Essen in Berlin

Der GuGaGaGu-Restaurant-Tip



Eine Beschreibung der Wertungen gibt es weiter unten.

Art des Restaurants Name und Anschrift Atmosphäre Essen
Qualität
Essen
Quantität
Preise Erreichbarkeit
(Auto/Öffentliche)
Gesamtwertung
Beschreibung
amerikanisch
Theodor Plaza
Theodor-Heuss-Platz 5
14052 Berlin
Tel: 030 / 306 81 30
9
9
9
8
7 / 7
42.0
anatolisch
Hitit
Knobelsdorfstr. 35
14059 Berlin
Tel: 030 / 322 45 57
8
9
7
7
5 / 5
36.0
vietnamesisch
Mekong Pavillon
Martin-Luther-Str. 41
10779 Berlin
Tel: 030 / 218 60 64
6
9
8
7
5 / 6
35.5
mittelalterlich
Seelig
Knaackstr. 99
10435 Berlin
Tel.: 030/442 59 90
9
8
7
5
5 / 6
34.5
knoblauch
Knofel
Wichertstr. 33 A
10439 Berlin
Tel: 030 / 447 67 17
7
9
7
7
4 / 5
34.5
kubanisch
Havanna Bar
Treskowallee 111
Berlin
Tel: 030 / 503 78 144
6
7
8
6
7 / 8
34.5
indisch
Maharadscha II
Schönhauser Allee 142
10437 Berlin
Tel: 030 / 448 51 72
8
8
6
5
6 / 8
34.0
libanesisch
MESA
Paretzer Str. 3
10713 Berlin
Tel: 030 / 822 53 64
7
9
6
6
5 / 6
33.5
russisch
Samowar
Luisenplatz 3
10585 Berlin
Tel.: 030/341 41 54
6
9
9
4
3 / 5
32.0
kambodschanisch
Angkor Wat
Paulstr. 22
10557 Berlin
Tel.: 030 / 393 39 22
7
7
5
7
7 / 5
32.0
karibisch
Carir
Motzstr. 30
10777 Berlin
Tel: 030 / 213 53 81
7
7
6
6
7 / 5
32.0
amerikanisch
/
mexikanisch
Route 66
Pariser Str. 44
10707 Berlin
Tel.: 030/883 16 02
7
8
7
5
3 / 6
31.5
portugisisch
Casa Portuguesa
Helmholtzstr. 15
10587 Berlin
Tel: 393 55 06
7
7
7
6
4 / 5
31,5
ungarisch
Ungarische Krone
Brandenburgische Str. 30
10707 Berlin Tel: 030 / 882 14 15
6
7
7
6
3 / 8
31.5
ägyptisch
Amun
Möckernstr. 73a
10965 Berlin
Tel.: 030/786 49 63
6
7
7
6
4 / 5
30.5
thailändisch
Sala Thai
Kaiserdamm 112
14057 Berlin
Tel.: 030/322 48 80
9
7
6
3
5 / 5
30.0
kalifornisch
Nola
Dortmunder Str. 9
10555 Berlin
Tel: 030 / 399 69 69
6
7
6
6
3 / 5
29.0
schwäbisch
Schwabenstüble
Meerscheidt Str. 9-11
14050 Berlin
Tel: 030 / 302 62 77
4
7
5
7
4 / 5
27.5
australisch
Woolloomooloo
Australian bar and kitchen
Röntgenstr. 7
10587 Berlin
Tel: 030/347 02 777
7
5
5
4
7 / 5
27.0
afrikanisch
Afrika-nah
Spezialitäten aus Afrika
Mainzer Str. 17
12053 Berlin
Tel: 030 / 621 89 59
030 / 621 24 13
5
5
7
5
3 / 6
26.5
brasilianisch
TABA
Chausseestr. 106
Berlin-Mitte
Tel.: 030 / 282 67 95
4
5
4
8
3 / 8
26.5
irisch
Oscar Wilde
Friedrichstr. 112 a
10117 Berlin
Tel: 030 / 282 81 66
4
6
6
6
2 / 7
26.5
japanisch
Japan Restaurant Udagawa
Feuerbachstr. 24
12163 Berlin
Tel: 030 / 792 23 73
8
7
3
3
3 / 6
25.5





Ausführlichere Beschreibung

Woolloomooloo
Das Woolloomooloo läßt sich besonders gut als 'exotisch' bezeichnen. So bietet die Speisekarte solche Leckerbissen wie Känguruhfilet, Oreo-Doryfilet, Krokodil-Steaks, Strauss und mehr. Aber auch die Süßspeisen stießen auf unser Interesse. So sollte z.B. das 'Death by chocolate' Erwähnung finden, welches seinem Namen alle Ehre bereitet. Es handelt sich nämlich um Schokoladenbrownie mit Schokoladensauce, Schokoladensahne und Schokoladeneis. Wohl bekommt's.
