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Dieses ist das 8. Kapitel von "Die Imitationskirche."

 

8. Hütet euch!

Frank L. Preuss

 

Wir sollen uns hüten, befiehlt uns Jesus. Er sagt: "Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe" (Matthäus 7,15). Die Bezeichnung "in Schafskleidern" bedeutet, daß sie Christen sind, daß es Leute sind, die als Christen bekannt sein wollen und die Bezeichnung "reißende Wölfe" bedeutet, daß sie töten wollen. Der Höhepunkt des Dienstes Jesu hier auf Erden war, daß er von den Führern und Leitern der Kinder Gottes getötet wurde. Die eigentliche Hinrichtung wurde von den Römern vollzogen, die Bibel aber sagt, daß die Führer der Juden ihn töteten: "Welchen ihr gekreuzigt habt," sagt Petrus in der Apostelgeschichte 4,10 als er zu den versammelten Führern, Ältesten und Schriftgelehrten spricht. Die Leute die Jesu töteten waren also die Führer der Kinder Gottes. Gott kam als Mensch zur Erde und die Führer seiner Kinder erkannten ihn nicht nur, sie lehnten ihn auch ab und kreuzigten ihn sogar. Die Kinder Gottes, ihre Führer, töteten Gott. Und da hat sich in den letzten 2000 Jahren nichts geändert: Christus - sein Leib, die Gemeinde - wird von den Führern Gottes Kinder getötet.

Wenn immer es eine Erweckung gab und die wirkliche Gemeinde entstand, weil Menschen zurück zu dem Beispiel des Neuen Testaments gingen, dann traten einige auf, und oft waren es einige von den eigenen Führern, die mit ihren verkehrten Reden die Jünger auf ihre Seite zogen (Apostelgeschichte 20,30). Sie gründeten eine neue Konfession.

Jesus und Paulus sprechen hier von der gleichen Sache. Auch Paulus benutzt das gleiche Wort: Wölfe. Er sagt: "Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die die Herde nicht verschonen werden" (Apostelgeschichte 20,29). Sie scheinen Christen zu sein. Paulus sagt: "unter euch" - "selbst aus eurer Mitte." Und er spricht hier zu den Ältesten der Gemeinde in Ephesus. Es sind also nicht nur Leute aus unserer Mitte, sonder sogar aus der Mitte der Führer - der Ältesten. Jesus und Paulus sprechen hier also von der gleichen Art von Menschen: von Führern unter uns Gläubigen.

Jesus war ein Prophet, er war der größte Prophet, aber Paulus war auch ein Prophet (Apostelgeschichte 13,1). Und Paulus prophezeit hier in der Apostelgeschichte 20. Und es scheint als ob er den Hauptgegenstand der ganzen Geschichte des Christentums ausgewählt hat: wie die Gemeinde getötet werden wird und wie es gemacht werden wird, daß Führer, die eigentlich Wölfe sind, falsche Reden führen werden und daß sie die Jünger auf ihre Seite ziehen werden indem sie ihre eigenen Konfessionen gründen werden, daß sie ihre eigenen Königreiche aufbauen werden.

Wir müssen uns vor ihnen hüten; wir müssen es tun; es ist Jesu Gebot an uns. Paulus sagt uns das gleiche: "Darum seid wachsam!" Paulus sagt, daß er drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen hat, einen jeglichen von den Ältesten in Ephesus unter Tränen zu ermahnen (Apostelgeschichte 20,31).

Wir müssen acht geben. Tun wir es? Haben wir es getan? Haben wir es gepredigt? Oder haben wir diese Lehre ignoriert? Vielleicht haben wir nie etwas von diesem Thema gehört. Und das ist nicht überraschend, denn die Wölfe werden nicht über die Wölfe predigen, sie werden andere nicht vor sich selbst warnen, genauso wie der Teufel es gerne hat, wenn die Leute glauben, daß es keinen Teufel gibt. Das ganze Christentum scheint nur aus Führern zu bestehen, die Wölfe sind, und es ist deshalb offensichtlich, daß sie uns nicht sagen und lehren werden, wie wir sie erkennen können.

Nun mögen Sie vielleicht sagen: "Aber das hier geht zu weit, da gibt es viele christliche Führer die ich kenne und die sind bestimmt keine Wölfe." Dann muß ich Sie fragen, woher wissen Sie das? Woher wissen Sie das, wenn Sie nie dieses Thema untersucht haben, nie eine Predigt darüber gehört haben, nie etwas darüber gelesen haben?

Paulus gibt uns das Hauptmerkmal eines Wolfs: sie ziehen Jünger auf ihre Seite. Und dies bedeutet, daß sie ihr eigenes Reich, ihre eigene Konfession, ihre eigene Sekte gründen. Sie gründen, bauen weiter auf und sind Teil solcher Konfessionen. Nun sagen Sie mal, welche von all diesen Leuten, die Sie gerade im Sinn gehabt haben, und von denen Sie denken, daß sie keine Wölfe sind, nicht einer Konfession oder einer Sekte angehören.

Und falls einer wirklich keiner solchen Gruppe angehört und sagen wir mal seine Haupttätigkeit ist Evangelisation, mit wem arbeitet er denn zusammen, wenn er unterwegs auf einem Kreuzzug ist? Vielleicht arbeitet er mit den örtlichen Konfessionen und Sekten zusammen, erhält deren Unterstützung und als Gegenleistung leitet die Neubekehrten in diese Gruppen hinein.

Und selbst wenn er das nicht tut, lehrt er die Neubekehrten in einer Art und Weise sich zu treffen, wie es im Neuen Testament beschrieben ist? Warnt er sie vor den Wölfen und ihren Konfessionen?

Wir müssen uns in acht nehmen, wir haben es zu tun, es ist ein Gebot Jesu. Wir müssen in die Bibel hineingehen und lernen, wie wir dieses achtgeben tun müssen - auf was wir achtgeben müssen. In der Bibel gibt es viele Einzelheiten - Einzelheiten auf die wir achtgeben müssen - auf die wir unsere Aufmerksamkeit lenken müssen. Besonders die Evangelien - die Lehren Jesu - sind angefüllt mit Einzelheiten. Wenn wir dieses niemals getan haben - diesen Geboten des Herrn zu folgen - dann müssen wir damit beginnen und lernen, wie wir dieses achtgeben zu tun haben. Es muß uns zur Gewohnheit werden, unsere Augen offen zu halten.

In Matthäus 7,1 sagt uns Jesus, daß wir nicht richten sollen. Wir richten nicht, denn Jesus ist der Richter. Wir verurteilen nicht, wir sprechen keine Urteile aus über die Menschen um uns herum, wir richten nicht andere Menschen. Wir verurteilen nicht, aber wir beurteilen. Es ist ein Gebot Jesu uns in acht zu nehmen. Wir beurteilen eine Situation, wir beobachten und denken darüber nach, was andere Menschen tun und sagen. Wir tun dies auch, um uns selbst und unsere Schwestern und Brüder zu schützen.

Nur wenn wir dieses achtgeben tun, werden wir es verhindern können, daß unser Leben einstürzt und völlig zerstört wird (Matthäus 7,27). Nur wenn wir achtgeben, werden wir mit Jesus hineingehen und die Tür wird nicht zugeschlossen (Matthäus 25,10). Wenn wir Jesus nicht gehorchen, werden wir in die Hände der reißenden Wölfe fallen, unser Haus wird auf Sand gebaut sein und wir werden zur Hochzeit zu spät kommen - Jesus wird uns nicht kennen.

Wir müssen also auf die falschen Propheten acht geben, auf Leute, die wie echte Christen aussehen - die wie harmlose Schafe zu uns kommen, die aussehen als seien sie gute, echte Schafe, Christen - aber in Wirklichkeit reißende Wölfe sind.

In der Apostelgeschichte 20,28-31 nennt sie Paulus auch reißende Wölfe. Wir wollen diese vier Verse lesen, sie fassen die ganze Geschichte der christlichen Kirche in wenigen Worten zusammen: "So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der heilige Geist gesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus euch selbst werden aufstehen Männer, die da verkehrte Lehren reden, die Jünger an sich zu ziehen. Darum seid wach und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Tränen zu vermahnen."

Paulus der Prophet hat es kommen gesehen. Und es geschah. Und sie haben die ganze Kirche übernommen - oder so sieht es zumindest aus.

Sie sind reißende Wölfe. Sie versuchen uns zu töten. Seit vielen Jahrhunderten haben sie die getötet, die es wagten, sich ihrem System entgegenzustellen. Oft haben sie jemand getötet nur weil er mit ihnen nicht übereinstimmte. Sie töten den Leib. Aber diese Wölfe sind schlimmer als die Wölfe vom Tierreich. Die Bedeutung des Tötens ist hier schwerwiegender. Sie töten sogar geistlich. Sie hindern Menschen daran das ewige Leben zu haben. Sie lassen Menschen ihre Jünger werden und nicht die Jünger Jesu. Und wenn diese Menschen dann sterben, dann geht ihr Geist in die verkehrte Richtung - Trennung von Gott - ewiger Tod.

Wir sollten keine unvernünftigen Bauleute sein, sondern die Worte Jesu in die Praxis umsetzen. Wir wollen die Warnung Jesu in die Praxis umsetzen und uns hüten. Wir wollen keine törichten Jungfrauen sein, sondern immer Öl mit uns haben, wir wollen mit der Gegenwart des Herrn Jesus leben, mit seiner Führung, und nicht mit der Führung der Führer die blind sind und dann in die Grube fallen.

Wir wollen jetzt zu der Bergpredigt gehen. Sie ist im Neuen Testament, im Evangelium des Matthäus, und fängt im 5. Kapitel an und geht bis zum 7. Kapitel. Am Ende seiner Bergpredigt ermahnt uns Jesus nicht nur seine Worte zu hören, sondern auch nach den darin enthaltenen Lehren zu handeln. Wenn wir dies tun, hören und auch gehorchen, dann sind wir kluge Menschen. Dann haben wir unser Haus auf Fels gebaut.

Wir wollen diesen letzten Teil der Bergpredigt lesen (Matthäus 7,24-29): "Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute. Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stießen an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute. Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewässer und wehten die Winde und stießen an das Haus, da fiel es und tat einen großen Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten."

Dies war der Abschluß der Bergpredigt Jesu. Er begann mit, "Darum, wer diese meine Worte hört." "Diese meine Worte" sind die Bergpredigt: Kapitel 5 bis 7 in Matthäus. Das erste Wort hier ist "darum." Dieses "darum" zeigt an, daß Jesus auf das zurückweist, was er zuvor gesagt hat. Es ist also gut sich das anzusehen, was er zuvor gesagt hat. Was er zuvor gesagt hat, war die ganze Bergpredigt. Wir wollen uns aber das ansehen, was er direkt vor dem sagte, bevor er mit dem "darum" anfing, bevor er über die klugen und die törichten Bauleute spricht; was er unmittelbar davor sagte.

Und das fängt an in Matthäus 7,15: "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe." Hütet euch! Seht euch vor! Das Thema dieser Botschaft ist "Hütet euch!" Was wir hier betrachten ist eine Warnung von Jesus vor dem, was ihm selbst passieren wird. Was war der Höhepunkt seiner Arbeit hier auf Erden? Daß die Führer der Kinder Gottes ihn umbrachten. Hütet euch! Wir müssen aufpassen. Hütet euch vor falschen Propheten. Jesus gibt uns hier einen Befehl. Wir haben ihn auszuführen. Und deshalb müssen wir in die Bibel hineinsteigen und lernen, wie wir dieses in acht nehmen tun müssen; vor was wir uns hüten müssen. Die Bibel gibt uns viele Einzelheiten.

Wir werden uns hier nur auf ein Buch der Bibel konzentrieren, und das ist Matthäus, aber da gibt es viel mehr Einzelheiten, besonders in den Evangelien. Nehmt euch in acht! Jesus gibt uns dieses Gebot und wir müssen ihm folgen. Und es muß unsere Gewohnheit werden, unsere Augen offen zu halten und uns vorzusehen.

Wir werden sie an den Früchten erkennen, die sie produzieren. "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel" (Matthäus 7,16-21).

Dies bedeutet, daß ich nicht sagen kann, ich bin ein Christ, dann aber tue was ich will und wenn die Bibel mir etwas sagt, dann lasse ich das außer acht. Nein, ich muß tun was Gottes Word sagt.

Wir wollen den Rest dieses Abschnittes lesen (Matthäus 7,22-23): "Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt?" Wenn jemand in unsere Stadt kommt und als Prophet auftritt - weissagt, dann haben wir die Aufgabe wachsam zu sein. Wir müssen unsere Augen offenhalten. "Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben?" Wenn jemand einen Dämonen austreibt, dann kann es möglich sein, daß er ein falscher Prophet ist. "Und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!" Warum sagt Jesus, "Ich habe euch noch nie erkannt"? Warum sagt er, "Weichet alle von mir"? Trotz der Tatsache, daß sie prophezeien, daß sie Dämonen austreiben, den Teufel besiegen, viele Wunder vollbringen, warum ist Jesus so schroff und sagt, "Weg von mir"? Warum? Wegen der letzten Worte: sie sind Übeltäter, sie sind Übertreter des Gesetzes.

Sie können Arbeiter für Gott sein, sie können als Propheten gebraucht werden, sie können viele Wunder vollbringen, und doch Übeltäter sein. Natürlich. Denken wir mal darüber nach. Sie sind Übeltäter. Sie tun nicht, was Gott sagt. Jesus nennt es "schlechte Früchte hervorbringen." Ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte hervor. Sie tragen schlechte Früchte, und weil sie schlechte Früchte tragen, sind sie schlechte Bäume. Sie sind schlecht: Übeltäter.

Wir müssen also lernen, Früchte zu unterscheiden. Wir müssen beobachten, ob Menschen vielleicht andere ängstigen wollen, ob sie manipulieren und kontrollieren wollen. Weil Personen scheinbar übernatürliche Kräfte und Fähigkeiten besitzen und einsetzen, müssen sie nicht unbedingt geistig entwickelt sein. Sie mögen kaum etwas über geistige Dinge wissen und auch kein Interesse daran haben. Sie mögen Meister der Manipulation sein, ohne geistige Zusammenhänge zu verstehen. Sie können schlecht sein: Übeltäter.

Und was kommt direkt hier nach? Es ist dieses "Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute." Ich baue mein Haus auf Fels, wenn ich mich hüte, wenn ich mich vor falschen Propheten hüte. Wenn ich dies nicht tue, dann baue ich mein ganzes Leben auf etwas verkehrtes auf. Dann baue ich es nicht auf Jesus auf, sondern auf eine sogenannte Kirche, auf eine Konfession und ihre Führer. Und mein ganzes Leben ist auf Sand gebaut. Und wenn der entscheidende Augenblick kommt, dann verliere ich alles, sogar meine Errettung.

"Darum, wer diese meine Worte hört und danach handelt - das tut was ich sage, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute." Ein kluger Mann ist jemand, der sich vor falschen Propheten hütet. Ein unvernünftiger Mann ist jemand, der nicht weiß was los ist.

Die wahren Kinder Gottes und die religiösen Menschen sind immer zusammengewesen und für den flüchtigen Beobachter mag es keine Unterschiede geben. Wir müssen aber genauer hinsehen. Es geht vom Anfang der Bibel direkt bis zum Ende, von Adam und Eva, von ihren Söhnen, bis zur Zeit von Jesus und bis heute. Es ist gefährlich immer von den Pharisäern zu lesen und nur an Jesu Zeit zu denken. Nur weil es heute offiziell niemand mit dieser Bezeichnung gibt. Sehr gefährlich.

