"neu anfangen - Christen laden ein zum Gespräch"
Lassen Sie sich ein Projekt vorstellen, das Menschen auf zeitgemäße
Weise zur Begegnung mit dem christlichen Glauben einlädt
...
"neu anfangen - Christen laden ein zum Gespräch"
- Durch das Gespräch evangelisierend Handeln in ökumenischer
Zusammenarbeit
Überblick über das, was folgt
"Christen laden ein ..." - das ist nichts besonderes
- Unsere Kirchen- und Gemeindehaustüren stehen angeblich
jedem jederzeit
offen ...
"Christen laden ein ..." - das ist nichts besonderes
- Schade, daß nicht mehr die kirchlichen Angebote annehmen
...
- Schade, daß "Kirche" oft so fern ist von den
Menschen ...
- "Neu anfangen" kann ein neuer Anfang sein ...
Das Buch - geschenkt
- Durch Telefonanrufe wurde allen Einwohnern in der Region ein
Magazin zum Geschenk angeboten.
- Diese Buch war extra für dieses Projekt erstellt worden.
- Darin sprechen Menschen aus der Nachbarschaft über ihren
christlichen Glauben.
Ein Telefonabend - wie es lief
- ab 17.30 Uhr
- 18.00 - 20.00 Uhr
- Telefonieren
- Organisation
- Imbiß
- Besuche
- Bücher verteilen
- Gebet
- ab 20.00 Uhr
- Erfahrungsaustausch und Abendsegen
Projektphasen - viel Vorarbeit
- Einführungsphase
- Einrichtung der Gremien
- Informationsveranstaltungen
- MitarbeiterInnen-Suche
- Schulungsphase 1
- Seminar zum Thema "Gebet"
- Schulungsphase 2
- Seminar zum Thema "Vom Glauben reden lernen"
- Kontaktphase 1
- Telefonanrufe und Buchverteilung
- Kontaktphase 2
- "Weitermachen"
- Abschluß und weiterführende Angebote
Organisation - soviel wie nötig
Die Finanzen - Gutes kostet
Die Finanzen - Wo's herkommt
- Einnahmen:
- ca. DM 2.- pro Gemeindeglied
- Zuschüsse/Beiträge
- AMD
- Landeskirche und Ordinariat
- Kirchenbezirk
- Spenden
- Werbeartikel
Ein Laienprojekt
- Getragen wird "neu anfangen" von Laien:
- Sie bringen Ihr Fachwissen ein.
- Sie fällen Entscheidungen.
- Sie sprechen verständlich und glaubwürdig von ihrem
Glauben.
Pfarrer und Pfarrerinnen
- Ihre Aufgaben sind ...
- Begleitung der Mitarbeitenden
- Einbindung des Projekts in die Gemeindearbeit
- Mitarbeit im örtlichen Leitungskreis
Ziele
- Ziel der Aktion ist es, Menschen zu ermutigen,
- ihr Leben im Lichte des Evangeliums Jesu Christi zu sehen,
- ihr Vertrauen auf Gott als den Grund ihres Leben zu stärken
- und Erfahrungen mit dem Glauben zu ermöglichen.
Methode
- Die Methode lebt vom Ineinander von persönlichen und
vermittelten (Medien-) Kontakten.
Zielgruppe
- Zielgruppe sind dabei vor allem die Kirchenmitglieder, die
das bisherige Gemeindeangebot nicht nutzen,
- gleichwohl eine grundsätzlich positive Einstellung zu
Kirche und christlichem Glauben haben.
Aus der Praxis
- seit 1991 - erste Gespräche.
- Sommer 1992 - Projektleitung
- Herbst 1992 - Informationsveranstaltungen
- 1993 - Schulungen, organisatorische Vorbereitungen
und die Erstellung des Verteilbuches
- Januar 1994 - Aktionsphase durch Sendungsgottesdienst
eröffnet
- Bemerkenswert war die große Offenheit, mit der einander
persönlich oder an den Telefonen begegnet wurde.
- Bedenken gegenüber dieser Aktionsform (geht das auch
auf dem Land?) wurden durch die Praxis größtenteils
zerstreut.
Statistik 1 - Überblick
- Einwohner 100.000 (Bereich Freudenstadt/Sulz)
- in ca. 40 Orten
- beteiligte Kirchengemeinden: 50
- evangelisch 43
- katholisch 4
- methodistisch 3
- Telefonanschlüsse 35.000
- Telefonzentralen 12
- mit 148 Telefonen
- Verteilorte (ohne Telefonaktion) 10
- Buchauflage 30.000
Statistik 2 - Erstanrufe
- Anschlüsse 30.000
- erreichte Haushalte 80 %
- davon: angeforderte Bücher 64 %
- davon: persönlich überbracht 39%
Statistik 3 - Zweitanrufe
- erreichte Buchempfänger-Haushalte: 95 %
- an Gesprächsrunden interessiert: 3412 Personen
- davon nahmen 2391 teil (70 %)
- = aus 10 % der angerufenen Haushalte
- = aus 16 % der Buchempfänger-Haushalte
Statistik 4 - Gesprächsrunden
- TeilnehmerInnen ohne engere Kirchenbindung: 58 %
- weiterbestehende Runden: 42 %
- Altersstruktur
Bewertung - "Bringt's was?"
- Beziehungsstiftendes Handeln ...
- Stärkung der Beziehungen über die örtlichen,
konfessionellen und "kerngemeindlichen" Grenzen hinweg
Bewertung - "Bringt's was?"
- Beziehungsstiftendes Handeln ...
- ... der Gemeinden ...
Entscheidend für den "Erfolg" der Aktion ist es,
inwieweit eine Gemeinde bereit ist, den Angesprochenen Möglichkeiten
zu geben, sich einzubringen.
Nur, wo eine Gemeinde bereit war, "neu anfangen" wirklich
über eineinhalb Jahre zu einem Arbeitsschwerpunkt zu machen,
zeigte es spürbare Auswirkungen auf das Gemeindeleben.
Bewertung - "Bringt's was?"
- Beziehungsstiftendes Handeln ...
- .. der Gemeinden ...
- ... im Dialog.
- Das Projekt geht von einer volkskirchlichen Situation aus.
Die Mitarbeitenden möchten einen unter dem christlichen Vorzeichen
stehenden Gesprächsraum schaffen und sich selbst in dieses
Gespräch einbringen.
- Diese Anliegen muß im Gespräch und Miteinander
der Mitarbeitenden untereinander vorbereitet werden.
- Bei alledem ist Offenheit ein wichtiges Kennzeichen.
Resümee
- So läßt sich die Erfahrung machen,
- daß das Ansehen der Kirche bei den Menschen besser ist
als ihr Image in den Medien ...
- ... und Menschen Interesse am christlichen Glauben haben.
... ach so, das noch zum Schluß:
- Die Kirchen- und Gemeindehaustüren stehen bei uns nun
einen Spalt weit offener ...
Impressum
Erstellt von
Pfarrer Alexander Behrend
Torstr. 20
72770 Reutlingen (Gönningen)
Tel. (074072) 2365
Copyright by Alexander Behrend 1994/95/96