr selten werden weiße Tahiti Perlen gefunden. Die Farben lassen sich bei der Züchtung noch nicht beeinflussen. Man vermutet, dass Schwankungen der Wassertemperatur und Spurenelemente im Wasser zur Farbgebung mit beitragen.
 
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links Riffelperle 10mm 679,- DM /oben das Paar 14mm 736,- DM /Tahiti vorne 9mm 235.- DM /Tahiti rechts 8 mm 84,- DM



 
Südsee Perlen sind den Tahiti Perlen sehr ähnlich.. Diese Perlen können in den gleichen Gewässern wie die Tahiti Perlen gezüchtet werden, jedoch wird als Auster die Muschel " pinctada maxima" verwendet. Südsee Perlen sind Zuchtperlen wie die Akoya Perlen, jedoch werden Größen von 8 - 22 mm erreicht, die Farben kommen von weiß, goldgelb, bis hell, blaugrau vor. Gezüchtet wird diese Perle außer in der Südsee auch am Roten Meer. Jedoch kommen die qualitativ schönsten Perlen fast nur aus Australien.
 
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SCP vorne 14 mm 690,-DM / SCP links 10mm 392,- DM / SCP rechts 13 mm 570,- DM / SCP oben 14 mm 437,- DM



 
Mabe Perlen entstehen nicht im Mantelgewebe der Auster, sondern zwischen Mantelgewebe und Austernschale. Dort wird auf der Schaleninnenseite der Auster ein Kunststoffkern eingepflanzt. Nachdem die Auster Perlmutt um den Kern gebildet hat, wird die Mabe Perle ausgesägt, der Kunststoffkern meist abgeschmolzen und durch einen Perlmuttkern ersetzt.
 
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vorne das Paar 14mm 675,- DM /Herz 173,- DM / rechts das Paar 12mm 621,- DM



 
Biwa Perlen werden im größten japanischen Binnensee dem Biwasee gezüchtet. Die Perlen haben meist keinen Perlmuttkern. Durch das Einpflanzen von Fremdgewebeteilchen in das Mantelgewebe der Auster (Hyriopisis Schlegeli) entstehen unregelmäßige, bis barock geformte Perlen. In wesentlich größerem Umfang werden jedoch diese Perlen nun in China gezüchtet. Diese
 
China Zuchtperlen haben, ausgenommen von den ganz flachen oder schrumpeligen, einen Perlmuttkern, wachsen sehr viel schneller als die Austern im Salzwasser, und es können in einer Muschel bis zu 16 Perlen gleichzeitig gezüchtet werden. Deshalb sind die Preise für Süßwasserzuchtperlen in der Regel viel günstiger als bei Akoya Perlen. Die Perlmuttschicht ist wesentlich stärker als bei Salzwasserperlen, die Farben reichen von reinem Weiß über creme, lachsfarben bis zu auberginefarbenen Perlen. An Größen werden Perlen von 2 - 8 mm geerntet. Inzwischen werden fast runde Perlen mit 9 mm Durchmesser gezüchtet.
 
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China Süßwasserperlen farbig ab 12,- DM Flatperlen ab 53,- DM




 
Keshi Perlen sind Süßwasserperlen ohne einen Perlmuttkern, sind also von ihrer Struktur her gleich aufgebaut wie Naturperlen.
Wenn eine Auster den frisch eingepflanzten Perlmuttkern abstößt, das mit dem Kern eingepflanzte Mantelgewebe aber nicht, dann bildet das Mantelgewebe Perlmutt, welches aber ohne Kern ein skurile, meist etwas flache Form annimmt. Die Perlgröße beträgt 2 - 8 mm. Die Farbe ist meist weiß bis hellgrau.

 
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Keshiperlkette grau 738,- DM
Kasumiga Perlen sind spezielle Süßwasserperlen benannt nach dem zweitgrößten See Japans, dem Kasumiga See. Diese Perle ist erst seit wenigen Jahren auf dem Markt und hat ein intensiv pinkfarbenes Perlmutt. Sie entstand aus der Kreuzung einer japanischen mit einer chinesischen Süßwassermuschel und wurde zunächst im Kasumiga See gezüchtet. Den Muscheln werden relativ große runde Perlmuttkerne eingesetzt, so dass die Kasumiga Perle mit der Akoya Perle in Größe und Form mithalten kann. Inzwischen wird die Perle im großen Stil in China produziert und man kann kaum mehr einen Unterschied feststellen, ob es sich um eine Perle aus dem Kausumiga See oder aus China handelt. Der im Moment sehr hohe Preis der Kasumiga Perlen ist durch das absolut neue Element der hochwertigen rosaroten, kreisrunden Perle gegeben.
 
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Eine kleine Auswahl an Kasumiga Perlen



 
Flußperle Diese natürlichen Perlen kommen heutzutage aus dem Mississippi Gebiet, Ohio, Arkansas, und Indiana River. Aus dem oberen Flussgebiet des Mississippi stammen die Wisconsin Perlen die schöne grünliche , blaue und braune Farben zeigen. Bis vor ca. 50 Jahren gab es auch in Deutschland und Oberösterreich eine Muschelzucht, sie war aber schon damals recht unbedeutend. Bei Schärding in Oberösterreich hat man sogar Versuche zur Erzeugung von Zuchtperlen gemacht. Im Mittelalter waren Perlen aus den niederbayrischen Flüssen sehr begehrt.
 