Vor was müssen wir uns hüten? "Sie kommen zu uns in Schafskleidern, in Wirklichkeit - inwendig - sind sie aber reißende Wölfe." Wenn wir Christen begegnen, dann müssen wir herausfinden, ob sie Christen sind oder ob sie sich als Christen tarnen und in Wirklichkeit töten wollen - uns von der Wahrheit abbringen wollen. "Wir werden sie an ihren Früchten erkennen."

Jesus redet hier also von Christen, von einflußreichen Christen, Christen die als Propheten bekannt sind, in deren Leben sich die Gaben des Geistes manifestieren: die in seinem Namen als Propheten auftreten, mit seinem Namen Dämonen austreiben und mit seinem Namen Wunder vollbringen. Christen die "Herr! Herr!" sagen.

Jesus sagt uns hier also, daß wir nicht herausfinden können ob sie gute Bäume oder schlechte Bäume sind, in dem wir das Vorhandensein der Gaben des Geistes in ihrem Leben sehen. Dies mag für viele von uns als Überraschung kommen. Wir haben immer gedacht, daß wenn ein Mann in den Gaben des Geistes wirkt, dann muß er sicherlich ein Mann Gottes sein, voller Glauben und Gottes Vollmacht.

Wir erkennen sie also nicht an ihren Gaben des Geistes, sondern an ihren Früchten. Und Jesus macht das ganz klar. Er sagt im 16. Vers: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Wir erkennen sie an ihren Früchten; nach den Früchten müssen wir Ausschau halten. Und Jesus wiederholt dies im Vers 20: "Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Das ist also wichtig, wir müssen uns ihre Früchte ansehen - was in ihrem Leben vor sich geht.

Wir müssen uns also nicht von ihren Gaben des Geistes irreleiten lassen.

Jesus stellt das hier heraus und er gibt uns auch reichliches Material das uns zeigt, wie diese schlechten Früchte aussehen nach denen wir Ausschau halten müssen. Das Lehrmaterial, das wir von Jesus haben, ist angefüllt mit Beispielen von schlechten Früchten. Immer wieder stoßen wir auf Situationen, in denen uns Jesus Einzelheiten über diese schlechten Früchte zeigt. Sehr viele Beispiele können wir in den Evangelien finden. Es scheint das Hauptthema Jesu zu sein; immer wieder kommt er auf diese Einzelheiten zurück.

Wir wollen uns also diese Einzelheiten ansehen. Sie werden uns helfen, schlechte Früchte an schlechten Bäumen zu erkennen. Die ersten finden wir hier am Ende des siebten Kapitels in Matthäus:

Sie kommen zu uns in Schafskleidern, inwendig aber sind sie reißende Wölfe (Matthäus 7,15).

An ihren Früchten sollen wir sie erkennen (Matthäus 7,16+20).

Sie lehren nicht wie einer der göttliche Vollmacht hat (Matthäus 7,29).

Wir wollen zu Matthäus 5,20 gehen: "Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen." Wir müssen sie übertreffen. Wir müssen gerecht sein. Jesus sagt hier mit anderen Worten, daß sie nicht gerecht sind. Sie werden nicht in das Himmelreich kommen. Da sind Menschen unter uns, die sich Christen nennen, und christliche Führer, und sie werden nicht in das Himmelreich kommen. Nicht hier und auch nicht später. "Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen." Es ist eine ernste Sache, eine ernste Angelegenheit.

Wir wollen zu Matthäus 10,17 gehen: "Hütet euch aber." Unser Thema ist "Hütet euch!", "Nehmt euch in acht!" Es ist ein Gebot und wir haben ihm zu folgen. Vor was müssen wir uns hüten? "Hütet euch aber vor den Menschen." Zuvor, in Matthäus 10,16, sagt Jesus: "Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe." Wir sind also wieder beim Thema - bei den Wölfen.

Jesus spricht hier zu Menschen die er in ein Milieu von Gläubigen schickt, mit ihren Synagogen, oder Kirchengebäuden wie wir es heute nennen würden. Denn sie werden uns überantworten vor ihre Rathäuser und werden uns geißeln in ihren Schulen (Matthäus 10,17). Jesus spricht hier nicht von Verfolgung durch Ungläubige, von Verfolgung durch Leute außerhalb der Familie Gottes. Er sagt, daß die Verfolgung von den Gläubigen ausgehen wird: den Wölfen - in ihren Schulen.

Wir stellen fest, daß es nicht die weltlichen Behörden sind die uns vor Gericht bringen, sondern sie, die in ihren Schulen, die werden uns vor Gericht bringen, die in ihren Kirchen, in ihren Imitationskirchen, in ihren Kirchengebäuden. Die Führer der Kinder Gottes. Die gebildeten Leute. Leute die die Bibelschule besucht haben, die Theologie studiert haben, die Amtsautorität haben - in christlichen Kirchen.

"Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen." Wenn so etwas mit uns geschieht, dann sind wir also schon gewarnt worden; es ist nichts Neues. Und was müssen wir tun? Wir aber gehen fröhlich von des Rats Angesicht, daß wir würdig gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden (Apostelgeschichte 5,41). Wenn wir also von den Imitationskirchen verfolgt worden sind, weil wir uns gegen sie ausgesprochen haben, dann sollten wir anfangen, eine positive Einstellung einzunehmen: uns freuen.

"Denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen." Wir brauchen nur etwas zurück in die Geschichte der christlichen Kirchen zu gehen. Ein einziges Wort wird uns überzeugen, und das ist "Inquisition." Sie folterten und töteten die Kinder Gottes. Weil sie es wagten von der Macht und den Regelungen der Führer der Kirche abzuweichen. Es war aber nicht die wirkliche Kirche, es war nur eine Imitationskirche.

Was werden sie tun? An was werden wir sie erkennen? Sie werden uns vor die Gerichte bringen - uns weltlichen Behörden übergeben. Sie werden die weltlichen Behörden dazu bringen, etwas gegen uns zu unternehmen, sie werden uns des Rechtsbruches bezichtigen. Und das Zweite ist, daß sie uns in ihren Kirchengebäuden tätlich angreifen werden und uns verletzen werden. Sie werden uns auspeitschen. Sie werden uns peinigen. An diesen Dingen werden wir sie erkennen.

Wir kommen nun zu dem Abreißen der Ähren am Sabbat. Die Pharisäer beschuldigen die Jünger Jesu etwas zu tun, was am Sabbat verboten ist und Jesus sagt zu ihnen (Matthäus 12,7): "Wenn ihr aber wüßtet, was das sei: 'Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer', hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt." Was tun die Pharisäer? Sie verurteilen Unschuldige. Sie verdammen die Unschuldigen. "Wenn ihr aber wüßtet, was das sei: 'Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer', hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt." Sie verurteilen die Unschuldigen. Sie beobachten uns und sie versuchen, einen Grund zu finden, uns zu beschuldigen: "Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt am Sabbat zu tun" (Matthäus 12,2).

Wir wollen weitergehen zum Vers 10 in Matthäus 12: "Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht, am Sabbat heilen?" Wer ist "sie"? Es sind die Pharisäer. Was tun sie? Sie suchen einen Grund zur Anklage gegen uns. Um uns anzuklagen. Sie suchen einen Grund, uns zu beschuldigen - daß sie eine Sache gegen uns hätten. Wir müssen aufpassen. Sie kommen zu uns und sie wollen etwas von uns wissen. Sie fragen uns.

Sie sprechen uns an. Sie sind freundlich. Aber was tun sie wirklich? Sie versuchen, eine Sache gegen uns zu haben. "Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht, am Sabbat heilen? auf daß sie eine Sache gegen ihn hätten." Sie kommen zu uns und sie kommen mit einer religiösen Frage. Aber was ist wirklich dahinter? Sie wollen was gegen uns herausfinden. Wir müssen uns hieran erinnern. Wir sollten den Heiligen Geist bitten, uns hieran zu erinnern, wenn wir in eine solche Situation kommen. Was geht hier eigentlich vor sich? Sie kommen mit einer Frage bezüglich der Bibel. Aber was wollen sie wirklich? Sie wollen was finden, mit dem sie uns dann bezichtigen können, sie wollen was gegen uns aufspüren.

Es wird also Situation geben, in denen wir vorsichtig sein müssen. Wir sind vielleicht froh, daß jemand zu uns kommt, um mit uns über die Dinge Gottes zu sprechen, aber sein wirkliches Motiv ist es, uns eine Falle zu stellen. "Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" (Matthäus 10,16).

Und was ist das Ergebnis dieses Fallenstellens? Matthäus 12,14: "Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten einen Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten." Es geht hier also ums Leben - um unser Leben. Wie erkennen wir die Pharisäer? Sie wollen uns umbringen. Und wir sollten nicht meinen, daß so etwas nicht heute geschieht. Es geschieht heute, vielleicht nicht in Ihrem Land, vielleicht nicht in meinem Land. Aber wie wollen wir das wirklich wissen? Sie wollen uns los werden. Wir sind eine große Bedrohung für sie. Und sie wollen uns lieber tot als lebendig.

Sie mögen uns vielleicht nicht selber töten. Sie werden aber versuchen, daß uns jemand tötet. Die Führer der Juden, der Kinder Gottes, brachten die Römer so weit, daß sie die eigentliche Tat ausführten. Sie sagten, "Wir haben nicht das Recht, jemand hinzurichten." Und so brachten sie die örtlichen Behörden dazu, ihn zu töten.

Was versuchen diese Menschen zu tun? Sie gehen hinaus und sie fassen den Beschluß, uns umzubringen. Uns zu töten. Wie sie uns umbringen können. Wir müssen uns vorsehen. Sie gehen hinaus, und schon beim Herausgehen fangen sie an Pläne zu machen. Und sie beraten, wie sie uns am besten beseitigen können. Und je mehr Einfluß sie in der Gesellschaft haben, um so kühner werden sie planen.

In Matthäus 12,15 heißt es: "Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen." Jesus hörte, daß die Pharisäer gegen ihn Pläne machten, um ihn zu töten, und deshalb verließ er den Ort. Dies ist ein Beispiel dem wir folgen müssen. Wir tun es, weil Jesus es tat und auch weil er uns ein diesbezügliches Gebot gab: "Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere" (Matthäus 10,23). Es ist also nicht biblisch, da zu sitzen und zu warten und zu einem Märtyrer zu werden, wenn man weiß, daß sie hinter einem her sind. Es mag eine Situation geben in der man zum Märtyrer wird, aber die normale Reaktion sollte für uns sein, daß wir uns zurückziehen.

Es wird viel leichter sein, wenn Christen sich daran gewöhnen würden, beweglich zu sein und nicht mit allerlei weltlichen Dingen belastet sind, die ein Zurückziehen unmöglich erscheinen lassen. Wir entziehen uns also einer Situation, um eine Trennung zu demonstrieren oder, wie in diesem Falle, weil Pläne gemacht werden, um uns zu töten. Wir sehen, wie beweglich die Christen des Neuen Testaments waren. Ein Grund hierfür war, daß sie genauso wie Jesus keine Kompromisse eingingen und deshalb verfolgt wurden, was wiederum die Notwendigkeit mit sich brachte, beweglich zu sein.

Wir wollen zu Vers 24 gehe. "Aber die Pharisäer, da sie es hörten, sprachen sie: Er treibt die Teufel nicht anders aus denn durch Beelzebub, der Teufel Obersten." Sie werden uns beschuldigen, daß wir mit Hilfe des Teufels etwas erlangen. Wenn uns das also passiert, dann wissen wir, daß es auch Jesus passierte; es sollte uns deshalb nicht beunruhigen. Vielleicht ist es eine Bestätigung, daß wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Sie sprachen: Nur mit Hilfe von Beelzebub, dem Obersten der Teufel, kann er die Teufel austreiben. Eine Person die so etwas sagt, ein Pharisäer der so etwas sagt, erkennt eigentlich nicht den Heiligen Geist, er spricht gegen die Kraft des Heiligen Geistes, eine tödliche Sünde, eine schwerwiegende Angelegenheit.

Wir gehen zum Vers 30: "Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." Wir haben hier zwei Merkmale wie wir sie erkennen können. Sie sind gegen uns, sie sind nicht für uns. Sie sammeln nicht. Sie haben nicht die gleiche Zielsetzung wie wir, sie bauen nicht am Reiche Gottes. Sie zerstreuen.

Vers 32: "Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt." Wenn jemand etwas gegen Jesus sagt, dem wird vergeben werden. Er sündigt, es wird ihm aber vergeben werden. Wenn aber jemand etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben werden. Wenn Menschen die Herrlichkeit Gottes sehen, ein Wunder sehen, sehen wie ein Dämon ausgetrieben wird, und dann sagen, daß der Teufel dahinter steht, dann ist so etwas schlimm, mit solchen Menschen ist etwas nicht richtig. Da ist keine Liebe für andere leidende Mitmenschen. Da ist nur Neid, weil sie vielleicht nicht fähig sind, so etwas zu tun, aber er tut es nun, und er hat keinen akademischen Grad, hat keine Bibelschule besucht, ist nicht als wichtige Person anerkannt, hat keinen Titel, und jetzt tut er einfach ein Wunder, zeigt die Herrlichkeit Gottes. Und solchen Menschen reden dagegen. Sie reden gegen den Heiligen Geist. Ein Beweis der Liebe Gottes, eine Errettung, eine Befreiung einer besessenen Person von der Macht des Teufels, veranlaßt sie negativ zu reagieren, denn es entblößt ihr Inneres: Dunkelheit, Neid, Haß.

Da geschieht also auch etwas gegen solche Leute, Pharisäer, falsche Propheten, Hohenpriester, Schriftgelehrte: Ihnen wird nicht vergeben werden, wenn sie etwas gegen den Heiligen Geist sagen.

Vers 33: "Setzt entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzt einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum." Ein Thema, daß sich in der Lehre Jesu wiederholt: Wir erkennen sie an ihren Früchten. Wir beobachten, was eine Person sagt und was sie tut, vielleicht sind ihre Worte in Ordnung, aber vielleicht sind ihre Taten nicht in Ordnung. Wir erkennen einen Pharisäer, eine verkehrte Person, an den schlechten Früchten.

Wir gehen jetzt zu Vers 34. "Ihr Otterngezüchte." Sie sind eine Schlangenbrut, sie sind gefährliche Tiere, ein Otterngezüchte, und Jesus spricht sie so an, er beleidigt sie. Dies ist eine Sache in der Persönlichkeit Jesu die wir zu beachten haben: er liebt, er liebt Sünder, er ist freundlich zu Sündern, zu Dirnen, zu Zöllnern, zu einer Ehebrecherin. Wenn er es aber mit religiösen Leuten zu tun bekommt, die eigentlich andere Menschen töten, andere Menschen daran hindern, in den Himmel zu kommen, dann verhält er sich streng und hart, wird er beleidigend, gebraucht er Worte der Zurechtweisung. Konfrontation. Da ist ein wichtiger Bereich in der Arbeit Jesu, und das ist Konfrontation. Konfrontation kommt zu ihrem Höhepunkt am Tag der Kreuzigung - wenn sie Jesus ans Kreuz nageln. Konfrontation. Konfrontation mit wem? Mit Leuten, die zu uns als Schafe kommen, in Wirklichkeit aber Wölfe sind. Konfrontation.

