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Dieses ist das 16. Kapitel von "Die Imitationskirche."
Frank L. Preuss
Im Folgenden wollen wir einen Fall nehmen und ihn aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. Dieser Fall soll als eine Veranschaulichung dienen, wie Familienprobleme in einer geistigen Beziehung vorkommen können.
Wir haben zwei Menschen und wir wollen ihnen Namen geben. Sie sind Lisa und Dirk. Lisa und Dirk sind beide Christen und beide sind aktive Christen. Und beide arbeiten zusammen und tun Dinge für Gott. Sie ergänzen sich gegenseitig und Gott nutzt diese beiden Menschen und sie bringen Hilfe, die gute Nachricht, Heilung und Ermutigung zu vielen Menschen. Lisa ist alleinstehend und hat keine Kinder und Dirk ist auch alleinstehend, hat aber zwei Kinder. Lisa verbringt den größten Teil ihrer Freizeit mit der Arbeit in Gottes Weinberg und so auch Dirk. Einen recht beträchtlichen Teil dieser Zeit arbeiten sie zusammen. Sie sind befreundet und sind auch Teil der gleichen Gemeinde von Gläubigen. Oft finden diese Zusammentreffen in der Wohnung von Dirk statt und manchmal in Lisas. Lisa kennt Dirks Kinder gut und diese mögen Lisa.
Lisa und Dirk sind eifrig bestrebt als Christen zu wachsen und sie sind sich gegenseitig darin behilflich. Dirk möchte gern wieder heiraten und Lisa möchte unverändert bleiben; sie möchte weiter so leben wie Gottes Ruf sie getroffen hat. Sie glaubt, daß es so besser für sie ist. Sie hat die Bibel in dieser Hinsicht studiert und ist vertraut mit dem siebten Kapitel des ersten Briefes an die Korinther. Sie möchte nicht heiraten, denn sie möchte sich nicht Probleme in diesem Leben schaffen. Sie möchte frei sein von weltlichen Sorgen und möchte sich um die Dingen des Herrn kümmern - wie sie ihm dienen kann. Es ist ihr Ziel ihren Körper und ihren Geist dem Herrn zu widmen. Sie möchte ihr Leben so gestalten, daß sie in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen kann.
Dirk ist es gewohnt, eine Frau zu haben, und ihm gefällt das Eheleben, und jetzt ohne Frau zu sein, ist nicht sein Fall. Er möchte gern wieder heiraten. Er denkt auch an seine Kinder und daß es gut für sie wäre, wieder eine Mutter zu haben. Er hat Gott gebeten, ihm eine Frau und eine Mutter für seine Kinder zu geben. Und seit er nun Lisa kennt, glaubt er, daß sie die Frau ist, die Gott ihm gibt - daß Lisa der idealer Partner für ihn ist und eine gute Mutter für seine Kinder. Er glaubt auch, daß ihre Arbeit für Gott sogar mehr erfolgreich werden wird, wenn sie nicht nur Mitarbeiter und Freunde sind, sondern ein Ehepaar. Auch meint er, daß sich viele andere praktische Vorteile ergeben werden, wenn sie heiraten. Im Augenblick muß einer von ihnen immer zur Wohnung des anderen fahren, um diesen abzuholen, und auch muß telefoniert werden, um Dinge vorzubereiten und um geistige Probleme derjenigen zu besprechen, mit denen sie zusammenarbeiten, und er glaubt, daß solche Zeit verkürzt werden kann oder ganz vermieden werden kann. Und da wären eine ganze Reihe anderer Vorteile, wenn sie nur einen Haushalt zu führen hätten. Sie könnten, zum Beispiel, einander geistig viel mehr helfen, wenn sie mehr Zeit zusammen verbringen könnten.
Dirk macht kein Geheimnis aus der Tatsache, daß er Lisa mag und Lisa selbst mag Dirk und ihr gefällt das Zusammensein mit ihm und mit seiner Familie. Dirk beginnt seine Absicht anzudeuten und in geeigneten Augenblicken läßt er entsprechende Bemerkungen fallen und signalisiert sein Interesse, sie zu heiraten. Auf Lisa als Frau hat dieses einen Einfluß und auf eine Art erfreut es sie, daß er eine so positive Einstellung zu ihr hat und weiß, daß dies für ihre Arbeit eine Hilfe ist. Sie weiß, daß eine Abneigung ihr Ziel nicht fördern würde. Sie hat aber ihre Prioritäten in ihrem Leben gesetzt und schenkt der Tatsache, daß Dirk ihr Avancen macht, nicht allzuviel Aufmerksamkeit. Sie mag vielleicht auch denken, daß Dirks Verhalten typisch Mann ist und daß Männer glauben, sie müßten sich so verhalten. Sie ist sehr interessiert an allen Aspekten ihres Dienstes und vergeudet nicht allzuviel Zeit auf Dirks Anspielungen.
Nach einiger Zeit fängt Lisa aber an festzustellen, daß Dirks Verhalten Probleme in ihrer gemeinsamen Arbeit verursacht. Zum Beispiel hilft sie einem Mann und dieser Mann spricht recht positiv auf sie an und auch auf ihren Dienst und Dirk verhält sich unkooperativ. Sie denkt darüber nach und kann es nicht vermeiden, das Gefühl zu haben, daß Dirk eifersüchtig ist. Nach einigen solcher Erlebnisse kommt sie zu dem Schluß, das Dirk die gleiche Einsicht haben sollte, die sie hat, und daß auch er frei sein sollte, zu dienen, und nicht durch Ehe gehindert sein sollte. Sie möchte nicht, daß er heiratet, denn sie möchte nicht, daß er sich mit vielerlei Problemen in seinem Leben herumschlagen muß. Sie möchte, daß er frei von Sorgen ist. Wenn sie also geistige Dinge diskutieren, lenkt sie das Thema auf das siebte Kapitel des ersten Briefes an die Korinther. Dirk ist es gewohnt neue Einsichten in das Wort Gottes dadurch zu gewinnen, anderen zuzuhören und ist recht offen, Lisa anzuhören. Aber nach einiger Zeit wird ihm klar, daß diese Lehre persönliche Konsequenzen erfordert und sie eigentlich seinem Ziel in seinem persönlichen Leben widerspricht. Er hat also einen richtigen Kampf in seinem Denken.
Er ist an einem typischen Punkt in seinem Leben als Christ angekommen: wird er das Wort Gottes als sein letztendlich entscheidendes Kriterium für seine Entscheidungen wählen oder nicht? Wird er seinen Verstand erneuern? Er hat all sein Leben an Familienleben gedacht - an das Leben der natürlichen Familie - und das hat sich nicht geändert seitdem er Christ geworden ist. Vielleicht hat er relevante Bibelstellen zu diesem Thema gelesen, aber wirklich lebendig wurden sie für ihn nicht - weil er wahrscheinlich dazu gar nicht geneigt war. Daß er eigentlich nie wirklich etwas über dieses Thema gelehrt bekam war ein weiterer Grund. Eigentlich war das Gegenteil der Fall. Die ganze Art in der die Christen um ihn herum lebten und gelehrt wurden war der weltliche Weg des Familienlebens. Kirchenhochzeiten waren die normale Sache und fanden regulär statt.
Wird er sein Denken an dem ausrichten, was das Wort Gottes ihm zeigt? Wird er seine weltliche Art und Weise des Denkens aufgeben? Es ist der Weg, den er als Gottes Kind gehen sollte.
Seine Wahl könnte die Folgende sein: Er beginnt das Wort zu studieren und beschließt, es in seinem Leben anzuwenden. Er beginnt, die Kontrolle über sein Denken zu übernehmen. Alles was ihn zu einer sinnlichen Art des Denkens hinzieht, beginnt er als solches zu erkennen und ersetzt es durch ein Denken das in Übereinstimmung mit dem Worte Gottes ist. Er arbeitet systematisch an dieser Änderung. Er hört auf mit vielen fleischlichen Verhaltensweisen und er hört auf, sein Denken und seinen Verstand mit sinnlichen und weltlichen Berichten zu füttern und darüber zu diskutieren.
Er könnte auch die Wahl treffen, sich nicht zu ändern - daß er seinen bisherigen Weg des Denkens und Handelns beibehält. Er will immer noch heiraten und sein denken und planen geht in dieser Richtung weiter. Nach einer Weile wird ihm klar, daß Lisa sich nicht anders besinnen wird und er beginnt, nach einer anderen geeigneten Kandidatin Ausschau zu halten. Diese Alternative wird für seinen Dienst nicht hilfreich sein, denn es ist ja eigentlich eine Entscheidung fleischlich zu bleiben - sein weltliches Leben fortzusetzen. Sein Interesse an geistigen Dingen wird geteilt bleiben und es wird ihm nicht gelingen, ein siegreiches Leben zu führen. Er wird versuchen zwei Herren zu dienen: dem Fleisch und dem Herrn. Und das wird nicht funktionieren. Sein Hauptproblem aber wird sein, daß er geistig nicht wachsen wird. Er lehnte es ab, in diesem einen Punkt in seinem Leben, der für seine Fortschritt notwendig war, gehorsam zu sein und Gott wird nun warten, bis er seine Lektion gelernt hat und wird ihm wenig Neues zeigen. Er wird stagnieren. Und das ist fast wie rückfällig werden. Der einzig richtige Weg zu gehen, ist vorwärts zu gehen und mit den Dingen Gottes voranzukommen.
Aber da ist auch ein dritter Weg. Er beschließt, daß Lisa die Person ist, mit der er verheiratet sein sollte und er glaubt, daß Gott sie ihm geschickt hat und daß es nun darum geht, Lisa dazu zu bringen, dies zu erkennen und sich Gottes Willen zu fügen. Daß dieses in keiner Weise Gottes Wille ist, ist uns bereits bekannt von all dem was wir bisher bereits zu diesem Thema studiert haben. Da aber Dirk nicht bereit ist, Gottes Wort als Gottes Willen zu akzeptieren, wird er nicht fähig sein diese Wahrheit zu sehen. Er hat einen Weg der Zerstörung gewählt. Er greift in den freien Willen einer anderen Person ein und nicht nur das, er greift auch in den Willen Gottes ein. Er selbst denkt sicherlich, daß er Lisa liebt und nur ihr Bestes will und ihr einfach auf den richtigen Weg helfen will. Aber die erste Bedingung die man erfüllen muß, wenn man jemanden liebt, ist diese Person zu respektieren. Wenn wir behaupten eine andere Person zu lieben, wir sie aber nicht respektieren, werden wir sie nicht von unsere Liebe überzeugen. Gott schuf uns mit einem freien Willen und er respektiert unsere freie Willensentscheidungen, sogar wenn wir nicht seinen Willen tun oder gegen seinen Willen handeln.
Gott überläßt uns die Entscheidung - da er uns einen freien Willen gegeben hat - zu entscheiden, frei zu sein oder zu entscheiden, ein Sklave zu sein. Unsere Freiheit ermöglicht es uns, frei zu sein oder uns selbst zu Sklaven zu machen. Wir haben sogar die Freiheit andere zu unseren Sklaven zu machen. Es ist ein Zeichen eines tiefstehenden Geistes, daß er die Freiheit eines anderen nehmen will - oder seine eigene.
Wir sind jetzt zu einem entscheidenden Unterschied gekommen in der Art wie Gott mit seiner Schöpfung umgeht und wie der Teufel agiert. Gott ist offen und wird uns wählen lassen, ob wir seinen Willen tun wollen. Seine Gesetze zwingen uns nicht, sie leiten uns nur. Der Teufel wird Täuschung benutzen und die Wahrheit beugen und uns belügen, um uns dazu zu bewegen, seine Willen zu tun. Er wird versuchen, uns seinen Willen aufzuzwingen.
Gott hat uns einen freien Willen gegeben und er wird unseren freien Willen respektieren. Wenn wir eine Entscheidung treffen, Jesus zu dem Herren unseres Lebens zu machen, dann entscheiden wir aus unserem freien Willen heraus, Gottes Willen zu befolgen und zu tun, was er sagt. Dies kann verglichen werden mit einer Entscheidung etwas zu lernen, und dann eine Lehrzeit als Lehrling bei einem Meister zu absolvieren. Ich habe dann entschieden, den Anweisungen dieses Meisters zu folgen - dem Meister dieses Handwerkes das ich erlernen will. Dieser Meister hat dann das Recht und sogar die Pflicht mich zu lehren und zu führen und mir zu sagen, was ich zu tun habe. Er tut dies aber, weil ich ihn darum gebeten habe - weil wir beide einen entsprechenden Vertrag miteinander gemacht haben. Wenn dieser Meister versuchen würde mich dazu zu bewegen diese Dinge zu tun ohne daß wir diese Vereinbarung getroffen hätten - ohne daß ich ihn gebeten hätte mein Meister zu sein - dann würde dieser Meister falsch handeln - er würde versuchen, meinen freien Willen zu übergehen. Er würde sich eine Autorität anmaßen, die er nicht bekommen hat - die ich ihm nicht gegeben habe. Und dies ist genau das, was der Teufel tut. Er versucht, daß wir Dinge tun die er will, daß wir sie tun, und die wir nicht tun wollen. Er will, daß wir nach seinem Diktat handeln. Er versucht, unser Meister zu sein ohne daß wir ihn zu dieser Position ernannt haben. Und wenn wir uns klar sind über die Situation und wie der Teufel wirkt, dann werden wir erkennen, was vor sich geht und wir werden etwas gegen den Teufel unternehmen - wir werden ihm widerstehen und er wird von uns fliehen. Und eine Person die übel handelt, tut das gleiche, was der Teufel tut. Und eine Person, die möchte, daß wir Dinge zu tun, die wir nicht tun wollen und Dinge von denen wir glauben, daß sie verkehrt sind, tut auch das Gleiche - das Gleiche was der Teufel tut. Wenn eine solche Person sich nicht bewußt ist, was sie tut - daß sie etwas böses tut, - dann ist dies eine andere Angelegenheit. Es ist und bleibt böse auch wenn anscheinend die Absicht gut war und wenn diese Person doch nur unser Bestes wollte.
Das Ziel des Teufels ist es, daß wir ihn anbeten - Teufelsanbeter werden. Sein Ziel ist eindeutig in der Bibel erklärt. Der Teufel sagt zu Jesus in Matthäus 4,9, "Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest." Sein Ziel ist also eindeutig. Er möchte, daß alle vor ihm niederfallen und ihn anbeten.
Aber die meisten Leute tun es nicht - sie wollen keine Teufelsanbeter werden. Und der Teufel ist sich dessen wohl bewußt.
Und jetzt kommt der große Unterschied zwischen ihm und Gott. Der Teufel wird versuchen und jedes Mittel an das er nur denken kann benutzen, um uns dazu zu bringen ihn anzubeten, ohne daß wir die Entscheidung treffen es tun zu wollen, ohne daß wir es merken. Den Teufel anbeten bedeutet, ihm zuzuhören und seine Willen zu tun. Und das ist Hexenwerk. Und deshalb ist es warum das Erstreben anderen Menschen seinen Willen aufzuzwingen so etwas wie Hexerei ist - besonders jemanden anderes dazu zu bewegen, etwas zu tun, was diese Person nicht tun will und glaubt, daß es verkehrt sei. Und das ist der Grund, warum Gebete dieser Art nicht beantwortet werden. Gott wird nicht den freien Willen einer Person verletzen.
Wir wollen uns solche Gebete ansehen. In Lukas 10,40 haben wir ein solches Gebet:
Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife!
Da sind etliche Dinge verkehrt mit diesem Gebet. Eins ist, daß Martha möchte, daß ihre Schwester das tut, was sie, Martha, möchte. Wir wollen uns Jesus Antwort ansehen. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.
Jesus sagt Martha also deutlich, daß er ihrer Schwester nicht sagen wird, sie soll ihr helfen, ganz im Gegenteil, er sagt Martha, daß ihre Schwester das Richtige tut. Und er sagt ihr, daß sie das Falsche tut, daß es nur auf eins ankommt: zu seinen Füßen zu sitzen und seinen Worten zuzuhören.
