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ü b e r d a s S c h r e i b e n
Ich habe mittlerweile 28 Absagen von renommierten oder auch weniger renommierten Verlagen bekommen - und das sind nur die, die auf die Zusendung meines Manuskripts geantwortet haben. Verschickt habe ich es schon an die 40 mal, wobei die Verlagslandschaft noch
längst nicht abgegrast ist. Ist das Verlagswesen so in den Knien, dass man sich nicht mehr auf junge, viel versprechende Autoren einlassen will? Will kein Verlag mehr was riskieren?
Das Verlagswesen jammert, aber das tut es eigentlich immer. Soweit ich das mitkriege, wird nach wie vor eifrig nach vielversprechenden Autoren gesucht, gern auch deutscher Zunge, denn erstens entfallen da Übersetzungskosten, und zweitens steigen die Forderungen speziell der amerikanischen Autoren immer weiter ins Unerträgliche. Ich habe sogar eher das Gefühl, daß man dieser Tage selbst zu Autoren greift, die ich eher in die Kategorie "wenigversprechend" einordnen würde.
Zum Thema Risiko: Das Verlagsgeschäft ist seinem Wesen nach ein Risikogeschäft, weil man - anders als bei Autos, gewalztem Stahl, Blutdruckmitteln oder anderen Produkten - nie im voraus weiß, welches Buch sich wie gut verkaufen wird. Nein, ich fürchte, wenn man mit seinem Manuskript nicht "landet", muß man mannhaft auch der Möglichkeit ins Auge sehen, daß man vielleicht noch nicht so viel versprechend daherkommt, wie man denkt.
www.AndreasEschbach.com
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