Wenn Sie eine Konfrontation mit diesen Personen haben und Sie sind darüber besorgt, dann nehmen Sie sich vielleicht vor, so etwas dem nächsten mal aus dem Wege zu gehen. Aber vielleicht fangen Sie an, es von dieser Seite zu sehen: Es war ein Teil des Dienstes des Herrn Jesu. Und wenn Sie eine Person so konfrontieren, dann handeln Sie eigentlich in Liebe zu dieser Person. Warum? Weil Sie der Person zeigen, was mit ihr verkehrt ist. Sie geben dieser Person die Möglichkeit umzukehren, zu bereuen und zu sagen, "Ja, das ist richtig, da ist etwas verkehrt mit meinem Leben, ich muß das ändern." Was hilft es dieser Person, wenn Sie zu ihr sagen, "Du bist ein netter religiöser Mensch." Und dann lassen Sie es dabei. Und Sie wollen eigentlich nichts mit ihr zu tun haben. Hilft das dieser Person? Nein. Jesus hatte auch mit religiösen Menschen zu tun, die sich ihm dann zuwandten. Da besteht also die Möglichkeit, daß diese religiöse Person, mit der Sie eine Konfrontation haben, auch umkehrt.

Es werden Situationen im Leben eines Gläubigen geben, in denen er stark sein muß, ohne Furcht und kompromißlos. Wir müssen auch in das Abbild Jesu des Kämpfers wachsen. Und eine Hauptvoraussetzung für einen guten Kämpfer ist, daß da keine Furcht in ihm ist.

Versetzen Sie sich in Jesu Lage: Er nimmt es mit der gesamten etablierten regierenden Gesellschaftsschicht auf, der ganzen Gruppe von Leuten die die Angelegenheiten der Gemeinschaft kontrollieren, und die die Macht und die Amtsgewalt haben, ihm alles anzutun wozu sie befugt sind und die auch durchaus bereit sind, es wirklich zu tun und sogar fähig sind, über ihre Befugnisse hinauszugehen und korrupt zu handeln. Da war eine Besatzungsmacht, die Römer, die über den Hohenpriestern und Führern des Volkes war, aber sie war auch diejenige, die den jüdischen Führern ihre Macht gab und bekräftigte und sogar die üblen Pläne der Juden ausführte, wie die Kreuzigung des Herrn und die Verfolgung und Gefangensetzung des Paulus. Werden wir also Menschen die niemals von Furcht geleitet sind - die wie Jesus sind. Wir haben keine Furcht vor ihnen.

Sie sind eine Schlangenbrut, Ottern, gefährliche Tiere. Sie sind böse. "Wie könnt ihr Gutes reden, dieweil ihr böse seid?" Sie sind böse. Die einflußreichste Stellung die der Teufel unter den Menschen hat, ist sein Einfluß auf Menschen innerhalb der Christenheit. Wenn er einen Mann innerhalb der Gläubigen hat, kann er viel mehr Schaden anrichten, als wenn er einen Heiden hat. Es ist genau so, wenn ein Offizier des Feindes die eigenen Reihen infiltriert; er wird uns viel mehr Schaden zufügen können, als wenn er regulär kämpfen würde.

Sie können nicht Gutes reden. Wenn immer Jesus etwas gutes tat, dann hatten sie daran etwas auszusetzen. Es zeigt, was in ihren Herzen ist. Wenn Sie eine Konfrontation mit ihnen haben, dann sollten Sie hiernach Ausschau halten. Und wenn Sie sie Dinge sagen hören, die nicht gut sind, dann halten Sie sie ihnen vor. Zitieren Sie Jesus und sagen: "Wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid?"

Wir wollen uns jetzt Matthäus 12,39 ansehen: "Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen." Es ist erbauend ein Zeichen zu sehen, aber wir sollten Zeichen nicht suchen. Es ist eigentlich ein Zeichen des Unglaubens: "Mein Glaube hängt davon ab, daß ich wieder ein Wunder sehe."

"Diese böse und treulose Generation." Sie sind böse, und sie sind treulos. Eine andere Übersetzung sagt: "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht." Ehebrecherisch und treulos ist das gleiche. Im Alten Testament nennt Gott die Kinder Gottes, die treulos sind, ehebrecherisch. Sie sind böse, sie sind treulos. Ein Zeichen zu begehren, ist ein Zeichen an dem wir sie erkennen können.

Da ist etwas nicht richtig, wenn Christen nach einem Zeichen begehren. Dies bedeutet nicht, daß wir Gott nicht bitten können, jemanden zu heilen, und Gott vollbringt ein Wunder. Wir müssen aber nicht ein Zeichen fordern. Wir müssen uns an Gott wenden mit jedem Begehren, wir müssen es aber ihm überlassen, wie er uns antwortet.

Wenn sie zu uns kommen, und von uns ein Zeichen fordern, dann erbitten sie ja nicht von Gott ein Zeichen, sondern sie fordern von jemand anderem ein Zeichen. Wenn sie ein Zeichen haben wollen, dann sollten sie selbst Gott darum bitten, und nicht jemand anderes. Es zeigt auch, daß sie selbst nicht wissen wie man betet; wenn sie wüßten, dann würden sie selbst Gott bitten.

Da ist ein konkurrierender Geist vorhanden. Sie wollen sehen ob die andere Person wirklich tun kann was sie nicht können. Es ist ein Geist des Neides - der Eifersucht. Oder falls sie es tun können, dann wollen sie herausfinden, ob die andere Person es auch tun kann. Und wenn die andere Person es nicht kann, dann haben sie einen Grund, stolz zu sein. Neid und Stolz sind eigentlich das selbe, es ist ein konkurrierender Geist. Sie sehen in der anderen Person einen Konkurrenten. Wenn du etwas hast was ich nicht habe, dann bin ich neidisch und wenn du nicht hast was ich habe, dann bin ich stolz. Es ist ein Geist der immer sich selbst mit dem Nachbarn vergleicht und nicht zufrieden und dankbar ist mit dem Ergebnis des Vergleichs. Das Ich in dieser Person ist noch am leben, es ist noch nicht tot - Jesus ist nicht wirklich auf dem Thron ihres Lebens; das Ich kontrolliert immer noch alles.

Und falls wir ihnen wirklich ein Zeichen geben würden, dann würden sie zu anderen Leuten gehen und ihnen berichten, daß es kein Zeichen gab: sie waren selbst anwesend und können bezeugen, daß da gar kein Wunder geschehen ist. Als Petrus den Gelähmten heilte, sagten sie: "Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn das offenbare Zeichen, durch sie geschehen, ist allen kund, die zu Jerusalem wohnen, und wir können's nicht leugnen" (Apostelgeschichte 4,16). Sie würden es also abstreiten, wenn sie es könnten. Wenn es nicht allen bekannt gewesen wäre, wenn nur sie und einige andere anwesend gewesen wären, würden sie allen Leuten erzählen, daß Jesus versuchte ein Zeichen zu vollbringen, aber es gelang ihm nicht, sie waren da und sahen alles mit ihren eigenen Augen, und da war kein Wunder - sie würden es leugnen. Heutzutage haben wir die selben Leute, sie kommen, um hinterher den Leuten zu erzählen, daß all die Wunder nicht wirklich stattgefunden haben und sie kommen auch mit allen möglichen "Beweisen" dafür.

Die Alternative ist natürlich, uns damit zu beschuldigen, daß wir es mit Hilfe des Teufels getan haben. Sie werden also immer etwas gegen ein Zeichen zu sagen haben. Wir folgen also dem Beispiel des Herrn und verweigern ihnen ein Zeichen. Die Anwesenheit von ungläubigen Kritikern ist sowieso nicht förderlich, die Herrlichkeit Gottes hervorzurufen. Wunder geschehen, wenn Glaube da ist, Unglaube bringt nur Tod.

Als sie von Jesus ein Zeichen forderten, wußte Jesus, daß sie es entweder abstreiten würden oder sie ihn der Zauberei beschuldigen würden, denn sie hatten gerade ein Zeichen gesehen. Nur kurz bevor sie von Jesus ein Zeichen forderten, hatte Jesus einen Dämonen ausgetrieben und sie hatten ihn daraufhin beschuldigt, es mit Hilfe des Teufels getan zu haben (Matthäus 12,24). Nur vollkommen böse Menschen können so handeln, sie sehen ein Zeichen und kurz danach verlangen sie ein weiteres. Und so werden sie auch von Jesus bezeichnet: böse und treulos (Matthäus 12,39).

Es ist etwas anderes, wenn Gott uns sagt, daß er ein Wunder tun wird. Vielleicht auf eine übernatürliche Art: in dem die Gaben des Geistes in uns wirken. Und wir wissen, daß Gott jetzt ein Wunder tun wird, und wir reagieren darauf. Wir wissen, daß ein Wunder geschehen wird; wir wissen es bereits, denn wir haben es bereits in unserem Geist gesehen. So etwas ist etwas völlig anderes. Da können wir zu den Umstehenden sagen, was geschehen wird. Wir müssen also nicht aufhören, Zeichen und Wunder zu haben, die dem predigen des Wortes und dem Beten folgen. Wir müssen dies vom Fordern von Zeichen unterscheiden.

Wir beschäftigen uns hier mit einer grundsätzlichen Sache im Leben eines Christen: Stolz und Neid. Es ist ein konkurrierender Geist, er sich selbst mit anderen vergleicht oder er vergleicht eine Person mit einer anderen. Er sucht nach Unterschieden anstatt nach dem, was wir gemeinsam haben.

Nach Unterschieden suchen, verursacht Trennung und deshalb ist ein konkurrierender Geist die Hauptursache von Spaltungen, die Hauptursache eines zerspaltenen Leibes Christi, die Hauptursache für das Bestehen von Konfessionen und Sekten. Er verursacht Uneinigkeit. Wenn jemand diesen mit jenem vergleicht, dann tut er das, was Paulus den Korinthern vorwirft: denn einer sagt: Ich halte zu Paulus!, ein anderer: Ich zu Apollos! (1 Korinther 3,4).

Und Paulus erklärt hier den Korinthern, das es genau diese Einstellung ist, die alles verursacht: zwei Personen miteinander zu vergleichen und dann eine Vorliebe für eine zu haben. Paulus nennt dies auch: Sich eines Menschen rühmen (1 Korinther 3,21); oder sogar noch besser: Zugunsten des einen und zum Nachteil des anderen sich wichtig machen (1 Korinther 4,6). Sich zugunsten des einen und zum Nachteil des anderen wichtig zu machen, ist ein grundsätzliches Übel: "sich einer wider den anderen um jemandes willen aufblasen."

Es ist so grundsätzlich, weil es der Anfang allen Übels war: dieser Stolz verursachte den Sturz des Teufels. Es war Stolz und das Begehren von materiellen Dingen. Aber Stolz ist sogar noch gefährlicher als das Begehren der weltlichen Dinge, denn Stolz dehnt sich auf alle Gebiete aus, auf das Materielle, auf das Verstandesmäßige und auf das Geistige, denn wir können stolz sein auf geistige Gaben die wir haben oder wir können neidisch sein auf geistige Gaben die andere haben. Wir haben an uns selbst zu arbeiten.

Wir müssen beginnen, Menschen zu beobachten, wie sie über christliche Führer sprechen und entdecken, wie sie zugunsten des einen und zum Nachteil des anderen sich wichtig machen. Und wir müssen aufpassen, ob wir dies nicht selbst tun. Wir müssen es aufspüren und ausrotten. Es ist eine grundsätzliche Sünde, und Jesu Jünger hatten sie zu überwältigen und wir haben es auch zu tun: Darüber zu sprechen, wer der Größte ist.

Wir müssen also Ausschau halten nach Stolz, Neid, dem Begehren des Fleisches und einem Geist der über andere dominieren will. Sie sind die Hauptübel des Teufels und sie sind die Hauptprinzipien auf denen Konfessionen beruhen.

Wir gehen jetzt zu Matthäus 12,41: "Die Leute von Ninive werden auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen." Diese Leute werden verdammt. Davor lasen wir in Vers 32: Ihnen wird nicht vergeben. Hier ist dies bestätigt: Sie werden verurteilt. "Denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona." Dies ist Jesus. Wir haben hier zwei weitere Zeichen in diesem Vers (Matthäus 12,41): Sie werden verdammt. Es ist ein Zeichen an dem man sie erkennen kann, aber es zeigt uns auch und beschreibt uns, was gegen sie unternommen wird. Das zweite Zeichen in diesem Vers ist: Sie bekehren sich nicht. Wir erkennen sie daran, daß sie nicht Buße tun, bei ihrer Einstellung und bei ihren Taten: Sie werden zurechtgewiesen, ihnen wird gesagt, daß etwas verkehrt mit ihnen ist, und wenn ihr Herz rein wäre, dann würden sie hierauf reagieren und umkehren und es bereuen. Aber sie tun es nicht. Hieran können wir sie erkennen.

"Die Königin von Mittag wird auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen" Wir sehen hier also wieder, sie werden verdammt, es wird in Vers 42 wiederholt. "Denn sie kam vom Ende der Erde, Salomons Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo." Jesus ist hier und Menschen hören nicht auf ihn. Gott ist hier, wir haben sein Wort, es ist alles vorhanden und steht zur Verfügung, sie haben es, sie haben es studiert, sie kennen das Wort Gottes, aber sie tun es nicht. Sie tun das Gegenteil. Es ist etwas schlechtes, wenn jemand nicht tut was das Wort Gottes sagt, wenn aber jemand die Wahrheit kennt und die Wahrheit lehrt und es dann nicht tut - das ist ein größerer Grund ihn zu verurteilen.

Wir wollen jetzt Matthäus 13,57 lesen: "Und sie ärgerten sich an ihm und lehnten ihn ab." Sie ärgern sich an Jesus und lehnen ihn ab. Und heutzutage ist der sichtbare Ausdruck Christi auf Erden sein Leib, der Leib Christi, die Gemeinde Gottes, die wirkliche Kirche. Und die wirkliche Gemeinde entblößt alle Unzulänglichkeiten der Imitationskirchen und läßt sie als unrein erscheinen. Und die Imitationskirchen sind beschämt. Genau so war es als Jesus hier war, all die sogenannten Männer Gottes erschienen unrein zu sein, wenn sie Jesus gegenüber gestellt wurden. Und sie waren beleidigt und begannen ihn zu bekämpfen. Und die Imitationskirche sieht die echte Kirche und beginnt sie zu bekämpfen.

"Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterland und in seinem Hause" (Matthäus 13,57). Sie akzeptieren Jesus nicht, er war ihnen ein Ärgernis, er hat bei ihnen kein Ansehen und sie sind ungläubig, sie glauben nicht.

Das finden wir in Vers 58: "Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen." Wir können sie also gut an ihrem Unglauben erkennen. Sie glauben eigentlich gar nicht. In Wirklichkeit sind sie Ungläubige.

Da besteht ein Zusammenhang zwischen dem Nichterkennen des Leibes Christi und dem Unglauben. Menschen in Konfessionen sind ungläubig. Sogar wenn sie zu Kirchen gehen, die sich "auf dem Wort basierend" bezeichnen, sogenannte "Glaubens-Kirchen," so ist doch eigentlich nicht wirklich Glauben in ihnen. Wir messen ihren Glauben und da scheint keiner da zu sein. Ihre Worte verraten sie, ihre Worte bezeugen ihren Unglauben.

Durch ihre spalterische Position sind Leute in Konfessionen fleischlich und all ihr tun beruht deshalb auf einer irdischen Einstellung. Sie befinden sich in einer Position zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Sie sind sich eigentlich dem Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen nicht richtig bewußt (1 Korinther 6,6).

Wir wollen jetzt zum 15. Kapitel in Matthäus gehen und kommen damit zu dem Waschen der Hände vor dem Essen. Wir erkennen sie daran, daß sie zu uns kommen und zu uns sprechen. "Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem und sprachen" (Matthäus 15,1). Sie kommen und sie sprechen. Es ist eine Art sie zu erkennen.

Eine sehr wichtige Art und Weise sie zu erkennen ist diese: Sie sprechen von der Überlieferung der Alten, den Satzungen ihrer Kirche, der Tradition ihrer Konfession, ihrer Kirchengeschichte. Das Wort "Konfession" bedeutet schon, daß sie eine andere Konfession sind als die auf der anderen Straßenseite. Sie glauben dies, und die dort glauben dies nicht, die glauben etwas anderes.

