![]() ![]() ![]() Wie Kinder sich bilden ... Unsere Kindergärten und die aktuelle Bildungsdiskussion Dokumentation der Veranstaltungen vom 12. Oktober 1999 und 14. November 2002 und 8. Mai 2003 und 23. März 2004 und 7. April 2005 im evangelisches Gemeindehaus Reutlingen-Gönningen Veranstaltung am Donnerstag, 7. April 2005, 19.30 Uhr, ev. Gemeindehaus Gönningen"Arbeiten wir in der Kindertagesstätte bisher ‚ungeplant'? Der Orientierungsplan auf dem Weg …" Links: GEW Baden-Württemberg, s. "Jugend/Kindertagesstätten" Berliner Bildungsprogramm ("Orientierungsplan" des Landes Berlin) Der Orientierungsplan auf dem Weg... So lautete eine Veranstaltung am Donnerstag, dem 7. April 2005 im Gemeindehaus Gönningen. Die Reihe pädagogischer Themenstellungen, die gemeinsam von der GEW- Kreisfachgruppe sozialpädagogischer Berufe und der Evang. Kirchengemeinde Gönningen getragen wird, wurde damit fortgesetzt. Referenten des Abends waren die Referentin des Fachbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit bei der GEW Baden-Württemberg Monika Häffner und Karl-Heinz Paulsen, Vorsitzender der Fachgruppe Sozialpädagogischer Berufe der GEW Baden-Württemberg und Mitglied des AK Turmbaus. Monika Häffner hat vorgetragen, wie es zu den unterschiedlichen Bildungsplänen der Bundesländer kam, wer dabei mitgewirkt hat und wie ausführlich diese gestaltet sind. Der bereits im Vorentwurf vorhandene (aber noch nicht öffentliche) Orientierungsplan von Baden-Württemberg wurde von ihr ebenfalls kommentiert. Der Orientierungsplan in Baden-Württemberg beschreibt Bildungsziele, die in den Kindergärten des Landes bis 2009 umgesetzt werden sollen. Leider sind die Rahmenbedingungen, wie die wissenschaftliche Begleitung und die Auswahl der für die Erprobungsphase vorgesehenen Einrichtungen noch nicht klar. Ja, man weiß noch nicht einmal, welche Stelle die Bewerbungen entgegennimmt. Monika Häffner hat dafür plädiert, dass sich alle interessierten Einrichtungen an das Kultusministerium wenden sollten, um zu zeigen, dass es ein großes Interesse bei den Erzieherinnen für die Mitwirkung an der Umsetzung gibt. Karl-Heinz Paulsen hat im Anschluss daran kurze Auszüge des Berliner Bildungsplanes vorgestellt, um die praktische Umsetzung, die in Baden-Württemberg noch nicht angedacht ist zu demonstrieren. Anschließend haben sich die etwa 35 TeilnehmerInnen in Arbeitsgruppen zusammengesetzt, um ihre Bedürfnisse vor dem Hintergrund des demnächst veröffentlichten Orientierungsplan zu artikulieren. Die Zusammensetzung der TeilnehmerInnen aus Erzieherinnen, GrundschullehrerInnen, einer Fachberaterin, und Sonderschullehrerinnen löste lebhafte Debatten aus, die leider in diesem Rahmen nicht zu Ende geführt werden konnten. Der Wunsch nach Anschlussveranstaltungen und einem gemeinsamem Weiterdenken wurden signalisiert. Dr. Margarete Blank-Mathieu aus dem Kreisvorstand Reutlingen-Tübingen, die als Ansprechpartnerin im Kreis und für den Bezirk Südwürttemberg-Hohenzollern die GEW- Gruppe der Sozialpädagogischen Berufe vertritt wird für Wünsche und Anregungen unter der email-Adresse:Blank-Mathieu@aol.com zur Verfügung stehen. Informationen zu Downloadadressen der Bildungspläne vom Staatsinstitut für Frühpädagogik München, Dr. Martin Textor: Im Internet finden Sie eine Synopse der AGOLJB. Die Bildungspläne finden Sie am schnellsten hier oder über die Länderseiten von www.kindertagesbetreuung.de. Hier finden Sie weitere Artikel im Internet, die sich mit der Umsetzung von Bildungsplänen befassen. Eine Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Gönningen und der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) Kreis Rt/Tü, Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe Daß Bildung nicht erst mit der Einschulung beginnt, ist spätestens seit der PISA-Studie auch bei den Verantwortlichen in den Bundesländern angekommen. Bildungspläne für Kindertageseinrichtungen wurden in vielen Bundesländern erstellt. In Baden-Württemberg soll eine Kommission im Kultusministerium bis zum Sommer 2005 einen "Orientierungsplan" für Kindergärten verfassen. Gemeinsam wollen wir die Chance nützen, Forderungen an das Kultusministerium zu formulieren. Wir möchten Sie auf dieser Veranstaltung und dem Workshop informieren und mit Ihnen diskutieren: Verbessern die Bildungspläne die Praxis? Was müssen Inhalte sein? Welche Auswirkungen hat ein Bildungsplan auf die Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule? Zu unserer Veranstaltung mit Workshops laden wir alle Erzieherinnen und Erzieher, sozialpädagogische Fachkräfte, Lehrerinnen und Lehrer, interessierte Eltern und Trägervertreter sowie alle anderen an diesem wichtigen Thema interessierten Menschen ganz herzlich ein! Wir freuen uns auf Sie! Der Vortrag wird gehalten von Monika Häffner, Referentin des Fachbereiches Jugendhilfe und Sozialarbeit bei der GEW Baden-Württemberg, und Karl-Heinz Paulsen, Vorsitzender der Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe der GEW Baden-Württemberg (Ergotherapeut) Der Ablauf zwischen 19.30 und 21.45 Uhr: Begrüßung - Vortrag - Arbeitsgruppen - Zusammenfassung Veranstaltung am Dienstag, 23. März 2004, 20 Uhr, ev. Gemeindehaus GönningenDr. Jörn Hauf: Der religiöse Bildungsauftrag des Kindergartens oder: Kinder nicht um Gott betrügen!
