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Es ist ziemlich übertrieben, hier USA hinzuschreiben. Konkret waren wir an
der Westküste unterwegs, also Californien und ein bisschen in Nevada (wg. Las
Vegas). Wir hatten 3 Wochen, das ist viel zu wenig Zeit für die Gegend. Und zum
Fliegen sind wir auch nicht allzu oft gekommen, dazu gibt es einfach zu viel,
was man unbedingt anschauen sollte: San Francisco, Yosemite Nationalpark, Grand
Canyon, Zion Canyon, Giant sequoias, Las Vegas...
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Fliegen
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Die Fliegerscene in den USA ist ausgesprochen klein. Wir hatten eigentlich
erwartet, daß entlang der Westküste jede Menge Fluggelände und Piloten zu finden
seien. Denkste! Kaum Fluggelände, nur sehr wenig Piloten und oft strikte
Trennung zwischen Para- und Hanggliding.
Ein großes Problem sind die Fluggelände. Da fast die gesamte Küste in
Privatbesitz ist, oder als Nationalpark deklariert ist, bleibt für die Piloten
wirklich nicht mehr viel übrig. Und Stellen wo man erst
mal knapp über
Stromleitungen und Highways fliegen muss, mit schlechten oder nicht vorhandenen
Notlandemöglichkeiten am Strand, sind nichts für uns.
Im Inland geht's halt thermisch zur Sache. Wir waren im September 1998 dort,
und zu dieser Zeit kocht es noch. D.h. Fliegen im Inland ab 17:00, sonst für
Gleitschirme zu heftig.
Zudem waren die einheimischen Flieger, wenn
Sie denn zu finden waren, nur bedingt hilfreich und freundlich. Die
weitaus Meisten waren in Ordnung, aber wir standen an einem Hügel
beim Fliegerclub, und bekamen null Auskunft und null Hilfe.
Vielleicht ein Einzelfall, aber sehr ärgerlich.
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San Francisco
In der Nähe von San Francisco gibt es zwei Fluggelände für Paraglider.
- Fahrt Richtung Süden aus der Stadt raus. Ihr kommt dabei an einem Drachenfluggelände
vorbei (Fort Funston). Paraglider dürfen dort nicht fliegen. Aber
man kann mit Glück die Paragleiter einige Meilen weiter südlich sehen. Fahrt
Richtung "Pacifica", so heißt der Ort.
Die Paraglider-Site selbst ist
ziemlich versteckt, aber wenn einheimische Piloten da sind, werdet Ihr
freundlich und ausführlich über die Gegebenheiten informiert. Vorsicht,
starkwindsoaren mit einigen Rotoren. Eine genaue Karte findet Ihr unter
Bay Area
Paragliding Weather Page.
- Noch weiter südlich, in der Nähe
von Monterey, Seaview und Salinas, gibt es eine Flugschule und ein
Dünenfluggelände. Fragt dort nach, wo's geht. Wir waren noch 5 Meilen weiter
südlich, weil kein staatliches Gelände und leichter zu fliegen, in "Marina".
Superstarker Wind (für Gleitschirme), aber geniales Soaren vielleicht 30 m
über dem Meer. Kaum eine Menschenseele, die stört, nur Flieger. Wirklich
wunderschön!
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San Diego/Torrey Pines
Der Gliderport in San Diego / Torrey Pines ist weltberühmt! Und eine der
wichtigsten Sites in den USA. Und hier mischen sich auch Para- und Hangglider.
Direkt neben dem Start- und Landeplatz ist ein "Flugplatz" für Modellflugzeuge
(Slang "Remote controls"). Also gibt es direkt vor dem Startplatz ein
sog. Window, gut markiert. In dem darf sich immer nur ein Pilot aufhalten. Links
und Rechts davon dürft Ihr machen was Ihr wollt.
Innerhalb des Fensters ist es PFLICHT, zu pfeifen!
