Science-Fiction Schriftsteller Andreas Eschbach <<Vorige Frage
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Andreas Eschbach
ü b e r   d a s   S c h r e i b e n

 

 

Mitunter befällt mich eine Art nervöser Hektik des Geistes, wenn sich dieses kleine Männchen in meinem Kopf meldet und mich nach meinem eigenen Buch fragt. Kennen Sie das?

    Ich kenne das. Aber das ist kein Männchen - das ist Ihr Tod. Es ist die Ahnung, daß Sie eines Tages auf Ihrem Sterbebett liegen werden, wissend, daß der Tod nahe und Ihr Leben am Ende angelangt ist, und alles, was Sie bestenfalls tun können, ist Rückschau zu halten. Die Frage ist: wird die Tatsache, ein Buch geschrieben oder nicht geschrieben zu haben, in dieser Stunde eine Rolle spielen?

    Mir ist eines Tages klar geworden, daß ich es mir nicht verzeihen könnte, es nicht versucht zu haben: einen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen. Während es mir auch in der Stunde meines Todes scheißegal sein wird, den Mount Everest nicht bestiegen und den Hawaii Ironman nicht absolviert zu haben. Bei anderen mag es umgekehrt sein, die müssen dann anders handeln als ich es getan habe.


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