Gemeindebegegnung
Evangelische
Kirchengemeinde
Gönningen
St. Luke
Lutheran Church
Ann Arbor

Besuch aus St. Luke’s 2000

  • Schedule
     
     

    Was vorm./nachm./abends

    Sa 17.6.

    Anreise 15.10 Stuttgart

    anschl. in den Familien

    So 18.6.

    9.30 Gottesdienst

    anschl. Kirchenkaffee

    12.30 Roßberg-Haus Mittagessen

    16.00 Stadtführung Reutlingen

    anschl. in den Familien

    Mo 19.6.

    8.45 Abfahrt OKR, Stuttgart (10.00)

    anschl. Kleinmarkthalle, Königstrasse, Shopping-Time

    anschl. Kaffee in Bad Urach (Amandus-Kirche)

    anschl. in den Familien

    Di 20.6.

    eigenes Programm

    eigenes Programm

    eigenes Programm

    Mi 21.6.

    Hinfahrt nach Wittenberg

    Wittenberg

    Wittenberg

    Do 22.6.
    (Fronleichnam)

    Wartburg

    Rückfahrt

    anschl. in den Familien

    Fr 23.6.

    Tübingen

    Hechingen

    anschl. Termin beim Gönninger Bezirksbürgermeister Prof. Dr. Paul Ackermann

    Sa 24.6.

    München

    München

    München

    So 25.6.

    Gottesdienst/Gemeindefest

    Gemeindefest

    -

    Mo 26.6

    Rückreise

    Abflug 13.30 Stuttgart


     
  • Grußwort von Ron Wrightson am Ende der Begegnung (Übersetzung: Brigitte Zirngibl)
     
