* Vorspiel
* Einzug der Konfirmandinnen und Konfirmanden
* Reutlinger Gospelchor: Rock My Soul
* Begrüßung durch die Konfirmanden
Sarah:
Liebe Festgemeinde, wir haben uns hier heute versammelt, um die Konfirmation der Gruppe West zu feiern. Dazu wollen wir Sie herzlich begrüßen.
Jenny:
Wir möchten nun mit Ihnen das erste Lied "Morgenlicht leuchtet" singen.
* Lied: Morgenlicht leuchtet (EG 455, 1-3)
* Eingangswort:
Auch von meiner Seite ein ganz herzliches Willkommen zu unserem Gottesdienst,
in dem heute 2 Jugendliche aus unserer Gemeinde getauft werden sollen und
12 Jugendliche konfirmiert werden sollen. Sie haben als Familien den Weg
der Konfirmandinnen und Konfirmanden begleitet und sind heute hier, um
diesen Festtag mit ihnen gemeinsam zu erleben. Manche von Ihnen haben heute
morgen schon eine weite Anreise hinter sich, andere sind sogar schon in
den letzten Tagen angereist. Es würde mich mal interessieren, haben
wir Gäste, die aus dem Ausland gekommen sind? Und aus Norddeutschland?
Aus Ostdeutschland? Aus Bayern? Und wer ist aus Baden-Württemberg?
zu den Konfirmanden:
Jedenfalls habt Ihr einen großen Fanclub, der heute in die Kirche
gekommen ist, um Eurem Fest beizuwohnen!
Unser Gottesdienst ist ein Gemeinschaftsprodukt.
Viel Vorbereitung und Durchführung war nötig und es haben sich
sehr viele daran beteiligt, so viele, daß ich sie jetzt gar nicht
alle aufzählen könnte. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden
haben einen großen Teil dazu beigetragen, von der Auswahl der meisten
Lieder und Texte bis hin zur Gestaltung und sogar der Farbe des Gottesdienstblattes.
Das Gottesdienstblatt hat nicht für alle gereicht, wie ich gehört
habe. Gibt es jemand, der in kein Blatt reinschauen kann? Vielleicht könnten
Sie noch eines weitergeben, so daß alle unseren Gottesdienst mitverfolgen
können.
Aus verschiedenen Gemeinden und Kirchen
sind Sie jetzt hier zusammengekommen. Wo immer Christen sich im Namen Jesu
versammeln, da sind sie seine Gemeinde. Deshalb ist hier niemand fremd
unter uns, keiner nur Zuschauer. Daß Sie heute hier sind, soll ein
Zeichen dafür sein, daß die Gemeinde Jesu Christi mehr ist als
die Ortsgemeinde oder eine bestimmte Konfession. Und so lade ich Sie ein,
mit uns gemeinsam diesen Gottesdienst zu feiern, der wohl lang werden wird,
aber hoffentlich nicht langweilig. Ich lade Sie ein, mit uns gemeinsam
zu singen - so gut Sie es eben können
-,
zu beten - so gut Sie es eben können,
zu glauben - so gut Sie es eben können,
diesen Gottesdienst zu feiern
im Namen Gottes, der uns das Leben
schenkt,
im Vertrauen auf Jesus, der uns Gottes
Liebe zeigt
in der Hoffnung auf seinen Geist,
der uns als Gemeinde verbindet.
Gemeinde: Amen.
* Psalmgebet: nach Psalm 27 (EG 714)
Wir wollen nun im Wechsel das Psalmgebet sprechen, das Sie auf dem Gottesdienstlatt finden. Die Konfirmanden werden die nach links gerückten Zeilen sprechen und die Gemeinde die nach rechts eingerückten Zeilen. Dazu bitte ich Sie aufzustehen und die Konfirmanden nach vorne zu kommen:
Die Gemeinde erhebt sich.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
* Gebet zum Eingang:
Wir beten: Lieber Vater im Himmel, wir danken dir,
daß wir heute diesen Gottesdienst
miteinander feiern können.
In unserer Mitte sind vierzehn junge
Menschen,
für die mit dem heutigen Tag
die Zeit des Konfirmandenunterrichts,
die Vorbereitung auf ihre Taufe oder
ihre Konfirmation zuende geht.
