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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Eine ehrliche Einschätzung, was meine Zukunft in Verbindung mit der Chance zu schreiben betrifft, wäre für mich von sehr großer Bedeutung.
Schriftsteller ist kein Beruf wie, sagen wir, Bäcker. Vom Schreiben leben können in Deutschland vielleicht 100 Leute, und das ist eher großzügig geschätzt. Es ist dringend anzuraten, einen "Brotberuf" zu erlernen, der es einem erlaubt, das Schreiben zunächst - und vielleicht für sehr lange Zeit - aus einer Position der finanziellen Unabhängigkeit heraus zu betreiben. Ich selber, um Ihnen ein plastisches Beispiel zu geben, schreibe seit meinem 12. Lebensjahr, habe in meinem 35. Lebensjahr meinen ersten Roman veröffentlicht und habe meine anderweitigen Erwerbstätigkeiten erst vor etwa anderthalb Jahren (also in meinem 42. Lebensjahr) aufgeben können. Wobei ich bisweilen zu inkonsequent in der Verfolgung meiner Ziele war - 30 Jahre muß es nicht dauern. Aber ich weiß aus Gesprächen mit erfahrenen Lektoren, daß es selbst im Idealfall selten weniger als 10 Jahre dauert, bis man den "Durchbruch schafft".
Auf jeden Fall: Richten Sie sich darauf ein, das Schreiben sehr lange Zeit "nebenher" tun und entwickeln zu müssen.
www.AndreasEschbach.com
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