Was ist verkehrt mit dem was Martha tut? Als erstes ist Martha sorgenvoll - sie macht sich Sorgen. Sich Sorgen zu machen ist Sünde. Es bedeutet, Gott nicht zu trauen - nicht zu glauben, daß Gott alles Nötige bewerkstelligen wird. Martha hat viele Sorgen. Sie sorgt sich um alle notwendigen Vorbereitungen (Lukas 10,40). Aber es war nicht wirklich nötig, all diese Vorbereitungen zu treffen. Wir wissen dies, weil es nicht nötig war Vorbereitungen zu treffen als Jesus große Menschenmengen lehrte. Jesus gab ihnen zu essen, ohne Vorbereitungen zu treffen. Er nährte 5000 und dann nährte er 4000 (Matthäus 16,9-10). Jesus konnte genauso Essen für die Gruppe der Gläubigen im Hause von Martha besorgen. Die Bibel sagt in Lukas 10,40, daß Martha sich viel zu schaffen machte mit Vorbereitungen die zu treffen waren. Sie machte sich viel zu schaffen. Sie machte sich aber viel zu schaffen mit den falschen Dingen. Die Dinge, mit denen sie sich wirklich zu schaffen machten sollte, mit denen machte sie sich nicht zu schaffen. Sie hätte sich damit zu schaffen machen sollen, sich zu Jesus Füßen zu setzen und seiner Rede zuzuhören (Lukas 10,39). Dirk macht sich nicht zu schaffen mit den wirklich wichtigen Dingen. Die wirklich wichtigen Dinge sind, sich zu Jesus Füßen zu setzen und seiner Rede zuzuhören. Das ist es was er tun sollte. Anstatt diese wichtige Sache zu tun beschäftigt er sich mit weltlichen Dingen, beschäftigt er sich mit weltliche Familienangelegenheiten ohne sich darüber klar zu sein, daß er eine geistige Familie hat und daß diese geistige Familie recht gut funktioniert, besser funktioniert als seine geplante weltliche Familie. Wir haben hier wieder das Wort "besser." Es ist "besser" nicht zu heiraten. Maria hat das gewählt, was "besser" ist. Dirk hat die Versammlung der Gläubigen in seinem Heim. Er hat den Leib des Herrn in seinem Haus. Christus besucht ihn in seinem eigenen Haus und anstatt zu seinen Füßen zu sitzen und auf seine Rede zu hören macht er sich zu schaffen mit weltlichen Dingen - macht er sich damit zu schaffen, eine weltliche Familie zusammenzubauen.
Etliche Frauen kommen zu diesen Versammlungen, junge und ältere, und jede von ihnen ist auf ihre Art eine Art Mutter für Dirks Kinder, besonders die älteren. Viele ältere Frauen eignen sich geradezu ideal für Mutterfunktionen und die Erziehung von Kindern. Und zu den jüngeren Frauen gehört Lisa und sie ist sogar befreundet mit seinen Kindern und hat besonderen Kontakt mit ihnen und ist des öfteren in deren Haus und hat sie als Gäste in ihrem Heim. Die Gemeinde spielt eine mindestens so gute Rolle als Mutter als es eine Ehefrau tun könnte.
Da gibt es ein zweites Gebet, wo eine Person will, daß jemand anderes ihren Willen tut. Beim ersten Gebet hatten wir es mit zwei Schwestern zu tun und in diesem zweiten haben wir zwei Brüder. Wir sehen also, daß diese Angelegenheit, einer anderen Person unseren Willen aufzudrücken, oft eine Sache zwischen Brüdern und Schwestern ist - zwischen Geschwistern.
In Lukas 12,13 haben wir dieses zweite Gebet, "Meister, sage meinem Bruder, daß er mit mir das Erbe teile." Es ist ein verkehrtes Gebet. Dieser Mann versucht den Willen seines Bruders umzustoßen. Und dazu zusätzlich tut er etwas weiteres falsch: er ist habgierig. Und das sagt ihm Jesus auch. Jesus antwortet, "Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter über euch gesetzt?" Und dann sprach er zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Geiz; denn niemand lebt davon, daß er viele Güter hat. Und dann sagte Jesus ihnen das Gleichnis vom reichen Narren. Dieser Mann war also habgierig. Er versuchte Dinge zu bekommen. Er hätte in Wirklichkeit erst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten sollen, so wäre ihm solches alles zugefallen (Matthäus 6,33). Die gleiche Situation trifft auf Dirk zu. Würde er erst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten, so wären ihm solches alles zugefallen. Dirk würde dann eine vollständige Familie zufallen. In Wirklichkeit hatte er bereits eine vollständige Familie, es lag nur an ihm, dieses zu erkennen. Er erkannte nicht die Familie die er hatte - seine geistige Familie - denn er sah nur seine natürliche Familie.
Jesus sagte zu dem Mann, "Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter über euch gesetzt?" Was ist ein Erbschichter? Ein Erbschichter - oder ein Schlichter - ist eine Person die von beiden Seiten ernannt wird. Beide Seiten geben einer solchen Person die Aufgabe ihre Differenzen zu schlichten. Jesus hatte aber nur den Wunsch des einen Mannes. Er hatte nicht den Auftrag des anderen Mannes - des Bruders, - um eine Entscheidung zu fällen. Hätte Jesus eine Entscheidung gefällt, dann hätte er es getan, ohne die Zustimmung des Bruders. Er hätte des Bruders freien Willen verletzt. Und nur der Teufel tut so etwas. Nur Leute die vom Teufel geführt werden tun so etwas. Es ist eine teuflische Art zu handeln - zu versuchen, anderen ihren Willen aufzuzwingen - zu wollen, daß andere das tun, was sie diktieren.
Wir sehen also, daß dieses Gebet falsch war und daß Jesus es nicht beantwortet hat. Jesus entsprach nicht dieses Mannes Wunsch - entsprach nicht seinem Ersuchen - seinem Gebetswunsch. Jesus sagte dem Mann, "Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter über euch gesetzt?" Jesus hatte nicht die Machtbefugnis das zu tun, was der Mann von ihm wollte. Hier haben wir eine gutes Beispiel der Tatsache, daß Gott den Menschen mit einem freien Willen ausstattete. Gott hat sich selbst eingeschränkt. Wenn unsere Gebete darauf abzielen, den Willen anderer zu ändern, dann ist Gott machtlos - er kann nicht handeln. Gott muß seine eigenen Prinzipien und sein eigenes Wort respektieren. Wenn er das nicht tun würde, dann würde er seine Vertrauenswürdigkeit verlieren. Gott aber ist sehr vertrauenswürdig - er hält seine Gesetze ein.
Von einem grundsätzlichen Standpunkt aus gesehen, widerspricht dieses Gebet einfach dem zehnten Gebot: "Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat" (2 Mose 20,17). Dieser Mann sollte einfach Gottes elementarer Forderung nachkommen: den zehn Geboten. Mit seinem Gebet übertritt er das zehnte Gebot: ihn gelüstet seines Nächsten Hab und Gut.
Vielleicht ist es angebracht, unsere Gebete zu überprüfen und herauszufinden, warum einige keine Antwort finden. Versuchen wir Grundsätzliches zu übertreten? Und insbesondere sollten wir überprüfen ob wir Dinge zu erreichen versuchen, die den Willen andere verletzen?
Falls wir ähnliche Gebete hatten, sollten wir beginnen, herauszufinden, warum sie nicht beantwortet wurden. Vielleicht wird uns bewußt, daß wir nicht den Willen des Vaters gebetet hatten und daß wir auch versucht haben, den Willen anderer Menschen zu ändern. Und es ist vielleicht eine gute Idee die Antworten genau zu studieren, die Jesus den Menschen gegeben hat in den zwei Fällen, die wir hier angesprochen haben und herauszufinden, ob wir ähnlich falsche Einstellungen und Ziele haben. Vielleicht ist da einiges zu korrigieren.
Da gibt es noch etwas anderes was man aus diesen beiden Gebeten lernen kann. Wenn Menschen zu uns kommen, um Führung und Richtung zu erhalten, Hilfe, Beratung und Gebet, dann sollten wir Ausschau halten, ob es da etwa eine ähnliche Einstellung gibt wie die in Martha und dem Mann der das Erbe mit seinem Bruder geteilt haben wollte. Wenn sie möchten, daß wir in einen Disput mit einer dritten Person eingreifen, wenn sie möchten, daß wir oder Gott einer dritten Person sagen sollen, was sie tun hat, dann sollten wir von Jesus lernen und so reagieren wie er es tat. Wir sollten ihr Anliegen nicht unterstützen. Vielleicht sollten wir ihr Ersuchen mit einem Etikett versehen - ihnen sagen, was sie eigentlich versuchen zu tun - und sie lehren, was es bedeutet zu versuchen, andere Menschen zu beeinflussen. Und wir sollten auch das Gleiche tun wie Jesus und sie von ihrer Ausrichtung auf die andere Person abbringen und sie dazu bewegen, sich selbst zuzuwenden - ihrer eigenen Geisteshaltung. Denn ihr Problem ist eigentlich nicht das Verhalten der anderen Person, sondern ihre eigene Einstellung.
Was sind diese Probleme? Sie sind eigentlich recht ernst. Es ist die Sünde des Klagens. Es ist die Sünde, nicht zufrieden zu sein - sich zu beschweren. Es ist die Sünde, schlecht über eine andere Person zu sprechen - üble Nachrede. Es ist die Sünde, weltliche Dinge haben zu wollen. Es ist die Sünde, einen anderen Menschen vom rechten Weg abbringen zu wollen. Es ist die Sünde, habsüchtig zu sein. Es ist die Sünde, ein Heuchler zu sein, denn wenn solche Leute religiös sind, dann sagen sie, "Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln," und wenn sie normal sind, dann wollen sie haben, dann drücken sie ihren Mangel aus - sie wollen, daß ihre Schwester ihren Willen tut, sie wollen, daß ihre Bruder das Erbe mit ihnen teilt, oder sie wollen, daß jemand sie heiratet, der sie nicht heiraten will.
Es ist eine Sünde, nicht nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit zu trachten. Es ist eine Sünde, sich in den freien Willen einer anderen Person einzumischen. Es ist eine Sünde, sich zum Herren einer anderen Person machen zu wollen und nicht den Herrn Herrn dieser Person sein zu lassen.
Eigentlich ist es unsere Aufgabe etwas dagegen zu tun, wenn eine andere Person versucht, uns etwas tun zu lassen, das wir nicht tun wollen. Wir sollten einer solchen Person Einhalt gebieten. Wenn wir diese Person nicht stoppen, dann müssen wir es riskieren, in eine Situation zu kommen, in der eine solche Person uns anfängt zu beherrschen. Wir könnten uns bald in einer Position befinden, in der jemand anderes Teile unseres Lebens leitet.
Sie wollen uns beeinflussen, Dinge zu tun die wir nicht tun wollen. Und dieses ist nicht einfach eine schlechte Angewohnheit oder eine schlechte Manier. Es ist eine Sünde. Und nicht nur das, es ist eine entscheidende Sünde. Es ist eine solche schlechte Sünde, weil es die erste Sünde war, die begangen wurde. Mit dieser Art von Sünde fingen alle Probleme auf diese Erde an. Adam wurde entgegen seines besseren Wissens zur Sünde beeinflußt. Es ist eine sehr schlechte Sache, jemanden dazu zu bringen, etwas zu tun, was er nicht tun will. Warum erlag Adam diesem Einfluß? Weil er nicht nein sagen konnte.
Adam hätte einfach Evas Ansinnen abweisen sollen. Am besten wäre es gewesen, wenn er zu Eva gesagt hätte, "Gott hat mir geboten, nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen." Warum tat er es nicht? Warum tun es die Menschen heute nicht? Warum passiert so etwas immer besonders in Familien? Warum passiert so etwas besonders zwischen Mann und Frau?
Wir wollen nett sein. Wir wollen dem Wunsch eines uns nahestehenden Menschen nachkommen. Die einzige Person die uns wirklich nahesteht, tritt mit einem Anliegen an uns heran - in Adams Fall, die einzige andere Person die auf Erden existierte - und wir wollen dieser Person ihren Wunsch erfüllen.
Salomos Mutter kam zu ihrem Sohn, dem König, mit einer Bitte. Und wie reagierte Salomo, der König? Salomo stand auf und ging ihr entgegen und neigte sich vor ihr und setzte sie auf seinen Stuhl. Und es ward der Mutter des Königs ein Stuhl gesetzt, daß sie sich setzte zu seiner Rechten. Das ist eine Art und Weise wie auch wir jemand behandeln möchten, der uns nahesteht, unsere Mutter, unsere Frau, jemand Liebes in der Familie. Und Salomo ging sogar soweit, seiner Mutter zu sagen, daß er sich ihrer Bitte, die er noch gar nicht kannte, nicht widersetzen würde. Er sagte, "Ich will dein Angesicht nicht beschämen." Aber seine Haltung änderte sich vollständig, als er ihre Aufforderung hörte - eine Aufforderung seine Herrschaft zu gefährden. Was tat er? Er gab Anweisung, das Problem sofort zu töten (1 Könige 2,13-25).
Und das ist es was wir zu tun haben: das Problem sofort zu töten. Salomo sah sofort die Bedeutung dieses Ansuchens. Es war der Versuch, ihn um den Thron seines eigenen Lebens zu bringen. Aber es war noch mehr. Es war der Versuch, ihn von dem Thron Israels abzusetzen. Und das würde bedeuten, daß die Kinder Gottes - die Gemeinde der Gläubigen - nicht mehr einen Führer hätten, der von Gott erwählt worden war, sondern einen Führer, der vom Teufel ausgesucht war. Die ganze Gemeinschaft der Kinder Gottes würde plötzlich in den Händen des Teufels sein.
Wir müssen das Problem sofort töten. Was ist das Problem? Es ist nicht wirklich die Person die zu uns spricht. Es ist nicht wirklich Eva, oder Adonia, oder Bath-Seba, oder Petrus, oder Dirk. Es ist die unsichtbare Opposition der satanischen Mächte. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel (Epheser 6,12).
Gott gebot uns, im Leben zu herrschen - unter seiner Autorität zu herrschen. Wenn wir irgend einer anderen Person erlauben auf diesem Thron unseres Lebens zu sitzen - etwa dem Teufel oder einer anderen Person - dann begehen wir das Verbrechen des Hochverrats. Sie sollten niemals von Ihrer Eigenverantwortung abdanken. Niemand sollte die Aufsicht und den Befehl über Sie selbst führen als Sie selbst. Kämpfen Sie gegen Einmischung und Aufdringlichkeit jeder Herkunft.
Jesus als Herrn in meinem Leben zu haben bedeutet, daß ich niemand anderem erlaube, eine Herrschaft über mich auszuüben. Dieses ist auch keine Sache der Priorität oder der Rangordnung, eine Frage wer oder was zuerst kommt, und was dann kommt, und was wichtiger ist, und was nicht so wichtig ist. Es ist entweder Christus der mein Herr ist, oder es ist Satan. Da gibt es keine Alternative. Adam gab dem Ersuchen Evas nach, den Eindruck mag die Schilderung erwecken, aber die geistige Bedeutung war, daß er die Herrschaft über sich dem Teufel übergab. Und dies bedeutete, daß Sünde und Tod von dem Augenblick an herrschten (Römer 5,12-21).
Wenn wir Jesus studieren, werden wir sehen, daß er sich recht prononciert ausdrückt, wenn jemand ihm sagt, was er zu tun hat; wenn jemand will, daß er Dinge tun soll, die völlig falsch sind; Dinge, die er nicht tun will. Wenn wir das Gleiche tun - Worte gebrauchen, die andere bestürzen - so befinden wir uns auf gutem Grund. Jesus sagte zum Beispiel, "Hebe dich, Satan, von mir!" als Petrus ihm sagte, was er zu tun hätte (Matthäus 16,22-23).
Wer stand denn wirklich hinter Petrus, Jesus engstem Jünger? Es war Satan. Wer war wirklich hinter Bath-Seba, Salomos Mutter und hinter Adonia, Salomos Bruder? Es war Satan. Wer war in Wirklichkeit hinter Eva? Es war die Schlange. Es ist also immer Satan der es auf den Thron unseres Lebens abgesehen hat. Die Menschen, die in unserem Leben auftauchen, werden nur von ihm gebraucht und er scheint die Mitglieder unseres engeren Familienverbandes vorzuziehen - sogar Mitglieder der engeren geistigen Familie.
Wir haben andere Menschen in unserer Vergangenheit gelehrt, wie sie uns behandeln sollen. Wenn wir abhängig werden von anderen, dann deshalb, weil wir es bestimmt haben. Es spielt keine Rolle, ob uns dies bewußt ist oder nicht. Wenn wir es mit dominierenden Personen zu tun haben - und wir können das nicht immer vermeiden - dann haben wir immer eine Wahl: Entweder lassen wir es zu wie sie uns behandeln oder wir lassen es nicht zu. Wir zeigen solchen Leuten also dauernd wie sie uns behandeln sollen. Wenn wir ihren Absichten nachgeben, dann werden sie so weitermachen. Wenn wir ihnen widerstehen, dann zeigen wir ihnen, daß ihr Verhalten bei uns nicht zieht.