Wir danken dir, daß es eine gute
und wohl auch sinnvolle Zeit war,
die wir miteinander verbracht haben.
Eine Zeit des Suchens und eine Zeit
des Findens.
Eine Zeit des Fragens und eine Zeit
des Verstehens.
Eine Zeit, in der wir uns alle ein
gutes Stück näher gekommen sind.
Nun bitten wir dich für diesen
Gottesdienst,
daß du uns schenkst, was wir
brauchen:
Worte, die uns weiterhelfen; Vertrauen,
das uns mutig macht;
Liebe, die uns lieben läßt;
Hoffnung für unser Leben und für diese Welt.
Sei uns nahe in deiner Liebe und Wahrheit,
damit alles, was wir denken und tun,
Sinn gewinnt.
Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander:
* Stilles Gebet - Votum:
Lobe den Herrn, meine Seele,
und was in mir ist, seinen heiligen
Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiß nicht, was er dir
Gutes getan hat. Amen.
Nehmen Sie bitte wieder Platz, wir hören den Reutlinger Gospelchor
Die Gemeinde setzt sich.
* Reutlinger Gospelchor: Soon Ah Will Be Done
* Glaubensbekenntnis
Lassen Sie uns gemeinsam unseren christlichen Glauben bekennen mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses. Wir stehen dazu auf.
Die Gemeinde erhebt sich.
Ich glaube an Gott, den Vater, den
Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und
der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen
Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt,
gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den
Toten, aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen
Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten
die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die
heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung
der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige
Leben. Amen.
Wir wollen das nächste Lied auf unserem Liedblatt miteinander singen: "Laudato si".
Die Gemeinde setzt sich.
* Lied: Laudato si (EG 515, 1-3.5.6.9)
* Predigt
* Lied: Vater unser, Vater im Himmel (EG 188)
* Taufe
* Taufansage
Liebe Gemeinde,
für Katharina Zenth und Marcus
Aicher ist der Konfirmandenunterricht die Vorbereitung auf die Taufe gewesen.
Wir freuen uns mit ihnen, daß sie heute die Taufe empfangen. Die
Taufe ist das sichtbare Zeichen dafür, daß Gott sie in seine
Gemeinschaft aufgenommen hat und ihr Leben lang mit seiner Liebe begleitet
hat und auch weiterhin begleiten will.
Sie gehören zur Gemeinde Jesu
Christi und sind Glieder seiner Kirche.
* Deutung der Taufhandlung
Bei der Taufe sprechen wir über den Täuflingen den Namen des Dreieinigen Gottes aus. Wir bekunden damit: Gott, der Schöpfer und Herr unseres Lebens, will dem Getauften um Christi willen ein gnädiger Gott und Vater sein und ihm seinen heiligen Geist schenken, damit er durch den Glauben in seiner Gemeinschaft lebe.
Wir nehmen das Wasser zum Zeichen, daß der Getaufte durch Gott selbst neu geboren wird zu einem Leben, in dem keine Sünde und keine Schuld ihn mehr von Gott trennen kann.
Und wir legen dem Getauften die Hand auf zum Zeichen, daß Gott selbst ihn haben will für ein neues Leben in seiner Kirche und in seinem kommenden Reich.
* Tauffrage
Nun bitte ich euch, Katharina und Marcus, nach vorne zu kommen, um die Heilige Taufe zu empfangen. Die Taufzeugen, Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie alle, die dabei sein möchten, bitte ich, sich im Kreis um die Täuflinge aufzustellen.
Liebe Katharina Zenth, lieber Marcus Aicher. Ihr habt mit uns den christlichen Glauben bekannt. Von der Kirche berufen, frage ich euch vor Gott und dieser christlichen Gemeinde:
Wollt ihr auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden und mit uns Gemeinschaft halten an Gottes Wort und Sakrament? So antwortet: Ja, ich will!
Katharina und Marcus antworten: Ja, ich will!
Gott helfe euch, euer Ja mit eurem ganzen Leben zu bestätigen. Nun wollen wir zuerst Dich, Katharina, taufen.
* Taufhandlung
Zwei KonfirmandInnen halten
das Taufbecken, der Täufling kniet sich zur Taufe nieder. Ein Konfirmand
gießt das Wasser in das Taufbecken.
