

Lage
Bücher und Karten
Unterkunft
Bergwandern
Mountainbike
Forschungsprojekt
Anreise
Referenzen
Das Stronatal mündet bei Omegna in den Ortasee. Es ist nur eine Autostunde von Ascona oder Locarno entfernt und nur 30 Minuten von Domodossola. Dieses Bergtal ist also bei weitem nicht so abgelegen wie die Orte entlang der GTA und kann daher für einen "sanften" Einstieg in den einzigartigen Charakter dieser einsamen Bergwelt zum "Ausprobieren" während eines ein- bis zweiwöchigen Wanderurlaubs wärmstens empfohlen werden. Das hinterste Stronatal mit Campello Monti wurde von Rimella aus besiedelt und gehörte früher politisch zur Gemeinde Rimella; daher sind auch heute noch etliche Alpen in diesem Gebiet im Besitz der Familie Rinoldi vom Albergo Fontana. Der "Notiziario 2002" des CAI Varallo schreibt: "Ai turisti che la (Valstrona) frequentano offre una tranquillità che, specialmente nei periodi di maggiore affluenza, è difficile trovare nelle valli confinanti o sulle rive del vicino lago d'Orta."
Ende 2000 ist ein exzellenter Wanderführer über das Stronatal erschienen, den Sie sehr bequem direkt über uns beziehen können: wir haben das Buch am Lager und können sofort liefern! Einzelheiten finden Sie hier. Die Carta dei Sentieri Valle Strona 1:35000 (neuer Titel Viaggiando e camminando) gibt es kostenlos im Albergo Leone in Forno.
Das Albergo Leone in Forno (Signore Anna e Catarina, I-28892 Forno di Omegna, Telefon 0323 885112) bietet von Mai bis Oktober einen idealen Stützpunkt mitten im Stronatal (GPS FORLEO 444932 5087193 894). "L'albergo di Forno è ora un luogo di piacevole relax e di delizie gastronomiche" schreibt im Vorwort des neuen Führers ein Herr Teresio Valsesia - und der ist immerhin Präsident des Club Alpino Italiano! Anna und Catarina gingen 2001 in den wohlverdienten Ruhestand. Zahlreiche Gäste haben übereinstimmend berichtet, daß die junge Wirtin Elvira ab 2002 die traditionell gute Küche fortgeführt hat. Aus familiären Gründen (Babypause) mußte sie aber Ende 2003 das Hotel schließen. Anna und Catarina haben praktisch ihr ganzes Leben im Albergo di Leone verbracht, sie haben Gäste aus halb Europa bewirtet und haben ihrerseits einige ausländische Freunde in deren Heimat besucht; auf diese Weise kamen sie sogar bis nach Tübingen und Stuttgart. Das uralte Hotel vermutlich auf immer geschlossen zu sehen, tut ihnen so weh, daß sie es seit 01. April 2004 wieder betreiben! Diese gute Nachricht wurde uns am 20. Februar 2004 von Annas Sohn Matteo Piana persönlich übermittelt. Referenzen finden Sie hier.
Einige topaktuelle Wegbeschreibungen mit schönen Fotos finden Sie hier. - Das Stronatal gehört politisch zur Provinz VCO (Verbania-Cusio-Ossola). Diese hat sich vor einigen Jahren von der Provinz Novara abgespalten. Im Gegensatz beispielsweise zu den Penner-Provinzen Vercelli und Novara, wo bei den mehr oder weniger zuständigen Behörden kein Mensch niemals nix irgendwas von der GTA gehört hat, hat die VCO-Provinzregierung frühzeitig begriffen, daß über 80 Prozent der Einkommen mit dem Tourismus verdient wird. Es gibt - für italienische Verhältnisse geradezu unglaublich! - einen gemeinsam mit dem Club Alpino Italiano aufgestellten Wegekataster!! im Internet!!! Lokale Initiativen für die Markierung von Bergwegen werden unterstützt, und die VCO-Provinzregierung bezahlt sogar Hunderte neuer Wegweiser, die pro Stück rund 25 EUR kosten - das sind paradiesische Zustände, von denen wir ein Tal weiter in Rimella nur träumen können, denn unser Mastallonetal gehört leider zur Penner-Provinz Vercelli ... Bereits 1999 konnte Jörg Klingenfuß mit der lokalen Initiative aus Forno an Ort und Stelle Einzelheiten der geplanten Wegführung und Markierung beraten. Inzwischen haben die früheren Besitzer des Albergo Leone zusammen mit einer Handvoll junger Leute aus der Nachbarschaft und der Diplom-Biologin Susanne Lehringer in wochenlanger freiwilliger Arbeit zahlreiche alte Wege ausgesägt und hergerichtet und gemäß der Systematik des VCO-Wegekatasters neu markiert, und interessante mehrtägige Rundwege wie die 60 km lange "Via delle Creste" mit diversen Drahtseilversicherungen sowie das einwöchige "Grata-Gamul-Trekking" stehen ebenfalls kurz vor der Realisierung. Sämtliche Wege sind auch auf einer neuen Internetseite der Gemeinde mit Kartenausschnitten gut beschrieben. Zuletzt haben Matteo Piana und Jörg Klingenfuß den alten Strona-Talweg als neuen Standard-Zugang zur GTA am 10. Mai 2001 von Forno nach Campello Monti durchgehend hergerichtet und markiert. Außerdem haben wir - im Rahmen unseres wortwörtlich wegweisenden Projekts GPS - bereits zahlreiche Wegpunkte im Stronatal erfaßt und im Internet veröffentlicht.
