KLAPPE AUF
Karlsruher Kultur Magazin
Juni 96

Fast einsam, aber mit viel Charme halten sie das Fähnlein einer recht bombastischen, kunstvollen Rockmusik hoch, die unüberhörbar aus den 70ern kommt und vor allem in Frankreich von Tri Yann über Magma bis zu Ange sehr unterschiedliche Ausprägungen mit einem weitem Spektrum an Einflüssen von Mittelaltermelodik un folk bis zu Synthieorgien und Hardrock fand.
All das findet sich auch in der Musik des frankogermanischen Sextetts aus Karlsruhe, das sich mit den vier Songs seiner CD im zwölften Jahr deutlich gewachsen präsentiert.
Crépuscule bedeutet Dämmerung, doch finster, nachtschwarz sind die Texte über Angst, Alpträume, Verletzung, Verzweiflung und Sehnsucht, die sich Franco Rouvinet leidenschaftlich aus der Seele ringt. Und seine Kollegen bauen Francos Gefühlstheater einfallsreiche, klangmächtige Kulissen aus einer Musik, die man kennt und doch noch nicht gehört hat.
Denn „les lunes se lèvent" klingt überhaupt nicht altmodisch.
Ein Lob verdient auch Herbie Erbs kunstvoll gestaltetes Booklet.

jf

DROWNING NEWS
Juni/Juli 96

Ein gelungenes Debüt. Erinnert entfernt an eine Mischung aus ALAN PARSONS, PINK FLOYD und KING CRIMSON. Eine besondere Note verleiht Franco Rouvinet mit seiner eigenwillig, eindringlichen Stimme, die den Hörer geradezu anspringt, dem Konzept.
Ausgefeilte Arrangements, abwechslungsreicher Wechsel zwischen Rock-, Chanson und Pop-Elementen, die keine Langeweile aufkommen lassen.
Die ausschließlich französischen Texte (im Booklet in deutscher Übersetzung) bewegen sich zwischen Abgrund und Hoffnung, wie die gesamte CD sehr leidenschaftlich und intensiv erlebt wirkt. Musik, die aus dem Bauch kommt, durch´s Herz in den Kopf geht.
Ich ziehe mein Chapeau.

(2) sehr gut
Ly




Feedback
August/September ’96

Das schöne, alte Kinderlied „Der Mond ist aufgegangen" zitiert diese Karlsruher Formation im Titel ihrer eigenproduzierten CD, sofern mich meine sehr spärlichen Französischkenntnisse ( fremdsprachentechnisch gesehen...) nicht täuschen. Wenn doch, dann ist die Eröffnung für diese CD-Besprechung kräftig in die Hose gegangen.
Anyway - Crépuscule sind des Französischen auf jeden Fall ganz schön mächtig. Kein Wunder, handelt es sich bei dem Sextett doch um eine französisch-deutsche Kooperation.
Folglich schmücken Crépuscule ihre bemerkenswerten Songs nicht nur mit dieser Sprache aus, sondern haben zugleich einen Gutteil der Emotion des Chansons importiert. Kombiniert mit Elementen des Symphonic Rock, Gitarrenpops und AOR ergibt sich eine süffige Musik, die heitere Keyboardmelodien mit Melancholie und illustere Gitarren mit Heiterkeit paart.
Musik, die ganz und gar eigenständig ist und jeglicher Etikettierung trotzt.
Weitaus vielsagender er scheint in diesem Zusammenhang die Erkenntnis aus dem Text von „Criez d’amour ": „Besser die Welt mit Orgasmen bedecken, als sie mit Angst zu schlagen."

stefan glas
Szene
Sep 96

Französische Rockmusik ist „in", vor allem wenn sie so schön nach den 70ern klingt.
Die Karlsruher Band „Crépuscule" existiert bereits seit 1984. Sie überzeugt mit ihrer intensiven und kreativen Rockmusik, bleibt dabei aber zeitgemäß. Hierbei reicht das Spektrum von Folk bis hin zu Hardrock. Warum aber gerade französischer Sprache? Französisch bedeute eben „Leidenschaft", Melancholie" - französisch, weil das die Sprache der Liebe ist.
Die Platte wirkt wunderbar frisch und unverbraucht. Emotionen, Erlebnisse und Träume werden in den Texten aufgearbeitet.
Eine Band die absolut nicht alltäglich ist.

**** eindrucksvoll
(Istvan)

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© Crépuscule 1998
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