Ein "national Master Patient Index (MPI)" wird gebaut "that would link patient records throughout the country." Microsoft und eine andere Firma sind beauftragt worden, die technische Infrastruktur für die Verknüpfung der elektronischen Patientenakten aller 240 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten zu schaffen.
Rund 260 Praxen in England, Schottland und Wales mit mehr als 800 Kolleginnen und Kollegen sind an dieses private Intranet angeschlossen, das mit einem UNIX-System betrieben wird (Stand vom Frühjahr 1997). Über das Netz werden mehr als 95% der täglichen Praxisaktivität in Form von automatisch anonymisierten Daten gesammelt und unter Forschungsgesichtspunkten ausgewertet. Es ist schon mehrfach gelungen, durch diese automatisierten Auswertungen unerwünschte Arzneimittelwirkungen Monate früher zu erkennen, als dies mit dem herkömmlichen Meldesystem auf Papier gelungen wäre.
Der Datenschutz für die Patienten wird erreicht, indem zur Kennzeichnung der weitergeleiteten Daten lediglich das
Geschlecht, das Geburtsjahr, die Postleitzahl ohne die letzten zwei Stellen (ergibt ca. 100 mögliche Adressen pro Patient), die verschlüsselte Patientennummer (Schlüssel nur beim behandelnden Arzt) und die DIN-spezifische Praxisnummer verwendet werden.
Die Ärzinnen und Ärzte erzeugen selbst lokal ihren einfachen PGP-Schlüssel (PGP - Pretty Good Privacy, d.h. "ziemlich gute Privatheit"; gängige Verschlüsselungssoftware, deren Entwickler 1997 von der Anklage durch die US-Regierung, damit Rüstungsgut zu exportieren, freigesprochen wurde). Das genügt derzeit für die strukturierten anonoymisierten Daten, die versandt werden. Ein duales Schlüsselsystem mit einem "public key" und einem "private key" wäre auf jeden Fall notwendig für Mitteilungen in freier Textform
Die Veröffentlichung auf dieser Site erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Vorsitzenden Dr. Paul Steventon
(Postanschrift: Fitznells Manor Surgery, Ewell, Surrey, England; Tel: + 44 - 181 - 394 1481; Email: pauls@dinboard.demon.uk).