Wir wollen die Situation zur Zeit der Reformation betrachten. Die bestehende Imitationskirche kam zu den Reformern und beschuldigte sie, die Überlieferung der Kirche zu mißachten, sie sprachen von "ihren" Regeln. Und was machten die Reformatoren? Sie antworteten, widerlegten und argumentierten mit den Geboten Gottes.

Und dies bedeutet nicht, daß es eine alte Kirche sein muß. Vielleicht ist da eine Kirche die erst drei Tage alt ist, und doch richten sie sich schon danach, was "ihre" Kirche sagt und was "ihre" Führer meinen. Sie fangen schon an, "ihr" Glaubensbekenntnis auszuarbeiten. Sie formulieren schon "ihre" Kirchendoktrin.

"Warum übertreten deine Jünger der Ältesten Aufsätze?" Die Überlieferung der Alten - ein wichtiger Ausdruck: Die Überlieferung der Alten, die Vorschriften der Ältesten, der Ältesten Aufsätze.

Sie verlangen Auskunft darüber, warum ihre Regeln nicht befolgt werden. Und sie beschuldigen uns, eine ihrer Vorschriften zu mißachten: "Sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen." Und es deckt ihre Weltlichkeit auf: sie befassen sich mit Äußerlichkeiten und ihr inneres Leben, das übel ist, ignorieren sie.

"Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsätze willen?" Wir erkennen sie daran: Sie übertreten Gottes Gebot um ihrer Überlieferung willen.

Eine einfache Sache einen Pharisäer zu erkennen, ist zu sehen, ob er einen Titel hat. Jesus lehrt uns, daß wir keine Titel gebrauchen sollen, die Ausnahme ist "Bruder." Wenn er einen Titel hat, z. B. "Vater," oder "Pastor" oder "Hochwürden" oder "Herr Pfarrer" oder "Bischof" oder dergleichen, dann wissen wir bereits Bescheid. Dann sind wir schon völlig im Bilde - wir erkennen schon die ganze Situation in der dieser Mann ist. Titel zu haben und Titel zu geben ist ihre Überlieferung, es ist gegen das Gebot Gottes.

Eine zweite einfache Art einen Heuchler zu erkennen: Gehört er einer Konfession an? Sie gehören Konfession und Sekten an. Jesus lehrt uns: Zerspaltet nicht meinen Leib, spaltet mich nicht, keine Spaltungen. Sie führen Spaltungen herbei. Sie gründen und unterhalten und unterstützen selbst gemachte Kirchen, Konfessionen, Sekten. Die frühen Christen nannten sie Imitationskirchen. Sie haben keine Ahnung wie die echte Kirche aussieht, sie können sich nur das vorstellen, was sie von der Überlieferung "ihrer" Kirche her kennen.

Wie erkennen wir sie? Sie wollen wissen, warum wir die Überlieferung ihrer Alten mißachten. Sie beschuldigen uns, ihr Gesetz zu brechen: "Warum gehen Sie nicht am Sonntag zur Kirche?" Und bei "Kirche" meinen sie natürlich ihre Konfession, ihr Kirchengebäude. Und wenn wir nicht zu ihrer Kirche gehen, warum gehen wir dann nicht zumindest zu einer anderen Kirche.

Wie erkennen wir sie also? Sie wollen wissen, warum wir die Überlieferung ihrer Ältesten mißachten. "Warum tun sie nicht dies, und warum tun sie nicht das?" "Warum lassen sie nicht das neugeborene Kind taufen?" "Warum haben sie keine kirchliche Trauung?"

Wir müssen uns an diese Ausdrücke gewöhnen, die Jesus hier benutzt: "Ihre Überlieferung" und "Gottes Gebot." Sie beachten ihre Überlieferung, sie mißachten Gottes Gebot. Wir tun was Gottes Gebot sagt und wir tun nicht was ihre Überlieferung sagt. Wir müssen aber diese beiden Ausdrücke erkennen, sie sind wichtig, um den Unterschied zwischen der echten Kirche Gottes und den Imitationskirchen zu verstehen. Ihre Überlieferung im Gegensatz zu Gottes Gebot.

"Damit also habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Überlieferung willen" (Matthäus 15,6). Wir erkennen sie daran: Um ihrer Überlieferung willen haben sie Gottes Gebot aufgehoben. Ihre Tradition ist wichtiger als Gottes Wort. Sie heben Gottes Wort um ihrer Vorschriften willen auf. Ihre Überlieferung macht Gottes Wort unbedeutend. Ihrer traditionellen Gesetze willen habe sie Gottes Wort annulliert. Sie haben Gottes Wort ungültig gemacht.

Es war immer das Ziel des Teufels, dies zu erreichen: Die Entwertung und Aufhebung des Wortes Gottes. Er war damit erfolgreich bei Adam und Eva: Sie befolgten, was der Teufel ihnen vorschlug und sie hoben Gottes Wort auf und taten was der Teufel ihnen eingab und Tod war das Ergebnis. Der Teufel täuschte sie und sie verloren ihr Reich. Und so war es zur Zeit Jesu, sie machten das Gebot Gottes ungültig und verloren Sein Königreich. Die heutigen Konfessionen und Sekten haben Gottes Gebot annulliert und sie haben nicht das Reich Gottes, sie haben Täuschung und Tod. Da gibt es nur eine Lösung: Sie zu verlassen. Versuchen Sie niemals eine Konfession zu reformieren. Die Reformation muß innerhalb des Individuums stattfinden. Wir müssen einem Menschen zeigen, daß es verkehrt ist, zu einer Konfession zu gehören, daß es eine Sünde ist, und das er sie verlassen muß. So lange er dies nicht versteht und einsieht, ist es fruchtlos, ihn zu versuchen, zu reformieren. Er wird immer fleischlich und weltlich bleiben. Denn die Definition eines weltlichen Christen ist, daß er ein Spalter ist (1 Korinther 3,1-4).

Ein Mensch kann nicht ein Spalter und ein Vereiniger zur gleichen Zeit sein. Er muß völlig alle Verbindungen mit seiner spalterischen Gruppe abbrechen. Nur dann wird er fähig sein, nur einem Meister zu dienen - dem Meister.

Solange es uns um ihre Zustimmung geht und wir ihnen zu gefallen suchen, werden sie unser Meister sein. Wir haben hier zwei wichtige Ausdrücke: Geht es uns denn um die Zustimmung der Menschen? und Wollen wir noch den Menschen gefallen?. Wir müssen unser Motive überprüfen. Warum tun wir etwas? Tue ich es weil mir der heilige Geist etwas zu tun aufgibt oder tue ich es, weil es mir um die Zustimmung von Personen oder um die Zustimmung einer Organisation geht?

Wir finden so eine Situation immer in neuen Kirchen. Sie sind neu und alle sind gegen sie. Aber dann kommt eine gewisse Zeit, wenn es ihnen um die Zustimmung der anderen Kirchen geht, und dann kommen sie zusammen. Und sie werden wie die alten Kirchen. Und sie werden Mitglied deren Organisation von Kirchen - Rat der Kirchen oder welchen Namen sie auch immer ihrer Organisation geben mögen.

Wir müssen auf unsere Motive achten. Legen wir soviel Wert auf die gegenseitige Ehre, aber die Ehre, die von Gott kommt, suchen wir nicht? (Johannes 5,44). Liegt uns mehr daran, von Menschen anerkannt als von Gott geehrt zu werden? (Johannes 12,43).

Jesus sagt, daß er nicht darauf aus ist, von Menschen Anerkennung zu bekommen (Johannes 5,41). Wie wichtig ist menschlichen Anerkennung für uns?

Geht es uns um die Zustimmung der Menschen, oder geht es uns um Gott? Suchen wir etwa Menschen zu gefallen? Wollten wir noch den Menschen gefallen, dann wären wir keine Knechte Christi (Galater 1,10).

Wir dürfen nicht den Fehler machen, darauf aus zu sein, von den anderen Anerkennung zu bekommen und dies für wichtig zu halten oder es uns um die Zustimmung der Menschen gehen zu lassen. Falls wir nicht die Zustimmung gewisser Leute erhalten, so ist das nicht wichtig. Was wir erhalten müssen, ist die Zustimmung Gottes. Die Bestätigung Gottes müssen wir haben - das ist wichtig - nicht die der Menschen. Falls jeder dagegen ist - das ist nicht von Belang - was Gott darüber denkt ist von Belang.

Wir tun nicht etwas, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott. Wir suchen auch nicht die Ehre von den Leuten (1 Thessalonicher 2,3-6).

Wir streben nicht in der Welt nach Anerkennung. Diejenigen, die in der Welt nach Anerkennung streben, nötigen uns nur deshalb zur Mitgliedschaft in einer Konfession, damit sie wegen des Kreuzes Christi nicht verfolgt werden. Sehen Sie sich mal Galater 6,12 an. Der Grund warum sie Konfessionen gründen, sie unterhalten und dort drin sind ist, daß sie Verfolgung vermeiden wollen.

Wir wollen uns zwei Beispiele ansehen. In Ihrer Familie wird ein Kind geboren und der Überlieferung nach muß dieses Baby nun getauft werden. Folgen Sie der Überlieferung? Oder wenden sie Gottes Wort an und taufen nur dann einen Menschen, nachdem er angefangen hat zu glauben - ein Gläubiger geworden ist? Sie mögen nun einige Ausreden benutzen und sagen, daß ja Taufe nicht so wichtig ist, es richtet ja keinen Schaden an, es ist im Prinzip ja nur eine feierliche Einweihung ins Christentum.

Ich glaube Ihnen nicht. Der Grund der wirklich hinter Ihrer Handlung steht ist, daß es Ihnen wichtiger ist, Ihr Ansehen bei den Menschen nicht zu verlieren. Und ich beweise Ihnen, daß dies wirklich wichtig für Sie ist. Denn wenn es Ihnen nicht wichtig wäre, warum sagen Sie dann nicht die Tauffeier ab?

Nun stirbt jemand in der Familie. Werden Sie ihn von einer "Kirche" beerdigen lassen? Folgen Sie den Überlieferungen der Ältesten und wird einer dieser Ältesten die Beerdigungsfeier leiten - in der dieser "Älteste" ein Beispiel seiner Rhetorik geben wird? Oder werden Sie dem Gebot Gottes folgen, nicht den Leib Christi zu spalten, keine Gemeinschaft mit Spaltern zu haben, sich von Leuten fernzuhalten die Konfessionen unterhalten und betreiben? Nun werden Sie sagen, daß solch eine Beerdigungsfeier für ein geliebtes Glied der Familie nicht wirklich wichtig ist, daß damit ihm ja nur die letzte Ehre erwiesen wird, daß es aus Ehrerbietung für den Verstorbenen geschieht. Ich muß Ihnen auch hier sagen, daß ich Ihnen nicht glaube und daß der wirkliche Grund für Ihre Regelung der Beerdigung der ist, daß Sie sich davor fürchten, was die Leute sagen werden, wenn Sie nicht einer Handlungsweise folgen, die ganz einfach von Ihnen erwartet wird. Ihr wirklicher Grund ist, daß es Ihnen darauf ankommt, von Menschen Anerkennung zu bekommen. Sie wollen nicht Ihr Ansehen, das sie in Ihrer Familie und in Ihrer Verwandtschaft haben und das Sie unter den Menschen um Sie herum haben, verlieren.

Ich glaube, diese beiden Beispiele geben uns einen Eindruck, wie wir wirklich von diesen Überlieferungen der Ältesten beeinflußt sind und wie stark sie sind. Wir bekommen ein Gefühl dafür, wie vieles in unserem Leben danach entschieden wird, ob wir auch von anderen Anerkennung bekommen werden, ob wir auch nicht das Ansehen bei den Menschen verlieren werden.

Es ist vielleicht doch nötig, ein drittes Beispiel anzusehen. Sie leiden an Schmerzen, Sie sind nicht gesund. Und dieser Zustand hält bereits seit etlichen Jahren in Ihrem Leben an. Sie besprechen dieses Problem mit Ihrer Familie und Ihren Verwandten und mit Ihren christlichen Bekannten; alle wissen darum, beten für Sie und versuchen Sie zu ermutigen, geben Ratschläge und versuchen zu helfen. Nun viele dieser Dinge die Sie tun sind eigentlich die Überlieferungen der Menschen. Jesus sagt, alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, daß ihr's schon erhalten habt, so wird's euch zuteil (Markus 11,24). Jemand erläutert Ihnen diese Schriftstelle und erzählt Ihnen, daß sobald Sie anfangen zu glauben, daß Sie Ihre Heilung schon erhalten haben, die Heilung die Ihre sein wird, daß aber solange Sie glauben, daß Sie die Schmerzen haben, und bekennen, daß Sie die Schmerzen haben und zu jedem darüber sprechen, daß solange Sie diese Worte des Todes in Ihr eigenes Leben hineinsprechen und solange Sie mit dem Teufel übereinstimmen, Sie das haben werden was Sie glauben, Sie Schmerzen haben werden. Sie lehnen diese Lehre des Herrn Jesu ab. Alle möglichen Gründe finden Sie hierfür. Aber was ist wirklich hinter dieser Ablehnung des Gebotes des Herrn? Gott befiehlt uns, Gläubige zu sein und Worte des Lebens zu sprechen und nicht Worte des Todes. Aber warum lehnen Sie diese vielen Schriftstellen und Gebote ab, die uns befehlen und lehren, damit aufzuhören, Tod in uns selbst hineinzusprechen? Es ist dieses Verlangen das Ansehen bei den Menschen nicht zu verlieren, das Verlangen nach Sympathie, ein Thema zu haben, über das man reden kann, das Verlangen Leute wissen zu lassen, wie schlecht es einem geht und was man zu leiden hat und was man alles im Leben durchmachen muß. Sollten Sie plötzlich damit aufhören, über Ihr Leiden zu sprechen, dann wären Leute nicht damit zufrieden, da nun eine gute Gelegenheit der Begierde des Fleisches nachzugehen, zu reden, nicht mehr da ist. Sie würden Ihnen vorwerfen, daß Sie jetzt etwas besseres sein wollen, daß Sie nun nicht mehr an ihrer geliebten Beschäftigung teilnehmen wollen, alle Unpäßlichkeiten und Krankheiten zu diskutieren, die sie alle haben, über all die Ärzte und die verschriebenen Behandlungen zu reden. Und nun stellen Sie sich nur vor was passieren würde, wenn Sie nicht nur aufhören würden über Ihre Krankheiten zu sprechen, sondern sogar anfangen würden das Wort Gottes über sich zu bekennen; wenn Sie Ihren Bekannten sagen würden, "Durch Jesu Wunden bin ich geheilt," oder nur "Gott macht mich immer gesund." Man würde Ihr Verhalten als nicht akzeptabel ablehnen; Sie beschuldigen, fanatisch geworden zu sein.

Wenn wir also das Thema "Pharisäer" betrachten, dann gehen wir es vielleicht lieber von dieser Seite an: die praktischen täglichen Probleme. Und wir erkennen wie viel pharisäerhaftes Denken und Handeln um uns herum besteht und wie überaus einflußreich es wirklich ist: die Ansichten der Menschen um uns herum und was sie sagen werden zu dem was wir tun.

Jesu Lehre bezüglich der Pharisäer hat also auch den Zweck, all die pharisäerhaften Dinge in unserem eignen Leben zu überprüfen.