Wir wollen uns ein weiteres Beispiel ansehen. Eine Person macht Pläne ohne mich zu fragen und nimmt einfach an, ich werde mitmachen. Dieses ist eine typische Situation in einer Familie. Und es ist nicht nur eine typische Situation in einer natürlichen Familie, sondern kommt auch in der geistigen Familie vor. Wenn so etwas passiert dann sollte ich es als solches erkennen - besonders wenn solche Pläne nicht mit Gottes Word übereinstimmen. Und ich sollte es etikettieren - ich sollte die Sache beim Namen nennen - es als das bezeichnen, was es ist: "Mache bitte keine Pläne ohne sie mit mir abzustimmen und nimmt nicht einfach an, ich werde mitmachen." Oder ich sollte einfach nicht mitgehen, wenn die andere Person losgeht und mir bedeutet zu folgen. Es ist eine respektlose - unhöfliche - Einstellung. Es ist eine Entscheidung über meinen Kopf hinweg zu machen. Wenn zwei Menschen etwas zusammen machen wollen, dann müssen sie zuerst einmal zu einer Übereinstimmung kommen. Wenn dies nicht geschehen ist, dann entsteht leicht eine Situation, die zu ernsten Beziehungsproblemen führt. Dieses ist besonders dann der Fall, wenn beiden Seiten nicht bewußt ist, was eigentlich vor sich geht - wenn sie nicht merken, was einer von ihnen tut. Die Person, der es angetan wird, wird bewußt oder unbewußt unglücklich darüber sein, und kann negative Gefühle gegenüber der Person entwickeln, die es ihr antut. Und wenn dies dauernd passiert, dann ist Grund für ein ernstes Beziehungsproblem gelegt.
Da muß es Übereinstimmung geben, bevor etwas zusammen gemacht werden kann. "Mögen auch zwei miteinander wandeln, sie seien denn eins untereinander?" Amos 3,3. Eine andere Möglichkeit ein solches Verhalten zu bezeichnen, wäre diese Schriftstelle zu quotieren und diese Person zu fragen, "Gehen zwei etwa den gleichen Weg, ohne daß sie sich dazu verabredet haben? Dieses ist vom Buche Amos drittes Kapitel Vers drei. Glaubst Du nicht, Du solltest erst eine Übereinstimmung von mir erfragen."
Ein typisches Beispiel ist es, wenn eine andere Person will, daß man mit ihr geht, aber nicht erst nachfragt und es nicht erst zur Diskussion stellt. Sie nimmt es für selbstverständlich an, daß man mitgeht. Sie fängt einfach an, von dem Ort zu sprechen, und von den Leuten die man dort treffen wird, und wann es sein wird, als ob alles bereits beschlossene Sache ist. Wenn man dann mitgehen würde nur weil man nicht "Nein" sagen kann, aber eigentlich nicht mitgehen will, dann würde man dieser Person erlauben, daß sie uns dazu bringt uns so zu verhalten, wie diese Person es diktiert. Wir sollten ein solches Verhalten einfach beobachten und sehen, was passiert, wenn der Augenblick kommt, los zu gehen, und man sich nicht von der Stelle bewegt. Und vielleicht geben wir, wenn die Frage gestellt wird, warum wir nicht mitgehen, keine Antwort. Wir diskutieren es nicht mit ihr. Wenn zwei zusammen reden wollen, dann sollten sie es beide wollen.
Und da haben wir ein weiteres typisches Beispiel: miteinander reden. Wenn zwei miteinander reden wollen, dann sollten sie darüber übereinstimmen. Wir müssen nicht reden, nur weil jemand mit uns reden will. Wenn jemand zu uns mit einer falschen Einstellung kommt - zum Beispiel mit der Ansicht, wir müssen mit ihm reden - dann ist es vielleicht eine gute Methode, nicht mit ihm zu reden. Wir reagieren einfach nicht - bleiben stumm - wir praktizieren die Sprache des Schweigens. Wenn wir anfangen, dies zu praktizieren, werden wir vielleicht nicht allzu glücklich darüber sein. Wir werden uns nicht recht wohl fühlen, den Wunsch einer anderen Person mit uns zu kommunizieren, zu ignorieren. Aber wir werden es lernen, zu spüren, wenn jemand die falsche Einstellung hat, denn seine Reaktion zu unserem Schweigen wird seine Einstellung schon in einem klareren Licht erscheinen lassen.
Wenn uns jemand nach der Uhrzeit fragt, und wir spüren, daß er die Frage nicht sehr höflich gestellt hat und er eigentlich weniger eine Frage gestellt hat sondern mehr etwas von uns verlangt hat, und wir dann dieses Verlangen ignorieren, dann wird unsere Vermutung seiner Geisteshaltung wahrscheinlich dadurch bestätigt, wie er auf unser Schweigen reagiert. Wenn die Reaktion als eine Beschwerde kommt, dann ist diese Beschwerde ein gutes Zeichen, daß uns jemand einfach manipulieren wollte.
Dieses ist der gewöhnlichste Fall einer Manipulation. Jemand will etwas von uns oder jemand verlangt etwas von uns, und wenn er es erhält, dann ist er zufrieden. Er hat uns erfolgreich manipuliert. Wenn wir nicht dem nachgekommen, was er will - wenn wir ihn beispielsweise ignorieren - dann wird er sich über uns beschweren, er wird uns beschuldigen, etwas verkehrt gemacht zu haben, oder uns sogar beschimpfen. Und diese Reaktion auf die Tatsache, daß er mit seinem Manipulationsversuch nicht erfolgreich war, ist eine Bestätigung für uns, daß unser Gefühl, hier liegt ein Manipulationsversuch vor, richtig war. Wenn er sich nicht beschwert, können wir annehmen, daß er wahrscheinlich respektvoll gehandelt hat. Wenn immer eine Schuldzuweisung ausgesprochen wird, kann man davon ausgehen, daß ein Manipulationsversuch vorlag. Wenn keine Schuldzuweisung erfolgt, dann können wir annehmen, daß die Person aufrichtig gehandelt hat und sich respektvoll verhalten hat. Je mehr Erfahrung wir in diesem sammeln, je mehr werden wir im voraus wissen, ob ein Manipulationsversuch im Gange ist. Wenn wir uns selbst testen wollen, dann brauchen wir uns nur selbst zu beobachten, ob wir Schuldzuweisungen austeilen, nachdem einer unserer Manipulationsversuche fehlgeschlagen ist. Wenn wir eine beklagende - sich beschwerende - Einstellung haben, eine Geisteshaltung eine Schuldzuweisung zu erteilen, dann wissen wir, daß da etwas verkehrt mit uns ist.
Je mehr Erfahrung wir sammeln mit dem Beobachten von Manipulationsversuchen, je mehr gelassen werden wir werden. Bevor wir richtig anfangen Manipulationen zu beobachten und zu erkennen, sind wir ihnen gegenüber recht gleichgültig, weil wir eigentlich gar nicht wissen, was vor sich geht. Aber dann, wenn wir anfangen festzustellen, daß jemand uns tatsächlich versucht zu manipulieren, werden wir uns über so etwas aufregen und es wird uns das Gefühl geben, daß andere uns benutzen und uns mißhandeln. Und wir entwickeln vielleicht negative Gefühle gegenüber solchen Leuten. Aber wir dürfen eine solche Entwicklung nicht zulassen. Wir müssen immer Vergebung üben. Je mehr wir Vergebung praktizieren und je mehr wir fortfahren, dieses Phänomen der Manipulationsversuche zu beobachten, je mehr werden wir es gelassen hinnehmen und uns wird bewußt, wie gewöhnlich es ist und wir werden es einfach als alltäglichen Bestandteil des Verhaltens vieler Menschen wahrnehmen. Viele Menschen haben einfach das Bedürfnis eine Reaktion von anderen Menschen zu erhalten, ein Bedürfnis anderen zu sagen, was sie tun sollen, ein Bedürfnis andere zu manipulieren.
Wenn Sie mit einem Mann reisen und dieser Mann fängt an, zu Ihnen zu sprechen, Sie konzentrieren sich aber auf Ihr Fahren, den Verkehr, das Wetter, die Dunkelheit, die sich beschlagenden Fenster, die Straßenverhältnisse, und Sie nicht auf sein Sprechen eingehen und stumm bleiben, dann werden Sie recht bald seine Einstellung kennenlernen. Wenn seine Haltung echt ist, wird er bald aufhören, Sie anzureden. Und wenn seine Geisteshaltung verkehrt ist, wird er nicht ablassen, mit dem Versuch, mit Ihnen ein Gespräch anzufangen, er wird weiter versuchen, Ihnen ein Gespräch aufzudrängen. Er will, daß Sie das tun, was er will. Er entfaltet eine dominierende Haltung. Er will Ihr Meister sein. Und da gibt es nur einen Weg der Reaktion: seiner Forderung nicht nachzugeben. Wenn Sie die richtigen Worte finden und ihm erklären, daß Sie seinem Verlangen widerstehen, dann ist dies vielleicht angebracht. Wichtig ist es jedoch, nicht das zu tun, was er will. Die Hauptsache beim Widerstand gegen den Teufel ist es, nicht das zu tun was er will.
Wir müssen also das Problem sofort töten. Wenn wir es nicht tun, dann wird das Problem größer und größer und wird zu einer Festung die uns fesselt und uns zum Sklaven macht. Und wenn sich ein solches Problem über einen langen Zeitraum hinweg erstreckt hat - über viele Jahre, vielleicht über ein ganzes Leben oder über den gesamten Zeitraum einer Ehe oder einer Freundschaft oder eines Familienverhältnisses - dann wird es viel schwieriger, da heraus zu kommen. Stellen Sie sich vor während Sie dieses lesen, daß Ihnen die Tatsache bewußt wird, daß da seit vielen Jahren diese Person in Ihrem Leben ist, die Ihnen recht nahe steht, und daß sie einst damit angefangen hat, und seit dem fortfährt, für sie zu planen ohne Sie in ihre Planung einzubeziehen und einfach annimmt, daß Sie mitmachen. Und Ihnen war einfach nicht bewußt, was da passierte und wie es passierte. Und jetzt wird Ihnen dieser Umstand bewußt und Sie wollen es stoppen. Und Sie denken, "Wie werde ich das machen?" Nach all diesen Jahren, in denen Sie dieses Verhalten geduldet haben, wollen Sie nun plötzlich dieser Behandlung ein Ende setzen. Wahrscheinlich müssen Sie diese Situation wirklich gründlich überdenken und es wird für Sie ein rechter Aufwand werden, einen Plan zu entwickeln, der der Situation entspricht und Ergebnisse zeitigt. Und wird es Ihnen gelingen, das Ganze in Liebe auszuführen? Und was passiert, wenn die Beziehung darunter leidet? Was, wenn sie zerbricht? Was, wenn diese Person Ihnen sagt, daß Sie sie wohl nicht mehr lieben?
Dieses sind Situation, wo wir eigentlich keine Kompromisse über unsere Überzeugung zulassen können - auf der einen Seite - und - auf der anderen Seite - in Liebe wandeln müssen. Wir müssen wie Jesus handeln. Er tat immer was er tun wollte und was mit seinen Prinzipien übereinstimmte. Und er tat es in Liebe. Sogar wenn er zurechtwies tat er es in Liebe.
Denken Sie an eine Situation in der Sie seit vielen Jahren an einem bestimmten Tag des Jahres eingeladen sind, eine Person, die Ihnen nahesteht, zu besuchen. Und Sie erschienen dort jedes Jahr, aber seit langem ist es zu einer Tradition geworden und Ihnen gefällt es eigentlich gar nicht mehr mit dieser Person an einem traditionellen Besuchstag zusammenzukommen. Und jetzt wird Ihnen klar, daß Sie eigentlich immer nur dort erschienen, weil Sie nicht "Nein" sagen konnten. Aber jetzt wollen Sie "Nein" sagen. Wie werden Sie es tun? Wie wird diese Person reagieren? Vielleicht könnte ein Weg sein, diese Verhaltensmuster zu brechen, diese Person vor dem festgelegten Tag zu besuchen und es unangemeldet zu tun und ihr einfach zu sagen, daß Sie - von nun an - sie besuchen werden, wenn bei Ihnen der Wunsch danach besteht und Sie sie sehen wollen.
Wir wollen uns nun eine Situation ansehen, in der Manipulation offensichtlich ist. Sie gehen auf der Straße und eine Person nähert sich Ihnen und spricht Sie an und will vielleicht etwas von Ihnen. Vielleicht will sie Ihnen etwas sagen oder sie will einfach etwas Geld. Aber nun nähert sie sich Ihnen in einer recht aggressiven Weise, sie tritt direkt vor Sie hin. In dem sie ihren Körper genau dort hin plaziert, wo Sie gehen wollten, werden sie gezwungen, anzuhalten. Diese Person will nicht nur, daß Sie das tun, was sie will, sie benutzt auch physische Mittel, um es zu erreichen. Dies ist fast Freiheitsberaubung, besonders dann, wenn sie auch danach versucht, Sie am Weitergehen zu hindern. In einem solchen Falle sollte man einfach um diese Person herumgehen. Jedenfalls sollte man diesem drastischen Manipulationsversuch nicht nachgeben.
Sollte diese Person jedoch so weit gehen, Sie tatsächlich durch weitere physische Handlungen an Ihrer Freizügigkeit zu hindern oder Ihnen Dinge entwenden und Sie physisch zwingen, etwas zu tun, dann sollten Sie Matthäus 5,38-41 anwenden.
Wir wollen diese Ausnahme, die Jesus uns in Matthäus 5,38-41 lehrt, ansehen. Es heiß dort im Vers 39, "Leistet dem, der euch etwas böses tut, keinen Widerstand." Im originellen Griechischen wird dort nicht wirklich von einer Person gesprochen, sonder nur von einer Tätigkeit. Wir sollen keinen Widerstand einer üblen Person leisten, sondern wir sollen keinen Widerstand einer üblen Tat leisten. Wir haben also hier wieder eine Situation, wo Bibelübersetzer Zusätze zum Wort Gottes machen, denn sie meinen, sie müßten richtig erklären, was Jesus lehrt. Jesus aber klärt seine Aussage sofort danach indem er Beispiele von Übel gibt, dem wir nicht Widerstand leisten sollen. Die Beispiele, die er gibt, sind Beispiele in denen physische Gewalt gebraucht wird - körperliche Kraft wird benutzt, um uns dazu zu bringen, etwas zu tun. Es geht darüber hinaus, uns psychisch so zu beeinflussen, das wir etwas tun - es geht darum, uns mit Gewalt dazu zu bewegen und es mit militärische Mittel durchzusetzen - mit Waffengewalt - oder mit der Amtsgewalt eines Gerichtshofes, welche in ihrer Wirkung eine Gewalt ist, die durch die öffentliche Gewalt, die Polizei oder die Gefangenenbehörde, also bewaffnete Vollzugsbeamte, unterstützt wird. Aber die Beispiele die uns Jesus gibt, sind nicht üble Dinge, die wir gezwungen werden zu tun. Die Dinge die wir gezwungen werden zu tun sind überhaupt nicht übel. All die Dinge die Jesus anführt sind eigentlich gute Taten. Sie befinden sich alle vollständig in Übereinstimmung mit allen anderen Lehren Jesu. Was übel ist, ist die Tatsache, daß jemand uns zwingt sie zu tun - uns direkt oder indirekt mit Hilfe von Waffen zwingt. Wenn wir also nicht gezwungen werden, nicht mit Waffengewalt gezwungen werden, dann tun wir nicht was uns da befohlen wird. Wir befolgen dann die Forderung, wenn Waffengewalt benutz wird, und - das ist wichtig - wenn das, wozu wir gezwungen werden, etwas Gutes ist. Sollte es etwas Schlechtes sein das sie uns zu tun auffordern, dann tun wir es nicht - auch wenn sie es mit Waffengewalt erzwingen wollen.
Diese Lehre in Matthäus 5,38-41 kann also nicht als Ausrede genutzt werden, Böses zu tun, weil uns jemand dazu zwingt. Wenn uns jemand zwingt etwas zu tun was Böse ist, dann tun wir es nicht. Es spielt keine Rolle ob es nur psychisch geschieht oder ob es durch physische Mittel durchgesetzt werden soll, wir befolgen solche Forderungen nicht. Wenn physische Mittel eingesetzt werden mit dem Ziel uns zu verletzen oder zu töten, dann sind wir durchaus darauf vorbereitet: wir tun das Gleiche was Jesus in solchen Situationen tat. Sie suchten abermals ihn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren Händen (Johannes 10,39). Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus (Johannes 8,59). Jesus entkam solchen Situationen regelmäßig. Jesus wurde verfolgt mit dem Ziel gesteinigt zu werden, gefangengenommen zu werden, getötet zu werden. Nur einmal entkam er nicht, und das war, weil er entschieden hatte, die Verfolgung mit dem Ziel seiner Tötung stattfinden zu lassen. Aber die normale Situation war, daß er entkam und dies hat er uns geboten, auch zu tun: "Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere" (Matthäus 10,23). Wir geben also einer gewaltsamen Forderung nur dann nach, wenn das, was wir gezwungen werden zu tun, etwas Gutes ist. Wenn es etwas Böses ist, dann geben wir nicht nach. Und wenn wir nur psychisch von jemanden genötigt werden, dann geben wir nicht nach. Wenn man uns also zwingen will, etwas Böses zu tun, dann geben wir also ganz bestimmt diesem Druck nicht nach.
