<<Vorige Frage
Nächste Frage>>
Übersicht Gesamtübersicht
Home
News
Bücherbord
Pinwand
Schublade
Kalender
Tagebuch
Privates
Mail
|

ü b e r d a s S c h r e i b e n
Mein Problem: ich habe keine Phantasie, also ich kann nur über das schreiben, was ich erlebt habe. Ich schreibe also über mein Leben hier in unserem Dorf und muß das gewissermaßen undercover tun - oder? Was mus ich beachten? Mir ist klar, daß ich Ortnamen, Straßen u. Personennamen verändern muß. Die Charaktere zu verändern macht keinen Sinn, weil gerade darin der kleinbürgerlich-piefige und unfreiwillig komische Reiz der Geschichte liegt.
Diese Art des Schreibens - gewissermaßen als "Chronist" - ist durchaus auch altehrwürdig und achtsam; man muß nicht alles erfinden als Schreiber. Wie es rechtlich genau aussieht, müßten Sie einen Rechtsanwalt fragen, ich kann Ihnen nur sagen, was ich weiß, nämlich: Wenn Sie etwas schildern, das sich tatsächlich so zugetragen hat, dann ist das in Ordnung, solange es nichts Ehrenrühriges (etwa, indem Sie die heimliche Affäre einer Bekannten ans Licht zerren) ist. Was man nicht tun darf - das betrifft Romanschriftsteller - ist, jemanden, den es tatsächlich gibt, so zu schildern, daß er im Roman erkennbar ist, und ihm dann irgendwas anzudichten, z.B. daß er einen Bankraub begangen hat oder jemanden umgebracht o.dgl.
www.AndreasEschbach.com
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung.
|