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1. Willkommen und Eröffnung
Ulrike Wahl (av Fager) hieß alle Anwesenden auf dem Treffen willkommen.
2. Neuigkeiten über die X-Farben
Jette Eva Madsen (Felis Jubatus) begann Ihren Vortrag mit den Worten, daß sie eigentlich die falsche ist, um über die x-Farben zu sprechen, da Sie diese niemals gezüchtet hat.
Sie sagte, daß eine Testverpaarung zwischen einer Somali und einer x-farbenen Norwegischen Waldkatze zwei Kitten hervorbrachte: eines schwarz ticked tabby und eines blau ticked tabby. Dieses zeige, daß die x-Farben nicht das sein können, wofür Sie gehalten werden, nämlich cinnamon und fawn. Sie sagte weiterhin, daß diese Verpaarung überhaupt nicht geholfen hat, Fragen zu beantworten, im Gegenteil sogar weitere unbeantwortete Fragen aufwirft. Da die Farben nicht cinnamon und fawn sind, müssen wir nun herausfinden, mit welchen Farben wir tatsächlich zu tun haben. Sie fuhr fort, daß Züchter aus Norwegen kürzlich einen chocolate/ weiß Kitten nach Dänemark exportiert haben. Dieses Kitten kommt aus einem anderen Linien, als der der eigentlichen ‘x-farbenen' Tieren. Sie erwähnte,daß diese nach chocolate aussehenden Farben auch von Burmas kommen könnte, aber Testverpaarungen sehr unwahrscheinlich in Dänemark gemacht werden können, da diese Linie nicht sehr oft in Dänemark vorkommt. Jette sagte, daß vor uns noch sehr viel Arbeit liegt, um die Herkunft der X-Farben endgültig zu klären.
Renée Weissenbach (Titran´s) bemerkte, daß es nun die Möglichkeit geben soll, über DNS Analysen von Blut- und Haarproben, die in die USA geschickt worden sind, den genetischen Code herauszufinden.
Arek Skrzypczak (Snowlovers) fragte, warum keine weiteren Testverpaarungen in der FIFe gemacht wurden.
Jette Eva Madsen erinnerte Ihn daran, daß Testverpaarungen sehr teuer seien, weil die Katze nicht mehr für die eigene Zucht eingesetzt werden kann, solange sie Kittens hat, die alle Liebhabertiere sind. Ebenso müßten ja die Deckgebühren bezahlt werden, und so weiter. Wer soll diese Kosten übernehmen?
Ulrike Wahl wollte wissen, wann die Proben in die USA geschickt worden sind ( Renée antwortete ‘Vor sechs Monaten'), und warum es in der Zwischenzeit keine Ergebnisse gibt. Sie wunderte sich warum das alles so lange dauert.
Jette Eva Madsen hob hervor, daß es sehr wichtig ist herauszufinden, was diese Farben eigentlich sind.
Jemand fragte, wer das alles finanziert?
Monika Adolfson (Moa´s) sagte, daß der Schwedische Skogkatt Ring einige der Kosten übernimmt.
Jette Eva Madsen sagte, daß es in der Tat sehr teuer sei, mehr über die X-Farben herauszufinden, daß es aber in erster Linie die Aufgabe derer Züchter ist, die mit diesen Farben arbeiten. Aber natürlich sei es auch in unser aller Interesse mehr darüber zu wissen, und die Züchter sollten auch in diesem Punkt unterstützt werden.
3. Statistiken der Ausstellungsergebnisse der NFO (Arek Skrzypczak)
Arek teilte Statistiken aus, die er aus über 35 Ausstellungen sammelte, also sind diese Zahlen doch sehr repräsentativ.
Die Statistiken zeigen, daß im Vegleich mit anderen verglichen mit anderen Halblanghaarrassen, die NFO nicht unbedingt von den Ausstellungen genauso gut ausgeht. Leider war die Weltausstellung das beste Beleg für diese Zahlen, da es keinen NFO Weltsieger gab, und von 66 Stimmen in der Best In Show nur EINE EINZIGE auf einen Norweger fiel.
Arek wollte von den Teilnehmern wissen, warum das so sei, und was man machen könne, um diese Situation zu ändern.
Annika (Zygots) sagte, daß in Ihren Augen es zu viele Typen von Norwegischen Waldkatzen gäbe, und daß einige mit anderen Rassen verwechselt werden, weil der Standard nicht so klar definiert ist, wie bei anderen Rassen, z.B. MCO oder Birma.
Barbro (Rockringens) sagte, daß es zwei verschiedene Typen von NFO gibt.
Arek antwortete, daß da dies auch in anderen Rassen der Fall sei, kann es nicht der richtigen Grund sein.
Annika sagte, daß heutzutage NFO´s mit Türkisch Angora´s verwechselt werden können.
Arek war der Meinung, daß Punkte öfter enthalten werden sollten, und daß Richter ruhig strenger sein sollten; nur so könnte die Qualität der Katzen verbessert werden.
