Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach

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Andreas Eschbach
D i e   b e s t e   S o f t w a r e   f ü r   S c h r i f t s t e l l e r

 

 

Zuschlagen! Seit Oktober 2006 sind beide Programme - WritePro Fiction sowie WritePro FictionMaster - wieder bei Zweitausendeins erhältlich, und zwar nun beide Programme auf nur einer CD, und das auch noch zum Preis von nur einer CD! Wer jetzt noch zögert, dem ist nicht zu helfen. (Die US-Version eines dieser Programme kostet das Zehnfache!!)

Seit einiger Zeit sind diese beiden Programme bei Zweitausendeins nicht mehr erhältlich - und meines Wissens auch sonst nirgends. Warum? Keine Ahnung. Bitte schreiben Sie deswegen nicht mir, sondern lieber direkt an den Verlag Zweitausendeins! Wenn das genug tun, wer weiß, vielleicht überlegt man es sich dort wieder anders und legt sie wieder auf. Zu begrüßen wäre es.

Mails an den Service unter: service@Zweitausendeins.de

Postanschrift (Briefe sind heutzutage mitunter beeindruckender): Zweitausendeins Versand Dienst GmbH, Postfach 610637, 60348 Frankfurt am Main.

WritePro

Vor einiger Zeit bin ich auf die Demo-Version des Programms "WritePro" gestoßen, dessen Urheber kein Geringerer als Sol Stein ist, der Verfasser einiger der besten Bücher zum Thema "Schreiben", was mir Anlaß war, das Programm mit besonderer Grimmigkeit zu testen. Doch wer beschreibt meine Überraschung, als ich feststellte, dass dieses Ding wirklich etwas taugte! Zumindest der Teil, den man im Demo ausprobieren konnte. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, hier möglicherweise auf etwas gestoßen zu sein, was dem angehenden Autor eine echte Hilfe sein konnte (sofern er des Englischen mächtig war). Mit anderen Worten, etwas, auf das ich in meiner Homepage-Rubrik "Über das Schreiben" hinweisen sollte. Ich wandte mich kurzerhand an Sol Stein persönlich, der auch persönlich antwortete, und zwar, dass er mir das komplette Programm gerne zu Rezensionszwecken schicke, aber wenn ich mich noch ein wenig gedulde, da gebe es in Deutschland einen Verlag namens Zweitausendeins, der im Begriff sei, eine deutsche Version auf den Markt zu bringen. Und dieser hierzulande ja nicht ganz unbekannte Verlag, der sich in letzter Zeit mit zahlreichen guten Veröffentlichungen um den Werkzeugkasten deutscher Schriftsteller verdient gemacht hat, zeigte sich an einer Rezension ebenfalls interessiert.

Mittlerweile habe ich Post von Zweitausendeins bekommen, drei CD-ROMs, habe installiert und getestet und finde, nach eingehenden Testläufen, meinen guten ersten Eindruck weitgehend bestätigt. WritePro verkörpert tatsächlich eine dritte Gattung von Programmen für Schriftsteller - und ist, soweit ich das sehe, in dieser Gattung allein.

Programmtechnisch ist WritePro nicht unbedingt die Offenbarung. Die allererste DOS-Version des Demoprogramms (die übrigens immer noch erhältlich ist), ist keine 150 KB groß. Die Windows-Version desselben Programms bringt es auf ein knappes Megabyte. Die deutsche Fassung von WritePro dagegen schaufelt einem satte 20 MB auf die Festplatte - mit enthalten ist eine komplette Java-Maschine, wie man aus einem Studium der Dateien schließen darf. Was ungefähr so ist, als würde man mit einem Jumbo-Jet zum Einkaufen zum Supermarkt an der Ecke fahren, denn die Funktionsweise aller drei Programme ist haargenau identisch - alles, was man im Grunde kann, ist, sich vorwärts und rückwärts durch Textseiten zu blättern und in Eingabefelder zu schreiben.

Mehr ist aber auch nicht erforderlich. Ich bin ohnehin ein Anhänger der Philosophie, daß ein Programm so wenig Funktionen wie möglich haben sollte, und diesbezüglich ist WritePro atemberaubend vorbildlich.

Denn der Sinn dieses Programms ist, den Anwender in eine Art programmierte Unterweisung zu ziehen, in deren Verlauf er schlicht und einfach lernt, besser zu schreiben. Und das Erstaunliche ist: es gelingt. Wenn man die Bücher von Sol Stein kennt, entdeckt man immer wieder Passagen daraus wieder - warum auch nicht? -, aber durch den interaktiven Anspruch des Programms wird man auf ganz neue, viel intensivere Weise damit konfrontiert. Es ist schwerer, über Halbverstandenes hinwegzulesen; die angebotenen Übungen fordern einen heraus, sich damit auseinanderzusetzen. Und manches ist, das muß man sagen, tatsächlich auch einfach besser formuliert als in den Büchern. Einleuchtender. Verständlicher. Besser auf den Punkt.