Der Pfarrer schöpft
mit der Hand dreimal Wasser aus dem Taufbecken, gießt es über
die Stirn des Täuflings und spricht dabei:
Katharina Zenth, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Der Pfarrer legt dem Getauften die rechte Hand auf. Dazu spricht er ein Segenswort.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit dir. Amen.
Der Täufling erhebt sich. Der Pfarrer reicht dem Getauften die Hand.
* Entzünden der Taufkerze
Christus spricht: Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Als sichtbares Zeichen dafür, daß Christus Dich in seine Nachfolge berufen hat, wird Jenny jetzt deine Taufkerze entzünden und sie dir überreichen. Danach erhältst Du von unserem Kirchengemeinderat, Herrn Willmann, Deinen Taufspruch, den Du Dir ausgesucht hast, und das Bronzekreuz zur Erinnerung an diesen Tag.
Ein Konfirmand entzündet die Taufkerze an einer Altarkerze. Dann erhält der Täufling vom Kirchengemeinderat seinen Taufspruch und das Kreuz:
Katharina, dein Taufspruch: Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
* Taufhandlung
Nun wollen wir Dich, Marcus Aicher, taufen.
Der Täufling kniet sich zur Taufe nieder. Der Pfarrer schöpft mit der Hand dreimal Wasser aus dem Taufbecken, gießt es über die Stirn des Täuflings und spricht dabei:
Marcus Aicher, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Der Pfarrer legt dem Getauften die rechte Hand auf. Dazu spricht er ein Segenswort.
Der Herr behüte dich vor allem Übel; er behüte deine Seele. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen.
Der Täufling erhebt sich. Der Pfarrer reicht dem Getauften die Hand.
* Entzünden der Taufkerze
Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben. Als sichtbares Zeichen dafür, daß Christus Dich in seine Nachfolge berufen hat, wird Michaela jetzt deine Taufkerze entzünden und sie dir überreichen. Danach erhältst Du auch deinen Taufspruch von Herrn Willmann und das Bronzekreuz zur Erinnerung an diesen Tag.
Ein Konfirmand entzündet die Taufkerze an einer Altarkerze. Dann erhält der Täufling vom Kirchengemeinderat seinen Taufspruch und das Kreuz:
Marcus, dein Taufspruch: Sage nicht, ich bin zu jung, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende. Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir, spricht der Herr.
Wir wollen das nächste Lied miteinander singen: Du hast mich, Herr, zu dir gerufen.
* Lied: Du hast mich, Herr, zu dir gerufen (EG 210, 1-5)
* Verpflichtung der Konfirmandinnen und Konfirmanden
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden!
Ihr seid auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft worden. Was Gott durch Jesus Christus an uns getan hat, das wurde euch in der Heiligen Taufe persönlich zugesprochen: ihr lebt unter Gottes väterlicher Führung und liebevoller Zuwendung und seid gerufen, Jesus Christus nachzufolgen. So glaubt es die ganze Christenheit auf Erden. So sagt es das Bekenntnis unserer Kirche. Damit haben wir uns im Konfirmandenunterricht beschäftigt. Ihr wißt also, was Gott euch geschenkt hat, was er euch anbietet und was er von euch erwartet.
Zusammen mit uns allen seid auch ihr gefragt, ob ihr im Glauben annehmen wollt, was Gott in der Taufe euch geschenkt hat, und als Getaufte zur Kirche und ihrem Herrn gehören wollt. Das ist eine sehr persönliche Frage, die jeder auch nur für sich persönlich beantworten kann. Zugleich ist es eine Frage, die sich nicht mit einem einmaligen "Ja" beantworten läßt. Deshalb gibt es bei der Konfirmation die Möglichkeit, vor der Einsegnung ein gemeinsames lautes "Ja" zu sprechen. Es gibt auch die Möglichkeit, - und dafür habt ihr euch entschlossen, als wir im Konfirmandenunterricht diesen Gottesdienst vorbereitet haben - daß die Konfirmanden an dieser Stelle kein lautes "Ja" sprechen. Ihr wollt mit dieser Entscheidung zum Ausdruck bringen, daß sich Christsein nicht mit einer einmaligen Antwort erledigt, sondern daß es eine lebenslange Sache ist, eine Aufgabe und zugleich ein Geschenk. Gott helfe euch, euer ganzes Leben allezeit danach auszurichten.