Diese Dinge, "darauf aus zu sein, von Menschen Anerkennung zu bekommen," und "es für wichtiger zu halten, das Ansehen bei den Menschen nicht zu verlieren," können so starken Einfluß haben, daß Menschen lieber für den Rest ihres Lebens Schmerzen erleiden, als das sie bereit sind, die Zustimmung von Mitmenschen aufzugeben. Und solch eine Situation kann durchaus im Leben eines Christen bestehen, einer Person die mit Entrüstung reagieren würde, wenn man die Ernsthaftigkeit ihres Glaubens anzweifeln würde. Lassen Sie nicht die Überlieferungen Ihr Leben ruinieren. Erkennen Sie sie und bekämpfen Sie sie: exkommunizieren Sie sie aus Ihrem Leben heraus. Wir erkennen sie an ihren Früchten - an ihren schlechten Früchten. Schneiden Sie die schlechten Zweige ab.

Das war Matthäus 15,6: Sie haben Gottes Wort um ihrer Überlieferung willen außer Kraft gesetzt. Wie erkennen wir sie? Sie sind Heuchler. Vers 7: Ihr Heuchler! Sie sind Heuchler. Sie tun nicht wirklich was sie sagen, sie sind nicht echt.

Wie erkennen wir sie? Sie ehren Gott mit den Lippen. Ihre Worte - mit ihren Worten ehren sie Gott, aber nicht mit ihren Taten. Wir sind jetzt im achten Vers: Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. Ihr Herz aber ist weit weg von Gott.

Wie erkennen wir sie? Im neunten Vers: Es ist vergeblich wie sie Gott dienen.

Und dann: Was sie lehren, sind nichts denn Menschengebote. Hier sind wir wieder bei den Überlieferungen. Und auch Predigten über Philosophie und selbstgemachte Regeln. Die Bibel kennen sie nicht wirklich, sie kennen nicht die mächtigen und kraftvollen Dinge Gottes, die Lösungen für alle Probleme des Lebens geben, das können sie uns nicht geben, sie reden über Philosophie und Psychologie und andere menschliche Ideen: Menschengebote.

Wie erkennen wir sie? Sie sind über unsere Worte empört. Es schockiert sie, wenn wir etwas sagen.

Dies finden wir im 12. Vers: "Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, daß sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort hörten?" Sie sind beleidigt, sie sind entrüstet, sie ärgern sich, sie sind empört. Wir sprechen die Wahrheit zu ihnen, konfrontieren sie vielleicht, und sie nehmen Anstoß.

Sie befassen sich damit, wie gegessen werden soll - mit Händewaschen (Matthäus 15,2) - und was man essen soll. Religiöse Leute machen große Lehren daraus, was wir essen sollen und was wir nicht essen sollen, und dies ist gesund, und die Diät ist gut, und die ist ganz schlecht. Was sagt Jesus? Es ist nicht das, was du in den Mund hinein tust, was dir schadet, sondern das, was aus deinem Mund heraus kommt, was dir schadet. Die Worte die aus deinem Munde kommen, die bringen Leben oder Tod. Alle deine Probleme in deinem Leben schaffst du dir durch die verkehrten Worte die du sprichst; das ist das wirkliche Problem. Du wirst bis zum Ende deines Leben fett sein, wenn du nicht anfängst zu sagen: Ich bin schlank. Ich bin überhaupt nicht fett. Ich habe kein Verlangen mehr zu essen als ich brauche. Wenn wir unser Worte kontrollieren, dann werden wir die Gestalt unseres Körpers kontrollieren. Das ist was Jesus sagt. Und die Leute sind empört, denn sie wollen sich Bücher über Diät kaufen und alles mögliche andere, aber sie wollen sich nicht vom Heiligen Geist leiten lassen und ihn ihre Zunge kontrollieren lassen.

Eine Einzelheit wie diese zeigt uns diesen Zusammenhang: Wenn jemand Mitglied in einer Konfession ist, dann ist er irdisch und unmündig, und andererseits, wenn er herauskommt, wird er geistlich. Eine Person in einer Konfession kann nicht geistlich sein. Und deshalb ist es nicht möglich, daß sie geistliche Dinge versteht. Sie wird es erst dann tun können, wenn sie den Konfessionalismus verläßt. Sie kann nicht vom Heiligen Geist und von einer Imitationskirche zu gleichen Zeit geleitet sein.

Sie sind empört, wenn sie hören was wir sagen. Und was sagt Jesus, als er hört, daß sie empört sind? Sie sind Pflanzen, die Gott nicht gepflanzt hat. Sie werden ausgerissen werden.

Wir wollen Matthäus 15,13 lesen: "Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet." Hier haben wir wieder etwas was gegen sie unternommen wird. Wir hatten bereits: "Ihnen wird nicht vergeben" und zweimal "Sie werden verurteilt" und jetzt hier "Sie werden herausgerissen werden."

Jetzt kommen wir zu der ersten Stelle, wo Jesus uns sagt, was wir zu tun haben, wenn wir mit Pharisäern zusammentreffen. Was müssen wir tun? Wir finden dies in Matthäus 15,14: "Lasset sie fahren." Jesus sagt: "Laßt sie." Wir stellen fest, daß Jesus niemals hinter ihnen her läuft, er sucht sie nicht auf, sie kommen immer zu ihm, und er weiß mit ihnen umzugehen. Wir laufen also nicht hinter ihnen her, wir laufen religiösen Leuten nicht nach. "Laßt sie." Kurz - zwei Worte - ein Befehl: Laßt sie. Wir laufen nicht vor ihnen weg, aber wir geben ihnen eine Antwort die Salz enthält und dann verlassen wir sie. Wir lassen sie.

Was sind sie? Wir sind noch in Matthäus 15,14. Sie sind blinde Blindenführer. "Laßt sie, es sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder einen anderen Blinden leitet, so fallen sie beide in die Grube." Sie kennen nicht die Wahrheit, sie kennen nicht Jesus, sie akzeptieren ihn nicht, sie können Sie nicht zur Wahrheit führen, sie können Sie nur in die Grube führen. Sie sind Blinde die einen Blinden führen. Und wenn Sie von ihnen geführt werden, dann werden Sie in die Grube fallen. Sie führen in die Grube.

Wir kommen nun zum Anfang von Kapitel 16 in Matthäus: sie wollen ein Zeichen vom Himmel sehen. Wie erkennen wir sie? Sie kommen zu uns und sie stellen uns auf die Probe. Sie kommen mit einem Test: sie verlangen nach einem Zeichen im Himmel. "Geschehen Wunder in Ihrer Arbeit?" Sind Sie wirklich erfolgreich, was ist denn mit den Gaben des Geistes? Wir wollen Matthäus 16,1 lesen: "Da traten die Pharisäer und Sadduzäer zu ihm; die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen ließe." Sie werden zu uns kommen und uns auf die Probe stellen, indem sie von uns ein Wunder fordern. Was sagte ihnen Jesus? Er gab ihnen eine Antwort. Und was tat er danach? Er ließ sie. Er ließ sie stehen und ging weg. Dies finden wir am Ende des vierten Verses.

Wir wollen von Vers 2 lesen: "Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot; und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! über des Himmels Gestalt könnt ihr urteilen; könnt ihr denn nicht auch über die Zeichen dieser Zeit urteilen? Diese böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und soll ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona." Sein Kreuzesgang und seine Auferstehung ist das Zeichen, das ihnen gegeben wird. Er gab ihnen diese Antwort und dann verließ er sie. "Und er ließ sie und ging davon." Er ergriff die Initiative und ging weg.

Im Vers 3: Die Zeichen der Zeit können sie nicht beurteilen. Da sie, die heutigen falschen Propheten, nicht eine Einheit mit dem Herrn und mit seinem Leib bilden, sondern Spalter sind, sind sie irdisch und können nicht die Zeichen der Zeit erkennen. Sie sind weltlich und sie sind nicht geistlich. In 1 Korinther 2,14 beschreibt die Bibel einen solchen Menschen folgendermaßen: "Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein."

Dies ist der Grund warum es zwecklos ist, zu versuchen einen Spalter zu belehren. Er ist irdisch und wird geistliche Dinge nicht akzeptieren. Da gibt es nur eine Lösung: Ihn aus seiner Verbindung mit einer spalterischen Gruppe herauszubringen. Wenn er nicht vollständig und endgültig alle Verbindungen mit seiner Konfession abbricht, wird er nicht geistlich und wird er nicht die Dinge Gottes verstehen - wird er nicht die Zeichen der Zeit verstehen.

Nun mögen Sie sagen: "Aber wir sind doch alle Christen, da sind so viele Christen in den Konfessionen, wir müssen sie nur in ein direktes Verhältnis mit dem Herrn bringen. Es ist nicht wirklich wichtig, ob er zu einer Konfession gehört oder nicht, er braucht seine Institutionszugehörigkeit nicht aufzugeben." Wenn wir dies tun würden, dann würden wir irdisch eingestellte Christen in den Leib des Herrn hineinbringen und ihnen erlauben irdisch zu bleiben - ihnen erlauben in ihren Konfessionen zu bleiben. Und der Leib wird nicht mehr der reine Leib des Herrn sein, er wird verunreinigt sein. Aber noch schwerwiegender ist, daß wir das Gebot Gottes um unserer Überlieferung willen außer Kraft setzten; daß wir Gemeinschaft mit Spaltern pflegen; daß wir sie nicht warnen und sie dann meiden, nachdem sie die Warnungen ignoriert haben (Titus 3,10); daß wir damit neuen Christen zu verstehen geben, daß eine Zugehörigkeit zu einer Konfession akzeptable ist. In recht kurzer Zeit wird der ganze Leib verunreinigt sein. Aber das Hauptgebot, das wir brechen, ist Jesu Gebot der Einheit. Wir geben unserem Mitbruder zu verstehen, daß Einheit verhandelbar ist: Er kann mit seiner Spalterei weitermachen.

Das Zeichen wie wir sie erkennen können, das wir hier in Matthäus 16,4 fanden, ist dies: Sie sind eine böse und ehebrecherische, Zeichen fordernde Art. Daran können wir sie erkennen. Und wie begegnen wir ihrer Forderung? Wir geben ihnen kein Zeichen. Aber es soll ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona.

Und was tun wir noch? Wir lassen sie stehen und gehen davon. Wir verweilen nicht bei ihnen und wir diskutieren nicht mit ihnen religiöse Probleme und Theologie. Wir geben ihnen nicht, und auch niemand anderem, den Eindruck, daß wir Gemeinschaft mit ihnen pflegen. Wir verweisen sie auf ihren Platz und dann trennen wir uns von ihnen. Wir werden eine ähnliche Handlungsweise finden, wenn wir uns die alttestamentlichen Propheten ansehen: sie sagten was sie einem Abtrünnigen zu sagen hatten und dann zogen sie sich zurück. Sie verweilten nicht. Oft wird ein Wort des Lebens, das wir zu anderen sprechen, dadurch verwässert, daß wir den rechten Zeitpunkt des Weggehens verpassen.

Was tun wir noch? Wir geben acht und wir hüten uns vor ihrer Lehre. Wir lesen das im sechsten Vers: "Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!" Was tun wir? Wir lassen sie stehen, wir gehen weg, wir geben acht und wir hüten uns. Wir hüten uns vor ihrer Lehre. Ihr Sauerteig ist ihre Lehre (Matthäus 16,12). Gebt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Wir müssen also aufpassen. Wir müssen einen Menschen beurteilen können der uns lehrt. Lehrt es das Wort Gottes oder ist er ein blinder Mann der uns in die Grube führt? Diese Botschaft "Hütet euch!" hat genau diesen Zweck. Je mehr Kenntnis der Wahrheit wir haben, je besser werden wir sie erkennen.

Wir empfangen z. B. Lehre wenn wir ein christliches Buch lesen. Wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, Einzelheiten über den Mann zu sammeln, dessen Buch wir lesen oder dessen Tonaufnahme wir zuhören oder dessen Video wir uns ansehen. Benutzt er seine Verbindung mit einer Konfession, um sein Glaubwürdigkeit zu unterstützen? Legt er uns seine akademische Qualifikation, die er an einer konfessionellen Einrichtung erworben hat, vor, um uns wissen zu lassen, wie viel wir von ihm lernen können? Meint er, die Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen? Schickt er uns ein Angebot zu, seine Bücher, Kassetten und Videos zu kaufen? Benutzt er Titel? Wir sollten hiernach Ausschau halten in der Autorenbeschreibung und auch in dem was er schreibt und sagt. Es wird es uns viel einfacher machen, das zu bewerten, was wir aufnehmen und lernen, und uns ein besseres Bild von dem Verfasser und dem Verfaßten, von dem Lehrer und dem Erlernten geben.

Die Pharisäer testen Jesus und ihr Gegenstand hierfür ist Ehescheidung. Wir wollen uns das in Matthäus 19,3 ansehen: "Da traten zu ihm die Pharisäer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daß sich ein Mann scheide von seinem Weibe um irgendeine Ursache?" Mit was für Themen befassen sie sich? Mit Ehescheidung, mit dem Abreißen der Ähren am Sabbat (Matthäus 12,1) und dem Waschen der Hände vor dem Essen (Matthäus 15,2). Sie sind mit äußerlichen Dingen beschäftigt, mit irdischen und weltlichen und fleischlichen Sachen. Sie sind nicht geistlich.

Hieran können wir sie also erkennen: Sie kommen zu uns und sie wollen uns eine Falle stellen und sie fragen uns. Wenn wir also sorgfältig lesen, dann finden wir drei Einzelheiten in einem kurzen Abschnitt wie diesem, die uns helfen, mehr über die falschen Propheten herauszufinden.

Es wiederholt sich immer: sie kommen zu uns. Wir gehen nicht zu ihnen. Und wenn sie zu uns kommen, dann bleiben wir nicht bei ihnen. Wir verlassen sie, nachdem wir ihnen eine passende Antwort gegeben haben. Da findet dauernd Trennung statt zwischen Jesus und den Pharisäern. Es ist eine typische Erscheinung. Wir tun das gleiche. Es kann keine Gemeinschaft zwischen Licht und Dunkelheit geben. Wir korrigieren sie, wir warnen sie, und da sie nicht umkehren, verlassen wir sie. Würden wir bei ihnen verbleiben, würden wir als einer der ihrigen angesehen werden.

Sie kommen zu uns, um uns auf die Probe zu stellen, uns zu versuchen. Wie ist das mit uns? Sollten wir auch einen Christen auf die Probe stellen, wenn wir einem begegnen? Sollten wir ihm Fragen stellen und herausfinden, ob er echt ist oder ob er nur ein religiöser Mensch ist? Ich glaube nicht. Wir überlassen das Fallen stellen den religiösen Menschen; wir tun es nicht. Wir nehmen wahr was uns gesagt wird und was wir sehen und das wird uns genug Hinweise geben, mit was für einer Person wir es zu tun haben. Der Heilige Geist wird uns an all die hier besprochenen Einzelheiten erinnern. Es wird nicht nötig für uns sein, Fragen zu stellen.

In Matthäus 19,8 gibt uns Jesus eine weitere Einzelheit, wie wir sie erkennen können: Sie sind hartherzig. Andere Übersetzungen bezeichnen es als Uneinsichtigkeit oder Unbelehrbarkeit. Sie lassen sich nicht belehren. Wir müssen immer bereit sein, uns korrigieren zu lassen. Ich muß immer Kritik gegenüber aufgeschlossen sein. Wenn jemand sich der Korrektur verschließt, besonders wenn er eine einflußreiche Person in hoher Stellung ist, vielleicht mit einem eindrucksvollen Titel und einem akademischen Grad, und jemand kommt, der kaum lesen kann, und versucht ihm etwas zu sagen, aber er läßt es außer acht, dann ist das Unbelehrbarkeit. Ich muß immer bereit sein, mich belehren zu lassen, und sei es auch, daß es vom einfachsten Glied der Gemeinde Gottes kommt, oder gar von Außenseitern. "Ich bin bereit, mich korrigieren zu lassen." Dies ist ein gutes Bekenntnis.

