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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Meine Leseprobe liegt im Verlag vor. Bin ich einen Schritt weitergekommen, wenn es schon mal jemand überhaupt prüft?
Selbstverständlich. Denn das Schwierigste ist, ein Feedback zu bekommen, mit dem man etwas anfangen kann. Die üblichen Absagebriefe sind nichtssagend; da weiß man nicht, ob man was Gutes geschafft hat oder nicht, man weiß nicht mal, ob es überhaupt gelesen wurde.
Also: es geht darum, daß man weiß, es wurde tatsächlich gelesen. In der Regel erhält man dann auch ein wenig Rückmeldung, selbst im Fall einer Ablehnung. Eine Aussage wie "nicht spannend genug" etwa ist doch ein deutlicher Hinweis, in welcher Richtung man an sich arbeiten muß, oder? Und eine Aussage wie "zur Zeit kein Markt für altchinesische Liebesgeschichten" ist eine ganz andersgeartete Information: man weiß, es liegt nicht unbedingt an einem selbst, man ist bloß grade in der falschen Zeit. (Wobei sich Verlage da auch bisweilen etwas vertun. Wie hieß der Verleger, der sagte, "es gibt keinen Markt für Jugendbücher über Zauberer"?) Man könnte es also in diesem Fall getrost bei einem anderen Verlag versuchen, während ich im ersten Fall (oder auch bei "die Figuren sind mir zu klischeehaft" oder "es holpert sprachlich") eher an mir selber arbeiten würde.
www.AndreasEschbach.com
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