Auch für Mountainbiker ist dieses Tal eine Reise wert: ein paar Dutzend Pendler kurven morgens runter nach Omegna und abends wieder rauf, und ansonsten hat man die Straßen praktisch für sich alleine. Die idyllisch gelegenen Dörfchen an den Talflanken sind durch Stichstraßen erschlossen, darüber hinaus führen unbefestigte Fahrwege hoch hinauf zu den zahlreichen Alpen. Geheimtip auch für Genußwanderer: die Strà Vegia (der alte Maultierpfad) von Rosarolo nach Germagno. 500 Schritte südlich von Rosarolo auf dem Weg oberhalb des Aquädukts eben in den Wald (GPS DAQUED 445275 5085672 794). Der Weg geht logischerweise total eben bis zum Wasserkraftwerk in Fontana. In Massiola am Negozio die aufwärts führende Straße zum Campanile auf dem Sattel nehmen. Dort ist am Baum der Weg nach Inuggio markiert. (In Gegenrichtung geht es in Inuggio am Wegweiser neben dem Wandbild links runter zur Via Massiola.) In Luzzogno bei der Kirche links hoch Richtung Chesio und hinten rechts eben in die Via Chesio (nicht hoch zum Santuario). Absolut eben nach Chesio und auf der Straße runter/rauf nach Loreglia (vielleicht gibt es auch einen ebenen alten Waldweg?). An der Kirche rechts geht die Straße eben weiter nach Germagno. Der Hauptstraße folgend runter nach Canova del Vescovo. An Schultagen gibt es um 0735 und 1320 auch einen Bus von Germagno nach Omegna. In den meisten Dörfchen gibt es eine Bar oder einen kleinen Laden, wo man etwas zu essen und zu trinken bekommt; in Massiola beispielsweise neben der Post die Bar der Gruppo Sportivo, Via Martiri della Libertà 27, Telefon 0323 87122 (und unten in Strona an der Hauptstraße = Via Roma 44 das Ristorante Lo Scoiattolo, Telefon 338 5948259). Zurück per Autostop oder mit dem Bus.
"Das obere Stronatal ist seit 30 Jahren nur noch im Sommer bewohnt. In den Dörfern gibt es keine Landwirtschaft mehr. Einige wenige, vor allem hoch gelegene Almen werden im Sommer noch bewirtschaftet. Große Flächen verbuschen oder befinden sich in Wiederbewaldung. Die vorläufige Auswertung von Befragungen der Sommerbewohner des oberen Stronatals hat ergeben, daß diese Verwilderung der Landschaft vorwiegend negativ bewertet wird. Der vorhandene, äußerst begrenzte Tourismus wird dagegen tendenziell positiv gesehen. Die Almhirten im oberen Stronatal vermarkten ihre Produkte direkt, vor allem auch an Touristen." Diese Situation soll Gegenstand einer neuen Diplomarbeit sein, die von Prof. Dr. Werner Konold von der Universität Freiburg vorgeschlagen wird und bei der mittels Fragebögen gezielt die Wanderer auf der GTA befragt werden sollen. Die aktuelle Situation im Nationalpark Val Grande soll ebenfalls mit einbezogen werden. Wir haben Herrn Prof. Konold umgehend kontaktiert und werden gegebenenfalls an dieser Stelle auf die Ergebnisse der Studie verweisen. Der neueste Stand der Forschungsarbeit steht hier.