Wie erkennen wir Pharisäer und Sadduzäer? Sie sind uneinsichtig. Lesen wir Matthäus 19,8: "Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt zu scheiden von euren Weibern wegen eures Herzens Härtigkeit; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen." Wenn wir hartherzig sind, dann sind wir uneinsichtig und unbelehrbar; wir wollen uns nicht korrigieren lassen.

Wir wollen weiter gehen zu Matthäus 20,18: "Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden; sie werden ihn verdammen zum Tode." So kann es uns auch ergehen. Hieran können wir sie erkennen. Sie werden uns zum Tod verdammen. "Und werden ihn überantworten den Heiden, zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen" (Matthäus 20,19). Sie werden sich selbst wahrscheinlich die Hände nicht schmutzig machen, sie werden es so organisieren, daß andere uns umbringen werden. Sie werden uns den Ungläubigen übergeben, damit wir verspottet, gegeißelt und gekreuzigt werden. Aber - Jesus wurde zum Leben auferweckt. Am Ostersonntag war seine Auferstehung. Was immer auch mit uns passiert, wir werden von den Toten auferweckt werden. Das ist wichtig. All das, was sie uns antun werden, ist nicht wirklich das Entscheidende. Wir werden unsere Belohnung erhalten.

Es ist viel leichter Verfolgung ins Auge zu sehen, wenn wir uns gedanklich auf so etwas vorbereitet haben, wenn wir bereits seit langem entschieden haben, für das, was wir glauben, einzustehen. Es ist eine gute Übung, wenn wir uns den Überlieferungen widersetzen die nicht mit Gottes Geboten übereinstimmen. Wenn jemand nicht einmal dies bereit ist zu tun, wenn er lieber die Zustimmung der Menschen sucht, dann wird er kaum fest bleiben, wenn wirkliche Verfolgung auf ihn zukommt.

Wir wollen Matthäus 21,15 lesen: "Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrieen und sagten: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet." Die Schriftgelehrten sind Theologen, Leute die die Bibel lehren. Wie erkennen wir sie? Wenn sie die Wunder sehen, die wir tun, da werden sie entrüstet - ärgerlich. Wir tun die Dinge die uns Jesus aufgetragen hat, und sie mögen es nicht. Sie werden ärgerlich - arrogant, entrüstet. Etwas Typisches, was eine arrogante Person tut, ist, das sie ärgerlich wird. "Was machen die hier. Die wissen ja nicht was sie tun." Sie werden ärgerlich; daran können wir sie erkennen. Wir sollten uns hieran erinnern, wenn es uns passiert. Und dann in Matthäus 21,17 wieder eine typische Reaktion von Jesus, eine Reaktion, die wir jetzt schon kennen: "Und er ließ sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst." Was tun wir? Wir lassen sie stehen. Dies ist etwas was wir zu tun haben: Wir geben ihnen eine Antwort, korrigieren sie und dann gehen wir.

Wenn wir so etwas wie dies mehrere male in der Bibel wiederholt finden, dann sollten wir nicht sagen, "Ich habe dies schon gelesen, laß uns mal weitermachen." Wenn es wiederholt ist, dann hat eine solche Wiederholung einen Grund, es ist eine wichtige Sache. Wiederholung ist eine Lehrmethode.

Was wir auch sehen sollten, ist, daß sich Jesus später anders verhielt: Als er unter ihrer Kontrolle war, oder besser gesagt, als er entschieden hatte, ans Kreuz zu gehen und nachdem er es ihnen erlaubte, ihn festzunehmen, da schwieg Jesus. Zuvor gab er ihnen eine Antwort. Und die richtige Antwort zu geben, ist nicht einfach. Aber Jesus war vom Heiligen Geist kontrolliert, war ohne Furcht und sah in ihre Herzen - sah was wirklich vor sich ging. Aber zu schweigen erfordert mehr Kraft. Jesus sah durch sie alle durch, er hätte jedem einzelnen zeigen können, was in ihren Herzen war. Und Jesus hatte alle Macht zu seiner Verfügung, jeden Augenblick den er nur wählen wollte, aus dieser Situation herauszukommen. Aber er schwieg. Wenn wir schweigen können, dann werden wir wirklich etwas gemeistert haben.

Wir kommen nun zu der Frage nach der Vollmacht Jesu. In Matthäus 21,23 lesen wir: "Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten im Volk und sprachen: Aus was für Macht tust du das? und wer hat dir die Macht gegeben?" Sie kommen zu uns und sie fragen. Auch eine Sache die sich wiederholt.

Sie wollen wissen mit welchem Recht wir das alles tun was wir tun. "Zu welcher Kirche gehören Sie?" "Haben sie eine Bescheinigung, die Ihnen erlaubt, zu predigen?" Sie wollen wissen, wer uns die Vollmacht dazu gegeben hat. "Wer hat Sie zum Pastor ordiniert?" Was für absurde und groteske Fragen. Stellen wir uns nur mal vor wie Jesus und Paulus ihre Predigerlizenz beantragen. Ein Stück Papier, von jemanden, mit einem Stempel drauf, und mit einer Unterschrift, und Datum, und dem Namen einer Kirche, und nun ist diese Person befähigt zu predigen. Es hört sich so lächerlich an. Aber gehen Sie zu welcher religiösen Organisation Sie auch wollen und Sie werden feststellen wie wichtig es ist. Menschen können schon seit Jahren aus dem religiösen System heraus sein, aber diese Sache mit Ordination, Position, Titel und Papierkram beeindruckt sie doch noch immer und sie benutzen es vielleicht noch immer oder beziehen sich darauf.

Jesus und auch Paulus gingen in die Synagogen hinein und standen auf und sprachen die Versammelten an. Daß sich so etwas in heutigen Kirchengebäuden abspielt, ist kaum vorstellbar. Es zeigt uns, daß die Juden zur Zeit Jesu freier waren als die heutigen christlichen Klubs.

Der Grund ihrer Fragestellung ist, daß sie ärgerlich darüber sind, daß wir das Wort Gottes unter den Menschen verbreiten ohne Teil ihres religiösen Systems zu sein und ohne von diesem System bestallt zu sein, dem System der formalen Ausbildung wie Bibelschule oder Priesterseminar, der Ordination zum Pastor oder der Priesterweihe, und daß wir dies nicht tun, um ein monatliches Gehalt zu erhalten. Es verursacht, daß ihr System grotesk wirkt, besonders dann, wenn wir es in der Kraft des Heiligen Geistes tun: der Herr mit uns wirkt und die Verkündigung durch Zeichen, die er geschehen läßt, bekräftigt (Markus 16,20).

Wie sollten wir reagieren, wenn sie kommen und wissen wollen, mit welchem Recht wir das tun was wir tun? Wir tun das gleiche was Jesus tat. Wir verweisen sie auf eine dritte Person. Wir antworten vielleicht: "Ich will Ihnen auch eine Frage stellen: Mit welchem Recht haben Jesus und Peter und Paulus gelehrt? Wer hat ihnen die Vollmacht dazu gegeben? Hatten sie eine Bestallungsurkunde von ihrer Konfession? Hatten sie das Priesterseminar besucht? Hatten sie einen Bibelschulabschluß?" Wenn sie uns fragen, wem wir uns denn unterordnen, dann geben wir ihnen keine Antwort, aber wir fragen sie auch eine Frage, vielleicht diese: "Wem hat sich denn Martin Luther untergeordnet?" Wir sind alle Brüder (Matthäus 23,8) und auch unsere Ältesten sind unsere Brüder, sogar unsere Diener (Matthäus 23,11); sie sind nicht unsere Meister und Herren, denn nur einer ist unser Meister und Herr (Matthäus 23,8) und das ist Jesus Christus. Christen werden immer einen Grund finden, um es zu vermeiden, sich dem Meister unterzuordnen, dem sie sich wirklich unterordnen sollten: Christus.

In Matthäus 21,24 finden wir etwas interessantes: "Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das sagt, will ich euch auch sagen aus was für Macht ich das tue." Dieses ist eine recht gute Art und Weise - ein gutes Beispiel - wie wir handeln können. Wenn sie zu uns kommen und uns eine Frage stellen, was tun wir? Wir stellen ihnen auch eine Frage. Wenn sie eine Frage stellen - wir können ihnen auch eine Frage stellen. Was bedeutet dies noch? Wir ignorieren ihre Frage, wir geben ihnen keine Antwort. Wir fragen sie auch eine Frage anstatt. Wenn sie mir eine Frage stellen, sie anfingen und zu mir kamen, ich bin ihnen nicht nachgelaufen, sie kamen zu mir und fragten, so werde ich sie auch eine Frage fragen. Wir fragen sie also auch. Es ist viel einfacher solche Situationen zu handhaben, wenn wir wissen, was vor sich geht. Da gibt es viele Möglichkeiten diese Leute zu behandeln, aber wir lernen von Jesu, um über der Situation zu stehen.

Da ist natürlich eine andere Sache die Sie überprüfen müssen. Und das ist, daß Sie überprüfen müssen, ob Sie nicht selbst ein Pharisäer oder Sadduzäer sind, einer ihrer Jünger, der zu ihrer Gruppe gehört und zu denen, die so wie sie denken und handeln. Wie tun Sie so etwas? Zuerst müssen Sie natürlich sehen, ob Sie nicht zu den Feinden Christi gehören, die noch heute versuchen Jesus zu töten dadurch, daß sie versuchen seinen Leib, die Gemeinde Gottes, zu töten, indem Sie Mitglied einer Konfession, einer Sekte, sind. Nun mögen Sie sagen, ich gehöre zu keiner Konfession. Aber wenn Sie zu dieser freundlichen, neuen Gemeinde gehören; vielleicht ist es das gleiche wie eine Konfession? Woher wissen Sie es? Die meisten Reformatoren, die mit ihrer Kirche unzufrieden sind, und aus ihr herausgehen, machen den Fehler, daß sie den eigentlich größten Fehler ihrer alten Kirche übersehen: Daß es eine selbstgemachte Kirche war, eine Imitationskirche, eine Konfession. Diese Leute sehen all die Fehler die die alte Konfession hat und gründen deshalb eine neue Gruppe, sie übersehen aber den Kardinalfehler, und der ist, daß die alte Konfession eine Konfession ist, daß der Kardinalfehler dieser alten Konfession nicht die Summe ihre Fehler und Überlieferung und Übel ist, sondern der Kardinalfehler ist, das sie eine Konfession ist. Ihre Existenz ist verkehrt. Die Existenz der alten Konfession ist verkehrt; sie sollte gar nicht existieren. Sie sollte zumachen. Und da die Reformatoren dies nicht sehen können, gründen sie eine "bessere" neue Kirche und sind sich nicht im klaren darüber, daß sie eigentlich die gleiche Hauptsünde begehen, daß sie wieder eine Konfession haben, nur eine neuere, aber immer noch eine Kirche, eine Sekte, die die Einheit des Leibes Christi zerspaltet. Und dies ist der Grund, warum sie in Wirklichkeit ja nur die alte Konfession imitieren und kopieren und nur ein neueres Abbild davon anfangen, indem sie die Haupteigenschaft übernehmen, eine Sekte zu sein.

Nehmen wir ein Beispiel. Luther sah all die Übel seiner Konfession in der er aufgewachsen war, er zeigte sie auf und seine Konfession reagierte gewalttätig gegen diese Bloßlegung der üblen Situation und Luther wurde schließlich exkommuniziert und Luther benutzte dies, um mit dieser selbstgemachten Imitationskirche zu brechen. Aber ihm ist wahrscheinlich nie klargeworden, was das fundamentale Problem war - daß dieses Bestehen der alten Konfession das wirkliche Problem war. Hätte er dies gewußt, dann hätte er keinen Anteil an der Gründung einer neuen Konfession gehabt. Er hätte das Aufkommen einer neuen Konfession bekämpft. Er hätte sich gegen eine lutherische Konfession gewandt.

Und wenn Sie wissen wollen, wie und an was man ein Konfession erkennt, dann sollten Sie einfach diese Botschaft weiterlesen, sowie auch die anderen Botschaften der Serie "Die Imitationskirche" und Sie werden eine recht zahlreiche Ansammlung von Material finden, daß den Unterschied zwischen selbstgemachten und echten Gemeinden aufzeigt.

Wir brauchen also nicht zu antworten, wenn uns jemand eine Frage stellt. Wir haben ja nicht mit ihnen vereinbart, ihre Fragen zu beantworten. Wie reagieren wir? Anstatt ihnen zu antworten, stellen wir ihnen auch eine Frage.

Wir wollen jetzt weitergehen zu Matthäus 21,24: "Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das sagt, will ich euch auch sagen aus was für Macht ich das tue: Woher war die Taufe des Johannes? War sie vom Himmel oder von den Menschen? Da dachten sie bei sich selbst und sprachen." Wie erkennen wir sie? Sie dachten bei sich selbst. Sie überlegen miteinander. Nicht mit dem Heiligen Geist. Sie fragen nicht den Heiligen Geist. Sie wollen die Zustimmung der anderen. Sie suchen den Menschen zu gefallen. Sie überlegen miteinander hin und her. Sie verlassen sich nicht auf den Heiligen Geist - sie kennen ihn nicht. "Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so müssen wir uns vor dem Volk fürchten; denn sie halten alle Johannes für einen Propheten." Sie fürchten sich vor dem Volk. Wir sehen also, daß sie die Zustimmung der Menschen wollen. Sie fürchten sich. Furcht - Angst. Ihre Handlung wird durch Furcht bestimmt. Sie müssen sich vor den Leuten fürchten, sie haben Angst. Wir müssen all diese Einzelheiten lesen und sehen, sie helfen uns, sie zu erkennen.

Wir fragen sie eine Frage und sie können nicht antworten. Sie wissen keine Antwort. Sie antworten uns: Wir wissen es nicht. Wir sehen das in Matthäus 21,27: "Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was für Macht ich das tue." Wir brauchen ihnen nicht die echte Gemeinde erklären. Wir vergeuden vielleicht nur unsere Zeit. Wir erwidern: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue. Da mag es Situationen geben in denen wir ihnen etwas sagen, aber da mag es auch andere Situationen geben in denen wir ihnen nicht sagen, wer uns Vollmacht gegeben hat, "wer uns eine Ordinationsurkunde ausgestellt hat."

Wir gehen jetzt zu dem Gleichnis von den ungleichen Söhnen. Jesus spricht hier. Er spricht immer noch zu dem Hohenpriester und zu den Ältesten des Volkes, wir können das im 23. Vers sehen. Wir lesen jetzt von Vers 28: "Was dünkt euch aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberg. Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Darnach reute es ihn und er ging hin." Das ist wichtig, wenn wir einen Fehler machen, daß wir es uns danach anders überlegen und das tun, was Gottes Wille ist.

"Und er ging zum andern und sprach gleichalso. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! - und ging nicht hin."

Wir können sie auch daran erkennen, daß sie nicht in dem Weinberg Gottes arbeiten. Sie sagen: Ich gehe und arbeite im Weinberg. Sie gehen aber nicht. Sie sind nicht wirklich auf Gottes Seite. Sie sind nicht wirklich Christen, Hirten, Evangelisten, Zeugen Jesu.

Da sind viele Leute die sagen sie seien Christen, aber sie tun nicht was Jesus sagt. Sie erfüllen nicht den Willen des Vaters.

"Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und Huren mögen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr." Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als sie. "Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht." Sie sind Ungläubige, sie glauben nicht. "Aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet." Unsere Stellung in der Gesellschaft ist nicht das Wichtige, sondern ob wir glauben. Das Glauben ist das Wichtige. "Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet." Sie bereuen nicht und sie glauben nicht.

