Biographie



Die Gruppe JAG PANZER aus Colorado, U.S.A, gehört zu den dienstältesten und sagenumwobensten Metalbands überhaupt. Ein schier unerschöpflich originell-kreatives Potential und der Drang nach absoluter Perfektion bescheren der Band trotz zeitlich großer Veröffentlichungslücken bis heute absoluten KULTSTATUS.

1981-82

Mark Briody (guit.), John Tetley (bass), Rick Hilyard (drums) und Harry Conklin (voc.) gründen zunächst unter dem Namen "TYRANTS" eine musikalische Verbindung, die - ihrer Zeit voraus - keine Vergleiche kennt. Erste Studioaufnahmen entstanden; die Songs sind vielseitig, teils boogieorientiert, teils pompös balladesk aber klar richtungsweisend in die metallische Zukunft der nächsten Jahrzehnte. Lokake Liveauftritte und eine energiegeladene Show bescheren bald ein wachsendes Fanpublikum.

1983

Nach dem deutschen Kettenfahrzeug benannt, dem "Jagdpanzer", der im 2. Weltkrieg seine Feinde durch Überraschung und Flexibilität eliminierte, nahm man (der leichteren amerikanischen Aussprache wegen das "d" weglassend) unter dem Namen JAG PANZER für Azra-Records die erste (zunächst unbenannte) EP auf, die (von den Fans "Tyrant´s-EP getauft) in der Picture- oder Shape-Version heute nicht selten für dreistellige Beträge den Liebhaber wechselt.

1984

Mit dem Gitarrentalent Joey Tafolla als Verstärkung und durch fanatische Reaktionen aus Europa bestärkt (trotz hoher Importpreise der EP) produziert die Band ihre erste LP "Ample Destruction", die bis heute als Powermetaljuwel erster Güteklasse und Meilenstein ihres Genres gilt und von Kritikern untterschiedlichster Nationalitäten nur in den höchsten Tönen gelobt wurde. Das enorme musikalische Potential der Band, das neue Akzente setzende, von "ausdrucksstark-kraftvoll-schnell" bis "klassisch-bombastisch" reichende Songwriting mit dem glockenhellen Gesang von Frontmann Harry "the Tyrant" sorgen für weltweites Aufsehen.

1985

Drummer Rick verläßt die Band, für den Reinhold "Butch" Carlson einspringt und an dem nicht minder interessanten, vor Ideen und Spielfreude nur so strotzenden, legendären Demoband "Shadow Thief" mitwirkt. Wenig später verlassen Gitarrist Joey Tafolla (zu Gunsten seiner Solokarriere) und Sänger Harry (ging 1989 zu TITAN FORCE) die Band wieder und auch Drummer "Butch".

1987

Die Band findet in Drummer Rikard Stjernquist einen Ausnahmeschlagzeuger (mit Wikingerblut in den Adern) und nimmt mit Sessiongitarrist Christian Lasaque und Sänger Bob Parduba das melodiöse "Chain of Command"-Demo auf, das als Zeugnis einer weiteren Schaffensperiode gilt.

1993

Der langjährige Freund und Gitarrist Chris Kostka steigt fest in die Band ein und nach langer Suche nach einem Vokalisten stößt die Band schließlich auf Daniel J. Conca (ex-GOTHIC SHOCK). Mit ihm ist die Band erstmals wieder beständig komplett und nimmt in diesem Jahr drei Demos auf, deren Songs aufgrund vielseitiger neuer Ideen, moderner Einflüsse und seines extravaganten Gesangsstils mit nichts vergleichbar ist, was JAG PANZER vorher gemacht haben.

1994

Die Single "Jeffrey" und das Album "Dissident Alliance" werden veröffentlicht, was der Band einige neue, junge Fans dazu beschert. In einer 8-tägigen Tournee quer durch Deutschland mit MASSACRA und OVERKILL zeigen JAG PANZER, daß sie auch live noch einiges auf dem Kasten haben. Obwohl die Band für das zweite Album und ihre Liveshows durchweg gute Kritiken bekommt, gibt es doch eine beträchtliche Zahl alter Fans, die mit dem neuen Stil der Band wenig anfangen können.

1996

Daniel J. Conca verläßt die Band überraschend, worauf man sich wieder Altstar Harry "The Tyrant" Conklin an Bord holt und das 3-Track-Demo "The Return" einspielt. Eine kleine Sensation war perfekt und die Fachpresse schreibt von der "Reunion des Jahres" im Powermetalbereich. Das Demo macht schnell klar, warum: die Stücke "Future Shock" und "Ready To Strike" haben wieder diese einmalige Mischung aus harten Riffs, klasse Songstrukturen, Harry´s unnachahmlichen Gesang und genialen Refrains, welche JAG PANZER einst den kultigen Status verschaffte.

1997

JAG PANZER unterschreiben einen weltweiten Plattenvertrag bei CENTURY MEDIA und nehmen im Juli und Juli unter der Leitung von Jim Morris (MORRISSOUND) persönlich und wieder unter der Mitwirkung von Gitarrenhexer Joey Tafolla das Album auf, das bereits im Vorfeld als DAS Nachfolgealbum im "fast original line up" der bis dahin nie wieder erreichten "Ample Destruction " Aera galt: "The fourth judgement" ! Doch das Album geht noch weiter: Nicht nur, das der bombastische Sound jede vorangegangene Produktion der Band übertrifft, nicht nur, das vom Speedkracher ("Tyranny") bis zur Ballade ("Judgement Day") KEINE WÜNSCHE OFFEN BLEIBEN, nein - die Band mischt zeitlosen Powermetal ("Despair") mit modernen Einflüssen der 90er ("Black") und liefert einen neuen musikalischen Meilenstein höchster Perfektion ab. Die im September durchgeführte Tournee mit HAMMERFALL und GAMMA RAY war klar eine der spektakulärsten Ereignisse des Jahres in diesem Bereich.

1998

Für den mit seiner Solokarriere sehr beschäftigten Joey Tafolla kommt Tourguitarist Chris Broderick zur Band. Wieder unter der Leitung von Jim Morris nehmen JAG PANZER im MORRISSOUND - Studio in Florida das nächste Studioalbum auf: "The age of mastery". Was viele nicht geglaubt und viele innig gehofft haben, wird Wirklichkeit: die Band schafft es, den hohen Standard des Vorgängeralbums mühelos zu halten. Mit "Lustful and free", "Viper", "Chain of command", "Take this pain away" und "Burning heart" sind zum einen 6 frische Versionen alter Demoklassiker erstmals offiziell auf einer CD erhältlich, ohne Zweifel ausnahmlos die besten Stücke aus dem Backprogramm der Band. Zum anderen befinden sich mit "Iron Eagle", "Twilight Years", "False messiah", "The age of mastery", "Displacement" und "The moors" 6 brandneue Songs allererster Güte auf dem aktuellen Longplayer, der zeigt das die songschreiberischen Talente der Band nicht nur in der Vergangenheit vorhanden waren. Alle Merkmale, die von je her Marken zeichen für den Sound von JAG PANZER waren, kommen auch wieder auf "The age of mastery" voll zur Geltung, was wieder nur eine einzige Aussage zulässt: THIS IS POWERMETAL AT IT´S VERY BEST !!

Peter Leis