Wir erheben uns und beten für unsere Konfirmanden:
Die Gemeinde erhebt sich.
Herr, unser guter Gott !
Wir danken dir von ganzem Herzen dafür,
daß du nicht aufhörst, unter uns lebendig zu sein und in uns
zu leben als die Kraft, die aus der Liebe kommt. Wir danken dir für
alles, was Menschen aus dem Geist der Liebe heraus tun.
Wir bitten dich: Begleite unsere Konfirmandinnen
und Konfirmanden auf ihrem Lebensweg und schenke ihnen in allen ihren Erfahrungen
Freude an ihrem Leben und Vertrauen in ihre Zukunft. Führe immer wieder
Menschen in ihre Nähe, die ihnen Aufmerksamkeit, Vertrauen und Liebe
schenken und sie nicht enttäuschen. Amen.
Nehmen Sie bitte wieder Platz.
Die Gemeinde setzt sich.
* Einsegnung und Übergabe der Denksprüche
Wir kommen jetzt zur Einsegnung der Konfirmanden. Nach der Einsegnung erhalten sie von Herrn Willmann als Vertreter des Kirchengemeinderats ihren Denkspruch, den sie sich im Unterricht ausgesucht haben, und das Bronzekreuz zur Erinnerung an diesen Tag.
Liebe Konfirmanden! Weil Gottes Zuwendung jedem und jeder einzelnen gilt, darum tretet nun vor den Altar, damit Ihr den Segen Gottes empfangt.
Willmann:
Anja, dein Spruch: Wie köstlich ist dein Güte, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben.
Stefanie, dein Konfirmationsspruch: Fröhlich laß sein in dir, die deinen Namen lieben.
Willmann:
Jennifer, dein Konfirmationsspruch: Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Michaela, dein Spruch: Laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Daniela, dein Spruch: Lasset uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Willmann:
Sina, dein Konfirmationsspruch: Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.
Sarah, dein Konfirmationsspruch: Das Reich Gottes ist nicht essen und trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude.
Jasmin: Alle eure Dinge laßt in der Liebe geschehen.
Willmann:
Dennis, dein Konfirmationsspruch: So spricht der Herr, ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.
Holger, dein Konfirmationsspruch: Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, darum fürchten wir uns nicht.
Willmann:
Alexander, dein Konfirmationsspruch: Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis.
Und Christoph, dein Konfirmationsspruch: Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott in ihm.
* Grußwort des Kirchengemeinderats
Nun wird euch als Vertreterin des Kirchengemeinderats Frau Tews ein Grußwort sagen.
Tews:
Liebe Neukonfirmierte,
ich möchte euch recht herzlich im Namen des Kirchengemeinderats, im Namen der ganzen Gemeinde begrüßen. Heute ist euer großer Tag. Ihr habt euch darauf vorbereitet, habt euch ernsthaft Gedanken gemacht, was das überhaupt sein soll - Christsein, Glaube an Gott. Und jetzt wollt ihr also ernst machen, wollt ganz bewußt Christ, Christin sein. Ich beglückwünsche euch herzlich zu eurer eigenen Entscheidung. Eigene Entscheidungen treffen, das ist ja wirklich eine ganz persönliche Sache. Es ist ein ganz großes Stück Erwachsensein, ein ganz großes Stück Freiheit. Die ersten Schritte sind schon getan auf eurem Lebens- und Glaubensweg. Jetzt gilt es weitergehen. Ich wünsche Euch und uns, daß dieser Tag kein Schlußpunkt wird in der Verbindung zur Gemeinde. Ich wünsche Euch den langen Atem, wenn's mal nicht so toll ist. Der Weg schafft Gemeinschaft mit denen, die auch unterwegs sind, die zupacken, wenn ihr stolpert, euch aufhelfen, wenn ihr fallt, die euch an das Ziel erinnern, wenn ihr es aus den Augen verliert, die euch trösten, wenn ihr traurig seid. Dazu ist Kirche da, dazu sind wir da.
Wir, die wir schon länger dabei sind, wir brauchen euch. Wir würden uns freuen, wenn wir eure Gesichter weiterhin sehen könnten. Sei es beim Gottesdienst, in der Jugendgruppe, vielleicht sogar auch als Kinderkirchhelfer oder -helferin, oder Jungscharleiter, -leiterin, wär schon toll. Bei unseren Gemeindefesten, beim Gottesdienst sonntags miteinander glauben lernen, auf den hinwachsen, der gesagt hat: "Ich bin der Weg" und "Ich bin bei euch bis ans Ende der Tage".
