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Es wird eine verwirrende Vielfalt von Fliegenschnüren auf dem Markt angeboten. Glücklicherweise haben wir eine normierte Bezeichnung für Fliegenschnüre, die eine Auswahl der geeigneten Schnur erleichtert. Folgendes System hat sich durchgesetzt:

Beispiel: WF - 5 - F

der erste Teil gibt das Taper (Profil) der Schnur an, die Zahl steht für die Schnurklasse (Gewicht) und der letzte Teil bezeichnet den Schnurtyp (schwimmend, sinkend etc.).

Zur Klassifizierung des Schnurgewichtes dient das AFTMA - System (American Fishing Tackle Manufacturer Association); neuderings auch ASA (American Sportfishing Association). Danach werden die ersten 9,14 Meter (ohne Spitze) einer Fliegenschnur festgelegten Gewichtsklassen zugeordnet:

Klasse gr. Klasse gr. Klasse gr. Klasse gr.
0 2,6 4 7,8 8 13,6 12 24,7
1 3,9 5 9,1 9 15,6 13 28,0
2 5,2 6 10,4 10 18,2 14 31,2
3 6,5 7 12,0 11 21,4 15 34,5

Nach dem Schnurprofil und der Schnurklasse wird in

  • F    für schwimmende
  • I     für Intermediate (langsam einsinkend)
  • S    für sinkende
  • FS  für Sinktip

Schnüre unterschieden, wobei die sinkenden Schnüre noch nach Sinkrate, d.h. wie schnell sie sinken, unterschieden werden. Auffälligstes Merkmal, neben der Dicke der Schnur ist ihre Farbe. Schwimmschnüre gibt es in fast allen Farben, wobei sinkende Schnüre eher in gedeckten Braun-, Grau- oder Grüntönen eingefärbt sind. Seit einiger Zeit werden auch transparente Schnüre angeboten, die für den Einsatz auf scheue Fische angepriesen werden.

Für Anfänger ist ratsam eine schwimmende WF oder DT Schnur zu wählen. Beide Schnurarten sind zum Anfangen gleichermaßen geeignet, da bei den anfänglich 6 - 10 Metern zu werfenden Schnurlängen keine großen Unterschiede im Verhalten der Schnur auftreten. Die DT Schnur bietet darüber hinaus noch den Vorteil, daß man sie umdrehen kann wenn ein Ende abgenutzt ist; das bedeutet doppelte Lebensdauer. Wenn Sie viel auf der Wiese werfen, was die Schnur sehr stark abnutzt, ein Vorteil.

Da die Länge der Fliegenschnur meist 30 Yards, also ungefähr 27 Meter beträgt, braucht man für den Fall der Fälle das sogenannte Backing. Zum einen dient es als Reserve für Fluchten starker Fische und zum anderen als Unterfütterung. Der Rollenkern ist bei den meisten Rollen sehr dünn, so daß eine Unterfütterung mit Backing für eine geringere Neigung der Fliegenschnur zum kringeln sorgt. Backing besteht aus geflochtenen Kunstfasern. Früher benutzte man oft Dacron, das eigentlich für Big Game Fischerei vorgesehen ist. Heutzutage gibt es spezielle Backings.



Schnurprofile (engl.: Taper)

Double Taper DT
Weight Forward WF
Long Belly LB
WF-long-rear-taper
Bass Bug Taper BBT
Triangle Taper TT
Shooting Head ST
  1. DT: Double Taper
  2. WF: Weight Forward
  3. LB: Long Belly
  4. WF: mit langem Rücktaper
  5. BBT: Bass Bug Taper
  6. TT: Triangle Taper
  7. ST: Shooting Head (Taper)
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