Das ganze Lokal ist recht schlicht gehalten, aber deswegen nicht minder gemütlich. Und daß hier alles ein wenig 'anders' ist merkt man auch schon gleich, wenn man versucht die Speisekarte zu lesen, welche auf riesige Holztafeln aufgezogen ist. Auch die Bedienung war bei uns trotz stärkeren Andrangs ebenso fröhlich wie freundlich. Um Parkplätze mußte man sich auch keine Sorgen machen, da schon auf ihren Visitenkarten-großen Speisekarten darauf hingewiesen wurde, daß auf der anderen Seite der Spree ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden seien.
Afrika-nah
Das Afrika-nah ist recht schlicht gehalten. Beim Studieren der Speisekarte stießen wir dann auf die ersten Probleme, da nicht immer ganz eindeutig war, was sich hinter den afrikanischen Namen verbarg. Doch die überaus freundliche Bedienung war sofort bereit und nahm sich sehr viel Zeit (und bei uns auch Geduld) uns die Speisen zu erklären. Freunde der schärferen Küche kommen hier voll auf ihre Kosten, sofern sie bei der Bestellung mit angeben, daß sie ihre Speisen auf traditionelle Art gewürzt haben wollen. Unbedingt zu empfehlen sind auch die Bananenteigbällchen (zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich den Namen dafür vergessen habe). Die Anfahrt sollte möglichst mit der öffentlichen Verkehrsmitteln geschehen, da die Parkmöglichkeiten dort äußerst begrenzt sind.
Maharadscha II
Die hohe Punktzahl des Maharadscha II kommt nicht von irgendwo... eigentlich wollte ich dort nur zum Testen mal hin, aber es hat sich nunmehr zu meinem Stammrestaurant gemausert. Man kann dort sehr gemütlich in kleiner wie in großer Runde sitzen. Die Bedienung ist äußerst aufmerksam, dabei aber alles andere als aufdringlich. Sie ist immer nur genau dann da, wenn man sie eh gerade rufen wollte. Das Essen beschränkt sich nicht alleine auf die georderten Speisen, man bekommt auch eine Art Gewürzoblaten als Appetitanreger, Brot und Saucen als Beilagen und natürlich zum Verdauen einen Schnapps. Das ganze Restaurant ist sehr ordentlich und sauber, ohne dabei in irgendeiner Form steril zu wirken. Die Anfahrt mit dem PKW stellt auch keinerlei Hindernis dar, da hinter dem Block ein großer Parkplatz eines Sportplatzes ist. Wer dennoch mit der BVG ankommen möchte kann dies gerne tun; das Maharadscha II befindet sich direkt an einem U-Bahnhof.
Japan Restaurant Udagawa
Das Japan Restaurant Udagawa läßt so richtig schön japanische Stimmung aufkommen; es ist sehr hell gehalten, hat eine Sushi-Bar und eine Ecke die als Japan-Zimmer bekannt ist, in der man sich, wie in Japan üblich, die Schuhe ausziehen muß. Das läßt einen auch gleich die lange Parkplatzsuche vergessen, da das Restaurant direkt neben der Schloßstraße (einer Haupteinkaufsstraße) liegt. Die Portionen dort sind zwar recht klein, dafür aber oft sehr schön dekoriert und Japan-Unkundigen werden Sitten und Bräuche dazu erklärt. Überhaupt scheint sehr viel Wert auf Details gelegt worden zu sein. Alles in allem läßt einen die Atmosphäre dort gut und gerne die ca. DM 60,- verkraften, die man dort für ein Essen leicht mal zahlt. Immerhin bin ich jetzt zum SUSHI-Fan geworden...