    Liebe Freunde in Christus!
    Es wäre untertrieben zu sagen, wir hätten mit unserer Reise nach Gönningen ein besonderes Erlebnis gehabt – nein: Unsere Erfahrungen werden auf den Rest unseres Lebens Einfluß haben!
    Gleich vorausgeschickt: Euer Land ist wunder-, wunderschön. Atemberaubend der Blick vom Roßbergturm hinunter, Bad Urach – ein malerisches Städtchen! Überhaupt: Ihr habt so viele hübsche Orte und Landschaften! Für uns als Lutheraner war es so etwas wie eine Pilgerreise, als wir nach Wittemberg und auf die Wartburg fuhren, um die Wurzeln des lutherischen Glaubens und die Stätten des Lebens und Wirkens Martin Luthers zu sehen. Trotz der 37°C Hitze war es sehr bewegend und eindrucksvoll für uns! Unser Tagesausflug nach Stuttgart zum Oberkirchenrat machte uns einmal mehr deutlich, wieviel wir als Christen gemeinsam haben, unabhängig davon, wo wir leben. Nie werden wir vergessen, wie wir nachmittags um drei Uhr durch München schlenderten und alle Glocken fröhlich klangen. Die Stocherkahnfahrt in Tübingen war so friedlich und entspannend. Eure majestätischen gotischen Kirchen wie die Reutlinger Marienkirche stimmten uns ehrfürchtig. Es war auch eine Ehre, kurz mit einem Vertreter der Partnerstadt von Ann Arbor, Tübingen, zusammentreffen zu dürfen. Auch Dr. Paul Ackermann tat uns große Ehre an, als er an einem Abend Gönningens Geschichte und den Samenhandel erläuterte. Wo wir auch hinkamen und was wir auch taten, überall wurden wir herzlich aufgenommen.
    Doch mehr noch als alles, was ich bisher über Euer schönes Land gesagt habe, werden uns die Erinnerungen an die Menschen in Gönningen für immer begleiten. Unsere Gastgeber hätten nicht freundlicher und gastfreundlicher sein können. Wir wurden richtig verwöhnt! Wir möchten ein aufrichtiges Dankeschön sagen an Margarethe und Thaddäus Blank-Mathieu, die Pam und Shirly Kish bei sich aufgenommen haben. Vielen Dank Brigitte und Martin Zirngibl für die Bewirtung von Jan Mason. Herzlichen Dank an Christa, Heinz, Stefan und Sabine Frech und Stefan Rauscher für die liebevolle Aufnahme von Helen Smith und Barb Prough und an Pastor Alexander und Claudia Behrend für die Gastlichkeit, die sie mir, Ron Wrightson, geschenkt haben.
    Wir spürten aufrichtige Zuneigung und Wärme; alle habt ihr Euch um uns und unsere Bedürfnisse gekümmert. Wir werden Euch nie vergessen!
    Es bedeutete uns sehr viel, daß immer jemand von Euch auf unsere Ausflüge mitgekommen ist, sich Zeit für uns nahm und viel zu erzählen wußte.
    Sehr segensreich waren für uns die beiden Gottesdienste am 18. und 25. Juni und dies, obwohl wir das meiste, was gesungen und gesagt wurde, nicht verstehen konnten.
    Wir durften mit Euch im Geist des Herrn anbeten und erkennen, daß wir zusammen Ihm Ehre und Ruhm für seine Schöpfung und unsere Erlösung geben.
    Jeder Einzelne war freundlich zu uns, auch wenn wir Kommunikations-Schwierigkeiten hatten. Ihr habt eine schöne Kirche und eine nette Gemeinde. Beim Gemeindefest hatten wir sehr viel Spaß! Wir haben die Musikgruppen, das Essen und die Gemeinschaft mit Euch allen sehr genossen.
    Persönlich möchte ich noch anmerken, wie vertraut ich mit Pastor Alexander, Claudia und ihren Kindern wurde. Es waren viele schöne gemeinsame Augenblicke: essen, trinken, lachen, im Garten sitzen ... Sie sind etwas sehr Besonderes für mich und für Euch. Er ist Euer Pastor und ihr müßt ihn und seine Familie unterstützen, auch im Gebet. Sie sind Gottes Gabe an Eure Gemeinde. Sie sind vom Herrn dorthin gestellt, um sich um Euch zu kümmern und Euch zu helfen, Euren Glauben und Eure Beziehung zu Jesus Christus wachsen zu lassen. Liebt sie und unterstützt sie!
    Nie werden Worte genügen, unserer großen Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, daß ihr unsere Deutschlandreise unvergeßlich werden ließt. Wir werden oft an Euch denken und Euch im Gebet dem Herrn anbefehlen. Ich hoffe wirklich, daß die Beziehung zwischen Eurer Gemeinde und unserer St. Luke-Gemeinde tiefer und stärker werden wird.
    Gott segne jeden Einzelnen von Euch und Eure Gemeinschaft als Brüdern und Schwestern in Christus! Liebt Ihn und dient Ihm mit Eurem Leben! Betet für uns, wie wir für Euch beten!
    Im Namen von Helen, Barbara, Pam, Shirly und Jan sage ich Euch nochmals Danke für alles! Wir lieben Euch!
    Liebe Grüße in Christus
    Ron Whrightson

     
  • Grußwort von Ron Wrightson am Ende der Begegnung (Original)
     
