Das Gönninger Frauen-Netz will den Informationsfluss unter Frauen in Gönningen unterstützen. Jede Frau ist eingeladen, sich einzufädeln und mitzuspinnen durch Hinzufügen von Terminen, Adressen, Kontakten, Buch-und TV-Tipps, Ideen, Meinungen und Fragen.
Das Logo beruht auf einem Werk der Tübinger Künstlerin Adelheid Benzing "Netzwerk"; mit freundlicher Genehmigung.
Weltgebetstag der Frauen - Übersicht Weltgebetstag in Gönningen: Ein ökumenischer Beitrag zur Vernetzung in der Einen Welt, gestaltet aus dem Erlebnishorizont von Frauen
Seit Jahrzehnten feiern Frauen und zunehmend auch Männer weltweit am ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Dazu erarbeiten Frauen aus einem bestimmten Land die Gottesdienstliturgie, die dann an diesem Tag in 170 Ländern der Erde gefeiert wird. Das ist wie eine liturgische ökumenische Weltreise, von Frauen gestaltet, offen für alle.
Dabei werden wir mit den sehr verschiedenen Lebenssituationen von Frauen konfrontiert.
Mit den Frauen aus Madagaskar, die im Jahr 1998 mit "Fihavanana! -Wer sind meine Nächsten" zum Weltgebetstag eingeladen hatten, verbindet uns in Gönningen ein besonderes Verhältnis. Eberhard Haule organisiert seit Jahren als evang. Kirchengemeinderat Hilfsprojekte auf der afrikanischen Insel.
1999 begegneten wir den Frauen aus den Slums von Venezuela, im Jahr 2000 denen aus Indonesien und 2001 den Frauen des stark traditionsgebundenen südpazifischen West-Samoa. 2002 hatten die Frauen aus Rumänien die Liturgie ausgearbeitet, die sehr von der orthodoxen Tradition geprägt war. 2003 stand der multireligiöse Libanon im Mittelpunkt, 2004 die Frauen aus Panama, die sehr unter den Nachteilen der Globalisierung zu leiden haben. 2005 stand unser Nachbar, das neue EU-Land Polen im Mittelpunkt und 2006 nun werden sich die Frauen aus Südafrika einbringen.
So verschieden die gesellschaftlichen Bedingungen in diesen Ländern sich uns darstellen, so war und ist allen gemeinsam, daß Gewalterfahrungen das Leben der Frauen bestimmen.
Wir fühlen uns verbunden mit den Frauen in aller Welt, die sich ja überall zuerst um Nahrung für die Familie und Behütung der Kinder kümmern und daher die ersten Leidenden in einem gewaltsamen Konflikt werden und in Verarmung geraten. Frauen müssen das alltägliche Überleben managen und es ist bewundernswert, wie sie immer wieder neue Strategien dafür finden.
Im Herbst laden wir wieder ein, in die Planungsgruppe einzusteigen, um den nächsten Weltgebetstag aus Südafrika mitvorzubereiten.
Kontakte: Brigitte Zirngibl, Tel. (07072) 912426, Inge Schäfer, Tel. (07072) 7516, Conni Zeul, Tel. (07072) 6335
Wir wünschen uns, daß wir durch unsere weibliche Perspektive mit dazu beitragen können, zu sehen, daß das "Recht des Stärkeren" nicht das letzte Wort ist.
"Informiertes Beten und vom Gebet durchdrungenes Handeln" kennzeichnen die Weltgebetstagsbewegung.