Ein Gesichtspunkt der Lehre Jesu in Matthäus 5,38-41 ist also, daß es falsch ist, jemand seinen Willen aufzuzwingen.
Wir wollen uns Jesus drittes Beispiel ansehen. Es ist in Matthäus 5,41, "Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei." Es ist nichts damit verkehrt, mit jemanden eine oder zwei Meilen zu gehen. Im Prinzip ist es etwas Gutes. Sogar wenn man uns zwingt es zu tun, bleibt es etwas Gutes. Was verkehrt ist, ist daß eine Person eine andere dazu zwingt. Diese Anwendung von Gewalt ist verkehrt. Es ist es was schlecht ist. Der Versuch, eine andere Person dazu zu bringen seinen Willen zu tun, ist es was Jesus als böse bezeichnet. Da gibt es sogar ein Beispiel in der Bibel wo jemand dazu gezwungen wird, mitzugehen. In Matthäus 27,32 und in Mark 15,21 haben wir den Bericht, wie ein Mann von Kyrene, mit dem Namen Simon, gezwungen wurde, das Kreuz zu tragen. Die Soldaten, die Jesus mißhandelten, zwangen Simon, mitzugehen. Simon wurde also von Soldaten mit ihren Waffen gezwungen. Das Wort "zwingen" ist das griechische Wort "aggareuo", und ist das Wort mit der Nummer 29 in Strongs Konkordanz. Dieses Wort "aggareuo" wird nur dreimal in der Bibel benutzt und diese drei Fälle sind diejenigen die wir gerade genannt haben: Matthäus 5,41, Matthäus 27,32 und Mark 15,21. Von dem Fall des Simon her wissen wir also, daß dieses Wort "aggareuo" bedeutet, daß Soldaten einen Dienst erzwingen. Und dieses "in den Dienst zwingen" ist es, was Jesus als Übel bezeichnet in Matthäus 5,41. Die Tat des in den Dienst zwingen ist übel, der Dienst selbst ist nicht übel. Es ist also übel jemanden in seinen Dienst zu pressen und es ist gleichgültig, ob es gezwungenermaßen geschieht oder durch Mittel der Manipulation.
Es gibt also die verschiedensten Arten wie eine Person an uns herantreten kann und wir sollten damit anfangen, dies bewußt wahrzunehmen und eine Reaktion wählen, die der Situation gerecht wird. Fangen Sie damit an, zu beobachten, wie Menschen an Sie herantreten: Was tut eine Person, wenn sie etwas von Ihnen will, während Sie auf der Straße gehen? Es ist ein Unterschied, ob diese Person zu Ihnen spricht und sich dabei zu Ihnen gesellt, während Sie weitergehen oder ob diese Person von Ihnen erwartet, daß Sie stehen bleiben, um ihr zuzuhören oder ob diese Person sogar Ihren Weg blockiert, indem sie sich vor Ihnen aufbaut, und Sie gezwungen werden, um sie herumzugehen. Der erste Fall ist voll zu akzeptieren, der zweite vielleicht und das Verhalten der Person im dritten Fall ist falsch.
Wenn eine Person mich mit einer richtigen Einstellung bittet, dann bin ich gern bereit zuzuhören und Hilfe zu gewähren. Es ist diese Einstellung die wir versuchen sollten aus unsere Beobachtung heraus zu erspüren.
Was tun Sie, wenn Sie eingeladen werden, aber Sie wollen der Einladung nicht folgen? Sie sagen "Nein" in einer mehr oder weniger höflichen Form. Was tun Sie wenn dieses "Nein" nicht akzeptiert wird und die einladende Person Sie unter Druck setzt? Sie sollten dann sofort merken, daß Sie es mit einer Person zu tun haben, die möchte, daß Sie das tun, was sie sagt. Sie will Ihr Meister sein. Dies ist eine so wichtige Angelegenheit, denn Sie haben nur einen Meister, und das ist der Meister. Wenn Sie Jesus als Ihren Herrn und Meister akzeptiert haben, dann hat ein Wechsel auf dem Thron Ihres Lebens stattgefunden. Ihr Selbst ist nicht auf dem Thron, es hat abgedankt, und Jesus ist nun auf diesem Thron Ihres Lebens. Wenn Sie aber Ihrem Selbst wieder erlauben Ihr Meister zu sein, dann ist Jesus nicht mehr Ihr Meister. Das Gleiche passiert, wenn Sie einer anderen Person erlauben, Ihr Meister zu sein. Wenn Sie einer Person nachgeben, die will, daß Sie das tun, was sie diktiert, dann kann Jesus nicht mehr auf dem Thron sein, denn diese Person sitzt jetzt darauf.
Wenn Sie einer solchen Einladung folgen, weil Sie nicht "Nein" sagen können, dann versetzen Sie sich höchstwahrscheinlich in eine Situation, wo Sie noch etliche weitere Dinge tun werden, die Sie eigentlich nicht wollen, sie aber tun, weil Sie nicht "Nein" sagen können. Die einladende Person wird mit mehr Dingen an Sie herantreten, bei denen sie will, daß Sie das tun, was Sie nicht tun wollen und Sie werden schließlich Dinge tun, die Sie hassen und von denen Sie wissen, daß sie nicht Ihren Überzeugungen entsprechen.
Sie sollten sich also darüber klar werden, was für eine Einstellung die Person hat, die Sie einlädt - auf welche Art die Einladung ausgesprochen wurde. Vielleicht hat diese Person die Meinung, Sie müßten kommen. Die Art, wie sie die Einladung formuliert, zeigt Ihnen vielleicht, daß Ihnen eigentlich gar nicht die Wahl gegeben wird, der Einladung zu folgen oder ihr nicht zu folgen. Sie werden nicht gefragt, ob Sie kommen möchten, es wird einfach angenommen, daß Sie kommen werden. Ihnen wird das Gefühl gegeben, als ob etwas mit Ihnen verkehrt wäre, wenn Sie nicht kämen - wenn Sie ablehnen.
Die Tatsache, daß der Einladende glaubt, Sie müßten kommen, bedeutet, daß wenn Sie dann bei ihm sind, er weitere Dinge von Ihnen erwartet und wenn Sie diese dann nicht tun, er Sie merken lassen würde, daß etwas mit Ihnen verkehrt ist. Er hat Sie also bereits am Anfang nicht respektiert indem er meinte "Sie müßten kommen" und er wird Sie auch im Nachhinein nicht respektieren, wenn Sie bei ihm sind. Er ist nicht zufrieden. Er sollte zufrieden sein, wenn Sie kommen, und er sollte zufrieden sein, wenn Sie nicht kommen. Er sollte in beiden Fällen zufrieden sein. Wenn er diese Einstellung hätte, dann würden Sie sich auch bei ihm wohl fühlen. Sie würden sich aber nicht wohl fühlen in der Umgebung von Menschen, die Ihr Leben für Sie führen wollen.
Höchstwahrscheinlich werden Sie eine Bestätigung Ihrer Vermutung bekommen, wenn Sie "Nein" sagen zu seiner Einladung. Wenn er Ihr "Nein" nicht akzeptiert und er mit Ihrem "Nein" nicht dieses Thema fallen läßt, dann ist dies ein gutes Zeichen, daß er glaubt, Sie müßten kommen - daß er aufdringlich ist. Wahrscheinlich wird er wissen wollen, warum Sie nicht kommen wollen. Vielleicht fragen Sie ihn dann, wozu er diese Information benötigt. Dies ist ein Hinweis für ihn, daß Sie diese Frage für taktlos halten - daß er mit seiner Frage eigentlich herausfinden will, was für persönliche Gefühle Sie ihm gegenüber haben.
Wenn Sie beginnen Situationen zu beobachten, wo jemand eingeladen wird und diese Einladung nicht annimmt, dann scheinen diese Personen zu glauben, eine Erklärung abgeben zu müssen, warum die Einladung nicht angenommen wird. Besonders wenn es um einen bestimmten Termin geht, wo Tag und Stunde angegeben werden, scheinen solche Menschen es für nötig zu halten, zu erklären, was sie bereits für diesen Termin vorhaben und daß dies der Grund ihrer Absage ist. Wir brauchen keine Gründe für unsere Entscheidungen zu geben, wir müssen uns von solcher Sklaverei befreien.
Wenn Sie also auf eine Frage mit einer Frage Ihrerseits reagieren, dann sollte dies ein Hinweis für ihn sein, das Thema zu wechseln. Wenn er dann nicht das Thema wechselt, dann haben Sie ein weiteres Zeichen, daß seine Einstellung falsch ist, daß er aufdringlich ist. Aber auch mit einer Frage zu antworten - anstatt seine Frage zu beantworten, auch eine Frage zu stellen - ist eine Möglichkeit die Sie gebrauchen könnten. Jesus tat dies (Markus 11,29). Wir müssen nicht anderen Leuten erlauben, zu bestimmen, wie und was wir sprechen. Sie sind nicht unsere Herren.
Wenn er dann antwortet, "Falls der Termin Dir nicht paßt, kann das geändert werden," zeigt uns dies, daß er immer noch versucht herauszufinden, warum Sie "Nein" gesagt haben. Er ist also aufdringlich und ändert sich nicht. Vielleicht wäre eine höfliche Art ihm zu antworten, "Akzeptiere bitte mein 'Nein'; ich glaube Du benötigst nicht wirklich den Grund für mein 'Nein'." Eine direktere Antwort wäre, "Sie brauchen diese Information nicht," oder vielleicht sogar, "das geht Sie nichts an."
In diesem Zusammenhang ist es schon wichtig, uns bewußt zu sein, daß wir keine Gründe nennen müssen, warum wir Dinge tun. Wir müssen keinen Grund angeben, warum wir einer Einladung nicht Folge leisten. Wir sollten dies sogar praktizieren - keinen Grund zu geben. Ein Grund ist, daß oft eine Notlüge als Grund gegeben wird. Es wäre aber völlig falsch zu lügen. Es wäre aber auch verkehrt den wahren Grund zu geben, wenn dies die Person verletzen würde. Dort, wo keine Liebe ist, ist die Wahrheit nicht mehr als ein toter Buchstabe ohne Wert. Wir sollten in Übereinstimmung mit unserer Überzeugung handeln und dies sollte in Liebe geschehen. Keinen Grund zu geben wäre also die beste Handlungsweise. Ein weiterer Grund keinen Grund zu geben, ist, daß wir anderen nicht das Recht zubilligen sollten, unseren Gesprächsinhalt zu bestimmen.
Falls diese Person, die uns eingeladen hat, nicht aufgibt, sollten wir ihr sagen, "Ich habe Dir meine Antwort gegeben. Akzeptiere bitte meine Antwort und laß uns nicht mehr darüber reden." Falls er nicht aufgibt, sollten Sie anfangen das Vokabular des Schweigens zu praktizieren. Sie könnten auch sein Verhalten etikettieren und sagen, "Sei bitte nicht aufdringlich." Aber das ist bereits ein Kritisieren seines Verhaltens und man möchte das vielleicht nicht tun. Es hängt von der Situation ab.
Eine andere Möglichkeit wäre, ihm zu erklären, daß die Art und Weise wie er Sie eingeladen hat, Sie nicht gemocht haben und das Sie das Gefühl hatten, er sei aufdringlich und daß Sie deshalb sich nicht wohl fühlen würden in seiner Gegenwart.
Wir sollten immer in Liebe handeln. Wir sollten nicht vergessen, daß die andere Person nicht übel ist - es ist nur der üble satanische Einfluß hinter der Person und sie macht sein Tun übel. Die Person ist nicht übel, nur ihr Tun ist es.
Es ist Satan der will, daß Sie sich so verhalten wie er es diktiert. Er will Ihr Meister sein. Die Person, die er benutzt, legt eine dominierende Haltung an den Tag. Und da gibt es nur eins dagegen zu tun: diesem nicht nachzugeben.
Wenn Sie einer solchen Forderung nachgeben, besonders wenn es das erste mal ist, dann wird es schwierig, später damit aufzuhören. Es wird zu einem Muster und je länger Sie es aufschieben "Nein" zu sagen, je schwieriger wird es - je mehr werden Sie zum Sklaven. Wenn eine Person wie Dirk bereits am Anfang einer Beziehung aufdringlich ist, dann besteht kein Grund anzunehmen, daß er nicht das Gleiche immer wieder tun wird. Eine weise Person wie Lisa sollte bereits von diesen ersten Hinweisen aus erkennen, daß solch eine Ehe nicht erfolgreich sein kann. Die Frau eines solchen Mannes würde sich mehr und mehr unglücklich fühlen so unter Druck gesetzt zu werden und würde sich über so ein Leben als Sklave ärgern. Eine solche Ehe ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Es ist also eine gute Idee schon bei kleinen Anlässen zu üben, "Nein" zu sagen - wenn man zum Beispiel eine Einladung erhält der man nicht wirklich folgen möchte. Einen Manipulationsversuch zu erkennen ist wichtig. Aber darauf richtig zu reagieren, ist ebenso wichtig. Beides ist wichtig, um seine Freiheit zu erhalten. Aber in beiden Fällen wird ein richtiges Verhalten in solchen Situationen persönliche Beziehungen verbessern. Es ist eine offene und ehrliche Art mit Leuten umzugehen - und mit einem selbst.
Und wir sollten nicht vergessen, daß die Entdeckung, daß eigentlich so viele Menschen uns versuchen zu manipulieren, recht störend und ärgerlich am Anfang ist, und daß wir über Manipulationsversuche empört sein werden. Wir sollten dann aber auch beginnen Langmut und Geduld zu üben und lernen, in der Liebe zu wandeln, und es als eine Gewohnheit hinzunehmen, mit der viele Menschen aufgewachsen sind. Sie kennen einfach keinen anderen Weg. Die meisten Beziehungsmuster in ihren Familien sind von dieser Art und sie sind sich dieses Netzes der Sklaverei nicht bewußt. Daß sie wie Sklaven, und wie Sklavenhalter, agieren ist ihnen nicht bewußt und deshalb sollten wir in Liebe ihnen gegenüber reagieren. In Wirklichkeit sind wir es nicht die ein Problem haben - manipuliert zu werden. Sie sind es eigentlich, die ein Problem haben - andere zu manipulieren -, und dadurch viele Situation zu schaffen, die sie von einem erfolgreichen Leben abhalten. Menschen werden sie wegen ihrer Manipulationsversuche meiden, sie werden Probleme haben Arbeit zu bekommen, eine Stellung zu halten, befördert zu werden, Freunde zu machen, zu guten Geschäftsabschlüssen zu kommen etc. Wir sollten sie also liebend behandeln. Und uns an die Fälle zu erinnern, wo wir selbst versucht haben, andere zu manipulieren, wird es uns sicherlich leichter machen, den Weg der Liebe zu gehen.
Sich über Menschen zu ärgern, die uns zu manipulieren versuchen, könnte auch ein Zeichen sein, daß wir selbst dies Problem haben, daß wir versuchten, es zu tun, und vielleicht immer noch tun. Was passiert, wenn eine Person sich in Ihrem Weg befindet und Sie lassen diese Person wissen, daß Sie vorbei möchten und diese Person reagiert nicht sofort? Ist Ihre höfliche Bitte, Sie vorbei zu lassen, echt? Lassen Sie wirklich dieser Person die Wahl Ihnen aus dem Weg zu gehen oder dort zu bleiben? Was wird Ihre Reaktion sein, wenn diese Person, ungeachtet ihres Grundes, einfach dort bleibt wo sie ist? Verlangen Sie, daß sich diese Person bewegt? Würden Sie sich aufregen, wenn Ihre Erwartung nicht erfüllt wird? Vergessen Sie nicht, daß der Hauptgrund, warum Leute wütend werden, der ist, daß Ihre Erwartungen sich nicht erfüllen. War es wirklich eine höfliche Bitte die Sie äußerten oder waren es nur höfliche Worte, aber gemeint als Verlangen oder Befehl? Wie Sie reagieren, wenn Ihrem Wunsch nicht nachgekommen wird, wird zeigen, wie echt er war. Ein Gesichtsausdruck des Mißfallens sagt viel. Worte, die das Verhalten des anderen anklagen, decken die wirkliche Situation auf. Die andere Person wegzuschieben oder wegzustoßen kann eine wahre Offenbarung sei. Eine Person langsam beiseite zu bewegen, mag eine praktische Lösung sein, weil vielleicht diese Person so versunken in etwas ist, daß sie sich Ihrer Anwesenheit nicht bewußt ist. Was immer auch in solchen Situationen passieren mag, sie können uns einen schönen Einblick geben in unsere eigenen Manipulationsgewohnheiten. Wir sollten uns mehr bewußt werden, was wir selbst in solchen Fällen tun, um damit unser eigenes Verhalten besser kennenzulernen. So kann also ein Reflektieren über seine eigenen Manipulationsgewohnheiten sehr hilfreich sein, mehr tolerant gegenüber den Manipulationsversuchen anderer zu sein.
