Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Einer dieser Großverlage schickte mir nach zwei Wochen ein Schreiben, in dem sie ihre Freude darüber schilderten, dass ich mich ausgerechnet an sie gewandt hatte u.s.w. Dennoch baten sie mich um etwas Geduld. Zwei Monate später kam dann doch eine Absage. Die Lektorin schrieb mir, sie hätten mein Expose mit großem Interesse gelesen, dennoch würde das Thema nicht zu ihnen passen, da sie nur Buchreihen und nicht einzelnen erzählenden Romane im Programm hätten. Ich frage mich ob das nur eine Standardabsage war oder ob ich doch in die engere Auswahl gekommen war.

    So, wie Sie es schildern, klingt es nicht nach einer Standardabsage. Eine Standardabsage besteht aus dem zurückgesandten Manuskript und einem Brief, in dem in der Regel steht, man sei auf Jahre hinaus ausgebucht mit Projekten der eigenen Autoren oder dergleichen. Also, erst eine Nachricht, die um Geduld bittet, und dann eine Absage wäre zuviel Aufwand für etwas, das man von vornherein nicht haben will.

    Das, was Sie schildern, klingt so, als hätte eine Lektorin überlegt, ob Ihr Buch eventuell in eine der Buchreihen passen würde. Das Argument der Absage ist auch glaubhaft; Verlage schmeißen ihre Programmschemata in der Regel nicht wegen eines Autors um, nicht einmal, wenn er Stephen King oder so heißt.


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