Ökumenischen Frauentreff 2007/2008
Liebe Frauen,
die Sommerpause ist vorüber und ich hoffe, ihr seid erfrischt und bereit für den Alltag. Für unseren ökumenischen Frauentreff haben wir jetzt den jeweils dritten Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, evangelisches Gemeindehaus, Korbsesselzimmer als Treffpunkt festgelegt. Wir beginnen also am 19.9.07 mit einem kleinen Rückblick auf unser Sommerthema "Brot und Rosen" und einem Ausblick auf das kommende Jahr. Die weiteren Termine:
17.Oktober, Weltgebetstagsland Guyana
21. November, Buß- und Bettag, ökumenischer Gottesdienst in St. Michael und Peter-und-Paul, anschließend Treffen
20. Februar, Vorbereitung des Weltgebetstagsgottesdienstes
19.März, Karwoche (Kreuzweg auf der Alb angedacht)
16.April, neues Sommerthema "Lebensübergänge - Über 7 Brücken musst du gehen"
im Juni, Sommerthema
16. Juli, Sommerthema
Herzliche Einladung an alle interessierten Frauen, wir freuen uns sehr über Zuwachs!
Nähere Infos gibt es bei Brigitte Zirngibl, Tel. (07072) 912426, Email: brigitte.zirngibl@gmx.de
Pfarrerinnen und Pastoralreferentinnen - wo Gottesdienste (auch) von Frauen gestaltet werden
Pfrin. Ute Pilgrim-Volkmer und Pfarrerin z. A. Beate Ellenberger, Diakonisch-Theologischer Fachdienst, BruderhausDiakonie, Ringelbachstr. 211, 72762 Reutlingen, Telefon 07121-278-267,
Frauenbeauftragte der Landeskirche
Ursula Kress, beim Evang.Oberkirchenrat Stuttgart, Tel. 0711/21 49-0,
eMail: okr@elk-wue.de, frauenbeauftragte@elk-wue.de,
Internet: www.eva-n-gelisch.de Evang. Frauenarbeit in Württemberg, www.elk-wue.de; Newsletter der Frauenbeauftragten per Mail bestellen mit Stefanie.Wellinger@elk-wue.de!
...was der Begriff Gender genau bedeutet?
Menschen werden als männlich oder weiblich geboren. Die beiden biologischen Geschlechter (=sex) begründen aber allein noch nicht die Vorstellung, die mit ihnen insgesamt verbunden werden. Das Geschlecht ist auch immer eine soziale Konstruktion (=gender). In verschiedenen Gesellschaften gibt es ganz unterschiedliche Bedeutungen des biologischen Geschlechts.
Bereits im Kindergartenalter begreifen sich Kinder als Mädchen oder als Junge. Heute kann bzw. sollte jedes Kind spielen, was es möchte. Dennoch unterscheiden sich Mädchen und Jungen schon früh im Sozialverhalten, in Interessengebieten und im Nacheifern unterschiedlicher Geschlechtsmuster.
Die unterschiedliche Zuschreibung, was typisch "mädchenhaft" oder "jungenhaft" ist, und die unterschiedlichen Erziehungsstile der Erwachsenen werden oft ganz unbewußt getroffen. Das Geschlecht wird somit ständig in der Interaktion und Kommunikation mit anderen Menschen reproduziert, d.h.wieder-hergestellt.
Jedoch verändern und entwickeln sich im Lauf der Zeit auch die Moden und damit das, was als typisch angesehen wird. Bei aller Einbindung in die traditionelle Kommunikationsstruktur, die es erfordert sich spontan als "das richtige Geschlecht" zu präsentieren, gibt es doch eine Freiheit, sich mit untypischen Akzenten als Frau oder als Mann selbst neu zu kreieren.
Im Zuge der Demokratisierung der Gesellschaften, in dessen Prozess das Mitspracherecht von Frauen auch in öffentliche Bereiche eindringt, ist es nötig, Strukturen, die von einem Geschlecht geschaffen wurden, zu reformieren und um die Bedürfnisse des anderen Geschlechts zu erweitern, also zu "gendern" (Gender-Politik, Gender-Mainstreaming).
Es gibt z.B. noch zu wenig Frauen in Planungsstäben und noch zu wenig Männer, die Kinder erziehen. Sonja Schneider/Cornelia Zeul
Literaturtipp: von unserem Gönninger Gemeindeglied Dr. Margarete Blank-Mathieu ist erschienen: Kleiner Unterschied, große Folgen? Geschlechtsbewußte Erziehung in der Kita. ISBN: 3497016195, 2., aktualis. Aufl. 2002, EUR 11,90.