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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Ich habe eine Absage bekommen, über die ich mich gefreut habe! :-)) Der Verlag meinte, dass ihm das Buch sehr gut gefallen hat und dass ihn die Hauptfiguren nachdrücklich beeindruckt haben. Er hat das Buch aber nicht angenommen, weil es zu nah an der Realität sei, es fehle die "literarische Distanz und Verarbeitung des Themas".
Ja, dann wird das wahrscheinlich auch so sein. Das habe ich so ähnlich auch schon zu vielen Leuten sagen müssen, und es ist der Grund, warum ich davon abrate, damit zu beginnen, eine Geschichte aufzuschreiben, die man selber erlebt hat. Man braucht viel Erfahrung, ehe man aus tatsächlichen Ereignissen eine brauchbare Geschichte machen kann.
Allerdings ist das natürlich oft genau das, was Leute ans Schreiben bringt: Das Bedürfnis, etwas zu verarbeiten, was man erlebt hat.
Bloß - muß das deswegen gleich gedruckt werden? Was hat JEMAND ANDERS davon? Das ist die Frage. Und bei autobiographischen Erzählungen lautet die Antwort meistens: Nichts. Oder jedenfalls zu wenig, als daß sich eine Veröffentlichung rechtfertigen ließe.
www.AndreasEschbach.com
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