D.h. Ihr müsst ggf. eine Pfeife kaufen (3 $), um überhaupt
fliegen zu dürfen! Noch mal, im Window immer nur ein Pilot, im Window
immer pfeifen, pfeifen auch bei Start- und Landung. Fliegen ist hier echt
entspannend. Man startet an einer Klippe. Davor ein gepflegter Rasen. Also
Schirm hinschmeißen, aufziehen, zur Kante vorkämpfen, Pfeifen nicht vergessen,
und los. Dann bleibt solang in der Luft, wie Ihr wollt.
Landung heißt
Toplandung. Der Weg vom Strand nach oben dauert ca. 20 min. (Ächz).
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Essen, Trinken und Unterkunft
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Was soll man da raten? Also die Hamburger in den USA sind
wirklich gut, geht zu Jack In The Box, nicht zu MacDonald's. Aber
sonst. Es gibt in jeder Großstadt durchaus gute Restaurants, aber
die kosten auch entsprechend. Überhaupt ist es sehr teuer in den
USA. Einen echten Tipp
können wir euch nicht geben. Außer für San Francisco. Geht dort ins
Italienerviertel "North Beach". Jede Menge Caffees, mit echtem
Capuccino, viele italienische Restaurants.
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Allerdings, in Kalifornien herrscht in
JEDER Kneipe, Bar und in JEDEM Restaurant Rauchverbot. Nur wenn man
draußen sitzen kann, ist es erlaubt. Für die Raucher: Macht einen
Trip nach Las Vegas, und qualmt soviel Ihr wollt (haben wir auch
gemacht). Und wenn man schon an der Westküste ist, dann ist
es nur noch ein "Katzensprung" nach Vegas. Es ist sicherlich
eine der verrücktesten und absurdesten Städte, in denen wir je waren. Mit
anderen Worten, Las Vegas ist eine Reise wert.
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Die kalifornischen Weine sind sehr gut, aber Weingüter kann man nicht
besichtigen.
In Sachen Bier ist die Angelegenheit ziemlich übel,
Bud schmeckt nach nichts, ist also
OK. Wenn Ihr's kriegen könnt, dann nehmt
"Dos Equis", ein sehr
gutes mexikanisches Bier (deutsches Reinheitsgebot!).
Unterkunft kostet Geld!
Wir haben uns meistens in Motels 'rumgedrückt, die waren bei
akzeptablem Komfort noch am günstigsten. Privatpensionen gibt's nur
als "Bed & Breakfast Inns" und die sind sündhaft teuer. Auf
Campingplätzen und am Grand Canyon North Rim kann man allerdings
günstig Hütten mieten. Diese Cottages bieten gewöhnlich allen
Komfort (also Klimaanlage und Fernseher).
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Land und Leute
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Sie sind schon etwas merkwürdig, die Amis. Eigentlich sehr nett,
aber auch sehr oberflächlich. Und wenn Sie in offizieller Mission
unterwegs sind, z.B. als Politessen, dann sind sie sogar
ausgesprochen unfreundlich.
Das Land selbst ist einfach groß, richtig groß! D.h. der Weg zu
irgendwelchen Sehenswürdigkeiten kann sich ziehen. Aber die Natur
ist genial. Wir haben einige Nationalparks besucht, und die waren
wirklich absolut beeindruckend.
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Offizielles
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Um in den States legal zu fliegen, braucht Ihr die
IPPI-Card und Ihr
müsst bei der USHGA
(United States Hangliding Association) Mitglied werden. Ihr könnt
das durchaus erst bei Eurer Ankunft (z.B. bei einer Flugschule)
erledigen, haben wir jedenfalls gemacht. Allerdings geht das dann
nur mit Kreditkarte.
Neben den Pfeifen von Torrey Pines ist es offiziell
vorgeschrieben, dass man beim Küstensoaren ein Messer mitführt.
Damit soll man sich im Notfall vom Schirm abschneiden können, sollte
man in den Pazifik geplumpst sein.
(s.a. Links)
Letztes Update: 22.06.1999
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