Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Inwiefern muss ich beim autobiographischen Schreiben auf die Namensrechte und den Schutz einzelner Äußerungen von Personen Rücksicht nehmen? Müssen Namen verändert werden?

    Oh, das ist ein weites und heikles Gebiet. Verläßlich kann Ihnen da auch nur ein Anwalt Auskunft geben. Wenn Sie jemand verklagt, kann er das entweder tun, weil Sie ihm etwas in den Mund legen, das er NICHT gesagt hat - dann ist das "üble Nachrede" und "Rufschädigung" und was weiß ich -, oder Sie geben etwas wieder, das er TATSÄCHLICH gesagt hat, dann ist das "Verletzung der Privatsphäre" oder so. Kitzlig, nicht wahr? Es ist immer besser, wenn die Figuren eines Romans in Wirklichkeit nicht existieren. Wenn Sie reale Personen schildern, reicht es NICHT, ihnen andere Namen zu geben; wenn diese nachweisen können, daß nur sie gemeint sein können, wird's haarig.

    Wenn Sie vor Veröffentlichung das Einverständnis der Betreffenden einholen - schriftlich! -, dann sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Aber wie gesagt, das ist meine laienhafte Meinung; die genaue Rechtslage kenne ich auch nicht.


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