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| Klasse | Oxide und Hydroxide | |
| Unterklasse | ||
| Gruppe | Quarz | |
| Chemische Formel | SiO2, Siliziumoxid | |
| Varietät von | Quarz | |
| Kristallsystem | trigonal | |
| Kristallform | ||
| Farbe | zahlreiche violette Schattierungen, die Farbe entsteht durch Beimischungen von Fe3+ und Fe2+ | |
| Farbton | ||
| Strichfarbe | weiß | |
| Strichfarbton | ||
| Glanz | Glasglanz, Fettglanz | |
| Transparenz | durchsichtig, undurchsichtig | |
| Erkennung |
Der Name "Amethyst" leitet sich vom griechischen "ametystos" ab und bedeutet soviel wie "nicht betrunken". Dies kommt vielleicht aus dem Glauben, daß der Amethyst die Auswirkungen des Alkohols verhindert. Glaubwürdiger ist jedoch die Auslegung, daß die Griechen die Farbe ihres Weines in einigen Steinen entdeckten. Seine Farbe ist einmalig und oft werden weit wertvollere violette Edelsteine mit seiner Farbe und Schönheit verglichen. Alle Amethysten haben eine violette Farbe in unterschiedlichsten Schattierungen.
Amethysten treten in langen prismatischen Kristallen auf, die an beiden Enden eine sechsseitige Pyramide haben, oder sie bilden Drusen aus und zeigen nur ein Ende. Als Mineralprobe sind Amethysten sehr beliebt wegen ihrer Farbe und hübschen Kristallform, die gutaussehende, violett funkelnde Büschel bilden.
Oft werden aus Amethysten Edelsteine geschnitten, die in Güteklassen Sibirien (hohe Güteklasse), Uruguay (mittlere Güteklasse) oder Bahrain (niedrige Güteklasse) eingeteilt werden. Wegen der Fleckigkeit der Farbverteilung in den Kristallen, werden Amethysten oft als runde Brillanten geschliffen, um die Farbe zu verstärken. Andere Schnitte werden verwendet, wenn die Farbe besser verteilt ist.
Die violette Farbe ist traditionell die Farbe der Königshäuser und der Amethyst wurde als Schmuck der reichen und mächtigen Monarchen und Regenten verwendet. Heute ist der Amethyst ein wunderbarer und erschwinglicher Edelstein, der in einer Vielzahl geschliffener und ungeschliffener Steine verfügbar ist.
Amethysten sind nur eine der verschiedenen Varietäten des Quarzes. Andere Varietäten, die makroskopische Kristalle ausbilden sind folgende:
Bereits die Ägypter, Etrusker und Römer kannten den Amethysten. In China wurden kleine Gemmen aus ihm hergestellt. Im Mittelalter wurde er auch als Bischofsstein in Europa geschätzt.
Amethyste wurden oft auch in Krönungskleinodien verwendet, z.B. im Zepter von Katharina der Großen oder im Zepter der britischen Krone. Zum Vatikanschatz gehört der "päpstliche Amethystring".
| Kristallverhalten | |
| Spaltbarkeit | (1011) unvollkommen |
| Spaltrichtungen | |
| Bruch | muschelförmig, spröde |
| Zähigkeit | spröde |
| Härte | 7 |
| Dichte | 2,63 ... 2,65 |
| Geschmack | |
| Geruch | |
| Gefühl | |
| Lumineszenz | keine |
| Brechungsindex | Ne 1,543, No 1,554 |
| Doppelbrechung | 0,009 |
| Dispersion | 0,013 |
| Pleochroismus | meistens schwach, manchmal mit bloßem Auge wahrnehmbar |
| Interferenz | |
| Magnetismus | |
| Anlauf | |
| Flammenfärbung | |
| Lösbarkeit | |
| Lösverhalten | |
| Weitere Eigenschaften | Sattfarbene Steine können im Licht ihre Farbe verlieren |
| Verwendung | Schmuckstein, Ornamentstein |
| Bearbeitung | Facettenschliff, Cabachons, größere und kleinere Glypten |
| Vorkommen | Die Amethysten unterscheiden sich je nach
Fundort. Experten können den Fundort eines bestimmten Amethysten erkennen durch die
Farbe, Kristallform, Einschlüsse, Verbindung und Art der Formation. Die folgende Liste
enthält einige Fundorte mit den Merkmalen der dort zu findenden Amethysten:
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Jürgen Kühnle, Dillweisenstein, 1998
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