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links 382,- DM / rechts 170,- DM /vorne 166,- DM



 
Die Qualität einer Perle gliedert sich in folgende wertbestimmende Faktoren
D
er Lüster ist der fast metallische Glanz einer Perle. Ein schönes Lüster entsteht durch einen starken Glanz und die Reflexion auf einer dichten Oberfläche und der feingegliederten regelmäßigen Wuchsstruktur des Perlmutts. Niedrige Perlqualitäten sind erkennbar am stumpfen seidenmatten Glanz.

Die Oberfläche sollte keine störenden Einwachsungen, Narben oder matte Flecken haben, je glatter und gleichmäßiger die Oberfläche um so wertvoller ist eine Perle. An qualitativ guten Perlen dürfen an den Bohrungen keine Risse oder Ausbrüche zu erkennen sein.

Die Form der Perle ist sehr selten absolut rund, daher sind diese Perlen auch entsprechend teuer. Von "semirund" spricht man, wenn die Perle nicht ganz 100% -ig rund und nur ganz leicht abgeflacht ist. Barockperlen sind mehr oder weniger starke tropfenförmige Perlen. Der Querschnitt einer Buttonperle entspricht in etwa einem Oval. Aber gerade am Charme einer Barockperlkette mit einem schönen Lüster erkennt man die Exklusivität der Natur, da Imitate immer aus exakt runden oder symmetrisch unebenen Perlen bestehen.

Die Größe ist ein entscheidendes Kriterium zur Preisbestimmung. Da es bei der Züchtung von großen Perlen zu hohen Ausfällen kommt. Bei 9 mm Akoya Zuchtperlen sind nur etwa 40 % für Schmuckzwecke verwendbar und somit überproportional teuer.

Die Farbe einer Perle gliedert sich in die Grundfarbe der Perle, die "Körperfarbe" und dem "Oberton".
Er ist am besten zu erkennen, wenn man die Reflexion der Zuchtperle unter diffusem Licht betrachtet. Ein beliebter Überton ist pink rose, helles creme rose; er verbessert den Farbgrad der Perle entscheidend, gleich welche Körperfarbe die Zuchtperle besitzt.
Die Körperfarbe richtet sich ganz nach dem persönlichem Geschmack, die Farbnuancen weiß, weiß rose, weiß creme sind aber recht beliebt. Zur Farbauswahl beim Kauf Ihrer Perle, sollten Sie die Perle oder Perlkette wahlweise unter Kunstlicht und normalem Tageslicht betrachten. Sie werden starke Unterschiede im Farbton feststellen. Da im Kunstlicht die Rotanteile überwiegen, betont es auch relativ weiße Perlketten ins rose, dagegen erscheinen diese Perlketten im Tageslicht fast kalkweiß.
Da Perlketten aber überwiegend bei Tag auf der Haut getragen werden, empfehle ich meinen Kunden je nach Hauttyp eine leicht creme, champagnerfarben oder sogar goldfarbene Perlkette.
Die Ausstrahlung dieser Perlketten in Kombination mit einem schönen Lüster ist gerade im Sommer überwältigend.
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Perlpflege:
Perlen dürfen nicht mit Parfümen, Haarspray, scharfen Reinigungsmitteln, oder anderen Chemikalien wie Zitronensäure, Essig, kohlensäurehaltigem Wasser in Berührung gebracht werden, da sie die organische Substanz der Perlen sehr schnell angreifen.

Auch sollte es vermieden werden, Perlen lange starkem Sonnenlicht und hoher Wärme auszusetzen. Sie verlieren dadurch sehr bald Ihren schönen Glanz und die natürliche Farbe kann dabei ausbleichen, schlimmstenfalls trocknet die Perle von innen her aus.

Da der Säuremantel der menschlichen Haut den Perlen schaden kann, sollte man hochwertige Perlen nach dem Tragen kurz mit lauwarmem Wasser, das einen kleinen Schuss mildes Geschirrspülmittel enthält, abwaschen  und  gut unter fließendem Wasser nachspülen, anschließend mit einem sauberen Tuch nachtrocknen .

Als sog. Perlenkur bietet es sich an, ab und zu die Perlen in leicht salzhaltigem Wasser zu baden. Ganz wichtig nach dem  Waschen von Perlketten, ist das gute Trocknen, damit die Perlseide nicht über längere Zeit nass, bzw. feucht bleibt, wodurch sie schnell mürbe wird. Ist die Gefahr durch Schweiß und  Parfüme  sehr groß, dann die Perlen nach dem Reinigen ab und zu leicht mit Olivenöl einreiben. Dieses erhält die organischen Substanzen in der Perle und schützt sie vor Säureangriffen.

Ich empfehle die Perlkette einmal im Jahr im Fachgeschäft reinigen und kontrollieren zu lassen, und je nach Bedarf wird diese fachgerecht und neu auf Spezialseide aufgezogen.
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Der Aberglaube, Perlen bringen Tränen

Homer, der Vater der europäischen Dichtkunst schrieb in seinem großen Epos, der "Odyssee" folgenden Vers:

Wie Orientperlen werden sie wiederkehren:
die Tränentropfen von Dir gegossen


obwohl Homer die Tränentropfen mit Orientperlen vergleicht und nicht die Perlen mit Tränen, so hat sich doch aufgrund dieses Verses im Laufe der letzten drei Jahrtausenden bei uns ein seltsamer Aberglaube entwickelt, welcher sich auf die griechische Kultur stützt. In Japan z. B. gehören Perlen zum "muß" eines jeden Hochzeitschmuckes, und dort ist die Assoziation von Perlen und Tränen völlig unbekannt, auch in China, Indien, im Orient oder in Afrika würde niemand auf den Gedanken kommen, Perlen mit Tränen zu verbinden.
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