Satzspiegel und Gestaltungsraster
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Der Satzspiegel ist ein gedachtes Rechteck, das die
bedruckten Teile einer Seite umgibt. Seitenummer und
tote Kolumnentitel liegen außerhalb des Satzspiegels,
Fußnoten wiederum gehören dazu.
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Satzspiegel
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Für die Ermittlung von Breite, Höhe und Position des
Satzspiegelrechteckes kann man auf bestehende
Verfahren zurückgreifen oder ganz eigene Wege
gehen.
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Wer im weitesten Sinne ein Buch gestaltet, dem hilft
vielleicht die klassische Neunerteilung weiter. Höhe und
Breite des Blattes werden dabei jeweils in neun gleiche
Teile aufgeteilt.
Für den inneren Rand verwendet man dann 1/9 der
Breite für den äußeren Rand 2/9 der Breite.
Analog verfährt man mit den Rändern oben und unten.
1/9 der Höhe für den obereren Rand und 2/9 der Höhe
für den unteren Rand.
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Der Witz an der Sache ist, daß das Satzspiegelrechteck
mit dieser Methode die gleichen Proportionen erhält,
wie das Blatt. Gleiche Proportionen von Blatt und
Satzspiegel sind überhaupt ein guter Ausgangspunkt
für die Suche nach dem passenden Satzspiegel, auch
wenn Sie ganz andere Werte für die Ränder
bevorzugen.
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Innerhalb des Satzspiegels läuft der Grundtext. Sie
sollten Satzspiegel und Zeilenabstand Ihrer Grundschrift
so koordinieren, daß sie eine glatte Anzahl von Zeilen in
das Satzspiegelrechteck einpassen können.
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Dabei steht die erste Zeile des Grundtextes mit den
Versalienoberkanten an der Oberkante des Satzspiegel an. Die
letzte Grundtextzeile steht mit den Unterlängen auf der
unteren Satzspiegelkante.
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Diese Koordination ist deshalb so wichtig, weil Sie dann
später mühelos ein Gestalungsraster in den Satzspiegel
einpassen können.
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Um Text-, Bild- und Grafikbausteine innerhalb des
Satzspiegels gut organisieren zu können, sollte man
sich unbedingt ein Gestaltungsraster »ausdenken«.
Auch und gerade wenn man später immer mal wieder
aus dem Raster ausbricht.
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Gestaltungsraster
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Zum Erstellen eines Grafikrasters müssen Schriftgröße,
Zeilenabstand und Zeilen- bzw. Spaltenbreite der
Grundschrift schon feststehen.
Ein Gestaltungsraster teilt den Satzspiegel in kleinere
rechteckige Untereinheiten (Module) auf. Die Breite
eines Moduls entspricht der Breite des Satzspiegels.
Bei mehrspaltigem Satz entsteht durch die senkrechten
Spaltentrennlinien automatisch eine weitere horizontale
Unterteilung.
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Für die Höhe eines Moduls eignen sich drei bis fünf
Zeilen. Dabei sollte man die Position des
Modulrechteckes folgendermaßen organisieren:
Die obere Begrenzungslinie des Rechteckes liegt an
den Mittellängen (x-Höhe) der ersten Zeile an.
Die untere Begrenzungslinie des Recheckes bildet die
Schriftlinie der letzten Zeile im Modul.
Damit entsteht automatisch ein kleiner Abstand
zwischen den einzelnen Modulen.
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Am Ende ist der Satzspiegel in eine Reihe von kleinen
Rechtecken aufgeteilt.
Der Text sollte sich in der Breite immer nach den
Rechtecken richten. Die Höhe/Länge eines Textblockes
kann beliebig sein.
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Bilder sollten sich in Breite, Höhe und Position immer
nach den Modulen richten. Wobei ein Bild über mehrere
Module gehen kann und mehrere Bilder sich
auch ein einzelnes Modul teilen können.
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gedankenspaziergänge, ©Mai 1996
Michael Nicklas, 101531.2176@compuserve.com
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