Am besten kann man feststellen, ob ein Manipulationsversuch vorliegt, wenn man die Situation bewertet, die vorliegt, wenn er fehlgeschlagen ist. Normalerweise wird eine Person negativ reagieren, wenn ihr Manipulationsversuch fehlschlägt: sie wird ihre Mißbilligung ausdrücken, ärgerlich werden, aufdringlich werden, usw. Wenn dies passiert, dann kann man davon ausgehen, daß sie zu manipulieren versuchte - daß sie auf ihrem Weg bestand. Wenn die Reaktion nicht negativ ist, dann ist dieses höchstwahrscheinlich eine Zeichen, daß die handelnde Person echt war - sie war zufrieden was auch immer sich als Ergebnis ergab. Wir können also unsere eigenen Taten bewerten, indem wir unsere Reaktionen beobachten. Es ist recht angenehm, eine Person zu beobachten - vielleicht uns selbst - die etwas will, es nicht bekommt und doch zufrieden ist.
Wie haben wir eine solche Situation zu beurteilen - einzustufen - in der wir möchten, daß jemand uns aus dem Wege geht, damit wir weitergehen können, und unserer Bitte wird nicht nachgekommen? Was tun wir, wenn uns etwas Negatives passiert? Wie wissen wir eigentlich, ob es wirklich negativ ist? Vielleicht sieht es nur aus, als ob es negativ ist. Vielleicht ist es nicht wirklich ein Hindernis, vielleicht ist gar keine Barriere auf unserem Weg, sondern es ist ein Sprungbrett, eine gute Gelegenheit, ein Glücksfall, eine Möglichkeit, daß uns etwas recht Gutes passiert. Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind (Römer 8,28). Auch was im ersten Augenblick als etwas Negatives erscheint, kann im Nachhinein sich als etwas sehr angenehmes entpuppen, als etwas, was uns zum Besten dient. Denken wir immer daran, wenn es mal wieder so aussieht, daß etwas nicht so läuft, wie wir meinen es sollte laufen.
In solchen Situationen ist es gut sich an einen extremen Fall zu erinnern - sich daran zu erinnern was den drei Freunden Daniels passierte, die sich weigerten, etwas Übles zu tun - ein goldenes Bild anzubeten - und in den glühenden Ofen geworfen wurden. Am Ende überlebten sie dies nicht nur und blieben unverletzt, sondern wurden sogar noch befördert in ihren bereits hohen Ämtern in der Landschaft von Babel. Und was sogar noch wichtiger ist, daß sie durch ihr furchtloses Verhalten die Macht Gottes in derartig dramatischen Weise demonstrieren konnten, daß es eine völlige Umkehr im Verhalten des Königs gab und er die Macht Gottes in der ganzen Welt verkündete. Denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten. Hier haben wir ein direktes Beispiel wo Soldaten wirklich Gewalt anwenden, sie banden sie und warfen sie in den glühenden Ofen. Etwas Übles wurde also Kindern Gottes angetan, weil sie sich weigerten, eine böse Tat zu begehen. Und sie sorgten sich nicht darum, was ihnen passieren würde, aber Gott errettete sie. Wenn uns also jemand versucht zu manipulieren, dann reagieren wir nicht, und wenn wir gezwungen werden etwas Gutes zu tun, dann tun wir es, wenn wir aber gezwungen werden etwa Übles zu tun, einen Götzen anzubeten, dann gibt es nur völlige Verweigerung. Das Ergebnis einer solchen Verweigerung mag furchtbar sein, aber es mag so nur auf den ersten Blick sein, das Endergebnis mag etwas sehr Gutes sein.
Wir selbst sind es, die die Einstellung und die Bedeutung die wir einer jeden Situation geben wollen, bestimmen. Und diese unsere Einstellung ist es, die die Auswirkung verursachen wird, die sich dann aus der Situation ergeben wird. Wir vertrauen dann, daß alle Dinge, die sich dann daraus ergeben werden, uns zum Besten dienen werden. Wir betrachten das, was auch immer dann auf uns zukommt, als etwas, was uns dienen kann und wir unterstellen nicht, daß es etwas negatives ist. Uns ist klar, daß jede Situation das Potential hat, positiv in ihrem Ergebnis zu sein, und sie uns auf unserem Weg dienen kann. Wir beginnen also, jede Situation positiv zu sehen, - daß jede Situation positive Wirkungen in unserem Leben haben kann - und es wird uns dabei sehr helfen, wenn wir uns an die drei Gefährten Daniels erinnern, die sich weigerten, Übles zu tun: Sadrach, Mesach und Abed-Nego (Daniel Kapitel 3).
Wir sollten beginnen, Situation, wo jemand etwas von uns will, zu beobachten und uns Einzelheiten anzusehen. Je mehr wir das Beobachten solcher Situationen praktizieren, je mehr werden wir bereits am Anfang einer derartigen Entwicklung merken, ob uns jemand zu manipulieren versucht. Unsere Sinne werden mehr aufmerksam werden für Einzelheiten, wie etwa der Ton ist, mit dem gesprochen wird, auf Welche Art die Dinge gesagt werden, was für Körperhaltungen eingenommen werden, wie der Gesichtsausdruck ist, usw. und wir werden so die psychische Absicht erspüren. Wir werden unsere Einschätzung überprüfen können, wenn wir unser "Nein" verkünden und dann die Reaktion darauf sehen.
Wird unser "Nein" ohne Beschwerdeführung akzeptiert, dann haben wir es mit einer Person zu tun, die zufrieden ist. Auch wenn nicht das geschieht was er wollte, akzeptiert er trotzdem die Entscheidung des anderen. Er hat Frieden. Der Ausgang der Situation ist nicht wie er es wollte und doch ärgert er sich nicht darüber.
Es geht also darum, daß wir nicht in den freien Willen einer anderen Person eingreifen. Und es geht darum, daß wir es nicht erlauben, daß eine andere Person in unseren freien Willen eingreift. Wenn wir für eine andere Person beten, sollten wir auf diesen Gesichtspunkt achten; unserer Gebet sollte dessen freien Willen respektieren. Wir sollten nicht durch Gebete versuchen, eine andere Person zu ändern. Etwas anderes ist es, wenn wir ausdrücklich gebeten wurden, jemanden in seinem Bemühen zu helfen, einen bestimmten Lebensaspekt zu ändern, und wir das dann tun und wir ihn durch unsere Gebet unterstützen. Aber es sollte nicht der Versuch unternommen werden, Dinge im Leben anderer Menschen zu dem zu machen, was sie unserer Meinung nach sein sollten. Wenn also keine klare Bitte um Unterstützung vorliegt, sollten wir beten, daß Gott Liebe und Leben und Wohlergehen dieser Person gibt.
Wenn Dirk damit weitermacht, Druck auf Lisa auszuüben, dann sollte Lisa diesem Verlangen nicht nachgeben. Und das mag nicht leicht sein. Der Teufel wird vielleicht Lisa bearbeiten. Vielleicht geschieht etwa folgendes, "Gib Deine Haltung, nicht zu heiraten, auf. Das ist doch recht unrealistisch. Du willst doch nicht den Rest Deines Lebens allein sein. Du bist doch eine Frau. Du willst doch ein volles Leben führen. Du willst ja einen Mann haben. Du willst doch Deine eigenen Kinder haben. Und vergiß nicht, Du wirst auch nicht jünger. Dieses ist das letze mal, daß Dir jemand einen Heiratsantrag macht. Wenn Du dies zurückweist, dann kommt keiner mehr. Wenn Du dieses Angebot ablehnst, dann gibt es kein weiteres. Es ist Deine letzte Chance. Du bist einfach selbstsüchtig. Du läßt die Bedürfnisse von Dirk einfach unbeachtet. Und was ist mit den armen Kindern? Du willst nur das Leben einer Alleinstehenden genießen. Wie egoistisch."
Da gibt es nur eins für Lisa zu tun, darauf zu bestehen, was ihr das Wort Gottes sagt.
Wir wollen uns einige mögliche Beziehungsprobleme ansehen, die zwischen Lisa und Dirk entstehen könnten und die auch die Gemeinde betreffen könnten.
Eine der Ziele des Teufels wird es sein, der Gemeinde der Gläubigen Schaden zuzufügen. Lisa und Dirk sind zwei Arbeiter und daher Schlüsselleute. Wenn er erfolgreich mit ihnen ist, dann hat er die ganze Gemeinde.
Lisa kennt einen Mann der geistige Hilfe bedarf und Lisa meint, daß Dirk wäre die rechte Person, die diesem Mann helfen kann. Als sie aber darüber nachdenkt Dirk zu fragen, in diesem Fall zu helfen, wird ihr bewußt, daß wenn sie Dirk diesem Mann vorstellt, dann wird vielleicht Dirk - oder dieser Mann - denken, der andere Mann sei in Lisa interessiert und er sei deshalb ein Konkurrent. Sie hat Dirks unkooperatives Verhalten schon einmal erfahren und nun zögert sie, Dirk zu fragen. Sie wird sich wahrscheinlich entscheiden, Dirk nicht zu fragen. Ein Problem hat sich in der Gemeinde entwickelt. Der Teufel war erfolgreich.
In der Gemeinde entwickelt sich ein anderes Problem. Dirk beginnt sich zu verhalten, als ob er und Lisa mehr als nur Freunde sind. Dirk beginnt eine Art zu haben, als ob Lisa seine Freundin ist - seine zukünftige Frau. Wenn ihn Leute in der Richtung fragen, dann reagiert er in der Richtung, oder es gefällt ihm zumindest, daß die Menschen in der Richtung denken.
Da fällt einem der Ratschlag ein, den Paulus dem Timotheus gibt in Timotheus 5,2. Timotheus soll die jungen Frauen als Schwestern mit aller Keuschheit ermahnen.
Für uns als Diener ist Demut notwendig. Wir müssen dieses Verlangen zum Dienen haben und deshalb unser Selbst vergessen. Falsche Gedanken können hier wie Gift wirken und das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft verseuchen. Das Leben eines solchen Menschen kann verheerend werden, wenn er solche Gedankenformen unterhält. Solche Gedankenformen sind: eine starke Abneigung gegen etwas oder gegen jemanden, oder ein anhaltender Verdruß über etwas, oder Eifersucht in persönlichen Beziehungen, in geschäftlichen Beziehungen oder in den Beziehungen der Gemeinde, oder anhaltendes unruhig sein verbunden mit mangelndem Frieden und einer Sehnsucht nach etwas oder nach jemandem. Wir haben hier das letztere besonders betrachtet, aber all diese zerstörerischen Gedankengebilde können das Leben vergiften und das angestrebte Dienen wertlos machen. Besonders werden immer die Beziehungen zu den anderen Menschen beeinträchtigt, gestört und können sogar zerstört werden. Die Harmonie zwischen Freunden, zwischen Geschäftspartnern, oder in der natürlichen wie auch in der geistigen Familie, wird verdorben durch eine falsche Einstellung - von einer Einstellung, die von einer fixen Idee beherrscht wird. Das geistige Wachstum kommt zu einem Stillstand und der geistige Fortschritt wird blockiert, da das Denken ungesund und vergiftet ist. Der Lebensausblick wird vernebelt, das Innere verzehrt sich und eine Behinderung der persönlichen Beziehungen entsteht.
Wir wollen uns in das Denken einer Person hineinversetzen, die es gewohnt ist, zu manipulieren. Eine solche Person wird sich selbst oft als unecht empfinden. Sie möchte, daß sich ihre Umgebung ihr anpaßt. Sie möchte andere manipulieren und sie selber hält sich verschanzt. Und wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie es möchte, dann fühlt sich eine solche Person nicht mehr sicher in ihrer Verteidigungsstellung. Eine Person die wachsen will, wird Veränderungen nicht negativ gegenüber stehen. Sie wird sie nutzen, um zu lernen und um neues aufzunehmen. Aber eine Person, für die es nichts zu verändern gibt, wird auf Veränderungen mit dem Gefühl der Verletzung reagieren. Der Schlüssel für eine solche Person ist, sich der Situation erst einmal bewußt zu werden. Eine Person, die diese Zeilen ließt und für die Manipulation ein Teil ihres Lebens ist, kann ein Erkennen ihres Lebensstils zur Erlösung führen. Wenn sie sich erst einmal der Situation bewußt geworden ist, ist ein großer Schritt getan worden. Solange dieses Bewußtsein nicht da ist, kann kaum eine Änderung stattfinden. Wenn die Einsicht kommt, dann können die Dinge anders werden. Wenn eine solche Person erst einmal begreift, daß sie versucht zu manipuliert, dann verschwindet die Grundlage für dieses Verhaltensmusters. Die Einsicht, daß diese Versuche so unfruchtbar sind, wird ihr helfen.
Hat sie mit einem Manipulationsversuch Erfolg, dann hat sie ja nicht wirklich etwas erreicht, im Gegenteil; die andere Person ist vielleicht manipuliert worden, sie hat getan, was der Versuch bezwecken sollte, vielleicht sogar bewußt, aber sie wird nicht mögen, was sie getan hat und sich darüber ärgern und dieser Person gegenüber, die sie dazu veranlaßt hat, etwas zu tun, was sie nicht tun wollte, negative Gedanken haben, sich von ihr früher oder später fernhalten und in Zukunft Vorsicht walten lassen. Manipulation ist also eine unnütze Sache, und oft ist das Erreichte etwas vergebliches.
War ein Manipulationsversuch erfolgreich, so ist eigentlich nichts gewonnen, und war er nicht erfolgreich, dann ist diese Person frustriert, sie ärgert sich und gibt diesem Ärger wahrscheinlich Ausdruck - eine Schuldzuweisung erfolgt.
So was immer das Ergebnis eines Manipulationsversuches ist, die Frustration ergibt sich als Resultat und setzt sofort ein oder sie kommt später.
Eine solche Person kann nur mit ihrem Verhalten weiter machen, wenn sie sich dessen nicht bewußt ist. Sie ist mit einem unbewußten Prozeß beschäftigt. Als Ziel dieses Prozesses dienen ihr mancherlei Dinge. Es kann der Wunsch nach Liebe sein. Es kann ein Drang zur Ordnung sein. Es ist oft der Wunsch anderen zu helfen. Je besser das Ziel sich anhört, je mehr fühlt sich diese Person gerechtfertigt. Das Ziel ist das, hinter dem sie sich verstecken kann.
Die Erkenntnis dessen, was eigentlich wirklich passiert, wird eine solche Person freisetzen. Sie wird ihr unechtes Verhalten sehen und beim nächsten Versuch wird sie die Wahrheit die dahinter steckt erkennen. Und diese Erkenntnis wird bewirken, daß sie das Ganze fallen lassen wird. Das Verstehen des Unechten, des Unwahren, wird es verschwinden lassen. Die nächsten Versuche werden dazu führen, diese Unechtheit zu spüren. Wenn dann bewußt Versuche gemacht werden, andere Menschen zu manipulieren, wird der Tag kommen, wo man erkennt, daß man zum manipulieren unfähig geworden ist.
Der wichtigste Grund das Manipulieren aufzugeben, ist, daß wenn man Manipulationsversuche unternimmt, man all den anderen Menschen, die dieses miterleben, zeigt, daß man ein Sklave ist und eine Sklavenmentalität hat. Und wer möchte gern als solcher bezeichnet werden?
Das Unechte besteht darin, daß wenn man jemand versucht zu manipulieren, man ihm eine Falle stellt. Wenn der andere die Falle erkennt und sie umgeht ist er einem Manipulationsversuch erfolgreich ausgewichen. Er hat sich nicht fangen lassen. Er war schlau. Doch nun muß er aufpassen und darauf vorbereitet sein, daß auf einen gescheiterten Manipulationsversuch fast immer die Schuldzuweisung folgt. Das ist die eigentliche Falle. Der Fallensteller ist auf Schuldgefühle angewiesen. Wenn er den anderen erst mal dazu gebracht hat, sich schuldig zu fühlen, ist er ihm in die Falle gegangen. Religionen und religiöse Organisationen sind Experten in dieser Art des Fallenstellens. Sie sind auf Schuldgefühle angewiesen. Und sie rufen diese Schuldgefühle hervor. Und wenn sie diese Schuldgefühle erfolgreich in jemandem hervorgerufen haben, dann braucht diese Person ihre Hilfe. Und dann sind solche Organisationen und Personen so gnädig und bieten diese benötigte Hilfe an und gewähren sie dann auch - wenn diese Person in ihre Richtung einschwenkt.
Sie scheinen aber nur Hilfe zu gewähren, in Wirklichkeit ist es eine Scheinhilfe. Sie versprechen den Himmel und die Vermeidung der Hölle, wenn man Mitglied ihrer Organisation wird. Doch dieser Schritt hat genau die gegenteilige Wirkung, die Abspaltung von Gott.