Jette Eva Madsen sagte, daß in den Augen der Richter, die NFO immer noch eine Landkatze bzw. eine ‘Hauskatze' sei. Deswegen seien Richter nicht so sehr an dieser Rasse interessiert.
Annika sagte, daß wir Züchter so fleißig wie möglich daran arbeiten sollten, die NFO als eine harmonische Rasse darzustellen, anstatt gegen einander zu arbeiten.
Jemand sagte, daß jeder Züchter selbst dafür verantwortlich ist, Katzen in schlechter Kondition nicht auszustellen.Barbro sagte, daß in Schweden Züchter oft Katzen für die Zucht verkaufen, die eigentlich besser als Liebhabertiere plaziert sein sollten, da die Preise für Zuchtkatzen höher sind. Sie glaubt es würde helfen, wenn es einen einheitlichen Preis für alle Katzen geben würde. Dann wären Züchter nicht so sehr danach, Katzen in die Zucht zu verkaufen.
Jens Jensen sagte, daß die Vorbereitung auf eine Ausstellung sehr wichtig sei, und daß es vielleicht daran liege, daß viele NFOs schlecht vorbereitet sind.
Jette Eva Madsen stimmte dem zu, viele NFO´s gehen mit dreckigen Pfoten, altem, totem Haar usw. zur Ausstellung. Aus Ihrer Erfahrung sagte Sie, daß auf Ihre Bemerkungen, daß eine Katze schlecht gepflegt sei, Sie die Antwort bekäme, daß es eine Naturrasse ist. Sie findet es notwendig, die Katze entsprechend vorzubereiten, natürlich nur soweit, wie es für die Katze gesund ist.
Ein Herr aus Spanien: Er sagte, daß viele Züchter sich auf den Kopf der NFO konzentrieren, aber je länger der Kopf werde, desto schwächer sei das Kinn. Auf dem Seminar in Hörby vor zwei Jahren haben alle Beteiligten an dem neuen Standard zusammengearbeitet. Dort wurde erwähnt, daß es sehr wichtig sei, an der Größe der Katzen und an der Fellqualität zu arbeiten, und sich nicht nur auf den Kopf zu konzentrieren. Zusammenfassend meinte er,daß sich seit diesem Seminar nichts an dem geändert hat, was dort besprochen wurde.
Renée Weissenbach antwortete, daß die Richter unterschiedliche Meinungen darüber haben, wie der NFO aussehen sollte. Manche wollen einen langen Kopf, andere wiederum wollen viel Fell, so daß eine Katze die an einem Tag Best in Show macht, am anderen Tag bei einem anderen Richter Probleme hat, Ihren Punkt zu bekommen. Und mit Richtern, die so unterschiedliche Norwegische Waldkatzen wollen, ist es schwer, Katzen zu züchten, die auf Ausstellungen gewinnen.
Jette Eva Madsen sagte, daß sie zwei Gruppen von Richtern beobachtet hat: die von dem Nord und die von Südeuropa. Da der Trend in Nordeuropa sich ein wenig ändert hat, was die Länge des Kopfes angeht, sagte sie, daß die Richter in Südeuropa immer noch den längeren Kopf favorisieren. Sie hat festgestellt, daß sich das alles ein paar Jahre wiederholt. Die Richter aus den südlichen Teilen Europas sind immer ein wenig hinterher, da sie kaum nach Nordeuropa zum Richten eingeladen werden, und umgekehrt, da die Kosten für die Clubs zu hoch sind, und diese oft denken, daß die Richter die falschen Katzen nominieren bzw. in der BIS dafür stimmen.
Renée Weissenbach fragte Arek, ob er Statistiken gemacht hat, darüber welche Rasse ein Richter züchtet, und welche er für die Nomination favorisiert. Sie sagte, daß ein Richter, welcher MCO oder SBI züchtet, vielleicht auch diese für die Nomination favorisiert.
Jette Eva Madsen antwortete, daß Sie sich dieses schon vor ein paar Jahren gefragt hat, sie aber zum Schluss kam, daß viele Richter NFO`s züchten. Sie glaubt, daß dies ein Grund sein könnte, weshalb viele Richter so streng mit Norwegischen Waldkatzen sind, die Sie auf einer Ausstellung sehen. Sie stellte fest, daß Richter, die selbst Norwegische Waldkatzen züchten, eher andere Rassen nominieren. Dies könnte sein, weil die Richter die Rasse gut kennen, und mehr wählerisch sind. Oder sie mögen die Linie nicht, aus welcher die Katze kommt, oder sogar persönliche Gründe haben, da Sie den Besitzer oder Züchter der Katze nicht mögen.
Richard Herrmann (Sweesons) wollte wissen, ob die Richter jemals Seminäre besuchen?
Jette Eva Madsen antwortete, daß die Seminare alle auf freiwilliger Basis sind und daß diese oft von schlechter Qualität sind, da sie von Personen gehalten werden, die nicht ausgebildet sind, andere zu trainieren. Ein Herr aus Spanien lud alle interessierten ein, ein zwei Tage Seminar in Spanien dieses Jahr zu besuchen. Unter anderem sollen dort Alva Uddin und Raymond Saetre das Seminar beiwohnen.