Einen schönen Konfirmationstag wünsche ich euch noch.
* Dank an die Eltern
Katharina:
Also Herr Wagner, wir haben uns spontan entschlossen, uns auch bei Ihnen zu bedanken, für...
Daniela:
...für das Jahr, das Sie mit uns geteilt haben, auch wenn's nicht immer besonders leicht war.
Katharina:
Jetzt aber zu Euch, liebe Eltern! Wir möchten Euch für Eure Liebe und Unterstützung, die Ihr uns täglich gebt, bedanken.
Daniela:
Als Zeichen dafür überreichen wir Euch jetzt diese Rosen, während wir das nächste Lied singen.
* Lied: Komm, sag es allen weiter (EG 225, 1-3)
* Wort zum Abendmahl
Wir wollen nun miteinander Abendmahl feiern. Dazu seid Ihr, die Neukonfirmierten, eingeladen. Dazu sind nach evangelischem Verständnis auch alle Christen eingeladen, gleich welcher Kirche oder Konfession sie angehören. Denn wenn wir Abendmahl feiern, dann lädt nicht die Jubilategemeinde oder die evangelische Kirche ein. Es ist Jesus Christus selbst, der uns an seinen Tisch einlädt und uns zusammenschließt als seine Gemeinde.
* Sündenbekenntnis
Der Evangelist Johannes schreibt: Wenn wir sagen: wir haben keine Schuld, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Schuld bekennen, ist Gott treu und gerecht und vergibt uns.
So laßt uns aufstehn und vor Gott unsere Schuld bekennen:
Die Gemeinde erhebt sich.
Gott, unser Vater,
Deiner Liebe verdanken wir unser Leben.
Deiner Vergebung verdanken wir unsere
Freiheit.
Deiner Geduld verdanken wir unseren
Glauben.
Doch nun stehen wir heute vor Dir
und erkennen:
Wir haben Deine Geduld mißbraucht,
wir haben Deine Vergebung nicht gesucht,
wir haben Deine Liebe vergessen.
In der Stille wollen wir vor dich
bringen, was uns bewegt und bedrückt,
wo wir an dir und an unseren Mitmenschen
schuldig geworden sind.
Wir bitten dich: Schenke uns neu Deine
Liebe und Deine Vergebung,
damit wir mit dir und miteinander
leben können.
Ist dies auch euer Gebet, so stimmt mit ein in das Lied: Christe du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser.
* Abendmahlsbitte: Christe, du Lamm Gottes (EG 190.2)
* Zuspruch der Vergebung
Freut euch! Der allmächtige Gott hat sich über euch erbarmt und vergibt euch alle eure Schuld. Was gewesen ist, braucht euch nicht mehr beschweren. Was kommt, braucht euch nicht schrecken. Gottes Gnade ist unseres Lebens Freude und Kraft. Amen.
Nehmen Sie bitte wieder Platz, wir hören den Reutlinger Gospelchor.
Die Gemeinde setzt sich.
* Reutlinger Gospelchor: Let Us Break Bread Together On Our Knees
* Einsetzungsworte
Wir essen und trinken, um zu leben.
Aber Leben ist mehr als Essen und
Trinken. Leben erfüllt sich in Liebe.
Im Abendmahl nehmen wir das Wort in
uns auf,
das diese Liebe unter uns weckt.
Es bringt uns zu Menschen, die uns
nahe sind,
und zu solchen, die uns fern und fremd
sind.
Wir nehmen und wir geben, was wir
brauchen, um menschlich zu bleiben.
Wo das geschieht, zeigt sich ein kleines
Stück Himmel auf Erden
- Reich Gottes.
So wie damals, in der Nacht, als Jesus
verraten wurde
und mit seinen Jüngern zu Tisch
saß.
Da nahm er das Brot, sagte Dank und
brach's,
gab's seinen Jüngern und sprach:
Nehmt hin und eßt, das ist mein
Leib, der für euch gegeben wird.
Das tut zu meinem Gedächtnis.
