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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Nach dem Lektorat meines Romans ist der Text, die Wortwahl, sind die Satzstellungen nun ganz anders - es ist nicht mehr mein Text, nicht meine Schreibweise, nicht mein Stil. Was soll ich tun?
Wenn ich wetten müßte, würde ich immer darauf setzen, daß der Lektor Recht hat. Aus meiner Praxis als Schreibseminarleiter weiß ich, daß viele Autoren schon für eigenen Stil halten, was in Wirklichkeit Schwächen sind. Das muß in Ihrem Fall natürlich nicht so sein, aber ich würde an Ihrer Stelle doch die Neufassung des Textes aufmerksam studieren und mir überlegen, ob ich etwas daraus lernen kann. Straffung beispielsweise kann ein Text fast IMMER vertragen, unscharfe Metaphern fallen einem oft selber nicht auf, und was Helvetismen (oder sonstige -ismen) angeht, wären die nur in bestimmten Zusammenhängen sinnvoll - etwa wenn Sie darüber eine Figur charakterisieren, oder den Erzähler einer Geschichte in der Schweiz verankern.
www.AndreasEschbach.com
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