Kaputtmachende Gottesbilder a) der strafende Richtergott b) der dämonische Todesgott c) der Buchhalter- und Gesetzesgott d) der überfordernde Leistungsgott Der Gott Jesu Christi a) der gute Hirte b) der sorgende "mütterliche" Vater c) Gott leidet mit dem Menschen, wir können ihm klagen und ihn anklagen d) Gott schafft Heil, so dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben e) Selbstliebe, Gottesliebe, Menschenliebe b) der "Kirchgang" c) Miteinander leben im Jahreskreis (Festzeiten, Hausschmuck, Brauchtum, Lebensfeiern) Weiterführende Literatur: - Biesinger, Albert, Kinder nicht um Gott betrügen. Anstiftungen für Mütter und Väter. Ein Ratgeber. Freiburg, Basel, Wien, Freiburg im Breisgau, 12.Auflage, 2001 - Biesinger, Albert, u.a. (Hrsg): Gott mit neuen Augen sehen, Wege zur Erstkommunion. Familienbuch. München 1999 - Biesinger, Albert, u.a. (Hrsg.) Abendoasen, Geschichten, Rituale, Gebete, Spiele. Ein Gute-Nacht-Buch für junge Familien, München 2002 - Frielingsdorf, Karl, Dämonische Gottesbilder. –Ihre Entstehung, Entlarvung und Überwindung. Mainz 1992
b) Ziele und Aufgaben: Die ErzieherInnen sollen Kinder begleiten, wer begleitet die Erzieherinnen? c) Konkretionen: Interne Fortbildungstage, Abende, Wochenenden zu religiösen Fragestellungen mit Hilfe von "außen"(Themenauswahl: Religion – was ist das eigentlich? Meine biografischen Berührungspunkte mit Religion? Entwicklungspsychologische Fragen zur religiösen Entwicklung von Kindern; Grenzerfahrungen: Eigenes Verhältnis zu Sterben und Tod? Wie mit Kindern über den Tod sprechen? Meine Bilder von Gott? Gott ja, Kirche nein? etc. - Regelmäßige gute Kontakte zwischen Pastoralteam und ErzieherInnen; - Exkursionen zu Kirchen, ggf. auch Synagogen und Moscheen in der Nähe. b) Ziele und Aufgaben: Implizite und explizite religiöse Erziehung und (religiöse) Beziehungsdimensionen. c) Konkretionen: "Jede und jeder ist wichtig bei Gott"; Tagesrhythmus; Stille und Meditation; Kultur des Essens; Kultur der Dankbarkeit; Gestalterische Elemente; Freude am religiösen Tun, nicht: moralische Appelle; ökumenische Offenheit und interreligiöse Sensibilität: Verschiedenheit wahrnehmen, nicht verschleiern. b) Ziele und Aufgaben: Partnerschaft statt Bevormundung; Kindergarten als "heilende Gemeinschaft", als "Kirche im Kleinen". c) Konkretionen: Beziehungsräume gestalten; interaktive Elterntreffen, nicht: Vortragsabende. Existentielle Fragen nach Krankheit, Leid, Tod und Sinn. Vernetzungen zur Kirchengemeinde. Weiterführende Literatur: - Boschki, Reinhold/Sr. Carlagnese Nanino, Hat Gott Füße? Kindergärten und Religiöse Elternbildung in: Biesinger, Albert / Bendel, Herbert (Hrsg.) Gottesbeziehung in der Familie. Familienkatechetische Orientierungen von der Kindertaufe bis ins Jugendalter, Ostfildern 2000, S. 242-264 - Hofmeier, Johann, Der Kindergarten in der Pfarrgemeinde – ein pädagogisches und pastorales Handlungsfeld, Würzburg 1993 - Hull, John M. Wie Kinder über Gott reden. Ein Ratgeber für Eltern und Erzieher, Gütersloh 1997 - Landesverband Evangelischer Kindertagesstätten in Bayern e.V. (Hrsg.), Religionspädagogische Arbeitshilfen (Hefte 1-7) Nürnberg 1992 ff, Bestelladresse: ebenda, Postfach 120320, 90332 Nürnberg) - Mühl, Irmgard/Schnabel, Michael, Im Kindergarten Glauben wagen. Beispiele zur Partnerschaft von Erzieherinnnen und Eltern bei religiöser Erziehung. Eine Handreichung für Elternabende, Donauwörth 1997 - Scheilke, Christoph/Schweitzer, Friedrich (Hrsg.), Kinder brauchen Hoffnung – Religion im Alltag des Kindergartens (Bd.1: Mit Geheimnissen leben), Gütersloh 1999 Veranstaltung am Donnerstag, 8. Mai 2003, 20 Uhr, ev. Gemeindehaus GönningenBrauchen wir einen Lehrplan für den Kindergarten?
Wie Kinder sich bilden ...oder: Wo hat der Regenwurm seine Augen? Unsere Kindergärten und die aktuelle Bildungsdiskussion Dokumentation der Veranstaltung vom 14. November 2002 im evangelisches Gemeindehaus Reutlingen-Gönningen
Antwort auf die Frage "Der Kindergarten - immer noch Bildungseinrichtung zweiter Ordnung?" |