Ebenso nach dem Mahl nahm er den Kelch,
sagte Dank,
gab ihnen den und sprach:
Trinkt alle daraus, das ist mein Blut
des Neuen Bundes,
das für euch und für alle
vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Das tut zu meinem Gedächtnis.
* Einladung und Austeilung
Wir feiern nun miteinander das Abendmahl.
Zuerst werden unsere Neukonfirmierten nach vorne kommen. Dann bitte ich
Sie, sich in Gruppen im großen Halbkreis um den Altar aufzustellen.
Wir beginnen auf der linken Seite, dann die mittleren Bankreihen und zum
Schluß die rechte Seite.
Wir feiern das Abendmahl mit Brot,
Wein und Traubensaft. Das heißt, ich werde immer die Becher mit Traubensaft
austeilen, während Frau Tews und Herr Willmann Becher mit Wein austeilen.
Sie können also selbst entscheiden, ob Sie lieber beim Wein oder beim
Saft zugreifen.
Bevor Sie wieder auf ihre Plätze
zurückgehen, können Sie sich als Zeichen der Gemeinschaft und
des Friedens die Hand reichen und ein Segenswort sagen, z.B. "Friede sei
mit dir!"
Wenn Sie heute nicht am Abendmahl
teilnehmen wollen oder können, bleiben Sie einfach auf ihren Plätzen
sitzen.
Und nun kommt, denn es ist alles bereit! Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.
Bei der Austeilung werden an jede Gruppe zuvor die Spendeworte gesprochen:
Nehmt und eßt vom Brot des Lebens!
Nehmt und trinkt vom Kelch des Heils!
Während der Austeilung wird jedem Einzelnen zugesprochen:
Das Brot des Lebens!
Der Kelch des Heils!
Die einzelnen Gruppen werden an ihre Plätze entlassen mit einem Schriftwort und mit:
Reicht einander die Hand als Zeichen der Gemeinschaft. Geht hin im Frieden!
Die Gemeinde erhebt sich.
* Dankpsalm
Ich bitte die Konfirmandeneltern, die das Fürbittengebet sprechen werden, nach vorne zu kommen. Zwischen den einzelnen Fürbitten singen wir gemeinsam: Herr, erbarme dich.
Wir wollen Gott für seine Gabe danken, indem wir im Wechsel den 103. Psalm sprechen:
Pfarrer: Lobe
den Herrn, meine Seele,
Gemeinde: und
was in mir ist, seinen heiligen Namen.
Pfarrer: Lobe
den Herrn, meine Seele,
Gemeinde: und
vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat!
Pfarrer: Der
dir alle deine Sünde vergibt
Gemeinde: und
heilet alle deine Gebrechen.
Pfarrer: Der
dein Leben vom Verderben erlöst,
Gemeinde: der
dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.
* Fürbittengebet durch Konfirmandeneltern
Frau Renovanz:
Vater im Himmel,
Unsere Kinder sind keine Kinder mehr,
sie werden erwachsen und gehen immer
mehr ihre eigenen Wege.
Sie haben ihre Träume vom Erwachsenen-Leben.
Sie wollen und müssen manches
ausprobieren,
was wir Erwachsene ihnen vormachen.
Sie sind aber auch Einflüssen
ausgesetzt, die ihnen nicht guttun.
Dann brauchen sie einen festen Halt.
Sie brauchen verlässliche Freunde
und Freundinnen.
Manche unserer Konfirmierten
müssen sich schon bald für
einen Beruf entscheiden.
Dazu brauchen sie Geduld und Begleitung.
Gib du. Gott. daß sie einen
festen Platz in der Gesellschaft finden,
wo sie mit ihren Begabungen gefragt
und mit ihren Schwächen angenommen
sind.
Wir bitten dich.......
Herr, erbarme dich (EG 178.10)
Herr Zenth:
Unsere Kinder sind keine Kinder mehr,
wir Eltern müssen sie immer mehr
loslassen.
Das macht uns auch Angst:
Werden sie spuren, was für sie
gut ist, wenn Einflüsse sie locken?
Werden sie für sich entscheiden
können, wenn es nötig ist?
Gib uns Erwachsenen Geduld und laß
uns spüren, wann sie uns brauchen.
Wir wollen für sie da sein, auch
wenn sie uns enttäuscht haben.