Route 66
Wer gute mexikanische Küche kosten möchte, sollte seine Schritte unbedingt zum Route 66 lenken und dort die fantastischen "Nachos Columbus" oder auch eine der delikaten Enchiladas probieren. Aber auch die US-amerikanische Seite der Küche kommt hier nicht zu kurz. So gibt es hier alles vom T-Bone Steak bis hin zum einfachen Hamburger. Und wo wir gerade beim amerikanischen Essen sind, sollte es nicht verpaßt werden, die Zwiebelringe mal zu kosten. Wer nach seiner Bestellung meint, er könne noch schnell eine Rauchen, bevor das Essen kommt, hat sich getäuscht. Schneller als im Route 66 wurde mir das Essen noch nie serviert. Allerding war das auch vor 20:00 Uhr. Beim Ambiente wurde meiner Meinung nach allerdings etwas zu verbissen versucht, ein amerikanisches Flair zu erzeugen. So finden sich hier recht nostalgische Dinge wie Musikboxen, Holzindianer oder Plastikbänke wieder. Diese sind zwar nicht jedermanns Sache, geben dem Restaurant aber eine ganz eigene Note. Ein Wehmutstropfen bleibt aber dennoch... scheinbar haben die Besitzer nur eine einzige CD. Jedes mal wenn ich da war haben sie zu meinem Bedauern AUSSCHLIEßLICH Michael Jackson gespielt.
Amun
Vorab sollte gleich geklärt werden: Wer das Amun besuchen möchte, sollte dies an einem ersten Freitag im Monat tun, da jeden ersten Freitag im Monat Bauchtanz ist. Wir haben dies leider versäumt. Das Amun ist bei weitem kein Fast-Food-Restaurant, und wer hier hinkommt sollte sich auch unbedingt etwas mehr Zeit nehmen, denn es lohnt sich auf alle Fälle, auf die etwas ausgefalleneren Speisen zu warten. Aber nicht nur die Speisen locken, sondern auch die exotischen Getränke. Man sollte sich also viel Zeit nehmen, um die Speisekarte in aller Ruhe zu studieren, denn diese bietet ein solch reichliches Sortiment, daß die Auswahl beinahe so lange dauert, wie das Essen selbst. Also besonders schöne Geste empfand ich, daß es nach dem Essen keinen Schnapps, sondern extrem wohlschmeckenden Tee gab. Spätestens das lies uns dann die anfangliche nervende Parkplatzsuche wieder vergessen.
Seelig
Wer das Seelig besuchen möchte braucht sich zwar nicht mittelalterlich zu verkleiden, fällt jedoch auch nicht auf, wenn er dies tut. Das Erlebnis des Besuchs fängt schon an, wenn man das Restaurant betreten möchte, denn auch wenn man sieht, daß es voll besucht ist, stößt man erst einmal auf verschlossene Türen. Daher muß man stilecht mit dem Türklopfer seinen Wunsch kundtun, das Restaurant betreten zu wollen. Der Hausherr wird dann eilen, um einem Einlaß zu gewähren. Drinnen ist alles mit Kerzen erleuchtet, aber nicht solche, wie sie bei jedem Italiener stehen, sondern solche, die man ansonsten eher in der Kirche sieht. Es gibt leider wenig Tische, die mehr als vier Personen Platz bieten, daher sollte man grundsätzlich vorbestellen, wenn man mit mehr als vier Personen Essen gehen möchte. Speis und Trank ist zwar in der Karte gewöhnungsbedürftig umschrieben, dafür jedoch reichlich und sehr schmackhaft zubereitet. Alle Speisen sind recht grob geschnitten, und so sollte man sich nicht wundern, wenn man bei einer Wachtelsuppe auch eine Wachtelsuppe bekommt und nicht wie wir vermuteten, eine Suppe mit Wachtelstücken (nein, hier schwamm eine ganze Wachtel in der Suppe). Unbedingt empfehlenswert ist auf jeden Fall das Kräuterwasser (Mineralwasser, Sauerampfer und Zitronenmelisse). Atmosphärisch wurde der ganze abend auch noch mit einem echten Spielmann abgerundet, der nicht nur toll verkleidet war, sondern auch noch seine Klampfe gut beherrschte.
