Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Es handelt sich um eine Übersetzung, das Lied ist kaum wieder zu erkennen. Ich glaube in dem Fall braucht man keine Rechte für diesen Text zu erwerben. Wenn aber doch, dann sollte der Verlag selbst darauf kommen...

    Sie müßten im Falle eines Falles den Verlag trotzdem darauf aufmerksam machen. (Es reicht, es eine Minute vor der Unterzeichnung des Vertrages zu erwähnen; daran wird es nicht mehr scheitern.) Zu entscheiden, wie mit einem solchen Zitat umzugehen ist, ist Angelegenheit der Rechtsanwälte.

    Warum? Ich will Ihnen nur kurz sagen, was im schlimmsten Fall passieren kann. Im schlimmsten Fall kann der Inhaber der Rechte an dem Songtext verlangen, daß die entsprechenden Stellen im Buch geschwärzt werden - eine höllisch teure, aufwendige Prozedur - oder daß das Buch gar vom Markt genommen wird. Da Sie mit einem Verlagsvertrag auch eine Zusicherung unterschreiben, über die vollständigen Rechte an dem Text zu verfügen bzw. dem Verlag alle diesbezüglich relevanten Zweifelsfragen mitgeteilt zu haben (jeder Verlagsvertrag enthält eine solche Klausel), wären Sie voll schadenersatzpflichtig und müßten dem Verlag die Kosten der Schwärzung oder der Herstellung der gesamten Auflage ersetzen - was weit, weit mehr ist, als Sie an Honorar bekommen!

    All das können Sie elegant verhindern, indem Sie rechtzeitig sagen, "ach übrigens, auf Seite 235 der Songtext, der stammt von der englischen Band Queen" - treuherziger Augenaufschlag - "das ist kein Problem, oder?" Worauf der Verleger lächeln und sagen wird: "Da soll sich die Rechtsabteilung drum kümmern."


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