    Dear Friends in Christ,
    To say that we had a wonderful experience on our trip to Gonningen would be a gross understatement.
    What we experienced will have an impact on the rest of our lives. To start off with, your country in absolutely beautiful. The scenery from the Rossberg was breath taking. The lovely town of Bad Urach was like a picturesque village. You have so many beautiful villages and lanscapes. For us as Lutherans, it was a pilgrimidge to travel to Wittenburg and Wartburg, to see where the Lutheran faith has its roots and to see the church and house where Martin Luther taught and lived.
    Regardless of the fact that it was 37 degrees when we traveled there, we still had a great time.
    Our day trip to Stuttgart and meeting with the officials of your church body helped us realized how much we have in common as Christians no matter where we live.
    We will never forget walking through Munich at 3:00pm when all the bells in the city were ringing joyfully.
    The boat ride we had in Tubingen was so peaceful and relaxing. Touring all the majestic and gothic churches like the one in Reutlinger gave us a sense of awe.
    We felt honored to have met briefly with one of the officials in Tubingen the sister city with Ann Arbor, Michigan.
    We also felt honored that Dr. Ackerman of Gonningen would spend an evening with us sharing the history of your lovely village and the story of the seedsmen. We felt extremely welcomed wherever we went and whatever we did.
    I believe the greatest impact this trip has had on us, more than the memories I've stated above about your beautiful country, will be the memories we will have forever of the people of Gonningen. The families who hosted us could not have been more friendly and hospitable.
    We felt pampered and spoiled because of so much attention.
    We truly want to say thank you so very much to Margareta and Thaddeus Blank-Mathieu for hosting Pam and Shirley Kish, to Martin and Brigitte Simgible for hosting Jan Mason, to Christa, Hans and Stephan Frechand Sabine and Stephan Ruscher for hosting Helen Smith and Barb Prough and to Pastor Alexander and Claudia Behrend for hosting Ron Wrightson.
    The love we felt from our hosts was so genuine and warm.
    You all took such great care of us and our needs.
    We will never forget you.
    We truly appreciate the people who traveled with us on each of our journeys.
    The time and information they shared with us was very meaningful.
    It was a blessing for us to be with you on both Sundays, June 18 and 25 in your worship services.
    Even though we couldn't understand most of what was said or sung, we could worship with you in the Spirit of the Lord and recognize that together we were giving Him all the praise and glory for his creation and redemption of each of us.
    Everyone was very friendly to us even if we had difficulty communicating with them.
    You have a lovely church facility and a lovely congregation of members.
    We had a most enjoyable time at the church picnic.
    We loved the muscial groups, the food and the fellowship we had with all of you.
    On a personal note, I would like to say how close I became to Pastor Alexander and Claudia and their children.
    We shared many wonderful moments together eating meals, talking, laughing, sitting in the garden.
    They are very special to me and to you.
    As your pastor, you need to support and pray for their family.
    They are God's gifts to Ss. Peter and Paul Church.
    The Lord has placed them there to minister to all of you and to help you grow in your faith and relationship with Jesus Christ.
    Love them and support them.
    Finally, we will never be able to express to you our sincere appreciation and gratitude for making our trip to Germany a most memorable one.
    We will think about all of you often and lift you up to the Lord in prayer.
    I truly hope that the relationship between Ss. Peter and Paul and St. Luke will grow even deeper and stronger.
    God's richest blessings to each of you individually and to all of you together as Sisters and Brothers in Christ.
    Keep loving Him and serving Him with you lives.
    Pray for us and we will pray for you.
    On behalf of each member of our group, Helen, Barbara, Pam, Shirley, Jan and myself, I say to you we love you and thanks for everything.
    Yours Forever in Christ,
    Ron Wrightson