Sala Thai
Eines gleich vorweg: Das Sala Thai lebt von seiner Atmosphäre. Betritt man das Restaurant, so kommt man erst einmal zum Empfang und zur Gaderobe. Dort wird man auch abgeholt und zu seinem vorbestellten Tisch gebracht. Das Vorbestellen sollte man keinesfalls vergessen, da das Sala Thai immer recht gut ausgebucht zu sein scheint. Man folgt also der Bedienung über eine kleine Holzbrücke, vorbei an Goldfischen und Seerosen zu den Tischen. Der Speiseraum ist zwar sehr groß, aber durch so viel Ideenreichtum verschachtelt und aufgeteilt, daß einem die Größe erst auffällt, wenn man die Tische zählt. Teilweise sind sogar ganze Sitzgruppen in einem extra Haus in dem Raum aufgeteilt. Am Tisch angekommen fallen einem sofort erst einmal die zu einem Kunstwerk geformten Servietten auf. Was mir besonders gefallen hat, waren auch die Kellner. Es ist nicht ein Kellner für einen Tisch zuständig, sondern alle Kellner sind auch für alle Gäste zuständig. So hat man nicht das Gefühl, als lauert der Kellner schon, benötigt man jedoch einen Kellner, so muß man nie länger als ca. 10 sec. warten. Das Essen selbst ist so gut, daß es schon alleine die doch sehr hohen Preise rechtfertigt, denn wer hier Gerichte unter DM 20,- oder ein Menü unter DM 60,- erwartet, der sucht hier vergeblich.
Samowar
Gleich einen Warnhinweis vorweg: wer das Samowar besucht, sollte vorher lange Zeit gehungert haben, damit er die Portionen überhaupt schafft. Als wir das Restaurant testeten, hatten die meisten schon nach der Vorspeise keinen Hunger mehr. Und auch kaum einer von uns hat es geschafft, das Hauptgericht vollständig aufzuessen. Aber alleine des Geschmackes wegen hat es sich schon gelohnt. Die ganze Einrichtung ist zwar schlicht, aber dennoch ist sie geschmackvoll und passend. Die Bedienung ist höflich und nicht aufdringlich, aber immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Einen Tip sollte ich allerdings noch für alle diejenigen geben, die im Russischunterricht nicht so genau aufgepasst haben oder keinen genossen haben... es ist ratsam, sich etwas zu Schreiben mitzubringen und sich zu notieren, was man sich bestellt hat. Denn als wir da waren, wußte die Hälfte nicht mehr, wie der Name des eben gegessenen war, und so war das Trennen der Rechnung ein heiteres Speiseraten.
Schwabenstüble
Auf den ersten Blick mag das Schwabenstüble ja aussehen wie eine Kneipe, doch man sollte sich davon nicht abhalten lassen, dort zu Essen. Wer es gerne mal etwas deftiger mag, der ist bei Spätzle, Schupfnudeln, Maultaschen, Kässpätzle und Kaiserschmarren genau richtig beraten. Hier ist nicht nur die Bedienung äußerst freundlich, sondern auch das Preis-Leistungsverhältnis. Man sollte nur darauf achten, daß man niemanden neben sich zu sitzen hat, wenn man dort eine Brotzeit bestellt, denn die Platte ist so groß, daß sie weit nach linkt und rechts zum Nachbarn herüberreicht. Eine tolle Idee ist auch das Rabattsystem: Hat man dort zehnmal gegessen, kann man sich beim nächsten mal ein Gericht von der Karte umsonst aussuchen.
Angkor Wat
Gleich in der Nähe vom Schloß Bellevue findet man das Angkor Wat. In fernöstlichem Ambiente wird man dort sofort mit einem Pflaumenlikör begrüßt, was die Entscheidung bei der Auswahl der Speisen bei einer so reichhaltigen Karte aber nicht vereinfacht. Da hilft nur eines: mit vielen Leuten hingehen und viele verschiedene Gerichte bestellen. Man kann dann ja bei jedem mal probieren. Und bei den sehr moderaten Preisen hat man auch kein Problem, sich durch die Vor- und Nachspeisen zu kosten. Selbst solch ausgefallenen Gerichte wie Fondue oder Grillen am Tisch übersteigen die DM 25,- Grenze nur selten. Beim Bezahlen bekommt man dann auch noch einmal die Gelegenheit, heiße Sake zu probieren. Das trifft allerdings nicht jeden Geschmack.