4. Skogkatt of the Year
Sandro Chiavuzzo (Knickerbockers) gab eine kurze Zusammenfassung über den diesjährigen Skogkatt of the Year Wettbewerb. Er sagte, daß die Urkunden in Kürze an den Gewinnern verschickt werden.
Insgesamt waren 139 Katzen am Wettbewerb angemeldet, 20 % mehr als im Vorjahr. Sandro erklärte, daß der Wettbewerb nur einen Überblick geben soll, welche Katzen gut auf Ausstellungen waren.
Er fuhr fort, indem er sagte, daß es sehr viele Beschwerden gab, da doch einige Anmeldungen nach dem Meldeschluß eingesandt wurden. Manche Katzen wären locker in den jeweiligen TOP 20 drin gewesen, aber Ihre Anmeldungen konnten nicht akzeptiert werden, da Sie nach dem Meldeschluß eingesandt wurden. Er hörte auch, daß viele sich darüber beschwert haben, daß der Anmeldeschluss nun früher war. Er wies jedoch darauf hin, daß immer noch genügend Zeit sei, seit Ende Dezember die Anmeldungen abzuschicken.
Er wies auch darauf hin künftig Anmeldungen die mehrere Seiten umfassen nicht mehr per Fax zu schicken, sondern per normaler Post.
5. Offene Diskussion
Monika Adolfson fragte nach der Gesundheit der Norwegischen Waldkatzen, und ob es irgendwelche auffälligen Krankheiten in anderen Ländern gab.
Jette Eva Madsen antwortete, daß sie von nichts besonderem gehört habe.
Sarah Piney- Runzis (av Skara Brae) hat von PKD bei der Norwegischen Waldkatze gehört. In den USA sind NFO's dafür getestet worden - importierte Tiere sowie welche, die in den USA geboren worden sind.
Jette Eva Madsen sagte, daß bisher in Dänemark nur MCO getestet wurden, und daß PKD ein doch recht großes Problem bei den Maine Coon sei.
Jemand sagte, daß auf einer Ausstellung in Frankreich es kostenlose PKD Tests geben soll, und daß die Ergebnisse an Paula Swepston weitergeleitet werden.
[Bemerkung von Paula: bis jetzt hat mir niemand Bescheid gegeben über diese Reultate! 24.02.02]Richard Herrmann wollte wissen, warum nur nach PKD getestet wird, wo es doch viele andere Krankheiten gibt, auf die man testen könnte, und warum überhaupt so viel getestet werden soll.
Ulrike Wahl antwortete, daß man mit einer Krankheit anfangen müsse.
Martin Kristensen (Danish Design) sagte, daß man nur auf solche Krankheiten testen kann, von denen man weiß, daß sie existieren.
Eine Frau aus Großbritannien wollte wissen, wie häufig NFO auf Blutgruppen A und B getestet werden, da dies ein großes Problem z.B. bei der Birma ist.
Jette Eva Madsen antwortete, daß dies auch ein großes Problem bei der Britisch Kurzhaar ist. Die Norwegische Waldkatzen haben aber zu 99,9 % Blutgruppe A, also sei dies kein Problem für die Norweger.
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Jemand sagte, daß die Ergebnisse von PKD Test bald in der Schweiz im Stammbaum stehen sollen.
Margarethe Leleithner (Av Trollsfjord) machte auf die neuen Gesetze und Ihre Auswirkungen auf Züchter und Aussteller in ganz Europa aufmerksam. Sie sagte, daß um das in Kraft treten dieser Gesetze zu verhindern, alle Klubs anfangen müssen, zusammenzuarbeiten, dies aber nicht einfach wird, da in Deutschland es nicht nur den 1. DEKZV e.V (FIFé) gibt, sondern auch ca. 56 Unabhängige Klubs. Sie sagte, daß jeder einzelne Züchter dazu aufgerufen ist, seinen Klub mit wichtigen Informationen zu beliefern, z.B. mit Statistiken über die Taubheit bei weißen Katzen usw.
5. Schluß
Jette Eva Madsen beendete das Treffen mit den Worten, daß der Song ‘We are the Champions', der nach jeder BIS gespielt wurde, sie traurig machte, da er sie daran erinnert hat, daß vor 10 Jahren Flatland´s Bjørnstierne es als erste Norwegische Waldkatze geschafft hat, Weltsieger zu werden. Sie fuhr fort, daß am Samstag vor zwei Wochen Bjørnstierne gestorben ist. Er ist in Stammbäumen von vielen unseren Katzen, und gab uns allen viele wunderschöne und gesunde Nachkommen. Sie ließ uns wissen, daß er ein gesunder und glücklicher Kater war, bis zu seinem letzten Tag.
Die deutsche Übersetzung dieses Berichtes wurde uns freundlicherweise von der
Interessengemeinschaft Norwegischer Waldkatze im 1. DEKZVe.V.©
zur Verfügung gestellet.ZURÜCK:
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