Es ist die alte Geschichte: Ohne es zu wissen wird das Opfer erst krank gemacht, damit es dann danach Hilfe beanspruchen muß. Dem Opfer wird eingeredet, daß jemand eine Verfluchung ausgesprochen hat, und dann wird ihm eine Lossprechung verkauft. Dem Opfer wird die Erbsünde gelehrt und dann wird ihm die Erlösung durch Mitgliedschaft angedreht. Es ist der alte Trick vieler Organisationen und Geschäftemacher: Erst wird ein Bedarf künstlich erzeugt und dann wird eine Lösung angeboten. Ein Beispiel sind Versicherungen; zunächst wird ein Bedarf erzeugt, Angst ist ein gutes Mittel. Bevor dieser Bedarf erweckt wurde, hat bei dieser betreffende Person überhaupt keine Nachfrage in dieser Hinsicht bestanden.
Solche Menschen sind auf Schuldgefühle angewiesen. Sie wollen, daß andere sich schuldig fühlen. Wichtig ist es, sich von solchen Versuchen nicht beeindrucken zu lassen. Eine Schuldzuweisung sollte man als solche erkennen. Man sollte auch erkennen, daß die die Schuldzuweisung aussprechende Person ein Problem hat, und nicht man selber. Am wichtigsten aber ist, zu erkennen, daß, wenn man diese Schuldzuweisung akzeptiert - sich also schuldig fühlt -, man einen Groll gegen den Urheber hat oder besser noch, daß man dann, wenn man sich schuldig fühlt, und dann aus dieser Schuld heraus handelt, sich später an der Person, die einen für schuldig erklärt hat, rächen will. Und dann, aber erst dann, hat man ein ernstes Problem. Wenn man anfängt Pläne für einen Racheakt zu schmieden, fängt man an wirklich Probleme zu haben. Es ist also wichtig, sich nicht schuldig zu fühlen. Alle anderen Vorkommnisse in der ganzen Angelegenheit sind relativ unwichtig.
Wir fühlen uns also einfach nicht schuldig. Wir übernehmen keine Verantwortung aus dem Gefühl heraus, schuldig zu sein. Wir lassen uns nicht in ein Gefängnis sperren. Wenn wir Verantwortung übernehmen, dann nur weil wir Anteilnahme haben - aber nicht aus Schuld heraus.
Natürlich kommt eine Schuldzuweisung recht oft zusammen mit einem Manipulationsversuch. Ein Manipulationsversuch wird geäußert und mit ihm die Schuldzuweisung. Eine Person will zum Beispiel, daß Sie etwas bestimmtes tun, will, daß Sie ihren Platz für sie räumen, und begleitet diesen Wunsch mit Seufzern und Schmollen. Dies würde bedeuten, daß falls Sie nicht tun was sie will, sie weiterhin zu leiden hätte - nicht die Möglichkeit hätte, zu sitzen - und dieses, ihr Weiterbestehen des Leidens, würde alles Ihre Schuld sein. Dieser Versuch wird sogar noch offensichtlicher, wenn Sie auf dem Ende der Bank sitzen auf das sie zugeht, der Rest der Bank aber leer ist. Sie will dort sitzen wo Sie jetzt sitzen. Warum? Weil es für sie nicht wichtig ist zu sitzen oder dort zu sitzen wo Sie jetzt sitzen, sondern wichtig für sie ist es Sie zu manipulieren. In einem solchen Fall ist es offensichtlich, daß ein Manipulationsversuch vorliegt. Sie haben es gar nicht nötig Ihre inneren Sinne anzuwenden um dies zu erkennen, Ihr gesunder Menschenverstand reicht völlig aus. Hören Sie nur hin und reagieren Sie nicht.
Anstatt zu seufzen und zu schmollen sind diese Tätigkeiten durchaus erfolgreich: kritisieren oder Stirnrunzeln oder einschüchtern oder Stimme erheben oder drohen oder Tür schlagen oder schimpfen oder Faust auf den Tisch schlagen oder schreien oder viele andere.
Jemand anderes dazu zu bewegen etwas gegen seinen Willen zu tun, ist immer etwas schlechtes. Es ist etwas wie Hexerei, wie Zauberei.
Wir wollen uns ein Beispiel ansehen, wie Hexerei funktioniert.
Ein Mann kommt zu einem Medizinmann und sagt ihm, daß er den Johannes beseitigen muß, denn dieser Johannes steht zwischen ihm und dem Mädchen seines Interesses. Die Spezialisten nennen es die "Beseitigung unerwünschter Personen." Der Medizinmann verhält sich abweisend, aber nachdem der Mann ihm eine Ziege und ein Huhn anbietet, wird der Medizinmann empfänglich. Der Medizinmann beginnt nun eine aufwendige Zeremonie, um damit eine Zuhörerschaft anzuziehen, er legt spezielle Kleidung an, tanzt, verzaubert, fertigt eine Puppe an die dann getötet wird, und erreicht damit schnell die Aufmerksamkeit der Leute. Er verhält sich geheimnisvoll und die Menschen erfahren auf Umwegen, daß es der Tod des Johannes ist den er prophezeit. Die sensationelle Neuigkeit verbreitet sich schnell und erreicht bald Johannes. Johannes ist von dieser Nachricht zu Tode erschrocken. Die Schreckensnachricht hat eine verheerende Wirkung auf ihn. Er erstarrt in eine vernichtende Gemütsverfassung und seine körperliche Verfassung folgt der gleichen Richtung. Eine fürchterliche Angst lähmt die Abwehrreaktionen seines Körpers. Aggressive Mikroorganismen werden nicht mehr abgewehrt, sondern beginnen jetzt ihren Gastgeber umzubringen. Nur weniger Monate später findet die Beerdigung statt und den Johannes gibt es nicht mehr. Er hatte sich wortwörtlich zu Tode erschrocken.
Nun wollen wir uns eine zweite Geschichte ansehen.
Das Telefon klingelt im Büro von Jörg. Er nimmt den Hörer ab. Es ist sein Doktor der ihm berichtet, daß die Laborergebnisse jetzt vorliegen und daß er sie gern mit Jörg besprechen möchte. Ein Termin wird verabredet und zur vereinbarten Zeit kommt Jörg zum Sprechzimmer. Zuerst erzählt ihm der Doktor die gute Nachricht, daß Jörg noch fünf Monate zu leben vor sich hat, und dann folgt die schlechte Nachricht was alles mit seinem Körper verkehrt ist und wie er am Zerfallen ist. Jörgs Reaktion ist entsprechend. Seine ganze Welt zerbricht. Furcht durchdringt ihn. Sein Gefühlszustand ist einer des absoluten Schreckens und sein körperlicher Zustand schließt sich dem an. Dieses unterbricht sein Immunsystem und es hört auf ihn vor dem Angriff der feindlichen Eindringlinge zu schützen. Der Einfluß auf den Körper ist verheerend. Sein Körper ist am Absterben. Ein halbes Jahr später ließt man die Todesanzeigen des Jörg. Er wurde buchstäblich zu Tode erschrocken.
Was ist nun der Unterschied zwischen dem Medizinmann und dem Mann der Medizin?
Der Unterschied ist, daß der Medizinmann weiß was er tut und der Mann der Medizin weiß es nicht.
Beide töteten einen Menschen. Der Mann der Medizin aber ist sich dessen völlig unbewußt. Er wäre sehr empört wenn man ihn einer Tötung bezichtigen würde.
Der Medizinmann wendet Kenntnisse der Natur und des Geistes an, seine Methode ist ganzheitlich - holistisch. Dieses ist nicht der Fall mit dem Mann der Medizin. Der Arzt hat auch Kenntnisse der Natur, aber seine Kenntnisse des Geistes sind begrenzt. Der Medizinmann versucht nicht immer zu heilen, er mag gelegentlich das Gegenteil tun - bewußt. Der Mann der Medizin mag dies nicht bewußt tun - jemanden umzubringen. Was aber ist der Unterschied für die betroffene Person? Wird der Patient weniger tot sein weil sein Arzt nicht bewußt versuchte ihn umzubringen?
Beide Doktoren wenden die Fähigkeit an, eine Person zu schädigen oder anzugreifen, sie gebrauchen Verdammnis oder psychische Attacke oder Zauber oder was immer man es nennen will. Einer weiß was er tut, der andere weiß es nicht.
Dies muß nicht bedeuten, daß ein Mann der Medizin nicht versucht sein könnte, einen Menschen bewußt umzubringen. Falls er einen Patienten bekommt der ein Opfer eines Autounfalles ist und der auch ein Organspender ist, und er hat ein Organ von ihm entfernt, aber merkt dann, daß der Organspender nicht wirklich tot ist, könnte er versucht sein, diesen Zustand zu ändern. Wenn der diesen Zustand nicht verändert, würde ja sein professioneller Ruf hinüber sein, und so könnte es sein, daß er denkt, daß er ja gar keine andere Wahl hat. Ein Organspender zu sein kann also durchaus eine Versuchung für einige Mediziner sein.
Solche Mediziner können durchaus eine kleine Minderheit sein und Medizinmänner die nicht nur heilen ebenfalls.
Ein Zauberer mag in einer bestimmten Situation einem Opfer erzählen, das es verflucht wurde, daß jemand eine Verfluchung über ihn ausgesprochen hat, und daß er, der Zauberer, dieses entdeckt hat. Wenn der Zauberer dann merkt, daß das Opfer glaubt, es sei verflucht, und nun versucht, den angenommenen Auswirkungen zu entgehen, wird der Zauberer ihm eine Behandlung anbieten. Wenn das Opfer dann bereit ist, sich von einem beträchtlichen Betrag Geldes zu trennen oder eine angemessene Sachspende zu überbringen, dann wird der Zauberer dafür sorgen, das der Fluch aufgehoben wird. Der Mann der Medizin tut eigentlich nichts Unähnliches, nur daß auch hier wieder er nicht weiß was er tut: er verflucht den Patienten zunächst, um ihn dann zu behandeln oder es zu versuchen, und ihm dann eine beeindruckende Rechnung zu stellen. Leute die glauben verflucht zu sein, werden einiges unternehmen, um da heraus zu kommen und für solch eine Behandlung teures Geld ausgeben. Medizinmänner und Männer der Medizin kennen die Empfindungen ihrer Kunden - ihrer Opfer - wenn es um ihre Fähigkeiten und ihr Vermögen und ihre Macht geht. Der Kenntnismangel und das fehlende Verständnis der Opfer für ihre Kultur, und besonders ihre Furcht, spielen eine wichtige Rolle bei dem Einfluß den die "Doktoren" auf ihre Opfer haben. Es ist also eine psychologische Sache und alles hängt von dem Glaubenssystem der Opfer ab. Die "Doktoren" ziehen ihren Nutzen aus dem, was ihre Opfer glauben. Allein die Furcht verursacht viel Schaden.
Furcht ist was große Versicherungspaläste baut. Menschen zahlen für Versicherung weil sie sich fürchten. Was manche Leute allein für Krankenversicherung im Monat zahlen, kann in manchen Teilen der Welt ganze Ortschaften für einen Monat ernähren. Sie sind krankenversichert und wundern sich weil sie krank werden. Sie werden krank weil sie daran glauben krank zu werden. Wenn sie glauben würden, daß sie nicht krank werden, dann wären sie nicht in der Krankenversicherung. Wieviel wohlhabender könnten Leute sein, wenn sie nicht versichert wären. Zum einen würden sie das Geld sparen und zum anderen würden sie gesund sein. Und dies gilt für andere Versicherungsarten genau so. Wie viele Menschen haben Unfälle weil sie gegen Unfälle versichert sind. Und warum haben sie Unfälle? Weil sie glauben sie würden sie haben. Und wenn der Unfall passiert, dann meinen sie sich prophetisch betätigt zu haben, sie hätten schon gewußt, daß es passieren würde, jetzt sind sie aber versichert und deshalb ist alles in Ordnung. Sie erschufen ihren eigenen Unfall.
Beide Doktoren können Schaden anrichten und sie können heilen. Das Denken der Patienten hat die Macht, Schaden oder Heilung zu bewirken. Es ist das Denkverhalten der Patienten das schadet oder das gesund macht. Wenn ein Mensch offen ist für eine Art von Krankheit, für Leiden, dann kann dies den Körper negativ beeinflussen. Ein Christ, ein wahrer Gläubiger, sollte deshalb glauben, daß er gut ohne irgendwelche Art von krank sein und von Leiden leben kann, und daß solche Dinge nicht auf ihn zukommen werden. Dies sollte seine grundsätzliche Einstellung zum Leben sein. Er ist nicht für diese Dinge zu haben. Er entscheidet sich, ohne sie zu leben. Er spielt niemals die Rolle des Opfers. Wir haben keine Sklavenmentalität, wir haben keine Mentalität des sich Sorgen machens, wir neigen nicht zu Unfällen und wir haben keine Opferwilligkeit.
Beide Opfer, Johannes und Jörg, sind Opfer ihres Glaubens. Sie glauben an ihr System. Jörg würde vielleicht verächtlich auf die naive Haltung des Johannes herabsehen und sich selbst als völlig über solch einer Einstellung stehend sehen. Aber in Wirklichkeit tut er genau dasselbe was Johannes tut. Johannes sieht in dem Medizinmann die Macht und die Kenntnis seiner Gesellschaft und Jörg sieht in dem Arzt und dem Ärztestand und in der Welt der Naturwissenschaften die Ergebnisse der modernen Forschung und sie bestimmen sein Leben.
Johannes glaubt an die Kraft der Zauberei aus alter Zeit, an geheimnisvolle Rituale und an ein Artefakt wie die symbolische Puppe. Und Jörg glaubt an die Errungenschaften der Wissenschaft, an akademische Ausbildung und ihre Geräte und an den Laborbericht.
Beide Männer glauben, daß Dinge außerhalb ihrer Einflußsphäre ihre Zukunft und ihr Leben bestimmen. Beide sind anfällig für Zauberei. Beide sind Opfer einer tödlichen Diagnose. Beide denken sich in Krankheit und Tod hinein. Beide werden krank und sterben an Autosuggestion. Beide lassen andere Menschen bestimmen was in ihrem Leben vor sich geht. Beide lassen sich manipulieren.
Johannes glaubt einem Mann der seltsam gekleidet ist und die althergebrachte Lebensart vertritt und Jörg glaubt einem Mann in einem weißen Kittel der die moderne Welt der Wissenschaft darstellt.
Wir wollen uns nun Jörgs Fall ansehen. Zunächst einmal könnte die Diagnose des Mannes der Medizin falsch sein. Ein Fehler könnte unterlaufen sein. Jemand könnte vielleicht die falsche Probe genommen haben. Wir wollen aber annehmen, daß die Diagnose richtig war. Vielleicht ist Jörg wirklich ein schwerer Fall von Krebs. Wie könnte Jörg nun wissen ob er nicht Krebs bereits einmal gehabt hat und sein Körper sich selbst geheilt hat? Vielleicht hatte Jörg schon mehrmals Krebs und in jedem Fall hat sein Körper einfach reagiert und sich selbst geheilt. Unsere Körper sind außergewöhnlich fähige Geschöpfe die sich selbst heilen können und die ihre eigene Medizin herstellen können. Unsere physischen Körper sind unglaublich leistungsfähige chemische Anlagen. Unsere Körper können alles tun was wir entscheiden. Und es gibt Heilung für Krebs. Da gibt es viele Bücher in unseren Bibliotheken und Buchläden, die von Menschen berichten, die diese schreckliche Krankheit los wurden. Es gibt viele Methoden, um damit aufzuhören, toxische Dinge in unseren Körper zu tun und wie man damit aufhören kann, giftige Dinge in unser Denken zu tun und wie man sich von dem Krebs des Körpers und dem Krebs des Denkens freimachen kann. Besonders muß man damit aufhören, anderen nicht zu vergeben.
Man muß einfach Schluß machen mit den selbstzerstörerischen Angewohnheiten und damit beginnen, Körper, Denken und Geist mit heilen - heiligen - Dingen zu füllen. Man muß seine Situation richtig einschätzen und gegenüber einer schlechten Nachricht richtig reagieren - sie als eine Herausforderung ansehen. Man nimmt diese Kampfansage an, um damit das zu praktizieren, was man gelernt hat und reagiert verantwortlich und in der Kenntnis, daß jeder seine Zukunft und sein Leben selbst bestimmt.
Wenn Jörg diese tödliche Diagnose nicht erhalten hätte, würde sein Körper wahrscheinlich so reagiert haben wie er es zuvor bereits gemacht hat - er hätte sich selbst geheilt.
Andere Menschen können uns nur dann beeinflussen, wenn wir es ihnen erlauben. Wenn jemand eine tödliche Diagnose erteilt, dann ist das seine Angelegenheit, und es ist unsere Angelegenheit damit übereinzustimmen oder sie abzulehnen und zu ignorieren. Eine Verfluchung kann nur dann funktionieren, wenn ich es zulasse.
