GESUNDHEITSDATENSCHUTZ -- Datennetze und das Gesundheitswesen

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Welche Zukunft hat das Deutsche Gesundheitsnetz

Aus: Der Kassenarzt, 14 (1997):3, hier veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung
des Kassenarzt-Verlags, Frankfurt am Main (E-mail: kassenarzt.redaktion@t-online.de)

Bonn: Die Veba-Tochter "Vebacom", die für das von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung geplante Deutsche Gesundheitsnetz (DGN) die Netzstruktur stellen soll, gibt es seit Februar 1997 nicht mehr. Statt dessen hat die Veba zusammen mit der RWE AG die neue Telekommunikationsfirma "o.tel.o" ins Leben gerufen. Diese wird nach eigenen Aussagen Anfang 1998 frühestens imstande sein, die 30 wichtigsten Städte Deutschlands miteinander zu vernetzen. Bis dahin wollten BÄK und KBV aber ihr Gesundheitsnetz schon flächendeckend über die ganze Republik ausgebreitet haben. Aus dem zunächst für Anfang 1997 erhofften Start ist aufgrund der technischen Ungewißheiten und einer einstweiligen Anordnung auf Antrag des Konkurrenten "TeleMED" vorerst nichts geworden. Nun will man im April mit einem Pilotprojekt im Kölner Raum beginnen. Die TeleMED wehrt sich gegen die Präsentation des DGN durch BÄK und KBV unter anderem mit dem Argument, es werde ein nicht existierendes Produkt beworben, außerdem sei es nicht Aufgabe der Körperschaften, ein kommerzielles Kommununikationsnetz zu betreiben. Um diesen Einwand zu entkräften, sind die Apo-Bank und der Deutsche Ärzte-Verlag bereits aus dem Konsortium des DGN zurückgetreten. ks


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