Nun sagen Sie: "Sie greifen so die religiösen Menschen an und Pastoren und Priester und Pfarrer. Mein Pastor ist solch ein guter Mensch und ich glaube nicht, daß es richtig ist, so über ihn zu reden, nur weil er vielleicht nicht weiß, daß es verkehrt ist den Titel "Pastor" zu haben und daß es verkehrt ist in einer Konfession zu sein."

Gut, dann fordere ich Sie heraus und Sie gehen zu ihm und bringen ihm die Wahrheit und beobachten die Reaktion. "Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet." Hat dieser Mann bereut - Buße getan - und geglaubt? Wenn er es hat, dann sollten wir Gott dafür danken. Wenn nicht, dann sollten Sie Ihre Augen auftun, sich vor ihm hüten und auf ihn achtgeben. Und vergessen Sie nicht, er wird ihnen überredende Worte menschlicher Weisheit und Überredungskünste geben, aber die zählen nicht. Sehen Sie sich seine Früchte an. Bereut er?

Nachdem ein Mann einmal seinen Unterhalt aus religiöser Tätigkeit bezogen hat, ist es eine Ausnahme, wenn er das aufgibt. Wenn er als Pastor angestellt ist und dafür ein Gehalt erhält oder wenn er Pastor ist und es ist seine Kirche und sein Geschäft und sein Einkommen kommt aus diesem Geschäft oder wenn er bei einer religiösen Organisation oder bei einem religiösen Unternehmen angestellt ist und dafür bezahlt wird, dann macht er eigentlich mit dem Worte Gottes ein Geschäft, er treibt Handel mit dem Worte Gottes, er geht mit dem Worte Gottes hausieren, er treibt Schacher mit dem Worte Gottes (2 Korinther 2,17). Er meint, die Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen, er sieht in der Gottseligkeit eine Erwerbsquelle, er meint Frömmigkeit sei ein Geschäft, ein Gewerbe, ein Mittel zum Geldverdienen (1 Timotheus 6,5).

Und jetzt wollen wir Ihnen den religiösen Ausdruck hierfür geben, wie dies in dem religiösen System ausgedrückt wird. Er nennt es in den vollzeitlichen Dienst gehen, oder Pastor werden. Er will von anderen Menschen leben.

Er befindet sich in einer völlig unbiblischen Position. Keine Christen im Neuen Testament befanden sich in solch einer Stellung. Wenn solch ein Mann sich hiervon bekehrt, dann haben wir ein wirklich seltenes Geschehen und sollten dafür froh sein.

"Ihr sahet es, und dennoch habt ihr nicht bereut und habt ihm nicht geglaubt." Der Prüfstein für einen solchen Mann ist, bereut er was er tut. Bereut er, wenn er die Wahrheit kennt? Sie brauchen also nur zu sehen, ob er bereut - weiter nichts.

Wenn er nicht bereut, dann wissen wir, daß da etwas in seinem Herzen verkehrt ist: Er liebt die Wahrheit nicht und deshalb liebt er Jesus nicht. Ein echter Jünger folgt Jesus, weil er die Wahrheit haben will. Petrus war ein echter Jünger. Er sagte, "Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens" (Johannes 6,68).

Die entscheidende Sache im Fall von Adam und Eva war vielleicht nicht so sehr, daß sie sündigten, sondern daß sie, nachdem Gott zu ihnen kam und ihnen zeigte, daß sie gesündigt hatten, daß sie dann nicht bereuten. Das Ergebnis war, daß alle Arbeit im Weinberg - im Paradies - aufhörte.

So was tut dieser gute Mann, Ihr Pastor? Bereut er und glaubt er an Jesus? Oder macht er einfach weiter? Macht er einfach weiter und gibt eine Menge theologischer Gründe und führt eine Menge Überlieferungen an?

Es ist sehr einfach jemand zu erkennen. An was können wir ihn erkennen? "Und er ging zum andern und sprach gleichalso. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! - und ging nicht hin." Er sagt, er will den Willen Gottes tun, aber dann tut er es nicht. Er sagt, ich bin Ihr Pastor, ich bin ein Christ, aber er tut nicht was Christus sagt: er glaubt Jesu nicht. Er glaubt das, was er meint sei richtig.

Sie lehnen es ab, ihre Meinung zu ändern, sie lehnen es ab, zu bereuen und an ihn zu glauben.

Wir wollen weitermachen und von Matthäus 21,33 an anfangen zu lesen: "Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg und führte einen Zaun darum." Das hört sich an, als ob er über das Anlegen der Gemeinde redet. "Und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und tat ihn den Weingärtnern aus und zog über Land." Vielleicht verpachtete er ihn an die Führer der Kinder Gottes, um auf seine Schafe aufzupassen.

"Da nun herbeikam die Zeit der Früchte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, daß sie seine Früchte empfingen. Da nahmen die Weingärtner seine Knechte; einen stäupten sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie." Dies ist es was uns geschehen wird, sie werden uns aber packen; den einen prügeln sie, den anderen bringen sie um, einen dritten steinigen sie.

Es ist Gottes Kirche, sie aber behandeln die Kirche als ob sie ihnen gehörte, und den wirklichen Eigentümer der Kirche, Jesus, und seine Diener wollen sie beseitigen.

Wir wollen Vers 43 lesen, Matthäus 21,43: "Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt." Sie tragen keine Früchte, und das Reich Gottes wird ihnen weggenommen und uns gegeben. Dies bezieht sich natürlich auch auf die Juden und die Nichtjuden.

Matthäus 21,45: "Und da die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, verstanden sie, daß er von ihnen redete." Das wird Ihnen und mir auch passieren. Wir reden zu ihnen und sie werden sich plötzlich bewußt, daß wir ja eigentlich von ihnen reden. Sie merken, daß wir von ihnen sprechen. Auch wenn sie dieses Gleichnis von den bösen Winzern studieren, werden sie sich bewußt, daß sie es sind von denen Jesus hier spricht und es wird ihnen sehr gelegen erscheinen, Ihnen die wahre Bedeutung zu unterschlagen.

Vers 46: "Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen." Wir können es auf ihren Gesichtern ablesen, sie sind so aufgebracht, daß sie uns beseitigen wollen. Wir bedrohen den Fortbestand ihrer schönen, religiösen Umwelt und deshalb wollen sie uns schnellstens daraus entfernen. Sie sehen sich um, wie sie uns ins Gefängnis bringen können, uns verhaften lassen können. Sie hätten uns gern verhaften lassen.

"Aber sie fürchteten sich vor dem Volk." Furcht vor Menschen. Was andere denken, das ist für sie wichtig. Aber sie fürchten sich vor dem Volk. Und sie haben Angst, sie sind um ihre eigene Sicherheit besorgt. Sie sind nicht bereit für etwas einzustehen. "Denn es hielt ihn für einen Propheten."

Sobald ihnen klar wird, daß wir ja von ihnen sprechen, wollen sie uns verhaften lassen, aber ihre Ängstlichkeit hindert sie daran, etwas zu tun. Wenn immer Sie Furcht in Ihrem Leben zulassen, geben Sie dem Teufel einen Angriffspunkt und geben damit Finsternis Raum. Wenn dann Furcht normal wird, dann zeigt dies, daß der Teufel wirklich Ihr Leben bestimmt und nicht Jesus.

Sie haben Angst und deshalb sind sie die Kinder des Urhebers der Angst - des Teufels.

Wir wollen jetzt zum 22. Kapitel von Matthäus gehen, im 5. Vers lesen wir: "Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung." Sie beachten nicht was Gott sagt. Sie aber verachteten das was Gott sagt. Es ist das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmal. Sie sind mit allen möglichen Dingen beschäftigt, Feldern, Geschäften und materiellen Dingen. Und wenn der Ruf zu Leben kommt, dann machen sie weiter als wäre nichts geschehen.

Lesen wir den 12. Vers: "Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an?" Sie haben kein hochzeitlich Kleid an, sie sind nicht gerecht, sie sind nicht gerettet.

Matthäus 22,15: "Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede." Dies hatten wir bereits mehrmals, es ist also wichtig. Religiöse Leute hören was wir sagen und sie gehen weg und fangen an zu planen, wie sie uns eine Falle stellen können. Sie kommen zusammen und beschließen, uns in unserer Rede zu fangen. Sie wollen unsere Worte dazu benutzen, um uns schuldig zu sprechen; sie wollen uns immer mit unseren Worten fangen. "Er hat etwas gesagt was nicht mit unserer Überlieferung übereinstimmt, er ist ein Ketzer." Die frühen Christen wurden Ketzer genannt, weil sie denen widerstanden, die versuchten, die Kirche in eine Konfession umzuwandeln und auch versuchten, Bischöfe und Priester mit wohlklingenden Titeln zu werden.

"Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede." Dieses muß uns bewußt sein. Sie wollen uns mit unseren Worten fangen und sie kommen zu diesem Zweck zusammen und planen, wie sie es am besten tun können. Und im nächsten Vers finden wir das Ergebnis ihrer Sitzung und Beratung.

Vers 16: "Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern." Dies ist also die Strategie auf die sich geeinigt haben. Sie werden einige ihrer Gesinnungsgenossen schicken. Sie schicken ihre Jünger, zusammen mit den Dienern des Herodes zu uns. Sie werden an die Tür klopfen und sie werden, sehr heilig und sehr besorgt um Sie, bei Ihnen vorsprechen. Sie schicken also ihre Jünger zu Ihnen. Geben Sie acht, es wird kommen. Sie sind sehr redegewandt, sehr um Ihre Sicherheit und Errettung besorgt.

Wir sehen hier auch, daß sie mit einer weltlichen Gruppe zusammenarbeiten und sie auch mitschicken. Die haben den Vorteil, daß sie dann später auch gleich als "neutrale" Zeugen gegen Sie auftreten können. Eigentlich sind sie selbst völlig weltlich, sogar wenn sie vielleicht Christen sein mögen, so sind sie doch weltlich. Wie wir von 1 Korinther 3,1-4 wissen, sind sie als weltlich definiert, weil sie Spalter sind. Sie kommen also zusammen mit diesen politischen Spezialisten und nun werden sie Sie mit einer Kombinationsfalle fangen: Religion verbunden mit Politik: Sollen wir Geld an unsere Feinde zahlen? Politik ist immer ein guter Ersatz für fehlende Geistlichkeit. Wir wissen also, daß wir sie an ihren politischen Tendenzen erkennen können.

Ihre Strategie geht etwa so: dieser Mann lehrt nur die Dinge Gottes. Er befaßt sich nicht mit anderen Themen. Seine Kenntnis von anderen Dingen ist sicherlich sehr begrenzt. Er ist ein einfacher Mann, wenn es zu den Dingen der Welt kommt. Er ist politisch unerfahren und wird sicherlich so reden, wie Leute in einfachen Kreisen reden und wird etwas gegen das System sagen und gar nicht merken wie explosiv so etwas sein kann, wenn es aus dem Mund eines Mannes kommt, der in der Öffentlichkeit bekannt ist. Wir werden ihm eine politische Frage stellen und wir werden es so tun, daß es wahrscheinlich ist, daß er uns eine Antwort gibt, die ihm eine Anklage wegen Hochverrats einbringt und dann brauchen wir ihn nicht selbst umbringen, die Regierung kann es für uns tun.

Lesen wir in Matthäus 22,18: "Jesus merkte ihre Schalkheit." Wir müssen auch ihre böse Absicht erkennen - ihre Schalkheit. Wenn wir vom Heiligen Geist geführt sind und die Dinge die Jesus hier lehrt kennen, dann werden wir ihre böse Absicht erkennen. Wir werden es wissen. "Ich weiß was hier vor sich geht, sie sind hier." Wir aber erkennen ihre böse Absicht.

"Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich?" Vielleicht erinnern wir uns an dieses Wort Gottes, Matthäus 22,18, wenn wir uns in einer ähnlichen Situation wiederfinden und antworten genau so wie Jesus: "Ihr Heuchler, was versucht ihr mich?" Wir benutzen und sprechen die Worte Jesu; das beste was man machen kann. Sie sind also Heuchler und sie stellen uns Fallen.

Vers 22: "Da sie das hörten, verwunderten sie sich und ließen ihn und gingen davon." Unsere Antwort verblüfft sie. Das haben sie nicht erwartet. Ihr Plan sah ganz anders aus. Was sollen sie jetzt machen? Da bleibt nur sich umzudrehen und zu gehen. Als sie das hörten, waren sie sehr überrascht: Wenn sie hören was wir sagen, verwunderten sie sich.

Sie wandten sich um und gingen weg: Sie lassen uns und gehen davon. Sie wissen nicht mehr weiter. Im Vers 34 heißt es, daß die Pharisäer hörten, daß Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte. Das war also der Eindruck den die Anwesenden von einer solchen Begebenheit hatten: Er brachte sie zum Schweigen. Er hat den Sadduzäern das Maul gestopft.

Vers 23: "An dem Tage traten zu ihm die Sadduzäer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn." Am selben Tag. Es gibt den Eindruck als ob sie sich anstellen, um ran zu kommen. So etwas mag uns auch passieren. Am selben Tag kommen zu uns die Sudduzäer und fragen uns.

Sie mögen nun vielleicht sagen: "Aber all diese Dinge passieren nie in meinem Leben." Vielleicht ist dies ein guter Grund, darüber nachzudenken, warum sie nicht in Ihrem Leben passieren. Vielleicht ist es einfach deshalb, weil Sie zu ihnen gehören und nicht zu uns.

"Am selben Tag kamen die Sadduzäer." Eine andere Gruppe, eine andere Konfession, eine andere Sekte. Eins der wichtigsten Dinge die die Pharisäer und Sadduzäer mit den heutigen Konfessionen gemein haben, ist, daß sie alle Gruppen sind. Sie haben alle einen Parteigeist und zerspalten die Familie Gottes.

Stellen wir uns eine Familie mit 12 Söhnen vor und 5 davon gründen nun eine Gruppe innerhalb der Familie und nennen sich selbst "Gruppe 5." Malen Sie sich mal dieses Bild aus in Ihren Gedanken und stellen Sie sich all die Konsequenzen davon vor, und es wird Ihnen viel leichter fallen, das Problem der Konfessionen zu sehen - Gruppen innerhalb der Familie Gottes.

Und nun kommt ein Führer zum Vorschein in "Gruppe 5," oder vielleicht war er von Anfang an da und hat alles in Bewegung gesetzt, nur wird er erst jetzt sichtbar. Vielleicht ist sein Name Wolf. Und nun können die vier anderen sich zugunsten des einen und zum Nachteil des anderen wichtig machen (1 Korinther 4,6). Sie können sich nun eines Menschen rühmen (1 Korinther 3,21). Und wie ist es nun mit den anderen 7 Söhnen? Wie müssen sie sich nun gegenüber einem Mitglied der "Gruppe 5" verhalten? Müssen sie sie genau so behandeln wie Nichtmitglieder? Und wie ist es mit dem Vater? Muß er nun mit Wolf sprechen, wenn er einem der Mitglieder der "Gruppe 5" etwas sagen will? Und ist ein Mitglied der "Gruppe 5" noch erlaubt, direkten Kontakt mit dem Vater aufzunehmen? Wird Wolf das mögen?

Eigentlich wird die erste Sache die uns einfällt, wenn wir an solch eine Situation in einer Familie denken, sein, daß die Gründung einer solchen Gruppe innerhalb einer Familie eine Rebellion gegen den Vater darstellt. So etwas ist völlig gegen den Willen des Vaters. Es ist Sünde. Und so ist es in unseres himmlischen Vaters Familie, Gott wird Menschen bestrafen die so etwas tun, die eine Gruppe innerhalb seiner Familie bilden.