TABA
Also das was uns doch sehr in das TABA gelockt hat war, daß es alle Speisen für nur DM 10,- gab. Doch gab es gleich eine leichte Enttäuschung, als wir die Portionen sahen. Das Essen wahr zwar sehr schmackhaft, jedoch wurde man erst nach einer zweiten Portion satt, was die Preise dann doch relativierte. Die Räumlichkeiten wurden so gehalten, daß man mit allen Gästen in einem großen, kargen Raum saß, der doch eher an eine Fabrikhalle, denn an ein Speiseraum erinnerte. Der Schall wurde auch durch das Fehlen von Raumteilern nicht gebrochen, so daß eine Konversation schon durch den hohen Lärmpegel zum scheitern verurteilt wurde. Der Versuch, dieses Manko durch Livemusik zu übertönen hatte auch eher einen gegenteiligen Effekt, da man von nun an gezwungen war, sich anzuschreien, um sich verständlich zu machen. Also ist das TABA für das Stillen des kleinen Hungers zwischedurch auf exotische Weise geeignet, aber um sich einen gemütlichen Abend in geselliger Runde zu machen eher nicht.
Havanna Bar
Die Havanna Bar vermittelt wirklich das Gefühl, man befände sich auf Kuba (zumindest so, wie ich es mir dort vorstelle). Im Winter sollte man sicherlich vorbestellen, wenn man mit größeren Gruppen erscheint, da das Restaurant nicht sonderlich groß ist, jedoch laden im Sommer außen zusätzlich noch einige Tische die Gäste zum verweilen ein. Die Karte ist ausreichend und abwechslungsreich, klärt den Besucher sogar noch über Sitten und Kultur auf Kuba auf. Die Portionen sind reichlich, so daß es einem schon leicht mal passieren kann, daß man schon nach einer Vorspeise gesättigt ist. Der Geschmack der Speisen jedoch läßt einen wider besserem Wissen weiteressen. Nach dem Essen ist dann ein Verdauungsschnaps durchaus nicht die falsche Entscheidung. Man kann den Abend natürlich auch mit einer echten kubanischen Zigarre ausklingen lassen.
Mekong Pavillon
Das vietnamesische Restaurant Mekong Pavillon liegt eigentlich recht unscheinbar an der Martin-Luther-Straße, doch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Auch bietet es nicht sehr viel Platz, doch das ist auch schon das Ende der Mängelliste. Die Bedienung ist ausgesprochen freundlich und zuvorkommend und versucht auch schon mal größeren Gruppen den entsprechenden Platz zu verschaffen. Sollte man sich einmal anhand der reichhaltigen und abwechslungsreichen Karte nicht entscheiden können, so wird einem auch mal unaufgefordert ein Gericht empfohlen (was leider in den meisten Restaurants in vergessenheit geraten ist). Sollte man mit mehreren Leuten dort erscheinen, so sollte man darauf achten, daß ein jeder etwas anderes bestellt, damit man auf diese Weise bei jedem einmal kosten kann, denn die Gerichte, die wir bestellt hatten, waren ausnahmslos ausgezeichnet. Nur die Portionen sind so, daß man sich ärgern muß, da man meist kein Dessert mehr schafft. Beim getrennten Bezahlen fehlt dann das leidige Überlegen, wer noch mal was hatte, da die Rechnung schon vorher getrennt wurde. Doch was mich am meisten beeindruckt hat war, daß es das erste Restaurant war, bei dem es zur Verdauung kein alkoholisches Getränk gab, sonder einen nichtalkoholischen Cocktail, der aber genauso gut geschmeckt hat. Alles in allem bin ich mir sicher, dieses Restaurant wird mich noch öfter sehen...