     
  • Bericht von Maragrete Blank-Mathieu
     
    Obwohl wir die St. Luke- Gemeinde im vorigen Jahr besucht hatten, kannten wir keinen unserer Gäste. Lediglich Ron war uns bei der Vorstellung seiner Gemeinde begegnet. So wartete ich am Flughafen Stuttgart gespannt, auf meine Gäste, Mutter und Tochter.
    Wir hatten einige Zeit Gelegenheit, sie beim Warten auf ihr Gepäck zu beobachten und uns dann vorzustellen, wer wohl zu wem kommen sollte.
    Schließlich war der große Moment der ersten Begegnung gekommen. Alle sahen sympathisch aus und so lud jeder Gastgeber "seinen" Gast ins Auto, um heim nach Gönningen zu fahren.
    Der Samstag war Familientag. Wir beschnupperten uns und ich versuchte mich wieder mit Englisch, pardon Amerikanisch, das ist ja beileibe nicht immer dasselbe.
    Am Sonntag ging es dann gemeinsam zum Gottesdienst und anschließend zum Mittagessen auf den Rossberg. Nun kannten wir uns schon ein wenig und versuchten auch die anderen Gäste kennen zu lernen. Es war sehr heiß an diesem 18. Juni. Am Nachmittag war eine Stadtbesichtigung in Reutlingen angesetzt. Alles was älter als 200 Jahre war wurde von "unseren" Amerikanern bestaunt. Selbst Reutlingen hat ja so manches alte Gebäude, vornehmlich die Marienkirche, die für uns nur einige von noch vielen älteren bekannten Denkmälern in Deutschland, denke man nur an Tübingen, Bebenhausen oder die Marienkirche in Bronnweiler darstellen.
    Eine Erfahrung, die unsere Gäste bereits in den ersten zwei Tagen hinter sich bringen mussten: in Deutschland wir ständig gegessen oder gewalkt, Verzeihung spazieren gegangen.
    Montags war ein Besuch beim Landesbischof angesagt, bei dem auch das deutsche, vornehmlich das lutherische Kirchensystem erläutert wurde. Anschließend war ein Stadtbummel in Stuttgart dran und zum Kaffeetrinken fuhren wir nach Bad Urach. Über die Alb ging es bei strahlendem (heißem) Sommerwetter (nicht alle deutschen Autos haben Air-condition! wie das Auto unseres Pfarrers - Pastor Alex) wieder nach Gönningen zurück.
    Nun ging es erst richtig los. Trotz über 30 Grad im Schatten wurde am Dienstag eine Fahrt zum Bodensee unternommen. Am Mittwoch ging es dann Richtung Wittenberg und am Donnerstag stand die Wartburg auf dem Programm. Das hieß wenig Schlaf und früh aufstehen. Hatten auch alle richtige "Wanderschuhe"- meist Turnschuhe dabei? Wie konnte man weitere Blasen an den Füßen verhindern? Aus ihrem reichlichen Gepäck wurden immer wieder andere Schuhe hervorgeholt, um die anstrengenden Fußmärsche zu überstehen.
    Da die schöne schwäbische Umgebung ja auch noch entsprechend gewürdigt werden sollte, stand am Freitag dann Tübingen mit Stocherkahnfahren und Besuch bei der Oberbürgermeisterin (Ann-Arbor ist die Partnerstadt von Tübingen) auf dem Programm. Auch die Burg Hohenzollern musste unbedingt besichtigt werden - aber bitte ohne weiteren Fußmarsch!
    Am Abend dann wieder Lokalgeschichte- ein Besuch beim Bezirksbürgermeister Dr. Ackermann und die Besichtigung des Samenhandelsmuseums im Rathaus.
    Die Fahrt über den großen Teich hatten die Gönninger Samenhändler schon vor über hundert Jahren angetreten. Die damaligen Reisen und die heute selbstverständlichen Flüge zwischen den Kontinenten kamen uns dabei sehr eindrücklich ins Gedächtnis.
    Last but not least musste natürlich auch München noch "mitgenommen" werden. Hofbräuhaus und bayerisches Bier gehören für einen Amerikaner unbedingt zu einem Deutschlandbesuch dazu. Ein Staigerbus, der alle zwei Wochen nach München fährt konnte ausgemacht werden und so fuhren alle mit einem (fast) richtigen Doppelbus nach München.
    Müde, zufrieden und auch ein wenig abgekämpft wurden sie am Samstag abend in den Gastfamilien wieder abgeliefert.
    Als krönenden Abschluß gab es am Sonntag noch das Gemeindefest der Kirchengemeinde. Morgens ein festlicher Gottesdienst mit einer randvollen Kirche (wie sonst nur an Hlg. Abend), und anschließend viele Begegnungen im Gemeindehaus und beeindruckende Angebote von verschiedenen kirchlichen Gruppen. Und natürlich viel Gutes zu essen und zu trinken- selbstgemacht - versteht sich in Deutschland von selbst.
    Am Montag Vormittag musste ich meine beiden Gäste noch rasch zum Supermarkt fahren, um deutsches Bier (normal und stark) und deutschen Senf einzukaufen. Als wir uns dann noch ein letztes Mal alle zusammen im Flughafen Stuttgart bei einer Tasse Kaffee, Cola oder einem anderen Getränk zusammensetzten um Rückschau zu halten, waren wir überzeugt, dass dies eine besondere Begegnung war, viele Freundschaften waren entstanden und ein überwältigender Eindruck von good old Germany konnte nach Hause mitgenommen werden.
    Eine letzte Umarmung, ein letztes Winken, verstohlen abgewischte Tränen- und weg waren sie. Sicher werden wir uns wiedersehen, hier in Deutschland oder in Amerika. Wir haben uns dies fest versprochen.