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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Wie würde ein professioneller Agent auf die Einstellung des Autors, keine Lesungen abzuhalten, reagieren?
Verlage und Agenten akzeptieren das im Zweifelsfall. Aber Sie treten dadurch unweigerlich in die zweite Reihe, durch schiere Marktmechanismen.
Ein Beispiel: Angenommen, es gibt zwei Reiseschriftsteller, die ihre Abenteuer mit dem Einrad im Himalaya beschreiben. Der eine schreibt, veröffentlicht und sitzt zu Hause, der andere macht Lesungen, signiert, trifft Leute, hat auch mal jemanden in einer Lesung sitzen, der seinen Namen notiert, ihn weiterempfiehlt, der sagt, "den könnte mein Kumpel XY in seiner Talkshow auftreten lassen", und so weiter und so fort - Sie glauben doch sicher auch, daß dieser andere derjenige ist, der dem Publikum bei den Stichworten "Himalaya" und "Einrad" einfallen wird und zu dessen Buch sie im Zweifelsfall greifen. Und genauso wird ein Verlag im Zweifelsfall diesem Autor den Vorrang einräumen - bei der Programmplatzierung, der Werbung, der Startauflage, dem Hirnschmalz bei der Umschlaggestaltung und so fort.
www.AndreasEschbach.com
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