Eine Person hat die Fähigkeit des Selbstheilens und der Selbstzerstörung. Es ist eine Angelegenheit der Wahl. Wir entscheiden, was wir mit unserem Körper tun. Und da unser Körper der Tempel des Geistes ist - eines heilen Geistes - entscheiden wir, einen heiligen Körper - einen heilen Körper - zu haben.
Es muß mir schon klar sein, daß ich psychische Angriffe jedweder Art nicht akzeptieren werde, nicht bewußt und auch nicht unbewußt. Kein Angriff wird irgendeine Wirkung auf mich haben.
Ich kann entscheiden bereitwillig zu sein und ich kann beschließen, die symbolische Tat in meinem Leben zu erlauben und einen Einfluß zu haben. Und ich kann entscheiden dieses nicht zu tun. Ich kann entscheiden ob die symbolische Puppe und ihre Tötung mich beeinflußt oder ob sie es nicht tut. Ich kann entscheiden ob die akademischen Zeugnisse des Mannes der Medizin, die graphischen Darstellungen und Ziffern des Laborbefundes, und die tödliche Diagnose des Mannes mich beeinflussen oder ob sie es nicht tun. Ich habe die Wahl. Die Macht des Glaubens ist hier das Ausschlaggebende. Genau deshalb ist es so wichtig, zu überprüfen, was man glaubt; seinen Glauben zu messen und sich das, was man glaubt, genau anzusehen und es an der Wahrheit zu messen. Und dann muß ich entscheiden, was die Wahrheit für mich ist. Ist die tödliche Diagnose meine Wahrheit oder ist es das Wort des Lebens? Bereite ich mich darauf vor, in ein paar Monaten oder in ein paar Tagen zu sterben oder bin ich bei seinen Wunden geheilt?
Gefällt es euch aber nicht, daß ihr dem Herrn dient, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseit des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Josua 24,15.
Gefällt es euch aber nicht, daß ihr dem Herrn dient, so erwählt euch heute, dem Tag des Fluches und der tödlichen Diagnose, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben im Dunkel des Dschungels - den Medizinmännern -, oder den Göttern der modernen Menschen - den Wissenschaftlern, den Medizinern, den "Experten" -, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.
Werden Sie den Aussagen der "Doktoren" glauben und werden Sie sie als wahr hinnehmen? Wem werden Sie dienen?
Wenn Sie sich also eine tödliche Diagnose anhören, entweder von einem Arzt oder einem Zauberer, dann haben Sie die Wahl. Sie können es glauben und sterben oder Sie können es verwerfen und leben.
Eines der besten Dinge die ein Mensch im Leben tun kann, ist es, ein Beispiel einer Heilung zu sein, ein lebendiges Beispiel zu sein, was andere werden können. Ihnen zu zeigen, daß sie grenzenlos sind. Wenn Sie als Person bekannt sind, die sich selber geheilt hat und Sie werden mit einer Person bekannt gemacht die chronisch krank ist, dann geben Sie dieser Person Hoffnung und dies gibt dieser Person die Erlaubnis gesund zu werden. Den größten Einfluß den Sie auf andere haben können, ist was Sie sind. Es kommt nicht so sehr darauf an was wir tun, sondern mehr auf was wir sind. Unser Beispiel zählt. Es ist ansteckend.
Der persönliche Kontakt ist wichtig. Heilung funktioniert dann am besten, wenn der Heiler wirklich daran glaubt und weiß was er erfahren hat und wenn er die leidende Person teilhaben läßt an seinem Vertrauen und an seiner Überzeugung.
Es ist nicht die Krankheit die eine Person tötet, es ist die Diagnose. Wenn ein Arzt jemanden sagt, daß er Krebs hat, auch wenn er keinen hat, kann dies todbringend sein. Auch wenn jemand eine falsche Diagnose bekommt, kann er trotzdem entscheiden, zu sterben, denn das ist es was ihm gesagt wurde und was er nun glaubt. Er wird dafür sorgen, daß seine weltlichen Angelegenheiten in Ordnung kommen, er wird sich von seinen Freunden und Verwandten verabschieden, er wird Vorbereitungen für sein Begräbnis treffen, er wird krank werden, sich ins Bett legen und sterben.
Das Wichtige ist, was ihm gesagt wurde. Er glaubt, was man ihm gesagt hat. Der Mann der Medizin hat es ihm gesagt - hat ihn diagnostiziert; eine tödliche Diagnose. Und der Zauberer tut das gleiche. Aber er hat vielleicht das Problem, daß das Opfer nicht zu ihm kommt um sich die tödliche Diagnose abzuholen. Er muß sie ihm deshalb bringen. Dem Opfer wird eine Art Botschaft überbracht: der Fluch wurde ausgesprochen. Klatsch, Tratsch und Gerücht kann verwendet werden, Freunde oder Familie oder Angestellte können genutzt werden, einige von ihnen tun es vielleicht sogar bewußt weil sie auch etwas gegen das Opfer haben, ein totes Tier wird vielleicht an seine Haustür gelegt oder Teile davon, oder ein Symbol wird an sein Haus gemalt. Dem Opfer wurde mitgeteilt: der Fluch besteht. Das Opfer ist sich des Fluches bewußt. Neulich war ich in dem Gebäude einer örtlichen Verwaltung. Das ganze Innere war ausgekleidet mit Plakaten die die Menschen auf eine Krankheit aufmerksam machten. Es war eine Bewußtseinskampagne. Die Leute sollten sich dieser Seuche bewußt werden. Der Fluch besteht. Dann erinnerte ich mich woanders große Anschlagtafeln gesehen zu haben, auf denen die Öffentlichkeit über eine neue Krankheit die Neugeborene befällt informiert wurde. Der Fluch besteht. Zu Beginn des Winters sah ich die Schlagzeile einer Tageszeitung mit einer Warnung vor der kommenden Grippe und am selben Tag überhörte ich einen Herrn sagen, daß er sich nun auf diese schlechte Nachricht vorbereiten wird. Dem Opfer wurde mitgeteilt: der Fluch besteht. Es ist immer dasselbe, Leute fangen an, über Krankheit nachzudenken und zu reden und schaffen sich so ihre eigene Wirklichkeit - sie erschaffen sich ihre eigene kranke Welt. Wir sollten uns dieser Tatsache bewußt sein - dieses Systems - es erkennen und ihm fernbleiben.
Heilung sollte von dem Gläubigen ausgehen oder von der Gemeinde der Gläubigen. Wenn ein Arzt damit verwickelt wird, dann gibt es immer das geldliche Problem. Wenn die Grippewelle einsetzt, dann ist es dem Berufsstand der Mediziner vielleicht gar nicht so zuwider und empfindet es möglicherweise als eine Unterbrechung einer schwachen Periode, und die pharmazeutische Industrie wird sicherlich die positiven Seiten der Angelegenheit sehen. Und für Zeitungen ist es einfach normal, eine ziehende Schlagzeile zu haben. Wir sollten uns also des Systems bewußt sein - uns hüten.
Wenn wir es mit Medizinmännern, mit Ärzten und mit Geistlichen zu tun haben, dann haben wir es mit Leuten zu tun, die ihre Arbeit deshalb tun, weil sie dafür bezahlt werden. In all diesen Fällen spielt Geld eine Rolle: der Lohn für das Wahrsagen, die Arztrechnung oder das Gehalt des Pastors oder die Kollekte die er in seiner Kirche einsammelt. Wenn jemand geheilt werden will und er geht zu einem dieser drei, dann kann diese Geldangelegenheit wichtiger sein als den Mann zu heilen. Der "Fachmann" findet vielleicht eine Ausrede nichts zu tun, weil der "Kunde" kein Geld hat. Oder er mag die Behandlung ausdehnen, um mehr Geld aus dem Patienten herauszuholen. Ein Psychiater ist vielleicht versucht viele Sitzungen abzuhalten in einem Fall, wo dem Patienten nur eigentlich gesagt werden sollte, mit der Schaffung von Problemen aufzuhören indem er darüber spricht, sie nicht immer wieder zu schaffen durch seine Worte. Ein Pastor betet vielleicht nicht für eine Person, weil sie nicht ein Mitglied "seiner" Kirche ist - kein Geld in den Klingelbeutel seiner Konfession tut oder keine Kirchensteuer zahlt. Wir könnten uns viele solcher Gründe denken. Um all diese möglichen Probleme zu vermeiden, sollte man einfach zu Leuten gehen, die dafür nicht bezahlt werden wollen, die bereit sind sich mit Heilung zu beschäftigen, aber kein Geld dafür nehmen, es ablehnen, bezahlt zu werden. Und solche Menschen scheinen seltene Wesen zu sein. Wo würde man sie finden? Die Lösung ist natürlich einfach und unkompliziert. Diese Leute sind unsere Schwestern und Brüder. Als Individuen oder als Versammlung. Die Gemeinde der Gläubigen ist der ideale Leib um Krankheit zu heilen. Die wahre Kirche ist der beste Ort um geheilt zu werden und eigentlich auch der beste Ort für jedes mögliche Problem. Wenn wir das wahre Wesen der wahren Kirche erst einmal verstanden haben, dann werden wir wissen, daß die meisten Probleme der Welt in diesem Zusammenkommen von Menschen gelöst werden können. Krankheit, Armut, elternlos zu sein, Einsamkeit, Hunger, Altersprobleme, Elternprobleme, und was immer wir uns denken könnten, kann dort in der Mitte der Gläubigen eine Lösung finden. Die meisten der Institutionen der Kirchen und weltlicher Organisationen würden unnötig werden, wenn die wahre Kirche existiert. Und diese erfolgreiche Existenz an einem Ort würde das Etablieren der wahren Gemeinde an vielen Orten nach sich ziehen. Die Lösung für die meisten unserer sozialen Übel ist ohne weiteres vorhanden. Wir müssen uns nur der Lösung bewußt werden und die Kirche Gottes so anfangen, wie sie uns im Buch gezeigt wird.
Die Arbeit des Medizinmannes wird durch die Gespräche der Leute über die Angelegenheit sehr erleichtert. Sein Hauptziel ist es, daß das Opfer informiert wird, aber je mehr die Menschen über den Fluch reden, je effektiver wird dieses Reden sein. Eine Gruppe von Menschen hat viel mehr geistigen Einfluß als eine Einzelperson. Dieses trifft nicht nur für positive Dinge wie Gebet zu. Die geistige Dynamik all der Leute die über dieses Ereignis sprechen ist sehr im Interesse des Medizinmannes.
Wir wollen mal annehmen, daß niemand über die Aktivitäten des Medizinmannes gesprochen hat, wie würde dies Johannes beeinflussen? Johannes hätte wahrscheinlich niemals von dem Fluch erfahren und er sich deshalb überhaupt nicht auf ihn ausgewirkt.
Wenn jemand in einer täglichen Situation, wenn wir auf der Autobahn fahren, wenn wir in der Straße gehen oder wenn wir in einem Geschäft sind, Schimpfworte oder Kraftausdrücke gebraucht oder uns verflucht, dann reagieren wir einfach nicht. Nicht nach außen hin und auch nicht innerlich, in unserem Denken und mit unseren Gefühlen. Sich ein solches Verhalten anzugewöhnen hält uns nicht nur von Streitereien oder einer Handgreiflichkeit oder sogar einem körperlichen Angriff ab, sondern ist auch die beste Vorbereitung auf einen noch ernsteren Angriff, eine Verfluchung, eine psychische Attacke eines Zauberers. Das Gleiche gilt für Situationen wenn uns jemand Krankheiten einreden will. Wenn uns jemand zum Geburtstag gratuliert und uns gute Gesundheit wünscht, dann aber hinzufügt, "na ja, Sie wissen ja, jeder hat seine kleinen Wehwehchen," dann seien Sie wachsam und akzeptieren Sie es nicht. Stimmen Sie mit solch subtilen Aussagen nicht überein, gehen Sie auf Abstand zu solche Sprüchen oder vielleicht sogar zu solchen Personen. Hüten Sie sich vor all solch scheinbar unschuldigen Aussagen. Oder jemand wünscht Ihnen gute Gesundheit und fügt dann hinzu, "auch wenn es schon überall sicher zwickt." Solch eine Erklärung ist schon eine Verfluchung, erkennen Sie sie als solche. Haben Sie nichts zu tun mit einem solchen Hexenmeister. Solch eine Person mag dann vielleicht sogar noch einige weitere heilige Aussagen hinzufügen wie, "und Gottes Segen."
Wenn Sie spazieren gehen und sich dann auf einer Bank im Park ausruhen und Leute setzen sich zu ihnen und sie fangen an sich über ihrer Leiden zu unterhalten, dann sollten Sie gleich aufstehen und gehen. Trennen Sie sich von aller ungesunden Kommunikation. Wenn bei Ihnen zuhause jemand anfängt seine oder jemand anders Krankengeschichte auszubreiten, dann sagen Sie ihm er soll nicht die Anbetung des Teufels bei Ihnen praktizieren. Seien Sie konsequent. Lassen Sie keine üblen Dinge in Ihrem Leben zu. Das Auswendiglernen von Krankheitsnamen sollten Sie nicht tun und solche auch nicht gebrauchen. Wenn Sie anfangen sich in diesen kleinen täglichen Dingen zu üben, dann wird es leichter sein, wenn Sie in dem Sprechzimmer sitzen und die Fachleute verkünden ihr Urteil: die tödliche Diagnose.
Vielleicht fühlen Sie sich über die Rituale von Eingeborenen erhaben oder finden sie primitive oder heidnisch. Und nachdem Sie dies getan haben, setzen sie sich hin und hexen unbewußt erst mal selbst in dem Sie Briefe an Ihre Verwandten schreiben oder ihnen emailen und ihnen mitteilen, daß es Jörg leider nicht sehr gut geht, er Krebs hat und seine Kinder fürchten, daß er das nicht übersteht und daß Sie alle sehr besorg sind und daß Jörg sich gerade in neue Aktivitäten eingearbeitet hatte und nun mußte er alles aufgeben. Ist da wirklich ein Unterschied zwischen der Teilname und dem Verbreiten des Gerüchts über die Tätigkeit des Hexenmeisters und der Teilname und dem Verbreiten des Urteils des Mannes der Medizin? Wer praktiziert welche Hexerei? Zweitausend Jahre Einfluß der Imitationskirche hat eine heidnische Gesellschaft geschaffen. Sie scheinen alle Heiden zu sein die Hexerei betreiben. Sie wissen nicht was sie tun.
Wir wollen mal annehmen, daß auch Jörg nicht über die tödliche Diagnose spricht, vielleicht weil er eine bewußte Entscheidung trifft, sie nicht zu akzeptieren. Seine Familienmitglieder, seine Freunde, seine Nachbarn, seine Geschäftspartner, seine Kollegen, all diese Menschen sprechen nicht über diese tödliche Diagnose weil sie davon nicht zu hören bekommen. Die ganze Sache konnte nicht wachsen, nicht in Jörgs Denken und auch nicht durch das Reden der Menschen um ihn herum. Wie oft stirbt ein Mensch weil alle Leute um ihn herum über die schlimme Krankheit sprechen die er hat. Er ist vielleicht bemüht gegen diesen Angriff der Krankheit zu kämpfen, oder besser gegen diesen Angriff auf sein Denken, aber die Menschen die ihm eigentlich beistehen sollten tun das genaue Gegenteil: sie reden ihn tot. Über Krankheit zu reden ist eine ganz üble Angewohnheit.
Eigentlich ist eine Person die über Krankheit redet nicht viel besser als ein Hexenmeister. Eine Person die über Krankheit redet behext die Person die krank ist, praktiziert Zauberei, verflucht den der krank ist. Und diese Person mag ein Feind sein, sie mag ein Freund oder ein Verwandter sein, sie kann aber auch jemand selbst sein. Besonders jetzt nachdem Sie dieses gelesen haben und wissen wie es funktioniert, machen Sie sich der Hexerei schuldig, wenn Sie die Krankheit einer Person besprechen, ihre eigene oder die anderer, und Sie behexen sie. Sie machen sich der Hexerei schuldig. Sie selbst werden zum Hexenmeister.
Wenn Ihnen also jemand eine todbringende Diagnose verpaßt, dann ist der beste Weg, um sie Wirklichkeit werden zu lassen, über dies mit andere Leuten zu sprechen. Denken Sie nur daran wieviel Mitleid Sie erhalten werden, und all die Aufmerksamkeit. Und wie wichtig Sie sich dann fühlen können und als der Überbringen sensationeller Neuigkeit. Nun haben Sie die Möglichkeit einmal in Ihrem Leben der Mittelpunkt der Beachtung zu sein. Es ist die Chance Ihres Lebens. Dies hört sich sehr sarkastisch an, aber für viele scheint so etwas recht wichtig zu sein, wichtiger als gesund zu sein. Sie verbringen viel Zeit ihres Lebens über Ihre Symptome zu sprechen, über die Operationen die sie gehabt haben und die sie noch haben werden, über die Ärzte, die Spezialisten und Universitätsprofessoren die sie behandeln. Wenn jemand kommt und ihnen erzählt, daß Leiden unnötig ist, dann werden sie recht böse.