Wir wollen, daß sie selbständig,
aber nicht rücksichtslos werden.
Gib du, Gott, uns Erwachsenen ein
feines Fingerspitzengefühl,
wenn unsere Jugendlichen uns brauchen.
Gib uns ein festes Herz, in dem Platz
ist für ihre Ideen und Pläne.
Laß uns offen sein, Gott, für
ihre Kritik
und dem Streit nicht ausweichen.
Wir bitten dich........
Herr, erbarme dich (EG 178.10)
Herr Kuhr:
Unsere Kinder sind keine Kinder mehr.
Wir freuen uns, wenn sie die Zukunft
gestalten.
Doch nicht überall auf der Welt
haben Kinder dieses Recht.
Vielen Kindern auf unserer Erde fehlen
die Eltern,
unzählige müssen verzichten
auf Bildung, auf Essen und ein Dach
über dem Kopf.
Immer noch sind die Voraussetzungen
zu einem menschenwürdigen Leben
ungerecht verteilt.
Gott, lenke du unseren Blick über
die Grenzen unserer Stadt hinaus
und mache uns neu bewußt,
daß alle Kinder auf der Welt
die Zukunft von morgen sind!
Wir bitten dich..........
Herr, erbarme dich (EG 178.10)
Frau Renovanz:
Wir beten gemeinsam das Gebet, das Jesus Christus uns gelehrt hat:
* Vaterunser
Vater unser im Himmel! Geheiligt werde
dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns
heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie
auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Die Gemeinde setzt sich.
* Lied: Danke für diesen guten Morgen (EG 334, 1.2.5.6)
* Bekanntgaben (KGR Willmann)
Wir bitten Sie noch um Aufmerksamkeit für einige Bekanntmachungen:
* Reutlinger Gospelchor: Free At Last
* Segen
Wir sind am Ende eines langen Gottesdienstes angekommen. Ich will all denen danken, die diesen Gottesdienst möglich gemacht haben und daran mitgewirkt haben, unserer Pfarramtssekretärin Frau Lutz, unserem Meßner, Herrn Schumacher, Herrn Aicheler, der heute Orgel gespielt hat, dem Reutlinger Gospelchor, Regine Katz, Markus Schaupp und Miriam Renovanz, die bei der Predigt mitgewirkt haben, Alexx von Megaherz, der den Predigttext geschrieben hat, Frau Renovanz, Herrn Zenth, Herrn Kuhr und nicht zuletzt Euch, den Neukonfirmierten, denn ohne Euch wäre dieser Gottesdienst sowieso nicht zustande gekommen.
Eigentlich wollte ich meinen Dank an Euch auch mit einem kleinen Geschenk zum Ausdruck bringen, aber es ist leider nicht angekommen, deshalb müssen wir das verschieben. Heute kann ich Euch nur mit Worten danken für eine sehr interessante Konfirmandenzeit, mit Mittwochnachmittagen, die manchmal nervig sein konnten, oft aber sehr spannend und jedenfalls nie langweilig.
Diese Zeit ist nun zu Ende. Mit dem heutigen Tag seid ihr vollwertige Glieder unserer Kirche und Gemeinde. Ihr seid zum Patenamt zugelassen, bei den nächsten Wahlen dürft ihr den Kirchengemeinderat und die Synode wählen. Ihr dürft Euch natürlich auch aktiv in unserer Gemeinde einbringen, einige von Euch haben das ja auch bisher schon gemacht. Andere werden sich jetzt auch wieder verabschieden, weil sie anderswo engagiert sind, oder - wie manche auf dem Auswertungsbogen letzten Mittwoch angekreuzt haben, erst einmal eine kleine Pause von der Kirche einlegen wollen. Auch das ist Euer gutes Recht.
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir uns alle zu unserem Nachtreffen am Mittwoch nach den Pfingstferien noch einmal wiedersehen werden.
Jetzt wünsche ich Euch, Euren Familien und Euren Gästen noch ein schönes Konfirmationsfest.
Empfangt den Segen des Herrn:
Die Gemeinde erhebt sich.
Der Herr segne euch und behüte
euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten
über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf
euch und gebe euch Frieden.
* Gemeinde: Dreifaches Amen
* Nachspiel und Auszug der Neukonfirmierten
Es gilt das gesprochene Wort