Es gibt insgesamt drei Versionen des Programms: WritePro Fiction, WritePro FictionMaster und WritePro Business. (Letzteres ist für Sachtexte, Geschäftskorrespondenz und dergleichen gedacht, und obwohl ich weder daran zweifle, dass ein solches Programm notwendig und wohltuend für die deutschsprachige Geschäftswelt sein wird noch daran, dass es seinen Job genauso gut erfüllt wie die ersten beiden Programme, soll es hier mal außer Betracht bleiben.)


WritePro Fiction ist eine Art Lehrgang, den man nach und nach durcharbeitet, und das Ziel ist, grundlegende handwerkliche Kenntnisse und Fertigkeiten eines Schriftstellers zu erwerben. Es sind insgesamt 8 umfangreiche Lektionen, die man natürlich in seinem eigenen Tempo absolvieren kann, wobei sich das Programm merkt, wo man zuletzt aufgehört hat, so dass man nahtlos weitermachen kann, und was dergleichen Annehmlichkeiten mehr sind.

Gemäß Sol Steins Credo, dass sich gute Geschichten aus den Charakteren entwickeln, nicht umgekehrt, geht es in der 1. Lektion um die Entwicklung glaubwürdiger Figuren und des Konflikts zwischen ihnen. Was sehr motivierend wirkt, ist das sofortige Erfolgserlebnis: Der Ablauf der Übung schlägt einige verblüffende Haken, und wenn man am Schluß mit den eigenen Fortschritten konfrontiert wird, staunt man über sich selber.

In den folgenden Lektionen wird der Plot, der anfangs nur umrißhaft sichtbar ist, Stück um Stück weiter entwickelt. Ehe man es sich versieht, schreibt man die ersten Szenen und erlernt grundlegende Konzepte wie den "Point Of View" und die verschiedenen möglichen Erzählebenen. Man lernt, wie man schlechte Dialoge vermeidet und gute Dialoge schreibt - eine der größten Hürden für Anfänger und der Punkt, an dem mehr hoffnungsvolle Erstlingswerke scheitern als an jedem anderen.

Eine weitere Besonderheit ist der eingebaute "Flab Editor" - ein verblüffend nützliches Werkzeug, um das Überarbeiten von Texten zu erlernen. Mit seiner Hilfe kann man in Textpassagen Wörter, die man im Verdacht hat, überflüssig zu sein, zeitweise ausblenden, den gekürzten Text mit der ursprünglichen Fassung vergleichen und sich schließlich für die bessere Version entscheiden, und das so oft, bis man zufrieden ist.

Mit einem einmaligen Durcharbeiten ist es übrigens nicht getan; im Gegenteil kann und sollte man sich die Lektionen immer vornehmen: man wird immer wieder etwas dazulernen.


WritePro FictionMaster ist im Prinzip dasselbe Programm, nur die beigefügten Lektionen sind andere. Sie richten sich nicht an den Anfänger, sondern an den erfahrenen Autor, und sie sind nicht dazu gedacht, Grundlagen zu vermitteln, sondern sollen einem helfen, bestimmte Aspekte eines konkreten eigenen Schreibprojekts auszuarbeiten und zu verbessern. In der ersten "Lektion" geht es um die Entwicklung der Charaktere, in der zweiten um den Handlungsentwurf, in der dritten um Dialoge und in der vierten schließlich um den "Feinschliff" von wichtigen Textpassagen. (Auch hier ist natürlich der "Flab Editor" enthalten.)

Den Anfänger überfordern die hier angebotenen Übungen und Überlegungen eindeutig, und das sollen sie auch, denn sie sind dazu gedacht, erfahrene Autoren zu Höchstleistungen anzustacheln. Manche der Übungen überzeugen mich auch nicht so richtig; bis jetzt jedenfalls, und das mag ja auch an mir liegen.


Selbst jemand mit viel schriftstellerischer Erfahrung wird, behaupte ich, noch Überraschungen erleben, und zwar von der ersten Lektion an. Und der Preis der Programme ist ein Lichtblick: Im Vergleich zu dem, was solche Programme sonst kosten, sind diese praktisch geschenkt. Ein Muss auf jedem Schriftsteller-PC.

(P.S. Zum Preisvergleich mag man die Homepage des Originals besuchen. Sie findet sich unter www.writepro.com)


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