Mesa
Dadurch, daß das Mesa gegenüber einem Krankenhaus liegt, war es ein Leichtes, dort auch einen Parkplatz zu finden. Das kann sich sicherlich jedoch zu anderen Tageszeiten auch ändern, z.B. zu den Besuchszeiten. Eigentlich ist das Restaurant nichts besonderes, und dennoch strahlt es eine Gemütlichkeit aus, die seinesgleichen sucht. Schon wenn man es betritt wird man sofort über eine Treppe in das Untergeschoß geführt, wo man dann auch speist. Eine sehr freundliche Bedienung rundet dann auch die ganze Atmosphäre ab und läßt den Abend schnell zum Ereignis werden. Wegen der Portionengröße sollte man sich nicht wundern, denn obwohl sie nicht die größten sind, ist man nach Vorsuppe und Nachtisch dann doch gut gesättigt. Auch wenn man in sehr kleinen Gruppen im Mesa speist, so kann man sich doch durch die kulinarische Vielfalt kosten, denn als Clou des Hauses steht auf der Speisekarte das Gericht Mesa (was übersetzt so viel wie kleine Mahlzeit heißen soll). Damit kann man sich eine Mahlzeit mit kleinen Tellern aus verschiedenen Gerichten zusammenstellen und kommt so in den Genuß einer vielzahl libanesischer Köstlichkeiten. Besonders angenehm war beim Bezahlen auch, daß es keine alkoholischen Getränke gab, sondern eine Schale mit libanesischen Nüssen und Kaugummis.
Nola
Sollte man im Nola einen Tisch vorbestellt haben, was auch oftmals nötig ist, dann sollte man sich rechtzeitig auf den Weg machen, sofern man mit dem Auto kommt. Denn alleine die Parkplatzsuche kann das Speisevergnügen doch schon ein wenig trüben. Hat man sich aber erst einmal in die Räumlichkeiten begeben, sollte einem das Vergessen der Strapazen sicherlich leicht fallen. Über die Tischdecken sollte man sich nicht wundern, denn Papiertischdecken treffen vieleicht nicht jeden Geschmack, aber die mitgelieferten Wachsmalstifte wecken dann doch den Picasso in Mann oder Frau. Daher sollte man sich auch die Gemälde an den Wänden mal etwas genauer ansehen, denn das sind die Werke vorangegangener Kunden. Leider ist die Bedienung nicht immer ganz so aufmerksam, wie man sie gerne hätte und auch bei den tollen flambierten Gerichten sollte man vorsichtig sein, da sie, serviert in heißen Pfannen, gerne mal nicht durch das Streichholz des Obers, sondern durch die Kerze am Tisch entzündet werden. Aber ich denke mal, so oft wird das auch nicht vorkommen, auch wenn es an diesem Abend gleich zweimal geschehen ist.
Oscar Wilde
Also wer in ein Restaurant gehen will, sollte nicht unbedingt das Oscar Wilde wählen. Es handelt sich bei dieser Örtlichkeit eher um einen Pub, der zwar als Pub recht angenehm ist, jedoch nicht die Atmosphäre eines Restaurants bietet. Aber dadurch ist die Getränkekarte umso interessanter. Man sollte nur nicht mit größeren Gruppen kommen, da das Oscar Wilde nicht dafür ausgelegt ist und man so eher wie die Hühner auf der Stange als in gemütlicher Runde sitzt. Ein wirklicher Vorteil ist dort die Straßenbahn, denn sie hat eine Haltestelle direkt vor der Tür. Diese sollte man auch nutzen, denn Parkmöglichkeiten sind da so gut wie keine vorhanden.
Carir
Das Carir vermittelt schon alleine durch sein Ambiente eine karibische Stimmung. Gleich am Eingang befindet sich eine tropische Bar und auch die Räume sind so geschickt verwinkelt, daß man weder in überfüllten Räumen noch in einsam und alleine in einem Raum sitzen muß. Dabei sind in den Türen so raffiniert Spiegel angebracht, daß einen der Kellner jederzeit im Auge hat oder man ihn jederzeit rufen kann, wenn bedarf besteht. Man sollte sich aber viel Zeit zum Essen mitbringen und nicht mit knurrendem Magen dort erscheinen, da man teilweise sehr lange auf sein Essen warten muß. Dann ist das Essen aber auch sehr schmackhaft zubereitet.