"Ein Dorf verschwindet im Wald" wäre die deutsche Übersetzung einer sehr interessanten neuen Studie von Diplom-Biologin Susanne Lehringer. "Un paese svanisce nel bosco - Piana di Forno nell'alta Valle Strona: ultime testimonianze di civiltà rurale" ist erschienen im Heft 1/2-2001 der Zeitschrift Le Rive; diese kann bestellt werden bei Editrice Press Grafica Le Rive, SS 33 del Sempione, I-28020 Gravellona Toce. Die Doktorarbeit von Frau Lehringer "Folgen von Entsiedelung und Verbrachung für eine Alpenlandschaft und deren Bevölkerung - Das Fallbeispiel des Stronatals im Piemont/Italien" wird demnächst als Buch erscheinen und wir werden auf der Literaturseite darauf verweisen. Piana di Forno (GPS FPFORN 442590 5086914 1090) liegt nur sieben Kilometer Luftlinie von Rimella entfernt, und die von Frau Lehringer in allen Einzelheiten beschriebene Situation kann selbstverständlich auch auf Rimella und Umgebung übertragen werden: aufgrund der rasanten Industrialisierung der Po-Ebene und später auch der großen Alpentäler leiden die italienischen Berggebiete seit etwa 100 bis 150 Jahren unter einer dramatischen Abwanderung der Bevölkerung, die sich seit etwa 1950 noch weiter beschleunigt hat - ein Zustand, den man sich in den total übervölkerten und praktisch ganzjährig von unglaublichen Touristenmassen überrannten Nord-, Ost- und Zentralalpen überhaupt nicht vorstellen kann. Wenn dort oben niemand mehr wohnt, lebt und arbeitet, werden die Wiesen unten im Tal und oben auf den Alpen nicht mehr abgemäht oder abgeweidet. Es dauert dann nur wenige Jahrzehnte, bis die Flächen verbuschen und später verwalden. Die Studie beschreibt in allen Einzelheiten die Situation im Gebiet der bereits mehr oder weniger verwilderten Alpen Foscalina und Nagarone. Zahlreiche Wegpunkte im Gebiet dieser fantastisch gelegenen Alpen haben wir im Rahmen unseres revolutionären Projekts GPS bereits erfaßt, und in absehbarer Zeit werden wir auch dort - wie heute schon in Rimella - sehr schöne Bergwanderungen anbieten können!
Forno erreicht man nach kurzer Fahrt von Omegna aus. Omegna ist ein interessantes Städtchen am Ortasee und Bahnstation der landschaftlich schönen und erst noch preisgünstigen Nebenstrecke von Domodossola über den Ortasee nach Novara. Domodossola ist Haltestelle sämtlicher internationaler Cisalpin-Pendolino/Intercity/Intercity-Express-Fernzüge Genf/Zürich - Brig - Mailand. Der Fahrplan steht hier, und italienische Regionalfahrplanlinks finden Sie auf unseren Rimella-Webseiten. Omegna hat außerdem Regionalbusverkehr über das schöne Westufer des Lago d'Orta von und nach Bahnhof Borgomanero (Autoservizi Comazzi, Telefon Borgomanero 0322 844862 oder Telefon Omegna 800 011404) mit Anschlüssen wiederum per Bahn nach Arona am Lago Maggiore (IC-Station Mailand - Brig - Genf/Zürich), oder nach Romagnano Sesia - Varallo Sesia und von dort mehrmals täglich per Bus zu den GTA-Stationen Rimella, Fobello, Carcóforo, Rima und Alagna. Das angenehmste Hotel mitten in der Altstadt ist das Albergo Ristorante Vittoria in der Via Zanoia 37 (Telefon und Fax 0323 62237), es hat nur 10 Zimmer und bietet entsprechend familiäre Atmosphäre. Eine Minute entfernt befindet sich unten im Rathaus ein großes Touristen-Informationsbüro mit nettem Personal, das gerne auch weitere Alberghi - auch in den Nachbarorten - vermittelt (Associazione Turistica Pro Loco di Omegna, Piazza 24 Aprile 17, I-28887 Omegna, Telefon und Fax 0323 61930 und 867235, E-Mail). Ferner hängen Dutzende von Prospekten und Fahrplänen aus, und es gibt kostenlos eine exzellente Wanderkarte im Maßstab 1:50000 mit dem witzigen Titel "Lago d'Orta, (ri)scoprire il territorio". Die Anlegestelle