Ich denke, man sollte, wenn man zu schreiben beginnt, zumindest zwei Ideen haben: eine Idee für den Anfang, und eine Idee für den Schluß. Alles dazwischen kann sich finden, aber der Anfang sollte einen Leser packen, und der Schluß - nun, das ist der Magnet, auf den sich alles zuentwickelt. Wenn man keine Idee für einen bombastischen Schluß hat, dann dümpelt die Schreibe so dahin, und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bleibt der Roman irgendwo stecken. Aus Treibstoffmangel gewissermaßen.
Was sich bei mir im Lauf der Zeit abzeichnet, ist der genaue Weg vom Anfang zum Schluß. Den habe ich - absichtlich - nicht schon mit langweilender Präzision ausgearbeitet. Eben damit das Schreiben auch aufregend bleibt.
Bei der SOLARSTATION war zuerst vage der Wunsch da, einen Thriller zu schreiben, der auf einer Raumstation spielt. Dann war die Idee für den Schluß da - der Ringkampf in Raumanzügen, und wie der Bösewicht durch das Sonnensegel segelt... Und irgendwann war die Idee für den Anfang da, die Sexszene in Schwerelosigkeit, als eine skurrile Vowegnahme des Ringkampfes. Und dann entwickelte sich alles dazwischen.
Die Anfangs- und die Ende-Idee spannen den Bogen, sozusagen.