Casa Portuguesa
Sucht man ein Restaurant, um einen schönen Abend auch dementsprechend ausklingen zu lassen, dann ist das Casa Portuguesa genau das richtige dafür. Bei gemütlicher Atmosphäre wird man auch sehr freundlich bedient. Hier wird auf den Gast auch noch individuell eingegangen. Das Essen ist hier ebenfalls sehr lecker, und von den alten Portweinen sollte man unbedingt einmal probiert haben.
Hitit
Der Besuch dieses Restaurants hat sich als absoluter Glücksgriff erwiesen. Obwohl es schönes Wetter war und man in Straßencafemanier hätte draußen sitzten können, haben wir uns entschlossen, lieber drinnen am künstlichen Wasserfall platzzunehmen. Doch dann fing auch schon das größte der Probleme an: die Auswahl aus einer Speisekarte treffen, die fast so dick war, wie die Bibel. Da ich mich in solchen Dingen oftmals nicht entscheiden kann, hat es auch sehr lange gedauert, bis ich eine entsprechende Auswahl getroffen habe. Aber dann kamen die Gerichte und man fühlte sich wie im siebenten Himmel. Schon die Vorspeisen waren ein kulinarischer Höhepunkt bei dem es die Hauptgerichte schwer hatten, diese noch zu übertreffen. Und dennoch haben sie es geschafft. Als dann auch noch die Nachspeisen gut dazu abgestimmt und mindestens genauso lecker waren stand mein Urteil fest: Hier war ich nicht zum letzten mal und das nicht nur der tollen, selbstgemachten, echten Limonade wegen.
Ungarische Krone
Sehr schön zentral gelegen ist die Ungarische Krone, denn sie liegt keine fünf Minuten vom Kurfürstendamm entfernt. Man sollte allerdings nicht in allzu großen Gruppen dort erscheinen, denn architekturbedingt kann es an einigen Tischen wegen der Holzbalken im Raum schon mal etwas eng werden. Jedoch hat man dort eine gute Auswahl und für die Nähe zum Kurfürstendamm auch vernünftige Preise.
Knofel
Warnung: Als Vampir kann der Besuch beim Knofel tötlich enden, denn nahezu alle Gerichte sind aus oder mit Knoblauch. So kann man z.B. als Vorspeise eine ganze, geröstete Knoblauchknolle essen. In vielen Hauptgerichten sind als Charlottenersatz dann Knoblauchzehen im Gebrauch und nicht einmal der Nachtisch bleibt von Knoblauch verschohnt, denn es gibt so ausgefallene Speisen wie Knoblaucheis oder Knoblauchbanane in Orangenschaum. Und wem das alles noch nicht reicht, der trinkt nachher noch einen Knoblauchschnapps oder einen Knoblauchliqueur. Mit der Bedienung kann man Glück oder Pech haben, denn einmal, als ich dort war, war die Bedienung so nett, daß sie uns sogar das Essen direkt am präparierte, ein anderes mal hatten wir eine Bedienung, die uns fragte, ob sie jetzt etwa nur unseretwegen noch einmal nach vorne gehen solle, da wir etwas nachbestellt hatten. Nur gut, daß das Essen vorzüglich geschmeckt hat, denn ansonsten hätte eine solche Frage mich davon abgehalten, so ein Restaurant noch einmal zu besuchen. Aber ich war jetzt schon öfter da und ein solches Verhalten blieb die Ausnahme. Für alle, die befürchten ein solches Restaurant nicht besuchen zu können, da sie sonst am nächsten Tag zu doll stinken sei noch angemerkt, daß das Knofel auch dafür gesorgt hat. Man kann sich im nachhinein eine Pille-Danach bestellen, welche die Ausdünstungen für acht Stunden unterbindet. Und ich bin auch der Meinung, daß sie gewirkt hat.
