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Fliegen

1996 hat uns Jaco Wolmarans gemailt: "Wenn Ihr noch nie Strecke geflogen seit, dann werdet Ihr das in Dasklip tun." Und er hat recht behalten.
Wir sind vorher und nachher (bis jetzt) nie wirklich "Strecke geflogen". Aber in Dasklip schon (20 km!).

Das Ganze liegt im "Middle of Nowhere". Eine gigantische Bergkette, ca. 600-800 m hoch, dunkles Gestein und x Kilometer lang. Davor nur flache, trockene Steppe, im Prinzip eine Wüste! Auf die Ebene scheint den ganzen Tag die Sonne, die erwärmte Luft drückt's mit Windunterstützung die Bergkette rauf.
Mit anderen Worten, hier kocht's, aber richtig. Die Einheimischen haben uns (glaubhaft) von Steigraten bis zu 10 m/s erzählt. Wir hatten zum Glück nur bis zu 5 m/s.
Die Bergkette längs ist nur Arbeit! Aber faszinierend. Und bockig ist es. Vor allem wenn man landen will, denn es geht nicht runter.


Der einzige Ort in der Nähe ist Porterville. Von dort startet man nach Norden, irgendwann geht rechts eine Schotterpiste ab. Irgendwann geht es von der Piste rechts den Berg rauf, dort ist auch der offizielle Landeplatz.
Von hier geht es bis zum Startplatz, den erkennt Ihr an einer (verlassenen) Drachenrampe. Parkt dort und geht einige Meter rauf. Der Startplatz selbst ist mit einem schwarzen Netz ausgelegt, damit die spitzen Steine die Leinen nicht beschädigen.
Wenn der Wind aus West oder Südwest kommt, dann herrschen eigentlich ideale Bedingungen, aber links vom Startplatz (West) gibt es einen Felsvorsprung, es hat also einen Rotor. Mit anderen Worten, der Start ist ziemlich übel.

Wenn Ihr erst einmal unterwegs seit, dann macht Euch besser Gedanken, wo Ihr landet. Entweder am Fuß des Startplatzes, oder...
Wir kennen nur den Weg nach Osten, und d.h. die Schotterpiste geht ca. 20 km weit parallel zur Bergkette bis zu einer Stelle, die "Bumpy" (Bockig) genannt wird. Dort kann man landen. Danach kommt 10 km nichts! Wirklich nichts, auch keine Straße. Erst 30 km entfernt vom Start kommt eine National Road.
Mit anderen Worten fliegt 20 km, oder 30 km, aber nicht 25 km!
Für Streckenprofis: Man kann bei "Bumpy" die Bergkette kreuzen und fliegt nach Citrusdal.

Kümmert Euch um das "Retrieval", also wie Ihr abgeholt werdet.
Übrigens, für gewöhnlich sollte man spätestens um 12:00 'rausgehen. Danach frischt der Wind auf. Aber er lässt erst gegen 23:00 Uhr nach!
Dasklip ist faszinierend, aber heiß! Wenn man fitt ist, geht das schon, aber es ist echt nicht ohne.

Essen, Trinken und Unterkunft

Porterville, das ist der einzige Ort bei Dasklip. Man sitzt hier echt im Nichts. Denkt erst gar nicht über Sightseeing nach. Entweder man lebt hier, oder man ist Flieger, oder man ist Fehl am Platz. Obendrein kann es sehr heiß werden.


Als Unterkunft bietet Rob Manzoni (dem gehört der Startplatz) ein Haus an, aber Ihr braucht eigene Schlafsäcke.
Peter Walenda kann Euch ebenfalls was vermitteln, allerdings rd. 30 min. mit dem Auto von Porterville entfernt.
Wir sind immer bei "De Herberg" von Piet und Pat abgestiegen. Eine kleine Pension, mittlerweile nur von Pat's schwerhöriger Mutter betrieben. Aber mit einem lebensrettenden Swimmingpool (2x3 m).

Piet und Pat betreiben zusammen eine Kneipe "De Old Stajie" (eine alte Bahnstation). Und das ist der einzige Tipp für Porterville.
Pat ist ab ca. 11:00 morgens beschickert, ist aber sehr nett. Wenn sie will, dann kocht sie superb. Ehrlich, Pat kann mit den besten Restaurants in Südafrika konkurrieren, wenn sie will. Also seit nett zu der Dame! Vielleicht könnt Ihr sie überreden, Ihre spezielle Version von Irish Coffee (mit Kahlua) zu basteln. Hochprozentig, lecker und Pat genehmigt sich bestimmt einen in der Küche.