für die Schifffffffffahrt auf dem Lago d'Orta ist nur wenige Schritte entfernt. Bei Firma Alessi gibt es das weltberühmte Designer-Küchenzubehör im Fabrikverkauf! Von Omegna fährt ein unauffälliger blauer Kleinbus direkt nach Forno. Abfahrt und Ankunft ist an der Piazza Beltrami im Zentrum der Altstadt von Omegna, vom Bahnhof etwa 10 Minuten zu Fuß, vom Vittoria 1 Minute. Die Haltestelle befindet sich rechts von der großen Banca Popolare di Novara, genau zwischen der Bar Stella und dem Geschäft Mamma e Bambino (GPS H_MAMA 454153 5080613 304). Fahrplan: Montag bis Freitag ab Omegna 0610 1430 1815, ab Forno 0645 1500 1850, zusätzlich am Markttag Donnerstag ab Omegna 0810 ab Forno 0850; Fahrplantelefon = Comunità Montana Val Strona 0323 87022. Am Samstag entfällt der Abendkurs und am Sonntag geht garnix. Der Busfahrer ist nett und kennt viele Wandermöglichkeiten; in seinen Ferien führt er interessante Trekkingtouren in Nepal mit Flug ex Mailand. Man kann natürlich auch einfach ein Taxi nehmen, Telefon 0323 642958, Taschentelefon 338 5681667. Autofahrer können nach Rücksprache mit dem Albergo problemlos auch für 1-2 Wochen ihr Fahrzeug in Forno abstellen und am Ende ihrer Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln (siehe oben) zum Ausgangspunkt zurückfahren. Mit dem Flugzeug von Köln-Bonn nach Forno geht es hier!
Helmut Stratmann schrieb am 07. Oktober 2002: "Ich habe vom 19. bis 27. September in Forno bei Signora Elvira Urlaub gemacht; das Albergo Leone kann ich nach meinen Erfahrungen nur wärmstens empfehlen, denn sowohl Essen, Unterkunft als auch Gastfreundschaft kann man nur als ungewöhnlich gut bezeichnen (bis auf den Grappa, schmeckt wie Brennspiritus). Wo findet man heute das noch, dass man nicht das Gefühl hat, nur abgezockt zu werden, wie es es den meisten Alpenregionen heute üblich ist, sondern wo man noch als Gast im wahrsten Sinne des Wortes behandelt wird... Dank des meist guten Wetters konnte ich auch fast jeden Tag von Campello Monti aus Touren auf die umliegenden Berge machen und hatte auch oft das Glück, die Viertausender-Gipfel in der Schweiz und auch den Monte Rosa in der Ferne zu sehen. Sehr schön und besonders idyllisch ist der alte Fussweg von Forno nach Campello Monti an der Strona entlang, den man gut als Einstiegstour in das Valstrona nehmen kann. Ich muss Ihnen an dieser Stelle noch einmal danken für Ihr grosses Engangement für diese wunderschöne Region ..."
Wulf Rode schrieb am 12. März 2004: "Im September 2003 war die Albergo Leone für eine Woche das Standquartier für meine Frau und mich. Die Betreuung einschließlich Beratung für unsere Wanderungen, Unterkunft und Verpflegung habe ich in bester Erinnerung behalten. Signora Elvira hat uns die Stronatal-Wanderkarte gegeben, in der die Wegverläufe sehr exakt wiedergegeben sind. Zusammen mit den Markierungen vor Ort waren immer der richtige Pfad und die richtige Abzweigung zu finden."
Das Internet ist nicht kostenlos zu haben, und www.gtaweb.de mit derzeit über 170 Seiten muß selbstverständlich durch die Anwender und Nutznießer - das sind Sie! - finanziert werden. Sollten unsere umfangreichen Informationen zum guten Gelingen Ihrer GTA-Weitwanderung beitragen, wären wir über eine angemessene Spende an Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70, Konto 54036709, Jörg Klingenfuß, Verwendungszweck GTA, dankbar. Ihr Beitrag wird ausschließlich für Internetkosten und Telekommunikationsgebühren verwendet, die durch die sehr zeitaufwendige Pflege dieser GTA-Webseite entstehen. www.gtaweb.de kann nur dann weitergeführt werden, wenn wirklich alle GTA-Wanderer mitmachen!

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