Hoho! Irrtumsalarm!
Sie machen sich ein völlig falsches Bild vom Dasein eines Autors, wenn Sie glauben, daß es möglich wäre, die Ablehnung eines Romans zu vermeiden. Das ist UN-MÖG-LICH, groß geschrieben. Sie schreiben einen Roman, und erst mal lehnen ihn 90% aller Verlage ab, denen Sie ihn anbieten. Dann findet sich ein Verlag, der den Roman herausbringt, dann lehnen ihn jede Menge Rezensenten ab, jede Menge Leser... Und jedes Mal tut es weh. Aber es ist nicht zu vermeiden.
Mit einer so ängstlichen Haltung gelangt man nirgendwohin. Angenommen, jemand sagt sich, "wenn ich ein Mädchen anspreche und sie weist mich ab, ich weiß nicht, ob das vielleicht ein starker Schlag auf mein Selbstbewusstsein wäre, den ich in dieser Beziehung nicht wegstecke" - wie will so jemand jemals eine Freundin finden? Man muß es tun, das Risiko eingehen, eventuelle Tiefschläge wegstecken und es wieder tun, bis es klappt. Und beim Romaneschreiben ist es ganz genauso.
Wichtig ist, daß Sie tatsächlich schreiben. Genau wie man nur ein Läufer werden kann, wenn man auch läuft, kann man nur ein Schreiber werden, wenn man auch schreibt.