Fahren Sie mal fort dieses Modell der "Gruppe 5" durchzudenken und es wird Ihnen viel leichter fallen, das Problem der selbstgemachten Kirchen zu verstehen.

Sollten Sie aber immer noch meinen, Konfessionen und Sekten zu haben, ist nicht so schlimm und stellt kein wirkliches Problem dar, dann wollen wir Sie zu einem weiteren Modell einladen. Nachdem ein Mann in den Himmel gekommen ist, fängt er an, Ausschau zu halten nach geeigneten Leuten, die potentielle Kandidaten für seine Konfession sind und beginnt, um sie zu werben und fängt auch all die anderen Dinge an, die ein Wolf tun würde. Glauben Sie, daß dieser Mann in der Gegenwart Gottes bestehen kann?

Die selbstgemachten Kirchen bestehen aus Leuten, die führende Gruppe ist der Klerus. Wir erkennen diese pharisäerhaften Menschen an den Einzelheiten die wir hier zusammentragen. Nun müssen wir nicht meinen, daß all diese Einzelheiten auf eine Person oder auf eine Gruppe zutreffen müssen. Wir sehen bereits von den Unterschieden zwischen Pharisäern und Sadduzäern, daß eine Gruppe an etwas aus der Bibel glaubt, daß aber die andere Gruppe nicht daran glaubt. Das Beispiel ist hier die Auferstehung, die Pharisäer glauben daran, die Sadduzäer nicht. Wir können also nicht sagen: Aber er glaubt an diese biblische Lehre, er kann deshalb also kein falscher Prophet sein.

All diese Anzeichen helfen uns, sie zu erkennen. Aber da mögen viele sein, die wir nicht in ihrem Leben finden können; da mögen nur ein paar sein.

Das Entscheidende wird ihre Reaktion sein. Wie werden sie auf die Wahrheit reagieren? Wie werden sie reagieren, wenn wir sie mit der Wahrheit konfrontieren? Werden sie für Wahrheit Liebe zeigen oder werden sie sich weigern, für die Wahrheit Liebe aufzubringen? "Sie haben die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen" (2 Thessalonicher 2,10-12). "Gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit" (2 Thessalonicher 2,12).

Wir gehen jetzt zu Matthäus 22,34: "Da aber die Pharisäer hörten, wie er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich." Jetzt werden die Pharisäer wieder aktiv. Die Konfessionen und Sekten wissen, was unter ihnen vor sich geht. Sie arbeiten zusammen. Wenn die Pharisäer hören, daß wir die Sadduzäer zum Schweigen gebracht haben, kommen sie zusammen.

Der Grund hierfür ist recht einfach und grundsätzlich: Sie sind des selben Geistes Kind. Es ist der Geist des Gesetzwidrigen. Und dieser Gesetzwidrige hat die Kraft des Satans (2 Thessalonicher 2,9). Und vergessen Sie nicht, daß die höchst effektive Waffe die der Teufel entwickelt hat, das System der Sekten und Konfessionen ist. Es ist höchst effektiv in der Bekämpfung des Leibes Christi - in der Bekämpfung Christi. Wann immer die echte Gemeinde aufkommt, wird der Teufel versuchen, sie in eine Sekte oder Konfession umzuformen, denn er weiß, daß eine solche Kirche harmlos ist, daß die Mächte der Unterwelt sie überwältigen werden (Matthäus 16,18).

"Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach" (Matthäus 22,35), sie kommen und sie wollen uns auf die Probe stellen und sie sind Experten der Bibel, sie sind Theologen, Gesetzeslehrer, Schriftgelehrte, oder sie behaupten zumindest, daß sie die Bibel kennen. Was sie eigentlich nur kennen ist der Buchstabe, aber sie kennen nicht den Geist (2 Korinther 3,6). Einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versucht uns und fragt uns.

Gehen wir zu Matthäus 22,41: "Da nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus." Wir sollten ihnen also auch Fragen stellen. Wir fragen sie, wenn sie bei uns versammelt sind: "Was halten Sie vom Leib Christi? Wessen Kirche ist es? Was halten sie von Einigkeit?" Fragen Sie sie. Da nun die Pharisäer versammelt sind, fragen wir sie.

Vers 46: "Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen." Wenn sie ein paar mal zu uns kommen, und wir vom Heiligen Geist geleitet sind und sie sind nur vom Buchstaben geleitet, dann mag uns das Gleiche passieren: Niemand kann uns darauf ein Wort erwidern, und von diesem Tage an wagt niemand mehr, uns Fragen zu stellen.

Wir wollen jetzt zu Matthäus Kapitel 23 Vers 1 gehen: "Darauf redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern." Warum das Wort "Darauf"? "Darauf" zeigt an, daß es nach dem Vorangegangen kommt: Niemand konnte ihm darauf ein Wort erwidern, und von diesem Tage an wagte niemand mehr, ihm Fragen zu stellen. Er brachte sie zum Schweigen und dann sprach er zum Volk und zu seinen Jüngern. Was tat er? Er setzte ihnen auseinander, worum es sich bei den Pharisäern eigentlich handelt. Das ganze Kapitel 23 handelt von Jesus, wie er uns religiöse Menschen erklärt, was sie sind und wie wir sie erkennen können. Dieses ist das wichtigste Kapitel über dieses Thema im Evangelium des Matthäus, und sogar in der ganzen Bibel. Jesus legt uns in vielen Einzelheiten dar, wie wir sie erkennen können: Pharisäer, Sadduzäer, falsche Propheten und so fort.

Nun spricht Jesus zu den Massen und den Christen. Matthäus 23,2: "Die Schriftgelehrten," das sind Leute die Theologie studiert haben, die Theologieprofessoren, "und die Pharisäer sitzen auf dem Stuhl des Mose. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's." Wenn sie das Wort Gottes lehren, dann tun wir das Wort Gottes. Jesus sagt hier nicht, daß wir ihnen nachfolgen sollen. Wir müssen tun was sie sagen. Wenn jemand das Wort Gottes lehrt, unabhängig von seinem Status, dann tun wir was das Wort Gottes sagt. Es bedeutet jedoch nicht, daß wir ihm folgen. Jesus sagt das hier nicht. Wir müssen also alles tun und befolgen, was sie uns sagen - wenn sie uns das Wort Gottes sagen.

Wenn wir also das Wort Gottes hören, können wir es nicht zurückweisen, weil wir sehen können, daß die Person, die es uns brachte, unrein ist - Fehler hat.

"Aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht." Wir richten uns nicht nach dem was sie tun, denn sie sagen's wohl, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie sind Personen die nicht praktizieren was sie predigen.

Vers 4: "Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen." Jesus sagt, mein Joch ist sanft. Sie machen es schwer, denn sie kennen nicht das Wort Gottes, wie man Erlösung von allen Formen von Problemen erhält.

Sie selber wollen die Lasten nicht tragen. Und nicht nur das, sie sind noch nicht einmal bereit die kleinste Anstrengung zu unternehmen. Jesus sagt, daß sie keinen Finger regen wollen. Sie sind nicht wirklich bereit einer leidenden Person zu helfen. Sie wollen nicht einmal eine Kleinigkeit tun. Vielleicht geht dies sogar weiter. Sie mögen vielleicht sogar ganz zufrieden sein mit dieser Situation einer leidenden Person. Es hilft vielleicht ihrem religiösen System.

Wir wollen uns ein Beispiel ansehen. Da ist eine Frau mit einem trinkenden Ehemann, und er benutzt das Geld das sie verdient für sein trinken und wenn er betrunken ist, dann verflucht er sie und schlägt sie. Und was lehrt das religiöse System diese Frau? "Laßt uns für diese Situation beten. Laßt uns beten, daß er aufhört zu trinken. Laßt uns beten, daß sie stark bleibt und daß es nicht zur Scheidung kommt." Aber was sagt die Bibel?

In 1 Korinther 5,11 sagt sie: "Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben, so jemand sich läßt einen Bruder nennen, und ist ein Trunkenbold; mit dem sollt ihr auch nicht essen." Sogar wenn ihr Mann ein Christ ist, ein Bruder, muß sie eine Trennung vornehmen. Sie kann nichts mit ihm zu schaffen haben und sie kann nicht mit ihm zusammen essen.

In Epheser 5,3-7 wird uns gesagt: "Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zusteht, auch nicht schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherze, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes. Lasset euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihr Mitgenossen."

Diese Frau kann nichts gemein haben mit solch einem Mann der flucht und betrunken ist. Sie kann nicht sein Mitgenosse sein.

In 1 Korinther 7,15, in einem Kapitel das sich mit Ehe beschäftigt, ist gesagt: "Zu einem Leben in Frieden hat Gott uns berufen." Wir müssen in Frieden leben. Der Bibel nach ist dies ein wichtiger Gesichtspunkt, wenn wir Ehesituationen betrachten. In Frieden zu leben ist wichtiger, als als verheiratetes Paar zusammenzubleiben.

Diese Frau muß also eins tun: sie muß sich von ihrem Mann trennen. Eine Scheidung ist da nicht nötig, Leute wollen sich nur scheiden lassen, damit sie dann wieder heiraten können. Sie muß sich ganz einfach von ihm trennen.

Es ist nicht nur für sie unnötig, eine solche Situation zu erleiden, sie ist sogar schuldig, sein Trinken zu unterstützen. Und etwas ist sogar noch ernsthafter: Dadurch, daß sie sich nicht vom ihm trennt, verhindert sie, das er mit dem Trinken aufhört, denn sie fährt damit fort, das Geld für sein Trinken zu beschaffen, und sie finanziert auch seine Unterkunft, Verpflegung, und so fort. Und dadurch, daß sie sich nicht von ihm trennt, verhindert sie, daß er dem Satan übergeben wird zum Verderben seines Fleisches, auf daß sein Geist am Tag des Herrn selig werde (1 Korinther 5,5). Sie wird eigentlich mitschuldig, daß er zur Hölle geht.

Diese Frau hat wirklich eine schwere Last auf ihren Schultern. Und ihr falscher Prophet, ihr Pastor, schnürt diese schwere Last für sie zusammen und legt sie ihr auf die Schultern. Aber er selbst, dieser Pastor, will selber keinen Finger rühren, um die Last zu tragen. Er will keinen Finger rühren. Er ist nicht bereit die kleinste Anstrengung zu unternehmen, um dieser Frau zu dienen. Und da er nicht bereit ist zu dienen, ist er nicht geeignet, auch nur eine einzige Position in Gottes Reich einzunehmen. "Und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht" (Matthäus 20,27). Es ist die erste Voraussetzung, um Ältester zu sein, daß er dient.

Wir gehen jetzt weiter und lesen Matthäus 23,5: "Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden." Ihnen geht es um die Zustimmung der Menschen, sie suchen Menschen zu gefallen, sie wollen geehrt werden. Wenn wir über eine Person mehr wissen wollen, können wir nach dieser Tendenz Ausschau halten: "Alles, was sie tun, tun sie nur, um von den Leuten gesehen zu werden."

Jesus läßt Beispiele folgen: "Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß." Sie tragen äußerliche Dinge, um wichtig zu erscheinen. In bestimmten Konfessionen tragen diejenigen, die dort etwas sind, besondere Kleidung oder besondere Zeichen oder irgend so etwas, um erkannt zu werden.

Denkzettel, oder Gebetsriemen, sind etwas was Schriftstellen enthält und die auf der Stirn oder am Arm getragen werden. Eine Bibel ist auch etwas was Schriftstellen enthält. In einer heute ähnlichen Situation mögen wir vielleicht eine Person sehen, die eine große Bibel demonstrativ herumträgt, und erkennen eine entsprechende pharisäerhafte Haltung.

Nun auch hier wieder muß gesagt werden, daß wenn ein religiöser Führer dieses Zeichen nicht hat, er keine sichtbaren Äußerlichkeiten erkennen läßt, dies nicht bedeutet, daß er kein falsche Prophet ist. Jesus sagt nicht, daß falsche Propheten alle diese Zeichen die er aufführt, erkennen lassen müssen. Einige sind genug. Vielleicht nur eins. Vielleicht ist da nur eins an dem wir ihn erkennen können. Eins von den vielen die uns Jesus aufzeigt.

Es mag so weit gehen, daß Sie ein Abzeichen hinten am Wagen haben, daß andeuten soll, daß Sie ein Christ sind. Ich würde nicht sagen, daß das verkehrt ist, aber das Reich Gottes ist innen, es ist nicht eine äußere Sache. Es ist eine innere.

"Sie sitzen gern obenan über Tisch und in den Schulen." Wenn Sie zu einer Konfession gehen, dann sitzt der Pastor vorne oder erhöht oder er steht auf einer Kanzel oder da ist ein Altar aufgebaut oder irgend so etwas. Alles Dinge die nichts mit der Bibel zu tun haben, Sie werden sie nicht in den Gemeinden des Neuen Testaments finden.

"Und haben's gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt." Sie mögen das, so etwas ist ihnen ein Genuß. Wenn jemand gegrüßt wird und wenn sein Titel dabei eingeschlossen wird und andere können das hören, dann denken die die es hören: "Ich dachte, das war ein ganz normaler Mensch, aber jetzt höre ich er hat einen Titel." Vielleicht ist sein Titel "Pastor" oder "Hochwürden" oder so etwas.

"Und haben's gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen." Jesus lehrt uns hier, nicht Titel zu benutzen, und wenn wir Christen hören, daß sie Titel benutzen, dann haben wir bereits einen Hinweis wie weit sie Tuer seines Wortes sind. Auch können wir sehen, daß sie nicht zu viel über die Bibel wissen; sie sind nicht wirklich die Experten die sie angeben, zu sein.

"Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder." Nur einer ist unser Meister und das ist der Meister. Wir dienen keinem anderen Meister. Wir dienen nicht Religion, selbstgemachten Kirchen und ihrem Klerus. Und wir sind alle Brüder. Die einzigsten Titel die wir gegenseitig benutzen sind Schwester und Bruder.

Dies hat Bezug auf den Gebrauch innerhalb der Gemeinde. Wir kümmern uns nicht um Titel außerhalb der Gemeinde - wie die Heiden sich anreden, oder sogar wie wir die Heiden anreden. Wenn jemand ein Amt hat und er hat den Titel President oder so etwas, oder König, dann nennen wir ihn das. Paulus tut es. Wenn wir Paulus in der Apostelgeschichte studieren, dann sehen wir, daß er den König König nennt. Er gibt ihm also einen Titel, denn er hat nichts mit der Gemeinde der Gläubigen zu tun. Zu der Zeit mag der König noch ein Jude gewesen sein, weil er aber Jesus Christus nicht als seinen Herrn akzeptierte, war er ein Heide. Er war ein Ungläubiger - Paulus konnte ihm einen Titel geben. Keine Titel zu benutzen ist eine Sache innerhalb des Leibes Christi. Innerhalb der Gemeinde der Gläubigen haben wir keine Titel, aber außerhalb ist es nicht wirklich wichtig.

"Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23,9). Das erste Gebot das uns Jesus hier gibt - Matthäus 23,8 - sagt uns, daß ich nicht Menschen erlauben soll mir innerhalb der christlichen Gemeinschaft einen Titel zu geben und das zweite Gebot - Matthäus 23,9 - sagt mir, daß ich nicht anderen einen Titel gebe, wie Vater. Und im nächsten Vers - Matthäus 23,10 - sagt Jesus, "Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen." Hier sagt uns Jesus wieder, daß ich nicht erlauben soll, daß man mir einen Titel gibt. Jesus sagt mir dies also zweimal. Nur einmal, daß ich nicht Titel geben soll, aber zweimal, daß ich mir nicht Titel geben lassen soll. Er spricht also mehr z