<<Vorige Frage
Nächste Frage>>
Übersicht Gesamtübersicht
Home
News
Bücherbord
Pinwand
Schublade
Kalender
Tagebuch
Privates
Mail
|

ü b e r d a s S c h r e i b e n
Bei Heyne wird die Rollenspielserie Das Schwarze Auge veröffentlicht... Da erscheint dann so ein Roman wie eine Eintagsfliege, wenn man Glück hat, schreibt man später noch einen zweiten, der auch veröffentlicht wird, aber Heyne kommt da nicht auf die Idee, auch mal anderen Stoff zu nehmen. Man geht davon aus, daß die Leser in erster Linie die Bücher um der Serie Willen erwerben, nicht weil da jetzt wieder ein neues Werk von Autor XY rausgekommen ist.
Ja. Genau das scheint mir der Punkt zu sein. Im angloamerikanischen Sprachgebrauch nennt man das "Packaging" - man schreibt für eine Romanserie (Jerry Cotton, Perry Rhodan, etc.), novellisiert eine Fernsehserie (Star Trek, Gute Zeiten Schlechte Zeiten, etc.) usw., und nicht nur, daß man sich dadurch keinen Namen macht (weil die Hefte/Bücher wegen der Serie gekauft werden, nicht wegen des Autors), man hätte nicht einmal das Recht, mit einem Werk woanders hinzugehen, weil die Rechte an den "Grundzutaten" einem nicht gehören. Man erwirbt allenfalls eine gewisse Übung im Schreiben und hat die Genugtuung, sich gedruckt zu sehen, aber ansonsten riecht dieser Weg stark nach Sackgasse, falls man den Ehrgeiz hat, Schriftsteller zu werden. Da muß man allein stehen können.
www.AndreasEschbach.com
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.
|