Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Würde man davon ausgehen einen Menschen, der auf Grund seines Überlebenstriebes heraus an das Schreiben gebunden ist, als Schriftsteller zu bezeichnen?

    In erster Linie ist ein Schriftsteller jemand, der ein - wie der Begriff andeutet - "Schriftstück erstellt". Warum er das tut, ist zweitrangig - vielleicht MUSS er, vielleicht WILL er einfach, meistens mischt sich beides. Für den einen ist Schreiben Qual, für den anderen Ekstase, für den dritten eine Arbeit wie jede andere. Ich weigere mich, da jetzt irgendwelche Kategorien zu setzen; ich ziehe es vor, das Ganze von der Seite des Lesers aus zu betrachten: da gibt es dann das einfache Kriterium der Qualität. Nicht alles, was geschrieben wird, ist es wert, gelesen oder gar gedruckt zu werden. Manches KANN man überhaupt nicht lesen, weil es nur der wirklich verstehen kann, der es geschrieben hat (meist der Fall bei Tagebüchern). Die Frage ist, was das ZIEL dessen ist, der schreibt. Darüber muß man sich im klaren sein. Ist ein Leser überhaupt das Ziel?


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