

Massenkarambolagen bei dichten Nebel infolge zu dichten Auffahrens sind im Herbst Jahr für Jahr wieder zu verzeichnen. Warum Autofahrer sich im Nebel so unvernünfig verhalten, wurde an der Ruhr-Uni-Bochum untersucht. Bei Versuchen im Fahrsimulator fühlten sich die meisten Fahrer durch die Scheinwerfer nachfolgender Autos bedrängt, fand der Psychologe Peter Schönbach heraus. Die Folge: Man gibt Gas, um den Verfolger abzuschütteln. Den Hintermann dagegen beruhigen die Rücklichter des Vorausfahrenden als Orientierungspunkt im Nebel, so das er auch beschleunigt, um den Sichtkontakt nicht zu verlieren.Zudem geht bei schlechter Sicht das Gefühl für Geschwindigkeit verloren. So schaukeln sich Vorder- und Hintermann immer weiter auf, bis die Jagd bei einem Stau ein fatales Ende nimmt.