Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Ich bin Anfang zwanzig und habe gerade erst mein Studium der Klassischen Philologie und Anglistik begonnen, einfach deswegen, weil ich mich schon immer sehr für Sprache, auch für fremde Sprachen begeistert habe. Unheimlich gerne würde ich deswegen auch in diesem Bereich arbeiten. Leider stelle ich jedoch fest, dass es im Studium nicht so sehr um die mich faszinierende sprachwissenschaftliche Seite (Semiotik etc.) geht, sondern mehr um die literaturwissenschaftliche, die mir eigentlich überhaupt nicht liegt. Ich befürchte, durch ein solches Studium eventuell das Interesse an meinem eigenen Schreiben zu verlieren; immerhin sprachen Sie von den Gefahren eines "inneren Editors". Andererseits möchte ich mein Interesse an fremden Sprachen nicht begraben müssen. Würden Sie mir daher eher zu einem anderen Studium raten oder vielleicht dazu, einfach die sprachwissenschaftliche Anteile schwerpunktmäßig zu betonen, oder zu etwas ganz anderem?

    Ich fürchte, ich bin nicht kompetent, Ihnen hier irgendetwas zu raten. Mit Fremdsprachen habe ich mich schon immer schwer getan - nie im Leben wäre es mir eingefallen, etwas in diese Richtung zu studieren -, und mein eigenes Studium habe ich auch hauptsächlich als die grandioseste Verschwendung von Zeit und Geld in Erinnerung, die ich mir im Leben geleistet habe. Entsprechend voreingenommen bin ich, und egal was ich sage, Sie sollten ohnehin nicht auf mich hören. Also sage ich besser gar nichts :-)

    Aber fragen Sie weiter! Die Wahl des Berufs und die Wahl des Ehepartners sind die beiden wichtigsten Entscheidungen im Leben, und da ist keine Sorgfalt und Mühe groß genug.


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