Theodor Plaza
Also die Wertung sagt schon alles: Dieses Restaurant ist wirklich mein Lieblingsrestaurant und ein absolutes Muß für alle Amerika-Fans. An einer Ecke Berlins, die touristisch gesehen in meinen Augen eine Fehlplanung ist hat es das Theodor Plaza geschaft, ein Restaurant mit so viel Ambiente zu bieten, daß man selbst vom anderen Ende der Stadt noch gerne den Weg dahin finden möchte. Und dort stimmt einfach alles, von den Bedienungen, die unaufgefordert auch Extrawünsche anbieten, oder das Brunchbuffet verlängern bis hin zur Speisekarte, die einen dazu verleitet, daß man am liebsten zwei oder drei Gerichte gleichzeitig bestellen möchte, zumal die Preise den Anschein erwecken, daß man nicht genug zu Essen bekommen würde. Doch das sollte man nicht tun, denn die Portionen im Theodor Plaza sind riesig bemessen, besonders beim Frühstück. Und wen das alleine noch nicht ins Theodor Plaza lockt, den werden die Aktionen wie die All-You-Can-DRINK-Cocktail-Abende etc. überzeugen. Also wer nicht gerade Amerika haßt, der MUß das Theodor Plaza einfach mal besucht haben.



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Wertungssystem:

Die Wertungen gehen von eins (1) bis neun (9), wobei jeweils eins das schlechteste Ergebnis und neun das beste ist. Die Gesamtwertung zählt dann nur die Teilwertungen zusammen um eine Abschätzung der Restaurants gegeneinander zu machen.
Im einzelnen bedeuten die Wertungen vollgendes:

Wertung Atmosphäre Essen
(Qualität / Quantität)
Preis Erreichbarkeit
(Auto / Öffentliche)
1 eklig oder unhöflich ungeniesbar / extrem wenig nur für Millionäre keine privaten oder öffentlichen
Parkplätze / Öffentliche Verkehrsmittel
fahren dort nicht
2 abstoßend oder unfreundlich mieserabel / sehr wenig nur für sehr reiche Leute nahezu keine Parkplätze /
mindest. 1 h Laufzeit zum BVG-Anschluß
3 schmuddelig unterdurchschnittlich / wenig kann man sich nur selten leisten kaum Parkmöglichkeiten /
min. 45 min Laufzeit zum BVG-Anschluß
4 unterdurchschnittlich nicht jedermanns Geschmack /
kleine Portionen
etwas teurer als normal wenig Parkmöglichkeiten /
min 30 min Laufzeit zum BVG-Anschluß
5 in Ordnung akzeptabel / normale Portionen durchschnittlich mittelmäßige Parkmöglichkeiten /
ca. 15 min Laufzeit zum BVG-Anschluß
6 gemütlich schmackhaft / überdurchschnittliche Portionen preiswert gute Parkmöglichkeiten /
max. 5 min Laufzeit zum BVG-Anschluß
7 ur-gemütlich lecker / gute Portionen günstig sehr gute Parkmöglichkeiten /
direkter BVG-Anschluß
8 echt bequem super lecker / große Portionen billig eigener Parkplatz mit ausreichenden
Parkmöglichkeiten / mehrere BVG-Linien fahren dort lang
9 fantastisch besser als bei Muttern / riesige Portionen fast schon geschenkt eigener großer Parkplatz mit vielen
Parkmöglichkeiten / viele zentrale Linien fahren dort lang


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Epilog:

Diese Liste hat keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Exaktheit. Es ist nur eine rein subjektive Wertung einiger Restaurants, in denen wir schon waren und die den vermeintlichen Titel "exotisch" tragen könnten. Wir gehen jeden ersten Donnerstag im Monat mit einer Gruppe von zehn bis 15 Leuten essen. Dadurch erhalten wir also nicht nur einen guten Überblick über den Geschmack der verschiedenen Speisen, sondern können auch entscheiden, ob ein bestimmtes Gericht den Geschmack von mehreren Leuten getroffen hat. Dadurch hoffe ich, daß der Restauranttip etwas objektiver wird.
Mir gehen bald die Ideen und Adressen von neuen Restaurants aus. Daher wäre ich sehr froh, wenn Du noch Vorschläge für mich hättest, wo ich noch unbedingt hingehen sollte. Schreibe mir nur einfach eine kurze e-mail mit der Adresse. Vielen Dank.
Restaurants die ich nicht selber getestet habe, werde ich auf dieser Seite nicht berücksichtigen. Sollte also ein Restauranttip nicht gleich auf der Seite erscheinen, dann liegt das nur daran, daß ich noch nicht zum Testen gekommen bin. Habe dann einfach noch ein wenig Gedult.