Die Fliegenrute WWW-Flycaster-Site

Home | Inhalt | CFF-Magazin | Fliegenwerfen | Fliegenbinden | Gerätetips | Insektenkunde | FF-Kurse | Links | FFF-Europe | Service | und mehr...
WWW-Flycaster-Site
Bild


Die Fliegenschnur | Die Fliegenrolle | Die Fliegenrute | Das Vorfach | Zubehör | Knoten/Verbindungen | Gerätemontage

Sie sind ein immer wieder ein vieldiskutiertes Thema. Entscheidend bei einer Fliegenrute sind die Aktion und die Rückstellkraft. Hinsichtlich der Aktion, ob sich die Rute nur im Spitzenteil oder über die ganze Länge bis ins Handteil biegt. Hinsichtlich der Rückstellkraft oder auch Schnelligkeit, wieviel "Eigenwurfvermögen" eine Rute hat.

Man kann nicht sagen, daß nur schnelle Ruten gut sind. Moderne Ruten weisen heute überwiegend eine sogenannte progressive Aktion auf. Bei leichter Belastung biegt sich die Rute nur im Spitzenteil und bei stärkerer Belastung bis ins Handteil hinein. Diese Aktionsform macht den meisten Sinn, denn sie ergibt eine ausgewogene Kombination von Sensibilität und Kraft.

Das meistverwendete Material für Ruten ist Kohlefaser oder auch Graphite genannt. Glasfaser und andere Fasern wie Boron oder Kevlar werden eher selten im Fliegenrutenbau verwendet. Eine besondere Kategorie stellen Ruten aus Bambus/Splitcane dar. Diese werden in meisterlicher Handwerksarbeit gefertigt und stehen von ihrer Leistungsfähigkeit her den modernen Kunstfaserruten nicht nach.

Die meisten Fliegenruten sind 7 bis 10 Fuß (2,10 bis 3 Meter) lang, ausgenommen die kleinen Bach-Rütchen oder die langen Lachsruten, die so 12 bis 16 Fuß Länge haben. Teleskopierbare Ruten werden im Fliegenrutenbau nicht oder kaum hergestellt. Die Mehrzahl ist zweigeteilt, wobei sich jedoch drei und viergeteilte sogenannte Reise- oder Traveller-Ruten immer mehr durchsetzen, denn die konstruktionsbedingten Nachteile wie, höheres Gewicht bzw. ungleichmäßige Aktionskurven, sind bei heutigen Ruten kaum noch zu finden.

Neben dem Material sind die weiteren Bestandteile der Rute wie: Griff, Rollenhalter, Ringe wichtig für die Qualität einer Rute. Der Griff sollte aus gutem Kork, ohne große Löcher oder gar weiche Stellen sein. Schlangenringe in ausreichend engen Abständen und Leitringe mit Einlage aus Aluminiumoxid oder Siliciumcarbonit (Fuji) sind Standart. Saubere Ringwicklungen, wie auch eine blasenfreie Lackierung, stehen für sorgsame Verarbeitung. Beim Rollenhalter ist unter Umständen auf Seewassertauglichkeit zu achten. Ansonsten kann man hier ruhig den namhaften Herstellern vertrauen, die von preiswert bis luxuriös durchweg gutes Material verwenden.

Es gäbe noch sehr viel mehr über dieses Thema zu sagen, aber hier spielen die persönliche Vorliebe und auch der Charakter des Werfers eine wesentliche Rolle. Ich halte auch nichts davon, jemandem vorschreiben zu wollen, nur die Ruten des Herstellers XY sind gut. Das muß und sollte jeder letztlich für sich selber, durch intensives Testen, herausfinden. Suchen Sie sich einen ordentlichen Händler aus oder besuchen eine der vielen Ausstellungen/Messen und machen ausgiebig Probewürfe. Clubs und Vereine bieten ebenfalls gute Gelegenheiten zum Testen, da man die Ruten der Kollegen ausprobieren kann.

Machen Sie nicht den Fehler und vertrauen blind dem Urteil eines anderen, denn: Werfen müssen immer noch sie selbst.

Für besonders Interessierte werde ich demnächst noch tiefergehende Infos hier "verlinken".

[nach oben] [Home] [Inhaltsverzeichnis] [Kontakt]

Diese Seiten sind optimiert für Gehirn und Augen und nicht für bestimmte "Hardware" ;-)
Kopieren des Inhalts für persönlichen Gebrauch erlaubt; für andere Zwecke bitte Sven Ostermann fragen. Besten Dank.
http://ourworld.compuserve.com/homepages/SvenOstermann