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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Sollte ich in meinem Buch etwas schreiben, dass ein gesamtes Weltbild verändern könnte, bzw. eine Ansicht, die viele Menschen ablehnen könnten? Ich will es mir ja nicht bei meinem ersten Buch verscherzen, und dann bei jedem unten durch zu sein. Meine Frage ist sollte ich es bei meinem ersten Buch direkt riskieren, mir Feinde zu machen. Oder sollte ich es so lange aufsparen, bis ich berühmt bin, falls ich je berühmt werden sollte, und es dann erst der Öffentlichkeit offenbaren?
Ich verstehe die Frage nicht ganz. Wenn Sie hinsichtlich irgendeiner Sache - was auch immer das ist - eine von der landläufigen Meinung abweichende Auffassung haben, dann haben Sie die doch sicher aus guten Gründen. Und diese Gründe können Sie doch anführen, oder? Es kann freilich nicht schaden, wenn Sie sich alles gut überlegt haben. Wenn Sie beispielsweise behaupten sollten, es gebe keine Schwerkraft, sondern die Atmosphäre halte uns auf dem Boden fest, dann träten Sie gegen Isaac Newton und die gesamte Physik seither an, was für einen jungen angehenden Autor recht hart werden kann. Aber werden Sie sich Feinde machen damit? Wohl kaum. Wenn Sie irgendeinen Schwachsinn behaupten, wird man Sie für einen Idioten halten und bedauern, aber das ist ja wohl was anderes als Feindschaft.
Andersherum gefragt: Wie wollen Sie denn berühmt werden und womit, wenn nicht durch provokante Thesen? Hat Erich von Däniken gewartet, bis er berühmt war, ehe er anfing zu behaupten, die Götter unserer Mythologie seien außerirdische Besucher der Erde gewesen? Nein, er hat es von Anfang an behauptet und ist DAMIT berühmt geworden.
www.AndreasEschbach.com
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