Türkei (Ölüdeniz)

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Türkei, d.h. in unserem Fall nur Ölüdeniz.
Es wurde und wird viel geschrieben über "das Fluggebiet" für den Herbst, wenn es bei uns nicht mehr so richtig geht. Damals saßen wir da und haben uns auch überlegt, wohin im Oktober. Tja und so kam's zum Trip in die Türkei.


Land und Leute

Die eigentlich wirklichen Einheimischen trafen wir oben am Nord- und Südstartplatz am Sender, wo wir herzlichst mit Schafskäse, Oliven und heißem Tee (man hat ihn wirklich gebraucht) verköstigt wurden. Ansonsten ist in Ölüdeniz halt alles auf Tourismus (und Para-Tourismus) ausgelegt. Wenn man aus diesem Grunde dort ist, geht Ölüdeniz voll in Ordnung. Stress hat nur der, der sich selbst welchen macht.

Übrigens... Ölüdeniz ist fest in englischer Hand, also nix deutsche Touristen und Schnitzel an jeder Ecke. Man kommt hier mit Englisch besser durch als mit Deutsch.

Fliegen

Die Fliegerei am Babadag (der Berg) und in Ölüdeniz lebt zu einem Gutteil von Tandemflügen. D.h. am Strand gibt es jede Menge "Flugschulen" oder "Parataxi-Unternehmen". Und da die sowohl die flugwilligen Touris als auch ihre eigenen Piloten nach oben bringen müssen, heizen sie mit Jeeps den Berg rauf. Gegen eine ordentliche Gebühr kann auch der Normalpilot mitfahren.

Eigentlich hat die 45 minütige Fahrt hinauf zum Babadag schon ihre Reize, sei es wegen des Fahrstils oder eben einfach nur der Aussicht wegen. Außerdem sind die Rennen der Jeeps auf der staubigen Piste besser als manches Formel 1 Rennen.
Da alle Flieger in einem Boot (ähem Jeep) sitzen, gibt's jede Menge Kontakte mit den jeweiligen Fliegergeschichten von da und dort (sind doch auch immer recht lustig und interessant, oder).

Dann die Ankunft am Startplatz... ein ganz schöner Massenauflauf, aber wenn es nicht gerade nur nach Norden rausgeht ist wirklich genug Platz, ja und überhaupt, wir haben doch Urlaub, also erst mal Lage peilen.
Regeln gibt's hier eigentlich nur eine, die Tandems haben Vorfahrt und haben immer Recht. Glaubt bitte nicht die Horrorstories über völlig unfreundliche Tandempiloten, die allen "armen" deutschen Piloten grundsätzlich über die Leinen steigen. 1. verdienen die Jungs ihr Geld mit der Fliegerei und 2. ein Tandemstart ist schon schwierig genug. Wenn die Tandems nicht 'rausgehen, dann solltet auch Ihr das nicht mehr tun! Wir haben selbst einen Absturz aus 5 Metern Höhe eines ziemlich uneinsichtigen Piloten gesehen.

Überhaupt ist der Berg selbst tückisch und es gibt relativ viele Unfälle. Und die medizinische Versorgung in der Türkei ist nicht so gut! Wem's zu heiß wird, der kann ohne weiteres vom Berg wegfliegen und den Rest des Fluges genießen. Immerhin startet man bei ca. 2000 bzw. 1800 m MSL und fliegt auf Null runter. Also auch wenn gar nichts geht, tolles Sightseeing für mind. 30 Minuten. Das Panorama ist schon phantastisch und mit Sicherheit eine Reise wert. 
Thermikfliegen ist eigentlich nur möglich am frühen Nachmittag und auch nicht so ausgeprägt, wie wir es vielleicht von zu Hause gewohnt sind. (ging uns zumindest so...)

Starts

  • Auf dem Gipfel nach Nord und Süd (eigentlich die einzigen vernünftigen Startplätze, weil die Windrichtung dort verlässlich ist). Nord eng und steil, Süd großzügig aber voller ekliger, leinenfressender Steine.
  • 200 m tiefer in Richtung Süd, allerdings Vorsicht, eigentlich fast immer mit Leetendenz (z.B. überregionaler Nordwind, aber der Seewind kommt von Süd)

Landung

Eigentlich der ganze Strand, bis auf die Streifen, die für die Tandems reserviert sind. Aber Obacht, da liegen ziemlich viele normale Touristen rum und Salzwasser ist schädlich. Direkt vor unserem Hotel (CLUB BELCEKIZ BEACH) war ein "offizieller" Landeplatz, ein Halbkreis von ca. 15 m auf der Strandpromenade, also gut zielen.

Offizielles

Ehrlich gesagt, da haben wir uns nicht drum gekümmert... ging auch so...

Siehe auch Links

Letztes Update: 18.06.1999