In Hosea 4,6 sagt Gott, daß sein Volk der Vernichtung anheim fällt, weil es keine Erkenntnis hat. Seit 2000 Jahren haben sogenannte christliche Lehrer alles gelehrt nur nicht die Wahrheit und was ist das Ergebnis? Millionen in der westlichen Welt, einer Welt die angeblich christlich sein soll, gehen zum Arzt und glauben an die todbringende Diagnose. Sie werden vernichtet weil sie keine Erkenntnis haben. Wer sollte an solch einem Christentum interessiert sein? Anstatt heilig zu sein, praktizieren sie alle Hexerei.
Wenn ein Mediziner einen Fall als nicht heilbar erklärt, dann ist er ein Hexer und ein Mörder. Die menschliche Geschichte ist angefüllt mit Dokumenten die die Heilung aller Arten von Krankheiten bezeugen. Solch eine Person handelt unverantwortlich und sollte niemals behaupten, ein Wissenschaftler zu sein. Ein wahrer Wissenschaftler wird die Wissenschaft kennen. Er wird die Naturwissenschaft kennen und er wird die Geisteswissenschaft kennen. Wenn jemand einen blinden Glauben an die Wissenschaft, an die Naturwissenschaften hat, dann sollte er sich nicht Wissenschaftler nennen. Er ist dann einfach unwissenschaftlich.
Wenn Sie jetzt - nachdem Sie dies gelesen haben - einen Arzt besuchen, dann wissen Sie etwas über diese Dinge. Beurteilen Sie diesen Mann entsprechend und handeln Sie danach. Hören Sie auf seine Worte und messen Sie seine wissenschaftlichen Fähigkeiten und seinen Glauben. Wenn er eine todbringende Diagnose ausspricht, dann muß Ihnen bewußt sein, daß er nicht weiß was er tut. Seien Sie sich bewußt, daß ein Arzt leicht ein Killer sein kann. Behalten Sie die Oberhand in solch einer Situation und seien Sie sich bewußt, worum es bei der Hexerei geht.
Ich bin das Ergebnis meines Denkens. Ich muß nur denken wie es mir gehen soll und so wird es mir gehen. Ich kann denken, daß ich glücklich, gesund und wohlhabend bin und ich werde so sein. Ich kann denken, daß ich niedergeschlagen, krank und arm bin und so werde ich sein.
Es gibt Leute die über die Hexerei Wissen angesammelt haben und die darin Erfahrung haben. Sie können über dieses Gebiet reden und von Fällen erzählen. Und sie glauben, das Hexerei wirklich funktioniert. Und sie haben recht - es funktioniert. Was aber das Entscheidende ist, ist nicht die Kenntnis, daß Hexerei funktioniert, sondern warum es funktioniert und wie. Und wie man es unwirksam macht.
Wenn jemand meint, daß er in der Kunst der Hexerei interessiert sei, dann ist es vielleicht hilfreich, die zugrundeliegenden Motive zu prüfen. Da ist vielleicht so etwas wie der Wunsch, daß andere das tun sollten was man meint sie sollten tun, der Versuch andere zu dominieren, der Versuch sich über den freien Willen anderer hinwegzusetzen.
Leute die Kenntnis über die Hexerei haben, mögen manchmal gern als Experten auf diesem Gebiet angesehen werden. Und sie mögen andere gern mit ihrer Sachkenntnis beeindrucken. Ihr Problem ist nur oft, daß sie Hexerei nicht erkennen würden, wenn es unter modernen, westlichen, gebildeten Umständen auftritt. Die der Hexerei zugrunde liegende Wirksamkeit ist immer ein Glaubenssystem. Es kann ein System des blinden Glaubens in die Naturwissenschaften sein. Es kann ein System des Glaubens in örtliche Traditionen und einheimische Gebräuche sein. Einige Leute mögen also Hexerei erkennen wenn es im Dschungel von Afrika auftritt, aber nicht, wenn etwas sehr ähnliches in der gut informierten westlichen Kultursphäre abläuft, weil ihnen der eigentliche springende Punkt entgeht, das alles von ihrem Glauben abhängt.
Es ist also recht wichtig zu wissen und sich bewußt zu sein, was man glaubt. Man muß seinen Glauben messen können. Nur wenn dies geklärt ist kann die Macht der Hexerei eingeschätzt werden.
Was sollten wir also tun, wenn wir uns in einer Situation befinden, wo Hexerei betrieben wird? Sei es Hexerei die als solche bekannt ist und auch als solche benannt wird oder sei es Hexerei die nicht unter solch einem Namen läuft aber trotzdem praktiziert wird - wie im Sprechstundenzimmer des Arztes.
Als erstes sollten wir uns erinnern, daß wenn wir im Lichte wandeln, uns Dunkelheit nichts anhaben kann. Die Macht des Bösen existiert nicht.
Wir wollen uns ansehen wie machtlos Dunkelheit wirklich ist.
Stellen Sie sich einen völlig dunklen Raum vor - es ist überhaupt kein Licht darin. Und dann stellen Sie sich einen anderen Raum vor der voller Licht ist - alle Lampen brennen und es ist taghell darin. Der dunkle Raum ist links und der helle Raum ist rechts. Zwischen den beiden Räumen ist eine Wand. Diese Wand haben die beiden Räume gemeinsam. In dieser Wand ist eine große Schiebetür und sie ist geschlossen und keine Dunkelheit und kein Licht kann durch sie hindurch. Der dunkle Raum ist auf der linken Seite, er ist völlig dunkel, und der helle Raum ist auf der rechten Seite der Wand, er ist taghell erleuchtet. Was passiert nun wenn wir die Schiebetür öffnen, sie weit aufmachen? Was fließt in welchen Raum hinein? Wird die Dunkelheit von links nach rechts fließen? Oder wird das Licht vom rechten Raum in den linken Raum fließen?
Das Licht vom Raum auf der rechten Seite strömt in den Raum der dunkel war. Es ergießt sich in den anderen Raum. Die Dunkelheit von dem finsteren Raum auf der linken Seite strömt nicht in den Raum der voller Licht ist und sie löscht das Licht dort nicht aus, vernichtet es nicht. Die Dunkelheit aus dem dunkeln Raum auf der linken Seite kann noch nicht einmal die Helligkeit in dem rechten Raum vermindern. Die Dunkelheit kann noch nicht einmal das Licht beeinflussen und hat keine Macht über Licht.
Es ist also ganz eindeutig, das Licht des Raumes auf der rechten Seite erfüllt den dunklen Raum mit Helligkeit. Das Licht fließt vom rechten Raum in den linken Raum und die Menge des Lichts in rechten Raum bleibt dieselbe, es wird nicht weniger. Ungeachtet der Tatsache, daß die gleiche Menge Licht die den Raum auf der rechten Seite füllte, nun zusätzlich auch den anderen Raum erfüllen muß, bleibt die Helligkeit im rechten Raum gleich.
Keine Dunkelheit fließt vom linken Raum in den Raum auf der rechten Seite.
Dunkelheit existiert eigentlich gar nicht. Dunkelheit ist nur die Abwesenheit von Licht. Helligkeit zeigt uns Dinge, macht sie für uns sichtbar, informiert uns über Dinge und über geistige Angelegenheiten, aber Dunkelheit hält Information zurück, wir können die Dinge nicht sehen, wir bleiben geistig unkundig.
Dunkelheit hat keine wirkliche Macht. Nur wenn wir glauben es hätte Macht kann es etwas erreichen und dann ist diese Macht nicht wirklich die Macht der Dunkelheit, sondern es ist unsere eigene Macht. Licht überwältigt immer Dunkelheit. Wenn wir im Licht sind dann kann Dunkelheit uns nichts anhaben. Unser Licht wird Licht von woanders zu uns hinziehen, hat Anziehungskraft auf anderes Licht, aber es wird Dunkelheit abstoßen. Nur Dunkelheit zieht andere Dunkelheit an.
Licht erobert also Dunkelheit.
Genau so ist es mit Liebe und Angst: Liebe erobert Angst.
Wenn Furcht da ist, dann aktiviere Liebe. Bekämpfe Furcht mit Liebe. Die Anwesenheit von Licht beseitigt Dunkelheit und die Anwesenheit von Liebe beseitigt Angst. Die Anwesenheit von Liebe wird zur Abwesenheit von Angst, wie die Anwesenheit von Licht zur Abwesenheit von Dunkelheit wird.
Wenn also Furcht in Ihnen ist, dann sehen Sie es einfach als eine Gedächtnishilfe, daß Sie sich an Liebe erinnern sollten. Es ist einfach ein Zeichen für Sie Liebe zu aktivieren.
Fürchten Sie sich also nicht vor Furcht. Begrüßen Sie sie wenn sie kommt, denn es wird ein Grund für den Heiligen Geist sein, Sie an Liebe zu erinnern.
Wenn Liebe kommt, dann verschwindet Furcht einfach, wie Dunkelheit verschwinden wird, wenn die Tür geöffnet wird und Licht in einen dunklen Raum gelassen wird.
Dieses ist das Prinzip der Dualität. Da sind zwei Pole. Der positive Pol ist aber die wirkliche Realität. Der negative Pol ist nur dafür da, Sie wissen zu lassen, daß der positive der gute ist - den Sie haben wollen. Wenn der negative Pol nicht da wäre, würden Sie nur den positiven kennen und den negativen vergessen und die Situation für normal halten und als selbstverständlich betrachten und Sie würden gar nicht mehr wissen, was Sie an dem positiven Pol haben und Sie würden aufhören, zu wachsen.
Es ist diese Dualität die Ihnen Ihre Freiheit gibt, die Ihnen Wahlmöglichkeiten gibt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Entscheidungen zu fällen. Sie haben die Freiheit Dunkelheit oder Licht zu wählen. Sie haben die Freiheit Angst zu haben oder Liebe zu haben. Nur wenn Sie diese Auswahlmöglichkeit haben, können Sie das Leben wirklich genießen, weil Sie wissen, daß Sie die positive Seite gewählt haben.
Wann immer Sie also ein Problem haben, erinnern Sie sich an die zwei Räume und was passiert, wenn Sie die Tür zwischen dem dunklen Raum und dem Raum voller Licht öffnen. Dunkelheit kann Licht nicht überwinden. Aber Licht besiegt Dunkelheit. Sie müssen einfach nur die Tür öffnen und der Rest geschieht von alleine. Licht wird einfach dorthin fließen wo Dunkelheit war.
Wenn Furcht da ist, dann öffnen Sie einfach die Tür, öffnen Sie sich dem Heiligen Geist und öffnen Sie die Tür für ihn und Liebe kommt herein. Dunkelheit ist hilflos gegenüber dem Licht und so ist Furcht hilflos gegenüber der Liebe.
Der Raum voller Licht verliert keinerlei Helligkeit, der dunkle Raum aber verliert viel von seiner Dunkelheit, wenn die Tür zwischen ihnen geöffnet wird.
Wir sollten deshalb Dunkelheit nicht fürchten. Wir sollten Hexerei nicht fürchten die gegen uns gebraucht wird. Am besten reagiert man auf Böses indem man ihm widersteht und vor ihm keine Angst hat. Widerstehe dem Teufel und er wird vor dir fliehen (Jakobus 4,7). Benutzen Sie diesen Vers und sagen Sie, "Teufel, ich widerstehe dir, geh weg."
Oder wir nutzen Psalm 112,7 und sagen, "Ich fürchte mich nicht vor schlechter Nachricht, mein Herz ist fest, weil es dem Herrn vertraut."
Es ist sogar noch besser eine Schriftstelle zu nutzen die direkt mit Hexerei zu tun hat. Sagen Sie, "Wie ein Spatz wegflattert und eine Schwalbe wegfliegt, so trifft auch ein unverdienter Fluch nicht ein" von den Sprüchen Salomos 26,2. Ich kann es nicht verhindern, daß der Teufel über meinen Kopf fliegt, ich kann es aber verhindern, daß er dort ein Nest baut. Die falschen Gedanken mögen in mein Denken eindringen, ich kann es aber verhindern, daß sie sich dort zu einer Zitadelle verfestigen. Ich lasse sie wie ein Spatz wegflattern, wie ein Schwalbe wegfliegen. Ich sage, "ein unverdienter Fluch trifft nicht ein. Ein Fluch wird mir nicht schaden, da ich unschuldig bin. Er wird wie Spatzen und wie Schwalben sein, die herumfliegen und niemals landen."
Und von 5. Mose 23,6 und von Nehemiah 13,2, "Mein Herr verwandelt jeden Fluch in einen Segen." Ich drehe den Spieß um und lasse aus dem Schlechten, daß mir zugedacht wird, etwas Gutes für mich werden.
Flüche können uns nichts anhaben, wir sind geschützt.
Ich bekenne Jesaja 54,17, "Einer jeglichen Waffe, die wider mich zubereitet wird, soll es nicht gelingen; und alle Zunge, so sich wider mich setzt, soll ich im Gericht verdammen. Das ist das Erbe der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit von mir, spricht der Herr."
Wir sind sicher. Wir sind gerettet. Das ist die ganze Bedeutung der Errettung, der Erlösung. Wir sind sicher und errettet hier und jetzt.
Und wir erlauben niemanden über uns zu herrschen. Wir geben unser Geburtsrecht nicht auf. Wir beten keine Götzen an. Wir erlauben den anderen nicht unser Gott zu sein - uns zu manipulieren. Nur wir selbst haben die Erlaubnis unsere Zukunft zu bestimmen und unser Leben. Nur wir selbst - unser höheres Ich, unser höheres Ich, dem Gott und der Heiligen Geist innewohnen - herrscht.
Was tun wir nun wenn jemand uns etwas schlechtes wünscht - wenn uns jemand verflucht? Wir ignorieren es. Wir reagieren nicht. Wenn wir reagieren würden, würden wir dieser Person Macht über uns geben. Wir würden der Person Macht geben, unser Wohlsein zu bestimmen. Wir sind unverletzlich. Sie können uns nichts anhaben. Wenn wir ärgerlich würden weil uns jemand beschimpft, würden wir ihnen zeigen - und uns selbst - daß wir glauben wir seien verletzbar. Wir sind immer noch so wie uns Gott erschaffen hat und wir sind noch heil. Jemand anderes Meinung über uns ändert unseren Status nicht. Wenn also ein Manipulierer versucht Sie herabzusetzen, dann ignorieren Sie ihn einfach. Versuchen Sie nicht, sich zu rechtfertigen.
Was tun wir also wenn ein Mann der Medizin uns eine todbringende Diagnose präsentiert? Wir verlassen ihn und gehen weg und sagen, "Mein Gott rettet mich aus jeder Gefahr." Wir zitieren die Wahrheit. Wir sprechen wie ein Eroberer, wie ein König, wie König David. Wir sagen es vielleicht sogar in seiner Anwesenheit, vielleicht ist er ein Gläubiger oder ein werdender Gläubiger oder einer im werden wegen unserer Aussage.
Wenn wir jemanden einen guten Morgen wünschen oder einen guten Tag oder einen guten Abend oder eine gute Nacht oder ein "laß es Dir gut gehen" oder alles Gute zum Geburtstag oder wenn wir für jemanden beten er möge gesund werden, dann ist dieses Willen und dieses Wünschen wirksam. Unser Wille ist mächtig. Und zu einem gewissen Grade trifft dieses auch im Negativen zu. Eine Verfluchung einer Zauberin kann eine gewisse Wirkung haben. Wenn jemand aber im Licht wandelt ist diese Auswirkung aufgehoben. Das Dunkle das von der Zauberin kommt, vielleicht via Telepathie, kann nicht in unseren Raum fließen der voller Licht ist, es ist genau umgekehrt, unser Licht wird die negative Person beeinflussen. Und wir stärken unser Position dadurch, daß wir uns hieran erinnern und entsprechende Schriftstellen zitieren. Aber der grundlegende Schutz ist im Licht zu wandeln. Und dies ist der Grund weil es so wichtig ist ein Täter des Wortes zu werden. Wenn ich das tue von dem ich weiß daß ich es tun soll, dann wandele ich im Licht - im Licht dessen das ich zu der Zeit habe. Das studieren des Wortes Gottes, es zu kennen und - und das ist das Wesentliche - es anzuwenden, ist lebenswichtig für meine Sicherheit. Das Entscheidende ist das Tun.
Es ist wichtig zu sehen daß man zwei Personen benötigt, um zu einer Übereinkunft zu kommen. Wenn mir jemand schaden will, benötigt er meine Zustimmung. Und mir kann nur geschadet werden, psychisch und physisch, wenn Ich es zulasse. Und das werde ich nie tun. Ich muß solch eine Situation beherrschen und negative, sorgenvolle, ängstliche Gedanken rausschmeißen und Gedanken der Beherrschung,