Ich bin Jahrgang 1959. Als ich 35 war, habe ich mit Freude zur Kenntnis genommen, daß ich ein "junger Autor" bin. Heutzutage könne man nicht mehr den großen Roman mit 20 schreiben, wie Goethe das tat, sagte mir ein Verleger - heutzutage müsse man schon einiges mehr erleben und lernen, ehe man ein Werk von Bedeutung schaffen könne.
Also, ich finde, als Schriftsteller ist man enorm privilegiert. Mit 35 ist man noch jung, und man kann schreiben, bis man tot umfällt, und das letzte Buch wird wahrscheinlich das beste. - Als Tennisprofi könnte man das alles nicht, oder als Balletttänzer (man beachte neue Rechtschreibung! Oder heißt es gar "Baletttentser"? :-)...