Indikation der Chiropraktik
Die Chiropraktik kann bei vielen akuten und chronischen
Schmerzzuständen mechanischen Ursprungs angewandt werden. Auch viele
andere Beschwerden lassen sich chiropraktisch behandeln. Einige Beispiele
sind:
Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus
(Ohrgeräusche),
Nackenschmerzen, „Verspannungen“, „Steifer
Hals“, Schleudertraumen (Auffahrunfälle)
Schmerzen und Bewegungseinschränkungen
der Schulter
Tennisellenbogen und Probleme der Handgelenke
und Finger wie z.B. Karpaltunnelsyndrom, Einschlafen der Finger usw.
Intercostalneuralgien.
LWS-Syndrom, Hexenschuß, Lumbago
Bandscheibenvorfall mit Ischias und
ausstrahlenden Schmerzen in die Beine
Kniebeschwerden
Fußgelenksbeschwerden, Fersensporn
Eine chiropraktische Behandlung kann auch dann angezeigt sein, wenn
die Gelenke schon durch Arthrose oder andere Erkrankungen degenerativ verändert
sind. Auch eine Osteoporose schließt eine chiropraktische Behandlung
nicht unbedingt aus.
Wie
lange dauert eine Behandlung?
Außer der Kompetenz und Fingerfertigkeit des Chiropraktors
muß selbstverständlich berücksichtigt werden, wie
lange das Leiden schon besteht, wie schwer es ist, ob der Patient jung
oder alt ist, und wie groß sein Heilungswille und seine Ausdauer
sind.
Durch Funktionswiederherstellung der Wirbelsäule
ermöglicht der Chiropraktor der natürlichen
Heilkraft des Menschen sich zu entfalten. Es ist aber auch notwendig,
daß der Patient Ausdauer zeigt: Schwere, länger andauernde Beschwerden
benötigen mehrere Behandlungen. Grundsätzlich sind zunächst
zwei Behandlungen pro Woche notwendig. Nach Eintreten einer Besserung genügt
eine Behandlung pro Woche. In den meisten Fällen sind 5 - 10 Behandlungen
ausreichend.
Oft ist bereits nach der ersten Behandlung eine wohltuende Wirkung spürbar.
Manchmal dagegen wird, wie dies bei Kurbehandlungen auch der Fall ist,
eine leichte Verstärkung der Symptome empfunden, denn die Gewebe müssen
sich erst an die neue Situation anpassen. Diese Reaktion ist Bestandteil
des Heilungsprozesses.
Viele Menschen empfinden es als sehr wohltuend, sich in regelmäßigen
Abständen von 2 - 3 Monaten chiropraktisch behandeln zu lassen, um
so schon der Entstehung chronischer Wirbelsäulenleiden vorzubeugen,
oder bestehende chronische Leiden zu bessern und den Gebrauch von Schmerzmitteln
zu reduzieren. Auch um ihre Leistungsfähigkeit optimal entfalten zu
können. Auf jeden Fall sollte eine erneute
chiropraktische Untersuchung und Behandlung nach jedem Sturz oder Unfall
stattfinden, damit Spätfolgen möglichst vermieden werden.
Charakteristik
der Chiropraktik
Diese Therapie zur Normalisierung, Vorbeugung und Heilung
hat folgende Eigenschaften:
-
Die Chiropraktik ist eine manuelle Therapie, also
naturbedingt ohne Medikamente, Injektionen oder Operationen.
-
Die Chiropraktik ist fundamental. Sie will nicht
Symptome, sondern die Ursache des Leidens beseitigen, indem sie die Gelenkbeweglichkeit
oder die Wirbelsäulenstatik korrigiert.
-
Die Chiropraktik ist eine gewaltlose Anwendung.
Brutale Dehnungen oder Streckungen, die von manchen Manipulatoren vorgenommen
werden, entsprechen nicht den an chiropraktischen Hochschulen gelehrten
Prinzipien.
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letzte Änderung: 07.08.2000(©HAI) |
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