Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Literaturwissenschaftler könnten ein Handicap mehr haben: Sie können gut kritisieren und sich selbst auch, was sie wiederum zum Schweigen bringen könnte.

    Und früher oder später wird. Der Schriftsteller kämpft einen steten Kampf gegen den "inneren Editor", um dem Schreiber in sich Platz zu machen. Literaturwissenschaft STÄRKT dagegen den "inneren Editor". Irgendjemand muß in diesem Kampf unterliegen.

    Ich will nicht weiter darauf herumhacken, nur noch eine letzte altkluge Anmerkung machen. Dem was Sie schreiben entnehme ich, daß Sie ein gutes Stück jünger sind, in einem Alter vermutlich, in dem ich zumindest einst von dem zeitverschwendenden Ehrgeiz beseelt war, der Welt zu zeigen, daß ich alles kann, selbst das, was ich nicht kann. Genügend Nasenstüber später habe ich dann eingesehen, daß es schwer genug ist, das eine gut zu machen, was man einigermaßen kann. Aber das ist, wie gesagt, persönliche Erfahrung, die jeder selber machen muß - und es steht Ihnen überdies ja völlig frei, mich zu widerlegen :-) ...

    Unabhängig davon müssen Sie natürlich einen Broterwerb haben, der es Ihnen erlaubt, unabhängig von dem, was Ihnen das Schreiben einbringt (oder nicht), zu existieren. Sonst wird Ihr Schreiben früh korrumpiert.


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